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Warum kein 8", der gut PDF kann?

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  1. Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 12.04.17 - 01:56

    Warum weigern sich die Hersteller einen ~8" E-book reader herzustellen, dessen Soft- und Hardware auch mit PDF' kompatibel ist?

    Kobo Aura One hat zwar gute Hardware aber die Software ist zum Lesen von PDF's völlig ungeeignet (zumindest der normale viewer).
    PocketBook InkPad 2 hat super PDF-Software aber Hardware die schon uralt ist.
    usw.

  2. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: wasabi 12.04.17 - 06:48

    Der Sinn von PDF ist, dass es quasi eine Druckvorlage ist. Das Dokument sieht immer exakt gleich aus, auf jedem Gerät, und wird auch so ausgedruckt. Wenn ich mir DIN A4 PDFs anschauen will, dann sollte eben das Gerät auch etwa diese Größe habe.

  3. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Kondratieff 12.04.17 - 07:08

    Wenn du dich auf das vorgestellte Gerät von Sony beziehst, fallen mir folgende Vermutungen/Prämissen ein:

    - Sony möchte das Papier abschaffen (bzw. ins papierlose Büro) und orientiert sich deswegen an weltweit gängigen Papierformaten (für Dokumente)
    - ein solches Format ist in Deutschland A4 nach DIN
    - das Format DIN A4 lässt sich nicht 1:1 auf 8" darstellen
    - der letzte Punkt ist auch wichtig in Bezug auf den demographischen Wandel wichtig: da ein Dokument in DIN A4 nur stark verkleinert auf 8" passen, oder gescrollt werden müsste, würde der durchschnittliche 53 Jährige Sachbearbeiter eher (echtes) Papier nutzen
    - Organisationen (Institute, Behörden, Unternehmen), ja ganze Industriezweige möchten nicht das Papierformat umstellen - das wäre sonst das absolute Chaos, denn Anwendungen, Verfahren, Prozesse, ganze Maschinen und Vorgänge sind von diesem Format abhängig und müssten bei einem Wechsel neu entwickelt, beschafft, eingestellt werden
    - zudem würde ein 8-Zoll-Papierformat bei gleicher Schriftgrösse weitaus weniger Informationen speichern und wäre bei kleinerer Schriftgröße demografiefeindlich

  4. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Ovaron 12.04.17 - 09:20

    DreiChinesenMitDemKontrabass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum weigern sich die Hersteller einen ~8" E-book reader herzustellen,
    > dessen Soft- und Hardware auch mit PDF' kompatibel ist?

    Weil PDF verschiedene Formate haben kann und auf jedem anderen Format als dem in dem es gemacht ist einfach nur Scheiße aussieht. EPub ist das Format der Wahl um auf verschiedene Größen zu skalieren. Die Frage sollte also lauten warum Sony nur PDF auf seinem neuen Reader unterstützt. Das ergibt für einen Hersteller der E-Paper fördern will genau so wenig Sinn wie eine Beschränkung des Verkaufs auf ein Land.

    Ich habe übrigens seit 4 Jahren einen PRS650. Beste Investition ever, PDF zweimal ausprobiert und dann als epic fail beiseite gelegt. Ich habe einige PDF die am PC angezeigt werden und die beim PRS650 nur leere Seiten zeigen. Kreuztest mit einem Tolino Shine ergab gleiches Verhalten.

  5. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Kondratieff 12.04.17 - 10:06

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DreiChinesenMitDemKontrabass schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum weigern sich die Hersteller einen ~8" E-book reader herzustellen,
    > > dessen Soft- und Hardware auch mit PDF' kompatibel ist?
    >
    > Weil PDF verschiedene Formate haben kann und auf jedem anderen Format als
    > dem in dem es gemacht ist einfach nur Scheiße aussieht. EPub ist das Format
    > der Wahl um auf verschiedene Größen zu skalieren. Die Frage sollte also
    > lauten warum Sony nur PDF auf seinem neuen Reader unterstützt. Das ergibt
    > für einen Hersteller der E-Paper fördern will genau so wenig Sinn wie eine
    > Beschränkung des Verkaufs auf ein Land.

    Ja, die Beschränkung auf PDF ist in der Tat ärgerlich, z.B. wenn man eBooks mit dem Gerät lesen möchte. Aber es scheint, meiner Meinung nach, ein großes Missverständnis bezüglich des Geräts vorzuliegen (siehe unten).

    > Ich habe übrigens seit 4 Jahren einen PRS650. Beste Investition ever, PDF
    > zweimal ausprobiert und dann als epic fail beiseite gelegt. Ich habe einige
    > PDF die am PC angezeigt werden und die beim PRS650 nur leere Seiten zeigen.
    > Kreuztest mit einem Tolino Shine ergab gleiches Verhalten.

    Scheinbar wird auch hier das neue E-Ink-Gerät von Sony mit einem E-Book-Reader verwechselt. Allerdings sollte schon allein das Format des Geräts anzeigen, dass die primäre Funktion das Anzeigen von Dokumenten im A4 Format (bzw. Dokumente ähnlicher Größe) und weniger die Darstellung von Büchern ist. Im Büroalltag werden immer noch viele Dokumente ausgedruckt, unterschrieben und anschließend wieder eingescannt. Die häufig dazu genutzten Kopierer unterstützen zwar häufig verschiedene Formate (jpeg, Tiff etc.), aber der Standard ist nach wie vor PDF. Um überhaupt ePub zu ermöglichen, müsste der Kopierer das eingescannte Dokument direkt an einen Server mit OCR schicken - das geht zwar (unsere gerade ersetzten Ricohs hatten die Funktion), ist aber noch fehleranfällig.

    TLDR:
    Im Büroalltag sind pdfs der Standard und immer noch praktischer als ePubs.

  6. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 12.04.17 - 12:20

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wichtig: da ein Dokument in DIN A4 nur stark verkleinert auf 8" passen,
    > oder gescrollt werden müsste, würde der durchschnittliche 53 Jährige
    > Sachbearbeiter eher (echtes) Papier nutzen
    Der durchschnittliche 22 jährige Student druckt sich ein pdf mit 2 Seiten je A4 Blatt aus, kann also PDF auch prima auf 8" lesen.

  7. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Kondratieff 12.04.17 - 14:38

    DreiChinesenMitDemKontrabass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > wichtig: da ein Dokument in DIN A4 nur stark verkleinert auf 8" passen,
    > > oder gescrollt werden müsste, würde der durchschnittliche 53 Jährige
    > > Sachbearbeiter eher (echtes) Papier nutzen
    > Der durchschnittliche 22 jährige Student druckt sich ein pdf mit 2 Seiten
    > je A4 Blatt aus, kann also PDF auch prima auf 8" lesen.

    Die Frage ist nun:
    Denkst du wirklich, bei allen dir zur Verfügung stehenden Informationen, insbesondere, was den (vermuteten) Preis des eReaders betrifft, dass der durchschnittliche 22-jährige Studierende die primäre Zielgruppe für Sony darstellt?

  8. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: DreiChinesenMitDemKontrabass 12.04.17 - 15:26

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist nun:
    > Denkst du wirklich, bei allen dir zur Verfügung stehenden Informationen,
    > insbesondere, was den (vermuteten) Preis des eReaders betrifft, dass der
    > durchschnittliche 22-jährige Studierende die primäre Zielgruppe für Sony
    > darstellt?

    Nein.
    Aber es gibt ja noch andere Hersteller.

  9. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Ovaron 12.04.17 - 17:16

    Kondratieff schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Scheinbar wird auch hier das neue E-Ink-Gerät von Sony mit einem
    > E-Book-Reader verwechselt.
    > Allerdings sollte schon allein das Format des
    > Geräts anzeigen, dass die primäre Funktion das Anzeigen von Dokumenten im
    > A4 Format (bzw. Dokumente ähnlicher Größe) und weniger die Darstellung von
    > Büchern ist.

    Diese Unterscheidung zwischen Dokument oder Buch gibt es m.E. nur in Deinem Kopf / unseren Köpfen.

    "Ein elektronisches Dokument ist ein Text, eine Zahlentabelle, ein Bild oder eine Folge oder Kombination von Texten, Tabellen oder Bildern, die durch Digitalisieren (Umwandlung in einen Binärcode) in Dateiform angelegt oder überführt wurden."
    (Wikipedia -> Elektronisches_Dokument)

    Ich zitiere WP nicht weil ich es für eine Referenz halte sondern weil diese Definition sich mit der gefühlten Realität deckt. -> auch ein Ebook ist ein Dokument.

    > Im Büroalltag werden immer noch viele Dokumente ausgedruckt,
    > unterschrieben und anschließend wieder eingescannt.

    Die Alternative ist es nicht, das Dokument mittels Digitizer zu unterschreiben sondern eine elektronische Signatur daran anzuhängen.

    Auch der Transport von Dokumenten per E-Reader wäre ein Holzweg. Dafür nimmt man schon seit geraumer Zeit USB-Sticks oder Emails - oder legt das Dokument gleich ganz auf einem Server ab zu dem man per WLAN und Mobilfunk Zugriff hat. Was bleibt ist das lesen und ggf. noch Anmerkungen. Primär aber das lesen. Ich hätte mit meinem Sony gerne den Petzold gelesen, das scheitert aber nicht an der Größe sondern an der absolut schmerzbefreiten Konvertierung ins Epub-Format.

  10. Re: Warum kein 8", der gut PDF kann?

    Autor: Kondratieff 12.04.17 - 17:40

    Ovaron schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kondratieff schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Scheinbar wird auch hier das neue E-Ink-Gerät von Sony mit einem
    > > E-Book-Reader verwechselt.
    > > Allerdings sollte schon allein das Format des
    > > Geräts anzeigen, dass die primäre Funktion das Anzeigen von Dokumenten
    > im
    > > A4 Format (bzw. Dokumente ähnlicher Größe) und weniger die Darstellung
    > von
    > > Büchern ist.
    >
    > Diese Unterscheidung zwischen Dokument oder Buch gibt es m.E. nur in Deinem
    > Kopf / unseren Köpfen.
    >
    > "Ein elektronisches Dokument ist ein Text, eine Zahlentabelle, ein Bild
    > oder eine Folge oder Kombination von Texten, Tabellen oder Bildern, die
    > durch Digitalisieren (Umwandlung in einen Binärcode) in Dateiform angelegt
    > oder überführt wurden."
    > (Wikipedia -> Elektronisches_Dokument)
    >
    Oh sorry, dann habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ich meinte Dokumente im Sinne des Dudens als "amtliches Schriftstück", das i.d.R. im DIN-A4-Format vorliegt.

    Ich gehe aufgrund der Preisgestaltung und der äußeren Form des Geräts stark davon aus, dass Organisationen (Behörden und Institutionen, aber auch Großunternehmen und andere) die Zielgruppe sind.
    >
    > > Im Büroalltag werden immer noch viele Dokumente ausgedruckt,
    > > unterschrieben und anschließend wieder eingescannt.
    >
    > Die Alternative ist es nicht, das Dokument mittels Digitizer zu
    > unterschreiben sondern eine elektronische Signatur daran anzuhängen.

    Das habe ich ja auch nicht gesagt. Ich hantiere oft mit eingescannten DIN-A4-Seiten im PDF-Format. Die wenigsten, die mir solche Dateien übermitteln, werden wissen, was das ePub-Format überhaupt ist und noch weniger, wie man den Scan in ein ePub-Format (OCR-Scan + Umwandlung) überführen kann.
    Für solche Situationen ist das im Artikel erwähnte Gerät eher gedacht, als das Lesen von elektronischen Büchern im ePub-Format. Dafür gibt es schließlich auch andere (kleinere) Geräte.

    > Auch der Transport von Dokumenten per E-Reader wäre ein Holzweg. Dafür
    > nimmt man schon seit geraumer Zeit USB-Sticks oder Emails - oder legt das
    > Dokument gleich ganz auf einem Server ab zu dem man per WLAN und Mobilfunk
    > Zugriff hat.

    Es geht ja nicht primär um den Transport, sondern, wie du schon erwähnst, natürlich hauptsächlich um das Lesen und Bearbeiten (unterstreichen, Anmerkungen hinzufügen etc.).

    >Was bleibt ist das lesen und ggf. noch Anmerkungen. Primär
    > aber das lesen.

    Eben.

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