1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Deutsche Post: Die Drohne wird…

für Privatleute völlig ungeeignet

Helft uns, die neuen Foren besser zu machen! Unsere kleine Umfrage dauert nur wenige Sekunden!
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: co 10.12.13 - 11:19

    Wie klingelt denn eine Drohne bei mir an der Haustür?
    Muss ich am Haus einen Abwurfschacht installieren, in den das Paket fallengelassen wird?
    Muss ich mir auf dem Garagendach ein H hinmalen, damit sie landen kann?
    Wie geht das bei Mietshäusern?
    Zettel, dass ich das Paket im nächsten Postamt abholen muss gibts dann wohl auch nicht mehr, aber vielleicht eine Nachricht per Mail?
    Kann das Ding auch beim Nachbarn abliefern?

  2. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: wmayer 10.12.13 - 11:26

    Das Ding ist für Expresslieferungen, du wirst also wohl zuhaus sein. Schließlich soll ja innerhalb von 30 Minuten geliefert werden. Es kann ja auch noch 2 Minuten vor dem Eintreffen eine SMS geschickt werden. Es ist auch nur eine Ergänzung zum normalen Service und wird diesen nicht komplett ablösen.
    Wenn du keinen Landeplatz bieten kannst wirst du den Service nicht nutzen können.

    Warum muss ein Dienst denn immer gleich die Eierlegende Wollmilchsau sein?

  3. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: borstel 10.12.13 - 12:14

    Ich finde die Frage zur Art der Übergabe des Paketes berechtigt. Wie soll das funktionieren egal ob Express oder zusätzlich Liefermöglichkeit. Wirft mir die Drohne das an den Kopf oder stechen mir die Rotorblätter die Augen aus, wenn ich es abfummele. Muss ich einen Landeplatz vorhalten? Und vor allem: Wie quittiere ich den Empfang? In die Kamera winken?

  4. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: TTX 10.12.13 - 12:24

    Das wird auch für Privatleute gar nicht kommen, weil es technisch gar nicht umsetzbar ist (auch gesetzlich nicht). Es gibt keine Karte auf der Höhen von Wohnäusern, Bäume usw. aktuell aufgezeichnet sind. So ein Flug würde auch nur autonom Sinn machen, wenn man dafür Piloten beschäftigen muss, wird das ganze endlos teuer.

    Das sind alles nur PR-Gags atm. und maximal für gängige Kurzstrecken geeignet, aber sicher nicht für den Privatkunden.

  5. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: the_spacewürm 10.12.13 - 12:52

    Insbesondere ein Landeplatz/Abwurfplatz kann in dicht bebauten und begrünten Gebieten wohl ein Problem darstellen.
    Im Winter ist es außerdem wohl auch etwas unschön, draußen auf den Abwurf warten zu müssen...

  6. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Scheibenkleister 10.12.13 - 12:58

    So blöd ist die Idee nicht. Was spricht dagegen normierte "Briefkästen" auf dem Balkon oder neben dem Fenster zu installieren. Nach dem Prinzip DHL Packstation. Über irgendein Funknetz wie GSM oder einfach IP signalisieren die Kästen die Annahme. Die Zustellung wird über wie auch immer geartete normierte Mechanismen - lasst es Roboterarme sein - abgewickelt, zu mindestens so, dass einem die Schdeädecke bei der Annahme nicht wegrasiert wird (daher auch der Kasten). Jeder Robot-Staubsauger hat doch schon Sensoren für die Umgebung. Warum dann nicht auch zwischen Häuserschluchten? Klar: Sofas damit liefern lassen wäre nicht so einfach. Und sicher wird das vermutlch nicht jeder haben. Aber à priori ausschließen, das das für Privatpersonen möglich ist würde ich es nicht. Wer weiß wie es in 20 Jahren aussieht?

  7. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: mag 10.12.13 - 13:00

    Mal abgesehen von den momentan fehlenden gesetzlichen Grundlagen für eine solche Form von Lieferdienst, könnte ich mir eine mit heutigen technischen Mitteln umsetzbare Lösung wie folgt vorstellen:

    Die Drohne wird im Versandzentrum beladen und bekommt das Ziel mitgeteilt. Alsdann fliegt sie autonom bis in die Nähe oder über die Zieladresse. Dies wird eine meist geradlinige Reise durch weitestgehend freien Luftraum. Anderen Drohnen, sonstigen Luftfahrzeugen oder Vögeln auszuweichen, sollte im Rahmen des autonom Machbaren liegen. Kurz vor der Ankunft bekommt der Empfänger, der ob der kurzen Lieferfrist unmittelbar auf sein Paket wartet und natürlich zugegen sein muss, eine Mitteilung z.B. per SMS, die ihn darauf hinweist, dass sein Paket im Anflug ist und er sich doch bitte vor die Haustür begeben möge.

    Irgendwo, beispielsweise im Versandzentrum, gibt es ein paar "Lieferpiloten". Wenn eine Drohne den autonomen Zielpunkt über der Lieferadresse erreicht hat, wird sie mit dem nächsten freien Mitarbeiter verbunden. Die endgütige Ablieferung wird manuell durchgeführt. Der Pilot (der sicher nicht die Qualifikation und das Gehalt eines Verkehrspiloten benötigt) kann das Landegebiet per Kamera einsehen, den wartenden Kunden ausfindig machen, einen geeignete Landepunkt auf dem Bürgersteig, in der Einfahrt, im Garten... wählen und im Bedarfsfall den Kunden via Gegensprechanlage darum bitten, ein wenig zurückzutreten.

    Nach der Landung werden die Rotoren ausgeschaltet. Die Quittierung des Empfangs kann auf einem Unterschriftenfeld auf der Drohne, via Kundenkarte oder sonstwie erfolgen, ist aber sicher kein grundlegendes Hindernis. Der Pilot kann den Kunden via Kamera sehen und auch mit ihm Reden. Nach Quittieren des Empfangs wird der Kunde abermals gebeten, kurz zurückzutreten, damit die Drohne unter Zurücklassen des Pakets sicher abheben kann. Der Kunde nimmt das Paket entgegen, der Pilot bringt die Drohne auf eine sichere Höhe, selbige kann dann autonom zum Versandzentrum zurückfliegen.

    Sollte die Drohne aus technsichen Gründen am Lieferort nicht in der Lage sein, eine Verbindung zur Steuerzentrale herzustellen, dann ist das äußerst bedauerlich für den Kunden, aber aus Sicherheitsgründen müsste sie dann direkt von sicheren Wartepunkt aus den Rückflug zur Zentrale antreten. Kurioserweise würden also gerade besonders abgelegene Gebiete ohne vernünftiges Funknetz nicht belieferbar sein.

    Diese Lösung ist hinreichend sicher, da durch das komlizierte Terrain und in der Nähe von Menschen am Ziel nicht autonom geflogen wird, und sie ist bezahlbar, da pro Liefervorgang nur für einen sehr kurzen Zeitraum menschliche Arbeitskraft benötigt wird. Insgesamt müsste weniger Zeit durch einen Menschen aufgewendet werden als bei einem traditionellen Liefervorgang.

    Kurzum: Die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, dürfte schwer werden. Von der technischen Seite her sehe ich bei einer ökonomisch sinnvollen Verbindung zwischen autonomem und manuellem Flug keine grundlegenden Probleme.

  8. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Ben Stan 10.12.13 - 13:31

    Sehr gut geschrieben mag.
    Hat spaß gemacht diese Vision zu lesen.

  9. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: wmayer 10.12.13 - 13:45

    Das Gerät wird wohl einfach senkrecht landen. Sich nicht direkt drunter stellen oder den Kopf in die kleinen Plastikrotoren halten (die zukünftig auch noch eine Ummantelung erhalten können) sollten man noch so grad schaffen.
    Einen Landeplatz in der Nähe musst du natürlich anbieten. Oder einen DHL Landeplatz in deiner Nähe aussuchen.
    Die Ware selber kommt in einem Behälter, an dem Behälter wird dann sicher eine Quittierung möglich sein, z.B. per Abholcode, den du bei der Bestellung erhalten hast.

  10. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Scheibenkleister 10.12.13 - 14:15

    Ich frage mich, ob die Drohnen überhaupt landen müssen? Sie könnten ja schwebend an die außen hängenden Kästen andocken und dort autonom die Sendung ausliefern, da ja die Quittierung über die persönliche Paket box automatisch erfolgt. Im Grunde müsste man nicht mal dafür anwesend sein.
    Gefällt mir immer mehr, das Szenario. In der Zukunft werden die Städte voll von surrenden Drohnen sein..... Hmmm: na super - dann werden wir wirklich total-überwacht. Jede Drohne = potentielle Kamera. Irgendwas ist ja immer.

  11. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Clown 10.12.13 - 14:33

    Du hast natürlich absolut Recht!
    Weil bisher Fragen unbeantwortet geblieben sind, ist das gesamte (bisher nicht wirklich vorgestellte) Konzept a priori "völlig ungeeignet" (sic). Was ein Glück, dass Du uns aufgeklärt hast..

    "So you tried to use the computer and it started smoking? Sounds like a Mac to me.." - Louis Rossmann https://www.youtube.com/watch?v=eL_5YDRWqGE&t=60s

  12. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Yeeeeeeeeha 10.12.13 - 16:05

    TTX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das wird auch für Privatleute gar nicht kommen, weil es technisch gar nicht
    > umsetzbar ist (auch gesetzlich nicht). Es gibt keine Karte auf der Höhen
    > von Wohnäusern, Bäume usw. aktuell aufgezeichnet sind.

    Hmm, frag mal beim Katasteramt. Ist aber eh wumpe: Hat man nach oben Platz, ist das technisch kein sonderliches Problem.

    > So ein Flug würde
    > auch nur autonom Sinn machen, wenn man dafür Piloten beschäftigen muss,
    > wird das ganze endlos teuer.

    So what? Natürlich autonom. Willkommen im 21. Jhd. :)

    > Das sind alles nur PR-Gags atm. und maximal für gängige Kurzstrecken
    > geeignet, aber sicher nicht für den Privatkunden.

    1. Vergleiche mal einen heutigen Liion-Akku mit einem von vor 20 Jahren. Dann denk mal 20 Jahre weiter.
    2. So wie Computer nie für Privatkunden waren? ;) Anyway, hier wird auch nicht von Privatkunden gesprochen, sondern allenfalls von Medikamentenlieferungen - d.h. extrem eilige Lieferungen kleinen Volumens, die bisher von teuren und vom Verkehr abhängigen Kurierfahrzeugen befördert werden - was übrigens auch nichts für Privatkunden ist.

    Yeeeeeeeeha - Nur echt mit 2^3 e
    Perl-Monk, Java-Trinker, Objective-C Wizard, PHP-Kiddie, unfreiwilliger FreeBSD-/Linux-Teilzeitadmin

  13. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: egal 10.12.13 - 16:24

    > Diese Lösung ist hinreichend sicher,

    Ist sie eben nicht, du hast wohl keine kleinen Kinder?
    Ich kann nur jedem der so was erzählt attestieren, dass einfach nicht genug Ahnung zu der Thematik vorhanden ist bzw. man sich nicht genug Gedanken gemacht hat. Sorry. Wer schon mal so einen Copter in der 3 Kilo Klasse vor seiner Nase hat schweben sehen, gibt jedenfalls nicht so eine Aussage von sich. Mit einer Leistung von ca. 750 Watt sind das quasi fliegende Bohrmaschinen, nur um mal manchen hier die Relationen aufzuzeigen ;-)

    Was auch ein wichtiger Punkt ist über den kaum einer spricht ist die Funkverbindung. Um diese über ein paar Kilometer im städtischen Raum sicher halten zu können ist einiges an Sendeleistung erforderlich, nicht umsonst sind die Sendeleistungen von Modellfernsteuerungen auf 100mW begrenzt und das reicht bei Sichtverbindung für grob 1km. Um das mit einer nenneswerten Anzahl von Coptern zu realisieren, darf die liebe Bevölkerung dann gerne mal einen um Faktor 10 erhöhten Elektrosmog in Kauf nehmen. Und das für jeden, egal ob er den tollen Dienst nun in Anspruch nimmt oder nicht.

    Die Post hat sich mit dieser Aktion in meinen Augen einfach nur lächerlich gemacht. Gut ich bin die Ausnahme - für die Post ist es natürlich eine schöne Trittbrettfahrermarketingaktion - mehr aber auch nicht.

  14. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: egal 10.12.13 - 17:14

    > 1. Vergleiche mal einen heutigen Liion-Akku mit einem von vor 20 Jahren.

    faktisch hat sich da bzgl. Kapazitäts/Gewichtsverhältnis in den letzten 20 Jahren nicht viel getan, nur dass die Ströme, die die Teile problemlos abgeben können gestiegen sind, was aber mal gar nichts hinsichtlich Laufzeit bringt....

    Was da schon wesentlich mehr gebracht hat in den letzten Jahren sind die bürstenlosen Motoren und die damit deutliche Steigerung des Wirkungsgrades - sprich weniger Stromverbrauch.

    In Deutschland wird es sowas in den nächsten 20 Jahren jedenfalls nicht geben. Autonome Flugobjekte in Städten bringen einfach zu viele Probleme, das kann man sich schön reden wie man will. Zuerst kommen wenn überhaupt, die autonomen Fahrzeuge und selbst das wird noch dauern...

  15. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: Spaghetticode 10.12.13 - 21:48

    Viele Leute haben doch einen Balkon, wo die Drohne ihr Paket abstellen kann. Ansonsten einfach das Fenster offen lassen.

  16. Re: für Privatleute völlig ungeeignet

    Autor: mag 10.12.13 - 22:04

    Erster Satz deines Beitrages: Ein abgedroschenes "Denkt denn keiner an die Kinder?!" Zweiter Satz deines Beitrages: Erstmal deinem Gegenüber genussvoll völlige Inkompetenz unterstellen. Du solltest deinen Diskussionsstil überdenken. Danach nimm dir doch die Zeit, meinen Beitrag noch einmal zu lesen.

    Wie ich schrieb, soll ein manueller Endanflug ausschließen, dass die Drohne irgendwem vor der Nase rumschwebt. Die Leistung ist völlig irrelevant. Auch ein Kraftfahrzeug mit einem vielfachen der benannten 750 Watt kann erwiesenermaßen in der Regel sicher durch bewohntes Terrain gesteuert werden.

    Zum Thema "keine Funkverbindung" schrieb ich ganz klipp und klar, dass die Drohne in diesem Fall nicht einmal eine Landung versuchen sollte. Im Übrigen halte ich, wie meinem Text allerdings zugegeben nur indirekt zu entnehmen ist, die Verwendung bestehender Funknetzwerkinfrastrukturen für sinnvoller als Direktverbindungen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. MEHR Datasystems GmbH, Düsseldorf
  2. STRABAG BRVZ GMBH & CO.KG, Stuttgart
  3. Zweckverband Abfallwirtschaft Region Trier (A.R.T.), Trier
  4. cadooz rewards GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,50€
  2. 71,49€
  3. für PC, PS4/PS5, Xbox und Switch


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme