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Von Golem hätte ich mehr erwartet

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  1. Von Golem hätte ich mehr erwartet

    Autor: TaskManager 11.06.20 - 13:25

    Als Jahrelanger (zufriedener) Golem Leser muss ich nun auch mal meinen Senf dazu geben:

    Hier macht man Google und Co für eine Frauenquote von 10-15% verantwortlich?
    In den meisten Master Studiengängen rund um Artificial Intelligence liegt die Frauenquote bei 5-10%... Schaut man sich die Publikationen in diesem Bereich an, sieht es ähnlich aus.

    Ergo nehmen die Tech-Riesen fast jeden weiblichen Bewerber um diese Quote zu erfüllen.
    Das finde ich diskriminierend den Männern gegenüber.

    Mich würde die Frauenquote bei den Golem Lesern interessieren?
    Vielleicht ist unsere Kultur leider noch so rückständig, dass dieses Thema leider nicht ins Frauenbild passt?

  2. Re: Von Golem hätte ich mehr erwartet

    Autor: janoP 11.06.20 - 19:11

    TaskManager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Vielleicht ist unsere Kultur leider noch so rückständig, dass dieses Thema
    > leider nicht ins Frauenbild passt?

    Du hast es erfasst. Viele Menschen tun so, als hätte man den Sexismus längst besiegt und als würden nur einige wenige, böse der Gleichberechtigung im Wege stehen. Oder schlagen Maßnahmen vor, die Sexismus unsichtbar machen, damit sie in einer heilen Welt leben können. "Diverse Teams" ist so eine Maßnahme: Da soll gegen die sexistischen Rollenbilder, die dazu führen, dass kaum Frauen sich für das IT-Berufsfeld entscheiden, nichts gemacht werden, stattdessen soll ein weiterer Sexismus eingeführt werden, dass die mehrheitlich vorhandenen, männlichen Arbeitskräfte teilweise nicht in die Teams gelassen werden, damit die Teams schön bunt sind und man vom Sexismus nichts mehr mitbekommt.

    Auf der Strecke bleiben jetzt beide: Frauen, die sich wegen des Rollenbildes gegen IT-Berufe entschieden haben, die ihnen vielleicht gelegen hätten, und die Männer, die sich dafür entschieden haben, jetzt aber nicht ins Team kommen.

    Im Bezug auf die Diskriminierung neuronaler Netze bringen die diversen Teams außerdem nicht viel, da ja auch Frauen nicht automatisch frauenfeindlichen Sexismus erkennen und dagegen immun sind, und außerdem Diskriminierung neben Geschlecht und Rasse auf Basis aller möglichen Parameter möglich ist, mit denen keiner rechnet. Ich habe zu dem Thema noch einen weiteren, ausführlicheren Beitrag verfasst, der aber im Moment wegen irgendwelcher Wortgruppen im Spamfilter hängt.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.06.20 19:13 durch janoP.

  3. Re: Von Golem hätte ich mehr erwartet

    Autor: Hotohori 11.06.20 - 20:07

    Ja, je mehr man sich mit dem Thema befasst desto ungläubiger schaut man auf das Ganze.

  4. Re: Von Golem hätte ich mehr erwartet

    Autor: Kleiber 13.06.20 - 02:20

    TaskManager schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mich würde die Frauenquote bei den Golem Lesern interessieren?
    > Vielleicht ist unsere Kultur leider noch so rückständig, dass dieses Thema
    > leider nicht ins Frauenbild passt?

    Mich würde eher die Frauenquote in der Golem Redaktion interessieren :D
    Das Problem mit diesem ständigen Genörgle führt statt zu einer freien Gesellschaft eher zum Gegenteil, nämlich einer, in der alles geregelt, vorgeschrieben und verboten wird.

    Wenn die Realität sich einfach nicht so entwickelt wie ein Idealismus vorgibt, wird halt versucht die Gesellschaft um zu erziehen und da die meisten Leute halt kein Bock auf Babysitter haben, wird oft genau das Gegenteil erreicht.

  5. Re: Von Golem hätte ich mehr erwartet

    Autor: GodsBoss 18.06.20 - 18:35

    > Auf der Strecke bleiben jetzt beide: Frauen, die sich wegen des
    > Rollenbildes gegen IT-Berufe entschieden haben, die ihnen vielleicht
    > gelegen hätten, und die Männer, die sich dafür entschieden haben, jetzt
    > aber nicht ins Team kommen.

    Ich habe nichts dagegen, dass Menschen und/oder Unternehmen Sanktionen erfahren, wenn sie Menschen aufgrund irrelevanter Eigenschaften wie Geschlecht, Hautfarbe, sexueller Orientierung o.ä. Chancen verwehren, die diese hätten wahrnehmen können.

    Diese Rollenbild-Geschichte finde ich allerdings bescheuert bzw. die möglichen Lösungsansätze groben Unfug. Warum brauchen denn Menschen "Rollenbilder"? Sollen sie doch machen, was sie interessiert, nicht etwas, was Menschen machen, die sie toll finden oder mit denen sie Gemeinsamkeiten, die nichts damit zu tun haben, haben.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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