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  5. › Digitale Bildung: Schüler wissen…

Das größte Problem

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  1. Das größte Problem

    Autor: _2xs 15.11.16 - 09:58

    Ist eher die Ausfallsicherheit der Technik.

    Wenn der Lehrer den Unterricht 2x vorbereiten muß, weil ggf. die Technik ausfallen kann, dann wird er die digitalen Medien eher nicht benutzen.
    Meist wird die Computertechnik vom Informatiklehrer betreut, aber der hat ja auch noch seinen eigenen Unterricht. Sprich: Man bräuchte eigentlich noch einen Schul-Admin/Techniker der die Funktionsfähigkeit der Geräte betreut, aber dafür fehlt natürlich wieder das Geld und wartungsfreie Software/Hardware <Hust> ist ein Traum für die nächste Generation.

  2. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 10:06

    Oder man stattet die Schulen mit Technik aus, die nicht jeden Morgen dich mit Bluescreen of Death begrüßt, sondern etwas stabiles und sehr gut vernetztes.

    Wobei ich mich frage, warum man nicht einfach einen Beamer in der Klasse aufstellt und dazu noch ein normales Whiteboard. Mit dem Beamer werden die "Folien" projiziert und auf dem Whiteboard dürfen die Schüler frei malen.

    Das Konzept funktioniert schon einwandfrei in Unis und in den meisten Vorlesungen. Man braucht dafür keinen Admin, der die Rechner pflegen muss.

  3. Re: Das größte Problem

    Autor: glasen77 15.11.16 - 11:16

    @sinner89:

    Genau das gleiche habe ich mich auch gefragt. Ein digitales Whiteboard ist schon cool, aber mit einem normalen Whiteboard kommt man genauso weit. Der einzige Vorteil eines digitalen Whiteboards ist, dass man dessen Inhalt abspeichern und den Schülern/Studenten problemlos zur Verfügung stellen kann.

  4. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 11:23

    glasen77 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Der einzige Vorteil eines digitalen Whiteboards ist, dass man dessen Inhalt
    > abspeichern und den Schülern/Studenten problemlos zur Verfügung stellen
    > kann.

    Das Stimmt aber heute hat jeder eine Kamera in seinem Handy und kann davon ein Foto machen, es schön aufbereiten und dann in leserlich an die Schüler/Studenten schicken.


    Was noch bessere wäre, was schon einige Unis und ich selbst gemacht habe: Die Vorlesung/Unterricht aufzeichnen und online für die Schüler/Studenten stellen. Wenn du krank bist, dann einfach zuhause bleiben und es von zuhause oder am Wochenende nachholen. Weniger Stress für Studenten/Schüler aber Lehrer mögen sowas nicht, ganz und gar nicht. Man hat ja dann einen Beweiß wie schlecht sie wirklich unterrichten.

    Ich habe es selbst in Schweden gemacht und privat dann mit anderen geteilt. Kranke Studenten oder Studenten mit kranken Kindern musste sich nicht zwischen Gesundheit und Bildung entscheiden, da sie nichts verpasst haben und immer noch den Lehrer beim nächsten Mal fragen könnten und es für die Klausurvorbereitung nutzen konnten.

  5. Re: Das größte Problem

    Autor: TrollNo1 15.11.16 - 11:25

    Dafür gibts 32 Smartphones in der Klasse (32 Schüler, der Lehrer hat ein altes Nokia :D) und diverse Gruppen auf Facebook, Whatsapp... Bis zum Ende der nächsten Pause hat das jeder per Email oder auf dem Handy oder sonstwie bekommen. Papierlos, digital, auf dem Schulserver im Klassenordner abgespeichert. Idealerweise noch indiziert, damit für die Klausur nach Themengebieten gesucht werden kann und die Stoffsammlung schnell zusammengesucht ist.

  6. Re: Das größte Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.16 - 11:28

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oder man stattet die Schulen mit Technik aus, die nicht jeden Morgen dich
    > mit Bluescreen of Death begrüßt, sondern etwas stabiles und sehr gut
    > vernetztes.
    >
    > Wobei ich mich frage, warum man nicht einfach einen Beamer in der Klasse
    > aufstellt und dazu noch ein normales Whiteboard. Mit dem Beamer werden die
    > "Folien" projiziert und auf dem Whiteboard dürfen die Schüler frei malen.
    >
    > Das Konzept funktioniert schon einwandfrei in Unis und in den meisten
    > Vorlesungen. Man braucht dafür keinen Admin, der die Rechner pflegen muss.

    Warum?
    Man lernt mit einer vorgefertigten PowerPoint Präsentation einfach schlechter.
    Whiteboard reflektieren den Projektor - also wird man munter geblendet... - dazu werden diese ganz gern schnell mehr grau als weiß.

    Und dass das Konzept so einwandfrei an den Unis funktioniert wurde ich nicht sagen - handgeschriebene Notizen an einer Whiteboard oder klassischen Tafel sind zum Mitschreiben wesentlich angenehmer.
    Die Kombination Handschrift auf Papier mit Kamera und Projektor gäbe es dann auch noch.

  7. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 11:37

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum?
    > Man lernt mit einer vorgefertigten PowerPoint Präsentation einfach
    > schlechter.
    > Whiteboard reflektieren den Projektor - also wird man munter geblendet... -
    > dazu werden diese ganz gern schnell mehr grau als weiß.
    >
    > Und dass das Konzept so einwandfrei an den Unis funktioniert wurde ich
    > nicht sagen - handgeschriebene Notizen an einer Whiteboard oder klassischen
    > Tafel sind zum Mitschreiben wesentlich angenehmer.
    > Die Kombination Handschrift auf Papier mit Kamera und Projektor gäbe es
    > dann auch noch.

    Nein, es macht für mich keinen Sinn, dass eine PowerPoint schlechter ist als ein Whiteboard.

    Du willst wirklich in einer Vorlesung es schaffen Mitzuschreiben, den Stoff verstehen und noch Fragen an den Professor stellen? Wir hatten einen Professor der dich glücklich gemacht hätte. Er hat das ganze Skript an Whiteboard geschrieben und wir durften dann alle fleißig abschreiben. Am Ende des Kurses hatten wir natürlich 0 Zeit für Übungen oder Fragen zum Thema. Aber das findest du scheinbar toll.

    Warum nicht das ganze lieber mit PowerPoint? Vor der Vorlesung werden die Folien an alle Studenten ausgeteilte und jeder kann diese digital oder in ausgedruckterfrom kommentieren. Man muss nicht alles mitschreiben sondern nur mit weiteren Informationen ergänzen und wichtige stellen makieren.

  8. Re: Das größte Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.16 - 11:44

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum?
    > > Man lernt mit einer vorgefertigten PowerPoint Präsentation einfach
    > > schlechter.
    > > Whiteboard reflektieren den Projektor - also wird man munter geblendet...
    > -
    > > dazu werden diese ganz gern schnell mehr grau als weiß.
    > >
    > > Und dass das Konzept so einwandfrei an den Unis funktioniert wurde ich
    > > nicht sagen - handgeschriebene Notizen an einer Whiteboard oder
    > klassischen
    > > Tafel sind zum Mitschreiben wesentlich angenehmer.
    > > Die Kombination Handschrift auf Papier mit Kamera und Projektor gäbe es
    > > dann auch noch.
    >
    > Nein, es macht für mich keinen Sinn, dass eine PowerPoint schlechter ist
    > als ein Whiteboard.
    >
    > Du willst wirklich in einer Vorlesung es schaffen Mitzuschreiben, den Stoff
    > verstehen und noch Fragen an den Professor stellen? Wir hatten einen
    > Professor der dich glücklich gemacht hätte. Er hat das ganze Skript an
    > Whiteboard geschrieben und wir durften dann alle fleißig abschreiben. Am
    > Ende des Kurses hatten wir natürlich 0 Zeit für Übungen oder Fragen zum
    > Thema. Aber das findest du scheinbar toll.
    >
    > Warum nicht das ganze lieber mit PowerPoint? Vor der Vorlesung werden die
    > Folien an alle Studenten ausgeteilte und jeder kann diese digital oder in
    > ausgedruckterfrom kommentieren. Man muss nicht alles mitschreiben sondern
    > nur mit weiteren Informationen ergänzen und wichtige stellen makieren.

    Gerade weil man bei handschriftlichen Notizen gut mitschreiben kann lernt man so deutlich besser.
    Eben weil man den Gedankengängen folgen kann und muss.
    Bei einer PowerPoint Präsentation gibt es ein paar Punkte wo gern die Zwischenschritte fehlen - dazu wird das mitschreiben schwieriger.

    Einer meiner Mathekurse ist hatte damals vom Whiteboard zu PowerPoint gewechselt - dadurch wurde es schlechter, nicht besser.

    Und ob es Zeit für Fragen gibt hängt von der Größe der Gruppe ab. Ah ja, nur weil es eine PowerPoint Präsentation mit 50% des Inhalts gibt heißt das noch lange nicht dass man weniger mitschreiben muss - er wird sogar schwieriger weil der Lecturer dann kurzerhand die Folie vorstellt und wesentlich mehr spricht da Es/Sie nicht damit beschäftigt ist wichtige Punkte aufzuschreiben - man also in weniger Zeit mehr schreiben muss.

  9. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 12:05

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ob es Zeit für Fragen gibt hängt von der Größe der Gruppe ab. Ah ja,
    > nur weil es eine PowerPoint Präsentation mit 50% des Inhalts gibt heißt das
    > noch lange nicht dass man weniger mitschreiben muss - er wird sogar
    > schwieriger weil der Lecturer dann kurzerhand die Folie vorstellt und
    > wesentlich mehr spricht da Es/Sie nicht damit beschäftigt ist wichtige
    > Punkte aufzuschreiben - man also in weniger Zeit mehr schreiben muss.

    Zeit für Fragen hängt nicht von der Größe der Gruppe ab, wenn es sich um eine kleine Gruppe handelt und es nie Zeit dafür gibt. Es ist der Frontalunterricht der Schuld ist, dass man keine Zeit hat und nur damit beschäftigt ist ein Diktat zu schreiben. Nicht der Sinn einer Vorlesung oder eines Unterrichts.

    Wieso muss man mehr aufschreiben und warum ist es schwierigier, wenn 50% des Innhaltes schon auf den PowerPoint Folien stehen? 50% ist schon da?! Das heißt man verwendet den Unterricht zu verstehen was die Zwischenschritte sind, man kurze Notizen dazu und benutzt die PowerPoint Folien als Erinnerungs- und Lernhilfe. Ahja und wenn der Lehrer/Professor nur am Erzählen ist, dann auch gut. Dann guckst du dir deinen Vorlesung noch mal zuhause als Video an. Dann kannst du sie jeder Zeit pausieren oder schwierige Passagen mehr mals anschauen/ anhören.

    Also bitte, keine Kreide und Diktate mehr in Schule und Vorlesungen. Wir sind im 21. Jahrhundert und nicht mehr im 19. Wir haben Technologie in unseren Hosentaschen jede Vorlesung/Stunde zu digitalisieren und passwortgeschützt an eine beschränkte Gruppe von Menschen zu geben.

  10. Re: Das größte Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.16 - 12:15

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und ob es Zeit für Fragen gibt hängt von der Größe der Gruppe ab. Ah ja,
    > > nur weil es eine PowerPoint Präsentation mit 50% des Inhalts gibt heißt
    > das
    > > noch lange nicht dass man weniger mitschreiben muss - er wird sogar
    > > schwieriger weil der Lecturer dann kurzerhand die Folie vorstellt und
    > > wesentlich mehr spricht da Es/Sie nicht damit beschäftigt ist wichtige
    > > Punkte aufzuschreiben - man also in weniger Zeit mehr schreiben muss.
    >
    > Zeit für Fragen hängt nicht von der Größe der Gruppe ab, wenn es sich um
    > eine kleine Gruppe handelt und es nie Zeit dafür gibt. Es ist der
    > Frontalunterricht der Schuld ist, dass man keine Zeit hat und nur damit
    > beschäftigt ist ein Diktat zu schreiben. Nicht der Sinn einer Vorlesung
    > oder eines Unterrichts.
    >
    > Wieso muss man mehr aufschreiben und warum ist es schwierigier, wenn 50%
    > des Innhaltes schon auf den PowerPoint Folien stehen? 50% ist schon da?!
    > Das heißt man verwendet den Unterricht zu verstehen was die
    > Zwischenschritte sind, man kurze Notizen dazu und benutzt die PowerPoint
    > Folien als Erinnerungs- und Lernhilfe. Ahja und wenn der Lehrer/Professor
    > nur am Erzählen ist, dann auch gut. Dann guckst du dir deinen Vorlesung
    > noch mal zuhause als Video an. Dann kannst du sie jeder Zeit pausieren oder
    > schwierige Passagen mehr mals anschauen/ anhören.
    >
    > Also bitte, keine Kreide und Diktate mehr in Schule und Vorlesungen. Wir
    > sind im 21. Jahrhundert und nicht mehr im 19. Wir haben Technologie in
    > unseren Hosentaschen jede Vorlesung/Stunde zu digitalisieren und
    > passwortgeschützt an eine beschränkte Gruppe von Menschen zu geben.

    Nur weil der Lecturer vorne an der Tafel etwa schreibt ist es noch lnage kein Diktat.
    Ich habe beides gehabt - ein Module wurde auch Wunsch auf PowerPoint umgestellt, das war schlechter als die Vorlesung an der Whiteboard.

    Und Videos... Als Lehrmaterial auch oft ungeeignet - da ist ein vernünftiges Lehrbuch/eine vernünftige Anleitung wesentlich besser.

    Abgesehen davon kann ich eine Artikel schneller lesen als ein Video zu betrachten und dann festzustellen dass man sowie ein Buch lesen muss. Videos sind als Lehrmaterial in den meisten Fällen eher ungeeignet - auch wenn diese potenziell einen guten Unterhatungswert bieten.

    Edit: Und die Zeit für Fragen häng durchaus von der Gruppengröße ab. Bei 80 Leuten kann man sich nicht fragen während der Vorlesung widmen - bei 12 aber sehr wohl.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.16 12:19 durch DetlevCM.

  11. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 12:33

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und Videos... Als Lehrmaterial auch oft ungeeignet - da ist ein
    > vernünftiges Lehrbuch/eine vernünftige Anleitung wesentlich besser.
    >
    > Abgesehen davon kann ich eine Artikel schneller lesen als ein Video zu
    > betrachten und dann festzustellen dass man sowie ein Buch lesen muss.
    > Videos sind als Lehrmaterial in den meisten Fällen eher ungeeignet - auch
    > wenn diese potenziell einen guten Unterhatungswert bieten.

    Ich meinte Videos als Aufzeichnung der Vorlesung, dass heißt man kann sich noch mal alles anschauen und anhören was der Lehrer zu sagen. Ein Buch hat Vorteile gegenüber einem Video, aber nicht immer.

    Aber wie gesagt, ich will nicht Videos und Filme in den Unterricht mit einbringen, sondern nur die Vorlesung/Unterricht aufzeichnen und den Schülern bereitstellen. Wie bei einem Buch, kann ein zweites oder drittes mal es sich anhören.

  12. Re: Das größte Problem

    Autor: Anonymer Nutzer 15.11.16 - 12:35

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DetlevCM schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Und Videos... Als Lehrmaterial auch oft ungeeignet - da ist ein
    > > vernünftiges Lehrbuch/eine vernünftige Anleitung wesentlich besser.
    > >
    > > Abgesehen davon kann ich eine Artikel schneller lesen als ein Video zu
    > > betrachten und dann festzustellen dass man sowie ein Buch lesen muss.
    > > Videos sind als Lehrmaterial in den meisten Fällen eher ungeeignet -
    > auch
    > > wenn diese potenziell einen guten Unterhatungswert bieten.
    >
    > Ich meinte Videos als Aufzeichnung der Vorlesung, dass heißt man kann sich
    > noch mal alles anschauen und anhören was der Lehrer zu sagen. Ein Buch hat
    > Vorteile gegenüber einem Video, aber nicht immer.
    >
    > Aber wie gesagt, ich will nicht Videos und Filme in den Unterricht mit
    > einbringen, sondern nur die Vorlesung/Unterricht aufzeichnen und den
    > Schülern bereitstellen. Wie bei einem Buch, kann ein zweites oder drittes
    > mal es sich anhören.

    Da ist ein Buch immer besser als ein Video alleine weil man das Thema wesentlich besser im Detail behandeln kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.16 12:36 durch DetlevCM.

  13. Re: Das größte Problem

    Autor: sinner89 15.11.16 - 12:58

    DetlevCM schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >
    > Da ist ein Buch immer besser als ein Video alleine weil man das Thema
    > wesentlich besser im Detail behandeln kann.

    In einem Buch kann man viel mehr Details erklären. Ein Video kann eine Sache vollkommen besser darstellen, was ein Buch nie kann: Eine Schritt für Schritt Anleitung sein.

    Ich rede von YouTube Tutorials zum Thema Software Benutzung oder Autoreparatur. Der Lernprozess eines Menschen wurde durch die Evolution darauf spezialisiert etwas zu sehen und dann nach zumachen.

    PS: Danke für die Debatte und Diskussion. Immer wieder schön jemanden zu treffen, der genau so sich für Debatten begeistern kann.

  14. Re: Das größte Problem

    Autor: Spaghetticode 15.11.16 - 13:50

    sinner89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was noch bessere wäre, was schon einige Unis und ich selbst gemacht habe:
    > Die Vorlesung/Unterricht aufzeichnen und online für die Schüler/Studenten
    > stellen. Wenn du krank bist, dann einfach zuhause bleiben und es von
    > zuhause oder am Wochenende nachholen. Weniger Stress für Studenten/Schüler
    > aber Lehrer mögen sowas nicht, ganz und gar nicht. Man hat ja dann einen
    > Beweiß wie schlecht sie wirklich unterrichten.

    So ein Vorgehen birgt auch Risiken:
    1. Man merkt sich Dinge besser, wenn man sie nicht nur sieht und hört, sondern auch mitschreibt.
    2. Manche Schüler könnte das reizen, dem Unterricht nicht zu folgen und sich Ablenkung zu suchen.
    3. Wenn die Schüler nicht mehr mitschreiben, dann könnte das den Lehrer dazu verleiten, durch die Folien zu „rasen“. In so einem Fall wird der Schüler mit mehr Stoff pro Zeiteinheit „bombardiert“.

  15. Re: Das größte Problem

    Autor: theonlyone 15.11.16 - 14:32

    Spaghetticode schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ein Vorgehen birgt auch Risiken:
    > 1. Man merkt sich Dinge besser, wenn man sie nicht nur sieht und hört,
    > sondern auch mitschreibt.

    Manche lernen besser wenn sie sich den Stoff "vortanzen" , machen wir aber trotzdem nicht.

    Am Ende lernt jeder irgendwie anders , der eine so , der andere so. Wie man es macht ist jedem selbst überlassen. Klarer Vorteil von einer Aufzeichnung, man kann sie sich beliebig oft anschauen.
    Für einen "normalen" Lernenden muss es völlig ausreichen einen Text , ein Video und entsprechende Beispiele zu bekommen. Reicht das nicht aus, hat man eben "Sonderbedürfnisse", denen Nachhilfelehrer entgegen kommen (die erklären dir das dann auf die beliebige Art und weise wie es der Einzelne versteht).

    > 2. Manche Schüler könnte das reizen, dem Unterricht nicht zu folgen und
    > sich Ablenkung zu suchen.

    Egal was du machst, das Problem hast du immer.

    Wer nicht aufpassen will, der passt auch nicht auf.

    Wer nicht mitschreiben will, der schreibt auch nicht mit.

    Wer nicht zuhören will, der quatscht eben im Unterricht oder stört sonst wie.

    Achja, es gibt auch Schüler die "stören" einfach weil sie sich langweilen im Unterricht, weil sie schlichtweg das Gefühl haben der Unterricht ist einfach zu "blöd". Hier ist der Unterricht einfach eine langezogene Qual, absitzen. Zeitverschwendung ist das, hier gibt man dem Schüler alles was er braucht einfach mit und der lernt das einfach selbst. Effekt, der Schüler langweilt sich nicht, kann lernen wie es im passt und solange die Leistung stimmt kann an sich auch keiner etwas dagegen haben.

    > 3. Wenn die Schüler nicht mehr mitschreiben, dann könnte das den Lehrer
    > dazu verleiten, durch die Folien zu „rasen“. In so einem Fall
    > wird der Schüler mit mehr Stoff pro Zeiteinheit „bombardiert“.

    Das sind wahnsinnig schlechte Lehrer die einfach nur ihren Stoff runter-rattern und kein Feedback verlangen.

    Wenn überhaupt muss man im ständigen Dialog mit den Schülern stehen, sofort erkennen wenn etwas unklar ist, gezielt nachfragen als Lehrer , den ein Schüler wird "selten" beim Lehrer nachfragen, schon weil man sich schämt vor den Mitschülern nachzufragen.

    Das ist ein Problem das bekämpft man mit aktuellem Frontal-Unterricht überhaupt nicht.

    Hat man den Unterricht auf Video kann man sich alles beliebig oft anschauen. Macht man Übungen zu den Aufgaben und hat etwas nicht verstanden, schaut man sich den Teil noch einmal an und/oder sucht sich weitere Quellen die das Thema in anderer Form erklären. So oder so, die Existenz von digitalen Unterlagen hilft den Schülern die wirklich etwas lernen wollen. Wer stören will aus reiner Langeweile wird nicht gezwungen sich das anzutun. Wer einfach keine Lust hat etwas zu lernen und auch keine Leistung bringt, der muss gezielt von einem Lehrer unterstützt werden und da muss pädagogisch gesucht werden wo die Blockade ist (Soziales Umfeld etc. pp.) , das hat dann mit dem eigentlichen Unterrichtsstoff nichts mehr zu tun.

    ----

    Aber genau auf den letzten Punkt kommt es wohl an.

    Den reinen Unterricht kann ein Video genauso machen, gute Beispiele und Aufgaben, da kann sich jeder alles selbst beibringen, den genau dafür sind Bücher ja auch da.

    Für Probleme und Lernblockaden, eventuelle Missverständnisse usw. dafür sollte der Lehrer da sein und dafür hat der Lehrer dann auch genug Zeit, wenn der Frontal-Unterricht einfach weg fällt.

  16. Re: Das größte Problem

    Autor: frostbitten king 15.11.16 - 15:18

    Haha, kommt mir bekannt vor. HTL Mödling (Österreich), HTL ist a auf Technologie spezialisierte 5 Jahre Schule (afair in Deutschland gibts nichts vergleichbares), in die man nach den 4 Jahren AHS Unterstufe wechseln kann. Müsste bei euch dann ab der 9. Schulstufe sein.
    Jedenfalls, da war der Informatikprof. auch der Admin usw. und hat eher die meiste Zeit mit der IT zu tun gehabt, statt dass er Informatikunterricht gehalten hat, zumindest ab der 4. 5. Klasse. War ziemlich sinnlos. Die eine hälfte hat sich selber irgendwie beschäftigt und sich Programmieren beigebracht, die andere hat nur rumgeschissen und Filme geschaut etc. Sehr sinnvoll :/. Naja, hat gereicht, dass das erste Studiensemester Informatik für mich eher ein Honigschlecken war. Eprog(Einführung ins Programmieren, .. statt C++ java, und nach 2 Nachmittagen konnt ichs Grundsätzlich so gut wie ich C++ in der HTL gelernt hab. Nix weltbewegendes, in der HTL lernt ma nix über allgemeine Konzepte oder Software Engineering usw. aber für die Basics erstes Semester wars mehr als ausreichend.

  17. Re: Das größte Problem

    Autor: ldlx 15.11.16 - 20:21

    _2xs schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ist eher die Ausfallsicherheit der Technik.
    >
    > Wenn der Lehrer den Unterricht 2x vorbereiten muß, weil ggf. die Technik
    > ausfallen kann, dann wird er die digitalen Medien eher nicht benutzen.
    > Meist wird die Computertechnik vom Informatiklehrer betreut, aber der hat
    > ja auch noch seinen eigenen Unterricht. Sprich: Man bräuchte eigentlich
    > noch einen Schul-Admin/Techniker der die Funktionsfähigkeit der Geräte
    > betreut, aber dafür fehlt natürlich wieder das Geld und wartungsfreie
    > Software/Hardware ist ein Traum für die nächste Generation.

    Hab so'n Job... mein Büro direkt in einer Schule - und nebenbei sind da noch 5 andere Einrichtungen, die außerhalb liegen.

    Ich bin dennoch KEIN Unterrichtsassistent. Falls ein Lehrer zu doof ist, die richtige Quelle an einem Beamer auszuwählen oder die Lautstärke eines Films einzustellen, bin ich NICHT dafür da, mal eben instant loszulaufen, um das zu beheben (so'n Pech). Die Wartung eines Servers (und davon gibts mehr als nur einen...), die Pflege von Stammdaten (Accounts im AD, Mensa-System, Schulbücherei und Schul-Mediathek), die Betriebsbereitschaft computergestützter Systeme (wie z. B. Mensa-Betrieb inkl. Bezahlsystem, Vertretungsplan, Schülerverwaltung) und andere geplante Aufgaben gehen da deutlich vor (nein - doch - oooooh!). Ebenso bin ich nicht dafür zuständig, wenn mal wieder ne Sicherung rausfliegt (der Beamer/das Whiteboard geht dann trotzdem nicht...), das macht der Hausmeister bzw. der im Anschluss zu beauftragende Elektriker. So ein Mindestmaß an Verständnis für die eingesetzte Technik darf da wohl noch vorausgesetzt werden. Und für die persönliche Weiterbildung gibts Internet und im Zweifelsfall Volkshochschulen und private Angebote...

    Wenn ein Lehrer sein Thema verstanden hat, braucht er auch keine doppelte Vorbereitung, muss nur im Zweifel ein Bild statt vom USB-Stick zu laden eben von Hand an die Tafel malen. Hier gilt: ein "mordsmäßiger Fernseher" ist nunmal kein Ersatz für eine klassische Tafel, falls mal Strom oder Netzwerk ausfällt. Der Mittelweg sind Whiteboards mit zusätzlich angebrachtem interaktivem Beamer und Lehrkräfte, die nicht mit Scheuklappen rumlaufen (und die Technik als Option nutzen, nicht als "Unterrichtsvoraussetzung")



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.11.16 20:22 durch ldlx.

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