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Nur noch Tastaturen und Mäuse?

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  1. Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: TrollNo1 12.10.16 - 19:20

    Und wo werden die dann eingesteckt? Direkt in die Cloud oder wo?

    Und so wie ich unseren lieben Staat kenne, kaufen die dann bestimmt so Microsoft Desktop-Sets für 100 Euro das Stück, statt dass die für max. 10 Euro günstige Eingabegeräte besorgen. Ist das Zeug zu teuer, verschwindet es eh dauernd.

  2. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: Tigtor 12.10.16 - 19:45

    Vermutlich hat man gezielt darauf verzichtet zu erwähnen, dass noch ein Thinclient je Benutzer benötigt wird.
    Der Trick an der Schulclowd ist vermutlich, dass man so die kosten für die Terminalserverlizenzen usw besser vertuschen kann

    So dawn goes down to day.
    Nothing gold can stay.

  3. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: Anonymer Nutzer 12.10.16 - 21:28

    TrollNo1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und wo werden die dann eingesteckt? Direkt in die Cloud oder wo?

    Was habe ich Tränen gelacht bei dem Lesen der zitierten Zeile. Danke dafür, ymmd

    In dem Text steht "Tastaturen und Monitore" aber von dem kleinen Fauxpas abgesehen habe ich mich auch gewundert. Entweder die "Monitore" sind kombinierte Thin-Clients oder es muss noch zusätzliche Hardware bereitgestellt / mitgebracht werden. Aber von dieser groben Ungenauigkeit einmal abgesehen spuken mir noch ganz andere Fragen im Kopf herum:

    - Was für eine Cloud? SaaS oder PaaS? Oder eventuell doch die gesamte Infrastruktur?!
    - Welche Software kommt zum Einsatz? OSS bei der man Datenlecks und Sicherheitslücken nachvollziehen kann?
    - Wo wird die Cloud gehostet? Auf einem Rechenzentrum des Bundes oder auf Amazon S3? Oder bei der Telekom?
    - Portierbarkeit? Gibt es offene Standards die genutzt werden? Kann man den Anbieter für die Cloud-Software oder den Anbieter der Server-Infrastruktur wechseln?
    - Werden die "Kids" beim lernen getrackt? Darf mein Sohn sich in Zukunft rechtfertigen warum er um 23 Uhr noch Mathe gemacht hat und nicht schon im Bett gewesen ist?
    - Wieso sind Förderschulen es nicht wert mit einbezogen zu werden?

    Fragen über Fragen.

  4. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: .LeChuck. 13.10.16 - 05:40

    Ahhh, jetzt erschliesst sich die "Meldung" von letzter Woche unserer "Verbildungsexpertin".
    https://www.welt.de/politik/deutschland/article158640491/Milliardenprogramm-fuer-WLAN-und-Computer-in-Schulen.html
    Diente also nicht dazu Innovationen im abgewirtschafteten Bildungssystem zu postilieren, sondern als medienwirksame Vorbereitung wiedermal irgendeinem Konzern Steuermilliarden zukommen zu lassen.
    Wenn man darüber unsere Kinder gleich noch perfekt überwachen, mit zensiertem "Wissen" füllen, und gleichgeschaltete Konsumenten produzieren kann, ist nach 2017 für das Verbildungs-Wanke'lche bestimmt noch ein gutbezahlter Posten bei dem Konzern drin.
    So als beratende "Schnittstelle" zum Verblödungssystem.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.10.16 05:41 durch .LeChuck..

  5. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: RicoBrassers 13.10.16 - 09:00

    Herr K. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > - Wieso sind Förderschulen es nicht wert mit einbezogen zu werden?

    Warum? Weil das Hauptziel - zumindest in Niedersachsen, wenn ich mich nicht irre - die Inklusion ist (die ich persönlich übrigens ablehne). Förderschulen jetzt mit der ganzen Technik ausstatten, obwohl diese so oder so in einigen Jahren geschlossen werden sollen, wäre tatsächlich die in einem anderen Thread beschriebene "Steuerverschwendung".

    In meinem Landkreis ist z.B. geplant, eine Förderschule aufgrund der Inklusion zu schließen, dank Elterninitiativen konnte die Schließung aber noch hinausgezögert werden.

    Ich persönlich vertrete die Meinung, dass Schülerinnen und Schüler, die (vor der Inklusion) eine Förderschule besuchen mussten, einfach einen angepassten Unterricht benötigen. Eben weil sie z.B. geistig beeinträchtigt sind, sollten sie, meiner Meinung nach, nicht an eine "normale" Schule gehen, wo nicht nur sie selbst mit den Lehrstoffen überfordert sein könnten, sondern auch die Lehrer mit der Situation überfordert sein könnten. An einer Förderschule könnten jene Schüler aber viel individueller unterrichtet werden (z.B. Lehrkräfte mit besonderer Ausbildung).

    Aus dem gleichen Grund bin ich übrigens auch gegen Gesamt- und Oberschulen.

  6. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: Anonymer Nutzer 13.10.16 - 11:31

    RicoBrassers schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Förderschulen jetzt mit der ganzen Technik ausstatten, obwohl diese so oder
    > so in einigen Jahren geschlossen werden sollen, wäre tatsächlich die in
    > einem anderen Thread beschriebene "Steuerverschwendung".
    Okay, das Argument ergibt Sinn. Bleibt die Inklusion allerdings auf der Strecke, bleibt ein großer Teil der Bevölkerung mal wieder auf der Strecke.

    So und auch wenn es Off-Topic ist:

    > Ich persönlich vertrete die Meinung, dass Schülerinnen und Schüler, die
    > (vor der Inklusion) eine Förderschule besuchen mussten, einfach einen
    > angepassten Unterricht benötigen. Eben weil sie z.B. geistig beeinträchtigt
    > sind, sollten sie, meiner Meinung nach, nicht an eine "normale" Schule
    > gehen, wo nicht nur sie selbst mit den Lehrstoffen überfordert sein
    > könnten, sondern auch die Lehrer mit der Situation überfordert sein
    > könnten. An einer Förderschule könnten jene Schüler aber viel individueller
    > unterrichtet werden (z.B. Lehrkräfte mit besonderer Ausbildung).
    An der Tatsache das du die "normale" Schule in Anführungszeichen setzt merkt man, das du dich auf jeden Fall schon mit dem Thema auseinander gesetzt hast. Deshalb würde ich dich bitten, hier noch einmal einen Schritt weiterzudenken:

    Auch ich bin der Meinung, es sollten nicht alle Förderschulen geschlossen werden. Aber nicht aus dem Grund, weil die SchülerInnen einer besonderen Betreuung bedürfen. Viel mehr sollen SchülerInnen, die sich auf einer "normalen" Schule nicht wohl fühlen von sich aus sagen können, das sie gerne eine Förderschule besuchen möchten. Vielleicht einfach, weil die eigene Hemmschwelle unter Leuten, die ebenfalls in ihrer phsysischen oder kognitiven Leistungsfähig eingeschränkt sind, geringer sein KANN.

    Trotzdem: Das was du beschreibst ist eben nicht der Ansatz der Inklusion. Ziel der Inklusion ist es nicht, Menschen mit einer geistigen Behinderung in eine "normale" Schule zu setzen und solange ein Thema zu behandeln, bis es auch wirklich jeder verstanden hat. Das kann aufgrund der von dir genannten Argumente gar nicht funktioneren. Der Ansatz der Inklusion bedeutet, das man mehrere spezielle Pädagogen (Lehrer und Betreuer) im Unterricht hat, die auf die individuellen stärken und schwächen der SchülerInnen eingehen können. Es wird auch nicht für alle SchülerInnen zwangsläufig der selbe Lehrstoff durchgenommen. Der Unterricht ist eben sehr viel offener und speziell angepasst für alle Bedarfsgruppen. Und genau DAS ist das Problem:
    Inklusion hört sich erst einmal super an und die Politiker können sich damit profilieren. Aber Inklusion kann sich eben nicht mit dem momentanen Schulsystem realisieren lassen. Barrierefreiheit, zusätzliche pädagogische Fachkräfte (keine Lehrer!) zusätzlich zu dem Lehrkörper oder gar mehreren Lehrkörpern pro Klasse, all das sind die notwendigen Vorraussetzungen. Dazu müsste man das jetzige Schulsystem aber von Grund auf erneuern und das kostet Geld, das man wiederum gar nicht ausgeben möchte. Einige Länder des Bundes leiden heute schon unter akutem Lehrermangel. Die Lehrer unterrichten in Extremfällen bis zu zwei Klassen gleichzeitig! Mit einer für den Aufwand einfach nur lächerlichen Bezahlung. Inklusion kann hervorragend funktionieren! Aber das funktioniert halt nicht mit der Brechstange. Das braucht Planung und Engagement und vor allem Ressourcen! Das kostet richtig Geld und genau deshalb wird das auch nichts.

  7. Re: Nur noch Tastaturen und Mäuse?

    Autor: theFiend 13.10.16 - 11:49

    Tigtor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vermutlich hat man gezielt darauf verzichtet zu erwähnen, dass noch ein
    > Thinclient je Benutzer benötigt wird.
    > Der Trick an der Schulclowd ist vermutlich, dass man so die kosten für die
    > Terminalserverlizenzen usw besser vertuschen kann

    Der "Trick" ist ganz einfach die zentrale Administrierung der Sache. Das ist lokal nämlich überhaupt nicht zu leisten, und bis jetzt einer der größeren Hinderungsgründe für ordentliche IT an Schulen.
    Darüber hinaus bietet es zumindest die Chance bundesweit auf die gleichen Lernmittel zuzugreifen, und so unser Bildungssystem ENDLICH mal zu vereinheitlichen!
    Letzteres wird zwar sicher wieder durch sonderwünsche der Bundesländer unterminiert, aber zumindest die Chance ist da...

    Natürlich braucht man auch irgendeinen Client, aber diese Verlautbarung wurde ja eher nicht für "IT Profis" geschrieben, sondern für Hinz und Kunz denen damit vermittelt werden soll das sich der Hardwareaufwand an den jeweiligen Schulen in Grenzen hält.

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