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Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

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  1. Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: MarioWario 12.10.16 - 22:53

    Im Endeffekt lernen Menschen relativ wenig am Computer - es sei denn mit einem 3D-Grafikprogramm oder einer Programmier-IDE.

    Die Kinder werden noch früh genug zu Corporate-Slaves und eine Cloud ist nix anderes als speichern auf einem fremden Computer mit Data-Harvesting.

    Eltern sollten wirklich Erklärungen zur Datenweitergabe ablehnen und die Kinder aufklären über die Auswertung von sexuellen Vorlieben, GPS- und GUI-Application-Tracking, Analyse von eMail-Inhalten mit statistischen Tools, Wahrscheinlichkeitsberechnungen (oder auch Monte-Carlo-Simualtionen) anhand von Recherchen im Internet zu:
    a) Gesundheitsthemen (ist jemand zu alt, nicht versicherbar, krank & teuer)
    b) Risikopotenzialanalyse zwecks Drohneneinsatz - denkt jemand 'gefährlich' & scheint gewaltbereit …

  2. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: Blutgruppe10w60 12.10.16 - 23:10

    Dein erster Absatz: Fakt. Sogar mit Studien belegt.
    Dein zweiter Absatz: Beobachte ich auch mit Sorge.
    Dein dritter Absatz (was mich wirklich interessiert): wie würdest du das umsetzen, ohne das Kind zu langweilen?

  3. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: User_x 12.10.16 - 23:50

    einen eigenen Proxy schalten und bestimmte Daten auslagern? oder halt damit den Nachwuchs erzieherisch langweilen?

    ...oder einfach die Content-Lobby darauf ansetzen:

    Psst: mit der Bildungs-Cloud geht euch Geld durch die Lappen. Da wird nur per User bezahlt, und da ja nicht jeder permanent drin ist - zahlen die für eindeutig weniger User und enthalten euch damit Geld was rechtmäßig euch zusteht...

    So... muss nur ein bisschen fruchten, wartet es nur etwas ab - das Ding wird abgeblasen...

  4. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: MarioWario 13.10.16 - 06:09

    Die Kinder aufklären … - zum Beispiel:
    Rollenspiele im Bewerbungsgespräch (wenn der Chef in spe mehr weiß als erwartet und fragt ob Du immer feiern gehst und deine Freunde dich betrunken (für Whatsapp/FB) fotografieren können).

    Browserverläufe auswerten könnte auch spaßig sein:
    Papa guckt Pornos und Mama hat ein Diätproblem, schluckt komische Pillen, liest die Bunte, den Stern, den Spiegel (wählt dann wahrscheinlich SPD).

  5. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: RicoBrassers 13.10.16 - 08:29

    MarioWario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Endeffekt lernen Menschen relativ wenig am Computer - es sei denn mit
    > einem 3D-Grafikprogramm oder einer Programmier-IDE.

    Nicht unbedingt. Es geht auch um die Digitalisierung der Schulmaterialen.
    So liegt dann das Mathebuch eben nicht als Buch, sondern als interaktives Programm, PDF o.Ä. vor. Das hätte mehrere Vorteile: Das Gewicht der Schulranzen reduziert sich, da sie keine Bücher mit ~100-300 Seiten mehr mitschleppen müssen, die sie vielleicht an diesem Schultag/bei der Lehrkraft überhaupt nicht brauchen. Und ja, es gibt Lehrkräfte, die sagen, dass man das Schulbuch immer dabei haben soll, aber dieses im Unterricht fast nie verwenden.
    Ebenfalls von Vorteil: Ressourcensparend. Die digitalen Schulbücher müssen nicht jedes Jahr in einer neuen Auflage in Massen gedruckt werden.
    Ein weiterer Vorteil ist natürlich auch der, dass die Unterrichtsmaterialien aktuell gehalten werden können. Es gibt also in einer Klasse nicht 1-3 verschiedene Auflagen des gleichen Buchs (ist bei mir schonmal vorgekommen - einige Schüler hatten die falschen Hausaufgaben gemacht, weil sie komplett andere Aufgaben im Buch stehen hatten (bzw. an einer anderen Position)).

    Und - IMO - macht es keinen Unterschied beim Lernen, ob ich nun ein physisches Buch in den Händen halte, oder ein Tablet etc.
    Das von mir besuchte Gymnasium hatte von Anfang an bereits einen Computer inkl. Smartboard & Beamer in jedem Unterrichtsraum. Und ich würde jetzt nicht behaupten, dass ich von einem "digitalen Vortrag" (Vortrag mit Hilfe des Computers - Powerpoint, etc.) weniger gelernt hätte, als von einem "analogen Vortrag" (Vortrag z.B: mit Plakat, etc.).

    Positiver Nebeneffekt: Die Schülerinnen und Schüler lernen so auch automatisch den Umgang mit Computern, Tablets & Co. Natürlich lässt sich darüber streiten, ab welchem Alter man sein Kind an diese "Dinge" heranlässt. Aber ich vermute mal, je früher man sein Kind der IT nahe bringt, desto höher wäre auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind später in einem IT-Beruf arbeiten wird.
    (War jedenfalls bei mir so. Ich saß mit ~3-4 Jahren bereits am Computer und konnte schon relativ gut Lesen. Und heute arbeite ich in einem IT-Beruf. ;) )

    > Die Kinder werden noch früh genug zu Corporate-Slaves und eine Cloud ist
    > nix anderes als speichern auf einem fremden Computer mit Data-Harvesting.

    Nur, dass mit dieser Cloud eben kein Geld verdient werden soll, also werden (hoffentlich) auch keine Daten gesammelt.

    Siehe:
    > Das Bundesbildungsministerium fördert eine Schul-Cloud, die Schulen Lern- und Arbeitsumgebungen sowie Lerninhalte wie offene Bildungsmaterialien zur Verfügung stellen soll.

    > "Dort werden schulische Hard- und Software zentral betrieben, administriert und gewartet - in den Schulen müssen lediglich Tastaturen und Monitore bereitgestellt werden", erklärte das Ministerium.

    > Eltern sollten wirklich Erklärungen zur Datenweitergabe ablehnen und die
    > Kinder aufklären über die Auswertung von sexuellen Vorlieben, GPS- und
    > GUI-Application-Tracking, Analyse von eMail-Inhalten mit statistischen
    > Tools, Wahrscheinlichkeitsberechnungen (oder auch Monte-Carlo-Simualtionen)
    > anhand von Recherchen im Internet zu:
    > a) Gesundheitsthemen (ist jemand zu alt, nicht versicherbar, krank &
    > teuer)
    > b) Risikopotenzialanalyse zwecks Drohneneinsatz - denkt jemand 'gefährlich'
    > & scheint gewaltbereit …

    Das hat aber auch nichts mit der Schul-Cloud zu tun. Mal ganz davon abgesehen, dass vermutlich nicht mal 50% der Erwachsenen, die im Internet unterwegs sind, diese Risiken kennen (oder wissen, was diese Begriffe wie "GUI-Application-Tracking" bedeuten).

    Aber mal davon abgesehen: Die Aufklärung der Kinder ist eigentlich generell Aufgabe der Eltern. Unabhängig davon, in welchem Bereich aufgeklärt werden soll.

  6. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: theonlyone 13.10.16 - 10:26

    Unterrichtsmaterial in elektronischer Form zu haben ist ein Vorteil.

    Das man damit Filme / Clips einbauen kann ist gerade für Physik/Chemie ganz interessant und für Sprachen hat man direkt eine Sprachausgabe von Vokabeln usw.

    Auch für Klassenarbeiten zu lernen geht damit viel effektiver, da man aus den Themen die drankommen durchaus Test-Klausuren zusammenbauen kann (das könnte so flexibel sein das man die Themen auswählen kann und die Arbeit generiert wird).

    Die Antworten auf die Fragen findet man dann auch direkt.

    ----

    Letztlich lässt sich daraus sehr viel machen und schult gleichzeitig eine Medienkompetenz, weil man einen alltäglichen Umgang mit der Technik hat (was allemal besser ist als gar keine Ahnung zu haben).

    ----

    > Aber mal davon abgesehen: Die Aufklärung der Kinder ist eigentlich generell
    > Aufgabe der Eltern. Unabhängig davon, in welchem Bereich aufgeklärt werden soll.

    Das ist sehr gefährlich hier die Eltern zu nehmen.
    Den dann hängt alles davon ab ob die Eltern überhaupt Bescheid wissen, was ja gerade das Problem ist, das die Bildung nicht abhängig von den Eltern sein soll (es aber zwangsläufig ist, weil nicht alles durch die Schule abgedeckt wird).

  7. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: User_x 13.10.16 - 11:37

    theonlyone schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Unterrichtsmaterial in elektronischer Form zu haben ist ein Vorteil.
    >
    > Das man damit Filme / Clips einbauen kann ist gerade für Physik/Chemie ganz
    > interessant und für Sprachen hat man direkt eine Sprachausgabe von Vokabeln
    > usw.
    >

    >>>>>>Fernstudium? Wozu braucht man dann noch Lehrer?

  8. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: theonlyone 13.10.16 - 11:59

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Fernstudium? Wozu braucht man dann noch Lehrer?

    Lehrer sind zum einen "Kontrolle" , den wer nicht selbstständig lernen "will", der wird eben genötigt zu lernen und dann muss kontrolliert werden.

    Das würde durchaus alles im Selbst-Studium machbar sein, aber gerade bei Kindern ist der Lehrer ja viel mehr Pädagoge als reiner Wissensvermittler (den da kommt oft nicht viel bei herum, wenn die Kinder dann bei den Hausaufgaben immer noch keine Ahnung haben wie sie die Aufgaben lösen sollen, dann hängt wieder alles daran das die Eltern in der Lage sind das zu klären, was an sich der Lehrer hätte tun sollen).

    So oder so, eine handvoll "guter" Lehrer gibt es ja auch, aber den größten Teil könnte man sich in der Tat sparen, wenn man entsprechende Angebote bereit stellt das ein Kind sich wirklich vollumfänglich alles selbst beibringen kann (weil es zu allem Video filme gibt, interessante Clips zu den Themen, strukturierte Aufgaben und Lösungswege, das deckt praktisch alles ab was der 0815 Unterricht versucht zu tun).

    Schule mit Zeitplan soll Struktur vermitteln. An sich nicht nötig, gerade wenn es darum geht Wissen aufzubauen lernt man lieber wann es einem am angenehmsten ist und nicht im Komatösen Zustand morgens (manche sind eben keine Frühaufsteher, das war für mich auch immer ein echtes Problem, dafür ist man Abends hell wach und kann da ganz ruhig lernen, aber um die Uhrzeit ist ja nie Schule und seine arbeiten schreibt man dann eben doch früh morgens).

    Ob man wirklich selbstständig lernen kann zeigt sich dann erst im Studium, die ganze Schulzeit wird man da schon sehr am Arm genommen.

    ----

    Radikaler Umbau muss aber auch gar nicht sein, das Angebot auf dem Computer und damit im Netz könnte schlichtweg parallel zum normalen Unterricht laufen, sinnvoll alle mal, gerade wenn Abschriften von Tafel etc. einfach digital verfügbar sind.
    Der Lehrplan an sich sollte einfach Digital zur Verfügung stehen, allein damit alle den gleichen Stand haben (den auch da ist nicht gegeben, wenn jede Schule ihr eigenes Ding macht ist das keine flächendeckende Lösung, sondern hängt wieder davon ab wo das Kind zur Schule geht).

  9. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: DrWatson 13.10.16 - 12:05

    MarioWario schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Cloud ist nix anderes als speichern auf einem fremden Computer mit Data-Harvesting.

    Nicht, wenn die Cloud der Schule/dem Bildungsministerium gehört.

  10. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: User_x 13.10.16 - 12:26

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MarioWario schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Cloud ist nix anderes als speichern auf einem fremden Computer mit
    > Data-Harvesting.
    >
    > Nicht, wenn die Cloud der Schule/dem Bildungsministerium gehört.

    die Daten gehören aber nicht dem Bildungsministerium sondern dem Schüler. Das weicht ggf. vom Standard AG/AN ab.

  11. Re: Schwachsinn - Eltern sollten da die notwendige Zustimmung verweigern

    Autor: Cok3.Zer0 15.10.16 - 21:42

    Aber wie benutzt man das? Schulen wollen sich absichern; sie wollen ja nicht haften, wenn ein Schüler eine verseuchte Datei hochlädt.

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