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Das wird nicht billig

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  1. Das wird nicht billig

    Autor: chefin 12.02.20 - 08:38

    1500 Ladezyklen, ca 100KWh Akkukapazität, Kostenpunkt 20.000 Euro. 13 Euro pro Ladung Eigenkosten zusätzlich. 10 Autos am Tag, ca 300 Tage Haltbarkeit bis zum Akkutausch(2 Autos entsprechen einem Ladezyklus roundabout)

    Bestenfalls also eine Notlösung für Urlaubszeiten und Veranstaltungen. Auch wenn meine Rechnung sehr grob ist und einge Faktoren weglässt. Vieleicht ist es auch das Doppelte, weil die Akkus viel weniger belastet werden. Dann sind wir bei 2 Jahren Haltbarkeit. Immer noch nicht der Bringer. Zumal aktuell die Akkus kaum zu bekommen sind, Akkuproduktionsengpässe, Autofirmen müssen runter drehen.

  2. Re: Das wird nicht billig

    Autor: Mixermachine 12.02.20 - 08:46

    Wenn man die Akkus nicht ganz voll macht, bekommt man deutlich mehr Ladezyklen (die letzen 20% sind am schädlichsten).
    Außerdem kann man das Ding mit 70 kWh Kapazität auch noch einsetzen (könnte man dann eine Klasse herunterstufen).
    Da kommen wahrscheinlich eher 3000 - 5000 Zyklen raus (die Elektroautoakkus halten meistens auch deutlich länger als angegeben).

    Aber ganz klar: das Teil gibt es nicht für umsonst und die verbaute Technik muss auf den Strom aufgeschlagen werden.

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

  3. Re: Das wird nicht billig

    Autor: christian_k 12.02.20 - 09:06

    Nicht unbedingt.
    Solche Akkus könnten auch als Puffer für das Stromnetz eingesetzt werden, zum Ausgleich der Schwankungen erneuerbarer Energien. Entstehende Kapazitäten werden gut bezahlt.
    Außerdem können sie eine zusätzliche Sicherheit bieten: Bei einem großflächigen Stromausfall wird der Privatmensch in Zukunft zu Fuß gehen müssen, aber Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst können dort noch ihre Fahrzeuge laden.

    > Aber ganz klar: das Teil gibt es nicht für umsonst und die verbaute Technik
    > muss auf den Strom aufgeschlagen werden.

  4. Re: Das wird nicht billig

    Autor: dieser_post_ist_authentisch 12.02.20 - 09:26

    Wenn Volkswagen und E.ON wirklich kooperieren würden, dann könnte man das so bauen, dass in die Stationen alte Elektroauto-Akkus von VW passen und so einer 2. Nutzung zugeführt werden. Da ist zwar die Kapazität schon etwas reduziert, aber für den stationären Einsatz ist das Gewicht ja nicht entscheidend.

  5. Re: Das wird nicht billig

    Autor: Eheran 12.02.20 - 09:27

    Wenn du Infos zur verwendeten Akkutechnologie (Zellchemie) usw. hast dann bitte verlinken, ich hab dazu leider nix gefunden :(

  6. Re: Das wird nicht billig

    Autor: PiranhA 12.02.20 - 09:49

    chefin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1500 Ladezyklen, ca 100KWh Akkukapazität, Kostenpunkt 20.000 Euro. 13 Euro
    > pro Ladung Eigenkosten zusätzlich. 10 Autos am Tag, ca 300 Tage Haltbarkeit
    > bis zum Akkutausch(2 Autos entsprechen einem Ladezyklus roundabout)

    Also bei 20k Euro und 3.000 Ladevorgängen (ein Auto lädt ja im Schnitt eher 50 kWh), ist das nur die Hälfte. Zudem würde ich eher von 13-15k Euro Kosten ausgehen, wenn die Stückzahlen passen.
    Somit wären das eher 5 Euro pro Ladevorgang bzw. 10 Cent pro kWh.

    Aber während des Ladevorgang wird ja nicht die Batterie geladen, sondern direkt das Auto. Insofern muss man den konstanten Ladestrom aus der Rechnung raus nehmen.

    Letztendlich ist das per se eine Lösung für weniger frequentierte Ladestationen mit schlechter Anbindung. Also zB ein Parkplatz in der Pampa, am Waldrand. Größere Ladestationen werden immer mit Anbindung an das Mittelspannungsnetz geplant, was die aber auch wieder teurer macht. Wenn in der Kalkulation die Anbindung günstiger ist, wird natürlich das gemacht.

  7. Re: Das wird nicht billig

    Autor: M.P. 12.02.20 - 09:59

    > Aber während des Ladevorgang wird ja nicht die Batterie geladen, sondern direkt das Auto.

    Es sind ZWEI Ladeplätze mit je 150 kW Ladeleistung, die an einen 63 A Anschluss mit max ca 43 kW Leistungsabgabe angebunden sind ...

    Wenn da also gleichzeitig mit 2 x 150 kW geladen wird, kommen etwa 15% des Ladestroms NICHT aus dem Puffer-Akku ...

    Wenn die Doppelstation nur mit 3 x 16 A angebunden wird, sieht es noch schlechter aus ...

    Das sind natürlich worst-case Betrachtungen ... es gibt ja durchaus viele BEV mit einer deutlich geringeren maximalen Ladeleistung, sodass es durchaus sein kann, dass beide Ladeplätze belegt sind, aber nur 2x 25 ... 50 kW gezogen werden...



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 12.02.20 10:02 durch M.P..

  8. Re: Das wird nicht billig

    Autor: Dwalinn 12.02.20 - 10:16

    Wozu überhaupt teure Zellen nutzen? Im Stationären Einsatz muss man nicht auf energiedichte achten.

  9. Re: Das wird nicht billig

    Autor: PiranhA 12.02.20 - 11:00

    Klar, nur finde erst mal zwei Autos die gleichzeitig 150 kW über einen längeren Zeitraum laden. Abgesehen von Taycan und e-tron gibts kaum Autos, welche das überhaupt können. Selbst bei den Teslas sinkt die Ladeleistung ab 50% schnell ab.
    Der worst-case ist in der Hinsicht uninteressant. Funktionieren tut es ja auch, nur zählt bei Betrachtung der Haltbarkeit mehr der Durchschnitt.

  10. Re: Das wird nicht billig

    Autor: M.P. 12.02.20 - 11:29

    Und bei der Betrachtung der Zuverlässigkeit der Säulen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass man an ihr auch wirklich schnelladen kann ....

    Und wenn aus dem Netz nur 15 % der Leistung nachgeliefert werden kann, die an den Ladeanschlüssen maximal abgegeben werden kann, muss man schon mit "Pausen" rechnen - selbst, wenn an beiden Anschlüssen nur Autos hängen, die 50 kW ziehen, ist irgendwann der Puffer-Akku leer, und die Ladeleistung muss entsprechend der Kapazität der rückwärtigen Anbindung abgeregelt werden ...

  11. Re: Das wird nicht billig

    Autor: senf.dazu 12.02.20 - 18:31

    Ist aber vielleicht preiswerter als ne anfangs lange selten genutzte Mittelspannungsleitung die vielleicht auch erst noch gelegt werden muß. Und zu künftiger lokaler/regionaler Energieerzeugung mit Windkraft oder PV paßt's auch ganz gut als Puffer ..



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 12.02.20 18:33 durch senf.dazu.

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