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Nachteile überwiegen
Autor: muetze 21.03.22 - 09:08
1) Wasserstoff ist tot. Auch wenn es manche noch nicht einsehen wollen. Die Batterietechnik ist heute schon überlegen und macht riesige Fortschritte. Allein Cell-to-Pack und Cell-to-Chassis bieten extreme Potentiale, da muss noch nicht mal die Zelle viel besser werden. Wird sie aber dennoch.
2) Faserverbundwerkstoffe, insb. CFK, sind extrem schlecht zu recyceln. Kein Vergleich zu Stahl oder Aluminium. Im Jahr 2022 sollte man doch endlich mal den gesamten Produktlebenszyklus im Auge haben. Für Flugzeuge mag das anders sein, da spart man über 30 Jahre extrem viel Energie im Betrieb. Aber für ein BEV ist da zu wenig zu holen. -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: Captain 21.03.22 - 09:13
muetze schrieb:
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> 1) Wasserstoff ist tot. Auch wenn es manche noch nicht einsehen wollen. Die
> Batterietechnik ist heute schon überlegen und macht riesige Fortschritte.
> Allein Cell-to-Pack und Cell-to-Chassis bieten extreme Potentiale, da muss
> noch nicht mal die Zelle viel besser werden. Wird sie aber dennoch.
Wasserstoff ist nicht tot, nur weil viele es totquatschen wollen. Er mag nicht so effizient sein, aber hat einen gnadenlosen Vorteil. Er kann beliebig im Kreislauf fliessen..
> 2) Faserverbundwerkstoffe, insb. CFK, sind extrem schlecht zu recyceln.
> Kein Vergleich zu Stahl oder Aluminium. Im Jahr 2022 sollte man doch
> endlich mal den gesamten Produktlebenszyklus im Auge haben. Für Flugzeuge
> mag das anders sein, da spart man über 30 Jahre extrem viel Energie im
> Betrieb. Aber für ein BEV ist da zu wenig zu holen.
Warum sollte ein Auto auch nicht 30 Jahre zu gebrauchen sein. Ach ja, man muss ja jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt werfen, bei dem man Teile aus der Vorgängergeneration möglichst nicht mehr gebrauchen... -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: muetze 21.03.22 - 09:18
Captain schrieb:
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> Wasserstoff ist nicht tot, nur weil viele es totquatschen wollen. Er mag
> nicht so effizient sein, aber hat einen gnadenlosen Vorteil. Er kann
> beliebig im Kreislauf fliessen..
Was vielen noch nicht klar ist: Energie wird auf Jahre knapp sein. Ein Auto, dass pro km etwa dreimal so viel Energie benötigt wie eines mit Batterie, ist nicht zu rechtfertigen. Mal abgesehen von den ganzen anderen Nachteilen von Wasserstoff im Auto.
> Warum sollte ein Auto auch nicht 30 Jahre zu gebrauchen sein. Ach ja, man
> muss ja jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt werfen, bei dem man Teile
> aus der Vorgängergeneration möglichst nicht mehr gebrauchen...
Klar kannst du das Auto 30 Jahre nutzen, darum ging es mir gar nicht. Der Punkt ist, dass beim Auto der Gewichtsvorteil keine annähernd große Relevanz hat wie bei einem Flugzeug. Insbesondere beim Elektroauto. Es bringt schlicht fast nichts. -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: Sarkastius 21.03.22 - 09:50
muetze schrieb:
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> Captain schrieb:
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> > Wasserstoff ist nicht tot, nur weil viele es totquatschen wollen. Er mag
> > nicht so effizient sein, aber hat einen gnadenlosen Vorteil. Er kann
> > beliebig im Kreislauf fliessen..
>
> Was vielen noch nicht klar ist: Energie wird auf Jahre knapp sein. Ein
> Auto, dass pro km etwa dreimal so viel Energie benötigt wie eines mit
> Batterie, ist nicht zu rechtfertigen. Mal abgesehen von den ganzen anderen
> Nachteilen von Wasserstoff im Auto.
Vielleicht sollte man dann manl anfangen Wasserstoff effizienter herzustellen. Gabs da mal nicht so einen Stanley Meyer .... Gibt auch genügend Möglichkeiten sich zum Thema gepulste Gleichsstromelektolyse Interviews anzuhören.
> > Warum sollte ein Auto auch nicht 30 Jahre zu gebrauchen sein. Ach ja,
> man
> > muss ja jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt werfen, bei dem man
> Teile
> > aus der Vorgängergeneration möglichst nicht mehr gebrauchen...
>
> Klar kannst du das Auto 30 Jahre nutzen, darum ging es mir gar nicht. Der
> Punkt ist, dass beim Auto der Gewichtsvorteil keine annähernd große
> Relevanz hat wie bei einem Flugzeug. Insbesondere beim Elektroauto. Es
> bringt schlicht fast nichts.
Wo wird nochmal die meiste Energie benötig? Beim beschleunigen oder beim rollen? Gabs da nicht so eine Formel von Einstein? -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: demon driver 21.03.22 - 09:52
muetze schrieb:
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> Klar kannst du das Auto 30 Jahre nutzen, darum ging es mir gar nicht. Der
> Punkt ist, dass beim Auto der Gewichtsvorteil keine annähernd große
> Relevanz hat wie bei einem Flugzeug. Insbesondere beim Elektroauto. Es
> bringt schlicht fast nichts.
"Fast nichts" ist ein Märchen.
https://e-engine.de/spielt-das-gewicht-bei-elektroautos-wirklich-keine-rolle/ -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: interlingueX 21.03.22 - 11:44
Sarkastius schrieb:
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> Vielleicht sollte man dann manl anfangen Wasserstoff effizienter
> herzustellen. Gabs da mal nicht so einen Stanley Meyer ....
Komisches Beispiel: https://www.psiram.com/de/index.php/Stanley_Meyer
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
”I don't judge people based on race, creed, color or gender. I judge people based on spelling, grammar, punctuation and sentence structure.“ -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: Sarkastius 21.03.22 - 12:26
interlingueX schrieb:
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> Sarkastius schrieb:
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> > Vielleicht sollte man dann manl anfangen Wasserstoff effizienter
> > herzustellen. Gabs da mal nicht so einen Stanley Meyer ....
> Komisches Beispiel: www.psiram.com
Psiram .... ihr ernst? Eines der bekanntesten Dunenzierungsnetzwerke? :-D Wer ist denn der Experte der da den Artikel verfasst hat? Ich zitiere mal.
*Bis heute (2020) liegt keine seriöse Veröffentlichung vor, die die Angaben zu seiner water fuel cell stützten oder belegten.*
http://gehtanders.de/Downloads/waw-nanopulsDC-HHO-IJEE_13_v3n1.pdf
Also bevor ich mir mit sowas die Zeit verschwende, höre ich mir lieber Professoren direkt ohne stille Post an.
https://nuoflix.de/mit-wasserstoff-in-die-zukunft-der-mobilitaet-prof-johann-lehner
Die Frage die man sich stellen müßte ist, warum ist das kein Thema in den Medien. Gibt auch andere Konzepte, die ebenfalls alles was wir nutzen dumm aussehen lässt. Aber wäre doch furchtbar wenn der Mensch frei von der Ölindustrie wäre.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.22 12:29 durch Sarkastius. -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: Laoban 21.03.22 - 17:42
Sarkastius schrieb:
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> Vielleicht sollte man dann manl anfangen Wasserstoff effizienter herzustellen.
ist eine gleichwertige Aussage wie
".. vielleicht sollte man ein Akku erfinden der nur 100kg wiegt, in 5 Minute geladen werden kann und für 1000km reicht.. "
Um Entscheidungen heute zu treffen reicht es nicht darüber zu sprechen was theoretisch möglich ist , sondern was am wahrscheinlichsten zutreffen wird. Und niemand der sich ernsthaft damit beschäftigt sieht realistische Chance dass Wasserstoff im Straßenverkehr ein Durchbruch erleben wird.
mit H2 weiter forschen ist wichtig , wir sollten aber endlich aufhören falsche Hoffnungen zu wecken und damit die Elektromobilität noch weiter bremsen als wir es ohnehin schon getan haben. Die deutsche Autoindustrie hat bereits massiv an Absatz einbüßen müssen, erst an Tesla und jetzt werden wir auch den chinesischen Markt verlieren .
Hört endlich auf H2 als ernsthafte Alternative anzupreisen -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: mxcd 21.03.22 - 18:15
Im PKW ist Wasserstoff tatssächlich nicht vielversprechend.
1000km Reichweite gibt es heute schon aus Batterien - und selbst das ist übertrieben.
Für die Praxis der Verkehrswende wird eher die Frage nach billigeren 400-500km Lösungen relevant. Und auch da stehen einige Techniken kurz vor der Massenvermarktung. -
Re: Nachteile überwiegen
Autor: Dwalinn 22.03.22 - 08:40
Ich denke mal die Reichweite wird ohnehin unwichtiger werden wenn die Akkus schnell und regelmäßig geladen werden können.
Wenn ich direkt zuhause laden kann wird Reichweite nur noch für die Langstrecke wichtig und wenn da 1000km vielleicht 30-40 Minuten Ladezeiten extra bedeuten muss man nicht ein paar Tausend Euro mehr beim Akku liegen lassen.



