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Bonding von 8 Leitungen?

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  1. Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: SiD67 23.10.17 - 18:06

    Bei 8 Leitungen bin ich also bei 1000Base-T, außer das die Reichweite mit 500m etwas höher ist...
    Aber in welcher Wohnung oder welchem Haus kommen mehr als 2 Kupferadern aus der Wand?
    Oder soll das dazu dienen die Kupfer Erdkabel weiter zu verwenden anstatt hier Glasfaser zu verlegen?

  2. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: elf 23.10.17 - 18:17

    Bei mir kommen weit mehr als nur 2 Adern im grauen Hausanschlusskasten an. Das duerfte praktisch ueberall so sein. Stell dir vor, beim Verbuddeln liegt ein defekt auf einer Ader, soll dann die gesamte Strecke zum DSLAM wieder aufgebuddelt werden?
    Ob in Mehrfamilienhaeusern pro Wohnung ein ganzes Buendel oder nur fuer alle zusammen ein Packen Backupadern da sind, weiss ich nicht.

  3. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Andre_af 23.10.17 - 18:17

    Also bei mir sinds mindestens 3 Paare, ich glaube (ohne in den Keller zu rennen) das es sogar 4 oder 5 waren (oder mehr) . Das war eigentlich ziemlich üblich pro Wohneinheit mindestens 2,eher 3 oder mehr Paare zu haben. Schließlich brauchte man zu Analogzeiten pro Anschluss ein Paar.

  4. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: tingelchen 23.10.17 - 19:20

    Es kommen tatsächlich immer mehr an. Liegt aber auch teils einfach daran dass man immer die gleichen Kabel verbuddelt und da einfach nen Sack Litzen rein stopft. Das Problem ist nur, das diese auch gebraucht werden, sobald man ein Mehrfamilienhaus hat.

    Acht Anschlüsse. Das sind 2x8 Adern. Doppelt soviel wie in einem Ethernet Kabel (2x4). Das mag in einem 2 oder 3 Parteienhaus ja noch gehen. Aber bei 10 Parteien sind dass dann schon mal gern 160 statt 20 Adern. Im Stadtgebiet sind 10+ Parteien Häuser die Regel.

  5. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: bombinho 23.10.17 - 19:31

    Das klappt aber nur, wenn von diesem Kasten aus nur ein Anschluss genutzt wird, ansonsten wurden die bis zur letzten Ader verkauft, wenn moeglich. Da ist dann nichts mehr mit Reserve.

  6. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: ArcherV 23.10.17 - 19:40

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das sind 2x8 Adern. Doppelt soviel wie in einem Ethernet
    > Kabel (2x4).

    Ein Twisted-Pair-Kabel hat 4 Aderpaare mit jeweils 2 Adern, also 4x2 und nicht 2x4.

    https://www.elektronik-kompendium.de/sites/net/0603191.htm

  7. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Sharra 23.10.17 - 21:18

    Andre_af schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also bei mir sinds mindestens 3 Paare, ich glaube (ohne in den Keller zu
    > rennen) das es sogar 4 oder 5 waren (oder mehr) . Das war eigentlich
    > ziemlich üblich pro Wohneinheit mindestens 2,eher 3 oder mehr Paare zu
    > haben. Schließlich brauchte man zu Analogzeiten pro Anschluss ein Paar.


    Standard war 2 Doppeladern je Wohneinheit. Genau daran haperte es damals dann, als mein Vermieter die 2. Wohnung an mich vermietet hat. Die 2. Doppelader hatte einen Defekt, und die Telekom ist angerückt, und hat eine neue Leitung eingezogen. Weitere Reserve gab es nicht. Und das war ca 5 Jahre vorher ein Neubaugebiet.

  8. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Mett 23.10.17 - 21:42

    Allerdings sind bei Einfamilienhäusen in der Regel nur 2 Doppeladern direkt am KVz aufgelegt. Der Rest endet in der Muffe.

  9. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: t5b6_de 23.10.17 - 22:39

    Bei uns kommen scheinbar 8 DA an, alle aufgelegt.
    Aaaaber in der Muffe die vor dem Haus liegt liegen nur zwei auf, eine geht zum nächsten Haus und kann da gerückt werden, um auf eine Reserveleitung geschaltet zu werden, die andere ist durchgängig bis zum HVT, also zwei Haushalte, drei Leitungen.
    Die restlichen 6 sind Dekoration.


    Nix mit 8.
    Das können ja nur Mehrfamilienhäuser sein, aber um damit Bedarf feststellen zu können muss man erst Mal 8 Leitungen zusammen bekommen und ich denke dass auch bei größeren Mehrfamilienhäusern nicht so viel Reserve vorhanden ist.

    Gruß

  10. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Anonymer Nutzer 23.10.17 - 22:45

    Nur 38 % der Deutschen wohnen in Einfamilienhäusern, Doppelhaushälften oder Reihenhäusern. Der Rest wohnt in Mehrfamilienhäusern wo einige Adern anlanden. Es gibt schon lokale Projekte einer Art "Nachbarschafts-LAN", meist auf Basis von FTTB, wo das WAN im Keller endet und im Gebäude die einzelnen Wohnungen per LAN online gehen, eben mit entsprechendem professionellen Router, der die einzelnen Wohnungen klar trennbar anbindet (Haftung usw.).

    Mehrparteienhäuser wurden von der Bundespost auch mit einigen Blindleitungen ausgestattet, damit man im Falle eines Leitungsbruches nur kurz umklemmen muss. Da kommen also einige Adern zusammen. Man könnte also problemlos solch ein Nachbarschafts-LAN mit z. B. 24 Leitungen einrichten, also 3x1 GB. Das funktioniert dann in der Praxis genauso gut, wie andere shared Anbindungen (Coax, GPON), hängt also von dem Verhältnis zugesagter Bandbreite pro Einzelanschluss und Bandbreite des gesamten LAN ab (rein netztechnisch ist auch das Segment eines Docsis-Netzwerks, an dem der Endkunde hängt, sowas wie ein LAN). Wenn das ganze nun als fertiges Endprodukt angeboten wird, dann kann natürlich genauso darüber der VoIP Anschluss der einzelnen Wohneinheit abgewickelt werden. Die Frage "dafür eine Festnetzleitung freibekommen" stellt sich also gar nicht. Ja man könnte sogar die POTS-Lösung für Omas Sprachtelefonanschluss dann eben im Keller realisieren und Oma über die vorhandene, alte TAL-Hausverkabelung weiter wie gewohnt telefonieren lassen. Das Nachbarschafts LAN kommt dann per WLAN in die Wohnung (WLAN nutzen die Leute so oder so für ihre Endgeräte, nur bisher jeder einzeln mit seinem eigenen Plasterouter am eigenen Internetzugang), das kann nach neuesten Standards diesen Speed locker leisten und wenn das ganze Gebäude ordentlich eingerichtete APs hat, dann gibt es auch keine Kanalprobleme.

    Das ganze lässt sich recht einfach über vorhandene Infrastruktur installieren. Beispielsweise Ethernetkabel auf der Innenseite des Aufzugschachtes, mit einem kleinen Bohrloch wird auf jeder Etage ein Ethernetkabel abgezweigt und in's Treppenhaus geführt, dort hängt der AP, die alle zusammen (ggf. mit Reapeatern) ein Mesh bilden... da müssten eigentlich jedem Geek die Augen leuchten, das ist doch tausend Mal spannender als herkömmliche Einzelanschlüsse pro Wohnung.

    Sagen wir mal so, es ist nicht die Lösung für alle. Aber wir steuern ohnehin auf einen breiten Technologiemix zu, bei dem es letztlich darum geht, dass die Leute ihren Speed bekommen und nicht darum, dass das ganze über Medium X geschieht.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 23.10.17 22:52 durch ermic.

  11. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Eheran 23.10.17 - 23:09

    >4x2 und nicht 2x4.
    ä... 4x2 ist also nicht 2x4...?

    8 Paare sind 16 Drähte.
    2x 4 Paare sind 16 Drähte.
    Wo ist das Problem?

  12. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Sharra 24.10.17 - 01:33

    Man könnte so vieles machen. Dann scheitert es aber meistens daran, dass man mit den Nachbarn nichts zu tun haben will. Oder man möchte nicht, dass eine Person alleine die Pflege der Hardware etc. inne hat, obwohl nur diese eine Person halbwegs Ahnung davon hat. Dazu kommen dann relativ hohe Anschaffungskosten. Eine Fritzbox für 150¤ reicht da eben nicht. Hier muss man ja auch bedenken, dass man bei vielen Providern die nötige Hardware gestellt bekommt. Da sind selbst 1000¤ für viele 1000¤ zuviel.

    Und nicht zuletzt möchten viele Provider so etwas einfach nicht haben.

  13. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: ArcherV 24.10.17 - 06:15

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > >4x2 und nicht 2x4.
    > ä... 4x2 ist also nicht 2x4...?
    >
    > 8 Paare sind 16 Drähte.
    > 2x 4 Paare sind 16 Drähte.
    > Wo ist das Problem?


    4x2 = 4 Adernpaare a 2 Adern
    2x4 = 2 Adernpaare a 4 Adern - was natürlich Quatsch ist.

  14. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Eheran 24.10.17 - 07:00

    > Das sind 2x8 Adern. Doppelt soviel wie in einem Ethernet
    > Kabel (2x4).
    2x 8 Adern sind das doppelte von 2x 4 Adern.
    2x 8 Paare sind das doppelte von 2x 4 Paaren.
    Ich verstehe einfach nicht wo das Problem sein soll...

    >2x4 = 2 Adernpaare a 4 Adern - was natürlich Quatsch ist.
    Aber wo steht denn? Und warum sollte ein "Adernpaar" aus 4 Adern bestehen?

  15. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: t5b6_de 24.10.17 - 07:05

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Das sind 2x8 Adern. Doppelt soviel wie in einem Ethernet
    > > Kabel (2x4).
    > 2x 8 Adern sind das doppelte von 2x 4 Adern.
    > 2x 8 Paare sind das doppelte von 2x 4 Paaren.
    > Ich verstehe einfach nicht wo das Problem sein soll...
    >
    > >2x4 = 2 Adernpaare a 4 Adern - was natürlich Quatsch ist.
    > Aber wo steht denn? Und warum sollte ein "Adernpaar" aus 4 Adern bestehen?

    Das wäre dann ein Sternvierer und kein Adernpaar mehr. Sternvierer werden u.a. für Primux gebraucht

  16. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: RichardEb 24.10.17 - 07:08

    In unserem Mehrfamilienhaus sind alle Adern restlos belegt!

    Woher ich das weiß? Ich wollte einen 2. Anschluss buchen... Nichts zu machen



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 24.10.17 07:11 durch RichardEb.

  17. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: exxo 24.10.17 - 07:18

    Nette Unterhaltung die ihr Elektriker hier führt.

    Nur ist keinem von euch eingefallen das man ein Haus mit acht Parteien per DMT Bonding anbindet und im Haus dan mit g.fast weiter verteilt oder Ethernet verwendet.

    Oder seit ihr alternativlose Fiber Fans die lieber noch X Jahre warten wollt bis sich irgendwer bequemt und eure Häuser mittels FTTH anbindet?

  18. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: Bauer87 24.10.17 - 07:34

    ArcherV schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 4x2 = 4 Adernpaare a 2 Adern
    > 2x4 = 2 Adernpaare a 4 Adern - was natürlich Quatsch ist.


    Ich spendiere mal das Stichwort "Kommitativgesetz": Bei natürlichen Zahlen ist a×b = b×a. Ob nun die Anzahl der Adern pro Paar oder die Anzahl der Paare vorn steht, dürfte das Ergebnis kaum beeinflussen.

  19. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: mgutt 24.10.17 - 08:18

    Mein Bau ist zwei Jahre alt und mir stehen auch die 8 Adern zur Verfügung. 4 davon habe ich schon getestet, weil ich bereits zwei DSL Anschlüsse parallel im Betrieb hatte (gab ein Sonderangebot, was beim Wechsel zu spät gewesen wäre). Vom Prinzip her also alles fein für 1 Gbit.

    Der Haken ist allerdings, dass die VDSL Kästen über 500m entfernt stehen, weshalb ich hier nur 50 Mbit/s bekomme. Und ich denke, dass das wie immer das Hauptproblem sein wird. Also was bringen 8 gebübdelte Leitungen bei popeligen 500m. Das ist wohl eher die Frage.

  20. Re: Bonding von 8 Leitungen?

    Autor: postb1 24.10.17 - 09:02

    mgutt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mein Bau ist zwei Jahre alt und mir stehen auch die 8 Adern zur Verfügung.
    > 4 davon habe ich schon getestet, weil ich bereits zwei DSL Anschlüsse
    > parallel im Betrieb hatte (gab ein Sonderangebot, was beim Wechsel zu spät
    > gewesen wäre). Vom Prinzip her also alles fein für 1 Gbit.
    >
    > Der Haken ist allerdings, dass die VDSL Kästen über 500m entfernt stehen,
    > weshalb ich hier nur 50 Mbit/s bekomme. Und ich denke, dass das wie immer
    > das Hauptproblem sein wird. Also was bringen 8 gebübdelte Leitungen bei
    > popeligen 500m. Das ist wohl eher die Frage.

    Wenn ich das richtig sehe, ist diese Technik zur Leitungsbündelung für genau dieselben Einsatzzwecke ausgelegt wie Gfast oder X-Gfast: für inhäusige Anwendungen. Und zwar dann, wenn von außen schon eine fette Glasfaser-Verbindung bis in den Keller vorhanden ist.
    Wenn dein Bau aber erst 2 Jahre alt ist, dürfte sowas ohnehin hinfällig sein. Bei Neubauten dürfte eine strukturierte cat7-Netzwerkverkabelung und extra für alle künftigen Fälle eine Leerverrohrung doch inzwischen Standard sein? Auf Kanalbündelung, Gfast & co kann damit verzichtet werden. Diese Techniken mögen ein guter Kompromiss in Altbauten sein, wo es außer der CuDa nix gibt und ein Aufrüsten auf (mindestens) Leerrohre in alle Wohnungen unwahrscheinlich aufwendig wäre.

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