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Krieg und Voyeurismus

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  1. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: Lokster2k 14.09.11 - 15:21

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ich finde es schön, dass du sachlich auch einen anderen Gegenpol aufzeigst.
    > Ich hatte ja mit meinem Posting auch nur einen Anreiz bringen wollen, damit
    > man mal über die "möglicherweise negativen Auswirkungen" oder "negativen
    > Aspekte" (falls sie Bestandteil des Spieles sein 'sollten') diskutiert :/
    Klar gibt es dabei Gefahren, wie ich ja auch erwähnte. Aber das hat dann doch was mit den konsumierenden Menschen zu tun und weniger mit dem Spiel.
    Ich fands halt etwas bedenklich, dass du gleich den Gedanken hattest, es wäre sensationsgeil, menschenverachtend etc. Also ein Selbstverständnis zeigst, dass dem Spiel den Anspruch zu unterhalten und nicht zu schockieren unterstellt.
    Ich denke ich hab genug von dir gelesen, dass ich weiß, dass du Krieg derart verabscheust, dass man ihn dir nichtmehr vor Augen führen muss um das zu bewirken. Viele sehen aber krieg als legitime Methode oder zumindest gerechtfertigt an. Und das meist, weil sie sich nicht wirklich vorstellen können, was da so alles läuft(z.B. in der SoC Doku zeigt ein Verweigerer ein Foto von ein paar Kameraden, die eine Iraker Leiche auf der Ladefläche ihres Humvees haben und im offenen Schädel der Leiche mit einem Plastiklöffel rumpulen...da is mir echt schlecht geworden...Realität is halt doch was anderes als z.B. fiktive Splatterfilme).
    Viele werden sicherlich denken, dass dort alles geregelt stattfindet und eben
    Soldaten auf Soldaten schießen usw.
    Die wirklichen Perversionen überschreiten eben das Vorstellungsvermögen der meisten, so auch meins. Und daher denke ich, dass sowas wie dieses Stück Software prinzipiell richtig ist, ob die Ausführung speziell dieses "Spiels" so gelungen ist, weißich natürlich nicht. Kritik ist da natürlich berechtigt...

    > Das von dir verlinkte Video, hat mich im übrigen ziemlich tief berührt und
    > mit noch mehr Hass gegen die kriegstreibenden Kräfte erfüllt...
    Das soll es denkich auch bewirken, allerdings hasse ich so ungern. Hass zerstört nur und das ist genau das was Soldaten tun müssen(hassen) um ihren Aufgabe überhaupt machen zu können.

    ********************************
    Consumocalypse Now!

  2. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: spanther 14.09.11 - 23:54

    Lokster2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klar gibt es dabei Gefahren, wie ich ja auch erwähnte. Aber das hat dann
    > doch was mit den konsumierenden Menschen zu tun und weniger mit dem Spiel.

    Nun, das Spiel könnte aber Leute auf eben diese Ideen bringen, also zB. das sie sich durch das Spiel und den Einsatz der Kamera noch mehr mit den Medien verbunden fühlen und anfangen, solche "Szenen" wie Entertainment zu verschlingen :(

    Natürlich ist das nix festes, ich wollte auch einfach nur mal einen Aspekt vorgeben zum drüber sprechen. :)

    > Ich fands halt etwas bedenklich, dass du gleich den Gedanken hattest, es
    > wäre sensationsgeil, menschenverachtend etc. Also ein Selbstverständnis
    > zeigst, dass dem Spiel den Anspruch zu unterhalten und nicht zu schockieren
    > unterstellt.

    Ja, weil ich das "normalerweise" zumindest aus der Spieleindustrie von heute so kenne, das Spiele (Flughafenszene aus Modern Warfare 2 als Beispiel) mit immer mehr "skandalösem" bzw. "brutalem" aufwarten, weil sich damit scheinbar leider Leute locken lassen und davon in ihrer "Neugierde" angesprochen fühlen...

    Ein Pol dahin (man muss selbst auf Zivilisten feuern, wenn man nicht ertappt werden will, denkt man sich im Spiel), das man aktiv Unschuldige ins Feuer nehmen muss, (SAW zeigt auch kranke Szenen gegen Zivilisten) scheint sich zumindest so empfinde ich das, bei Entertainment Content immer stärker abzuzeichnen. Darum ging ich halt davon aus, das auch dieses "Spiel" wieder nur die animalisch wilden Instinkte im Menschen ansprechen will und mit Gewalt unterhalten will :/

    Wie aber zuvor schon erwähnt war das nur eine Richtung, etwas, worüber ich meinte, worüber man mal diskutieren sollte. Ein negativer Aspekt halt :)

    Spiele, so scheint es zumindest, werden nicht nur immer extremer bei Effekt Haschereien, auch die Brutalität und die detailreiche Darstellung eben dieser, scheint immer mehr zuzunehmen :(

    Ich habe die Angst, dass Menschen dadurch verrohen könnten. Gewalt als etwas alltägliches empfinden später, wie es unter Jugendlichen heute ja teilweise schon leider Tatsache ist :/

    Ich kenne ja das Spiel nicht, ich wollte einfach nur mal ein paar Gedanken über diese Art von Spiel loswerden und damit ein paar Gedanken und Sichtweisen anstoßen :)

    > Ich denke ich hab genug von dir gelesen, dass ich weiß, dass du Krieg
    > derart verabscheust, dass man ihn dir nichtmehr vor Augen führen muss um
    > das zu bewirken.

    So ist es...
    Was ich alles schon an WW2 Dokus gesehen habe, mit grausamsten Szenen und halt auch andere Dinge. Sogar dieses Video da, wo Islamisten einem mit ner Machete vor der Kamera den Kopf abtrennten, während er bei vollem Bewusstsein noch lebte und nicht betäubt war...

    Das sind echte Bilder, kein Film wie SAW zB. also schon wirklich extrem krank...

    Das Menschen zu so etwas fähig sind, ekelt mich einfach nur an. Wie kann man nur so weit gehen...

    Scheinbar blenden solche Menschen ihre Taten einfach nur noch aus und reden sich irgend eine "göttliche Mission" ins Gewissen, um sich gut dafür zu fühlen, obwohl sie der Menschlichkeit in so ekelhafter Weise ins Gesicht gespuckt haben...

    Geisteskrank würde ich solche Menschen betiteln. "Geblendet" durch Fanatismus und Religion...

    Ähnlich wie die Crusader im Mittelalter, welche "Ungläubige" zwangsbekehrt, oder eben abgeschlachtet haben...

    So zivilisiert wie der Mensch es vorgibt, ist er leider noch lange nicht, solange solche Dinge existieren...

    > Viele sehen aber krieg als legitime Methode oder zumindest
    > gerechtfertigt an.

    Was mich, als Mensch mit stark pazifistischen Idealen, ebenso ziemlich anekelt. Krieg ist das Mittel der Dummen, genauso wie die Faust. Wer es nicht mit Grips schafft, braucht eben die Faust. Mit Gewalt stellt man nur seine eigene, unzivilisierte, primitive Dummheit zur schau...

    > Und das meist, weil sie sich nicht wirklich vorstellen
    > können, was da so alles läuft

    Scheinbar...
    Aber die Menschen tendieren auch dazu, erst überhaupt nicht zu hinterfragen, was da überhaupt passiert. Menschen sind meist relativ hörig und sehen gesprochenes anderer einfach als Fakt an, ohne es zu prüfen und sind zu bequem, sich selbst schlau darüber zu machen...

    > (z.B. in der SoC Doku zeigt ein Verweigerer
    > ein Foto von ein paar Kameraden, die eine Iraker Leiche auf der Ladefläche
    > ihres Humvees haben und im offenen Schädel der Leiche mit einem
    > Plastiklöffel rumpulen...da is mir echt schlecht geworden...Realität is
    > halt doch was anderes als z.B. fiktive Splatterfilme).

    Leichenschändung... ist einfach nur ekelhaft...

    > Viele werden sicherlich denken, dass dort alles geregelt stattfindet und
    > eben
    > Soldaten auf Soldaten schießen usw.

    Selbst sowas finde ich nicht "geregelt" bzw. "normal"...

    Wenn Menschen, die sich eigentlich nicht einmal kennen, gegenseitig totschießen, nur weil eine Obrigkeit dies so befiehlt, die Massen dann aber hirnlos drauflos stürmen, dem Befehl folgen und eben genau dies tun, um dann Leute zu töten, gegen die sie eigentlich gar nichts haben können, da sie sie ja nicht mal kennen, dann kann ich nur den Kopf schütteln...

    Etwas absurderes gibt es kaum auf dieser Welt...

    Menschen jedenfalls, die ihr Gehirn einschalten, hätten es nicht nötig, auf andere zu schießen. Immer vorausgesetzt, dass "alle" ihr Hirn einschalten xD

    Bildung wäre also unser wichtigstes Ziel ;)

    Leider schimmelt unsere Bildungspolitik, momentan genauso wie unsere Schuleinrichtung nur so vor sich hin und strotzt nur so vor "Zerfall"...

    > Die wirklichen Perversionen überschreiten eben das Vorstellungsvermögen der
    > meisten, so auch meins. Und daher denke ich, dass sowas wie dieses Stück
    > Software prinzipiell richtig ist, ob die Ausführung speziell dieses
    > "Spiels" so gelungen ist, weißich natürlich nicht. Kritik ist da natürlich
    > berechtigt...

    Siehst. Und genau das gebe ich ^^

    Dialog und Kommunikation ist immer wichtig. Nur so kommt man im Leben weiter :)
    Viele Probleme entstehen sogar erst dadurch, dass man zu wenig miteinander kommuniziert.

    > Das soll es denkich auch bewirken, allerdings hasse ich so ungern. Hass
    > zerstört nur und das ist genau das was Soldaten tun müssen(hassen) um ihren
    > Aufgabe überhaupt machen zu können.

    Menschen aber, die Kriegstreibend sind, sind diejenigen, welche für das töten anderer sind. Somit also in meinen Augen "Unmenschen", welche unsere Menschlichkeit mit Füßen treten und unserer Gesellschaft nichts als Schaden zufügen, indem sie Leid über uns Menschen bringen...

    Also hat man schon seinen Grund, "solche" eben zu hassen. Sie wollen eben zerstören und kaputt machen. Können nicht friedlich und streben nach Auseinandersetzung. Solche Menschen sind krank...

  3. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: Lokster2k 15.09.11 - 11:18

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lokster2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Klar gibt es dabei Gefahren, wie ich ja auch erwähnte. Aber das hat dann
    > > doch was mit den konsumierenden Menschen zu tun und weniger mit dem
    > Spiel.
    >
    > Nun, das Spiel könnte aber Leute auf eben diese Ideen bringen, also zB. das
    > sie sich durch das Spiel und den Einsatz der Kamera noch mehr mit den
    > Medien verbunden fühlen und anfangen, solche "Szenen" wie Entertainment zu
    > verschlingen :(
    >
    > Natürlich ist das nix festes, ich wollte auch einfach nur mal einen Aspekt
    > vorgeben zum drüber sprechen. :)
    Versteh mich bitte auch nicht falsch, meine Erwiederungen sind auf keinen Fall als Angriff auf deine Meinung gedacht (auch wenn das in generell in diesem Forum sehr oft gemacht wird). Ich begrüße ja den Impuls aus der anderen Richtung :-)

    > > Ich fands halt etwas bedenklich, dass du gleich den Gedanken hattest, es
    > > wäre sensationsgeil, menschenverachtend etc. Also ein Selbstverständnis
    > > zeigst, dass dem Spiel den Anspruch zu unterhalten und nicht zu
    > schockieren
    > > unterstellt.
    >
    > Ja, weil ich das "normalerweise" zumindest aus der Spieleindustrie von
    > heute so kenne, das Spiele (Flughafenszene aus Modern Warfare 2 als
    > Beispiel) mit immer mehr "skandalösem" bzw. "brutalem" aufwarten, weil sich
    > damit scheinbar leider Leute locken lassen und davon in ihrer "Neugierde"
    > angesprochen fühlen...
    Ja, stimme ich vollkommen zu. Und ich denke auch, du hast auch Recht, wenn man sich Gedanken machen sollte, wie etwas real ankommt und nicht, wie es gemeint ist, was ich ja eher gemacht habe...

    > Ein Pol dahin (man muss selbst auf Zivilisten feuern, wenn man nicht
    > ertappt werden will, denkt man sich im Spiel), das man aktiv Unschuldige
    > ins Feuer nehmen muss, (SAW zeigt auch kranke Szenen gegen Zivilisten)
    > scheint sich zumindest so empfinde ich das, bei Entertainment Content immer
    > stärker abzuzeichnen. Darum ging ich halt davon aus, das auch dieses
    > "Spiel" wieder nur die animalisch wilden Instinkte im Menschen ansprechen
    > will und mit Gewalt unterhalten will :/
    >
    > Wie aber zuvor schon erwähnt war das nur eine Richtung, etwas, worüber ich
    > meinte, worüber man mal diskutieren sollte. Ein negativer Aspekt halt :)
    >
    > Spiele, so scheint es zumindest, werden nicht nur immer extremer bei Effekt
    > Haschereien, auch die Brutalität und die detailreiche Darstellung eben
    > dieser, scheint immer mehr zuzunehmen :(
    So ein bisl gehört das glaubich auch dazu, ist eine menschliche Seite, die vll vor 100.000 Jahren durch Jagen und ähnlcihes geprägt wurden.
    Man soltle diese Seite also auch nicht unterdrücken. Bei katholischen Priestern kann man sehen, was passiert, wenn man seiner Natur keinen Raum gibt. Allerdings soltle dieser Raum eben dort gegeben werden, wo es weder mich selbst, noch andere schädigt. Ich spiele auch gerne Metzelspiele. Aber die sind eigentlich nicht mit der Realität verknüpft in meinem Empfinden. Wennich in einem bunten Level rumhüpfe und in Quake Manier die Gegner mit der Railgun zersplattere hat das keinerlei Bezug dazu, Menschen Gewalt anzutun. Die Flughafenszene ging mir auch eindeutig zu weit. Da fandich den ersten MW Teil tausend mal besser, vor allem die Szene wo der eigene Charakter unweigerlich durch die Atomexplosion stirbt.

    > Ich habe die Angst, dass Menschen dadurch verrohen könnten. Gewalt als
    > etwas alltägliches empfinden später, wie es unter Jugendlichen heute ja
    > teilweise schon leider Tatsache ist :/
    Ist mMn absolut nicht unberechtigt.
    > Ich kenne ja das Spiel nicht, ich wollte einfach nur mal ein paar Gedanken
    > über diese Art von Spiel loswerden und damit ein paar Gedanken und
    > Sichtweisen anstoßen :)
    Klaro und ich dacht eben, dass das auf vieles zutrifft, aber auf dieses Spiel nicht unbedingt.
    > > Ich denke ich hab genug von dir gelesen, dass ich weiß, dass du Krieg
    > > derart verabscheust, dass man ihn dir nichtmehr vor Augen führen muss um
    > > das zu bewirken.
    >
    > So ist es...
    > Was ich alles schon an WW2 Dokus gesehen habe, mit grausamsten Szenen und
    > halt auch andere Dinge. Sogar dieses Video da, wo Islamisten einem mit ner
    > Machete vor der Kamera den Kopf abtrennten, während er bei vollem
    > Bewusstsein noch lebte und nicht betäubt war...
    >
    > Das sind echte Bilder, kein Film wie SAW zB. also schon wirklich extrem
    > krank...
    Wobei sowas wie SAW zu mögen schon irgendwie soziopathische Züge vorraussetzt.
    Horror, OK, aber Folter von Menschen...das hat bei mir nichts mehr mit klassischem Horror zu tun. Eher etwas mit dem Überschreiten von gedanklichen Grenzen, welche aber aus gutem Grund existieren.

    > Das Menschen zu so etwas fähig sind, ekelt mich einfach nur an. Wie kann
    > man nur so weit gehen...
    Ist mir auch gänzlich unverständlich. Dem muss schon eine krasse emotionale (Selbst?)verstümmelung vorrausgegangen sein.
    > Scheinbar blenden solche Menschen ihre Taten einfach nur noch aus und reden
    > sich irgend eine "göttliche Mission" ins Gewissen, um sich gut dafür zu
    > fühlen, obwohl sie der Menschlichkeit in so ekelhafter Weise ins Gesicht
    > gespuckt haben...
    Ja, aber wie man derartig den Kontakt zu sich selbst, seinen inneren Werten verlieren kann, verstehe ich nicht.
    > Geisteskrank würde ich solche Menschen betiteln. "Geblendet" durch
    > Fanatismus und Religion...
    >
    > Ähnlich wie die Crusader im Mittelalter, welche "Ungläubige" zwangsbekehrt,
    > oder eben abgeschlachtet haben...
    >
    > So zivilisiert wie der Mensch es vorgibt, ist er leider noch lange nicht,
    > solange solche Dinge existieren...
    Ja, sehe ich eindeutig auch so. Und auch die freie Entscheidung ist bei den meisten ein Trugschluss. Unsere Emotionen und unser Unterbeusstsein bestimmen unser Handeln zig mal mehr, als unsere bewussten Gedanken. Was auch wissenschaftlich belegt ist. Vll sollten wir als Spezies mal daran arbeiten und nicht an immer an höher, schneller, weiter, was unsere Technologie angeht. Die Scheuklappenmentalität vieler zeigt doch, dass sie jetzt schon von der welt überfordert sind. Warum wollen wir sie dann immer noch komplexer machen, ohne dafür Sorge zu tragen, dass wir auch damit umgehen können.

    > > Viele sehen aber krieg als legitime Methode oder zumindest
    > > gerechtfertigt an.
    >
    > Was mich, als Mensch mit stark pazifistischen Idealen, ebenso ziemlich
    > anekelt. Krieg ist das Mittel der Dummen, genauso wie die Faust. Wer es
    > nicht mit Grips schafft, braucht eben die Faust. Mit Gewalt stellt man nur
    > seine eigene, unzivilisierte, primitive Dummheit zur schau...
    Ja, sehe das genauso. Viele andere leider nicht. Für sie ist und war Gewalt manchmal einfach notwendig.
    > > Und das meist, weil sie sich nicht wirklich vorstellen
    > > können, was da so alles läuft
    >
    > Scheinbar...
    > Aber die Menschen tendieren auch dazu, erst überhaupt nicht zu
    > hinterfragen, was da überhaupt passiert. Menschen sind meist relativ hörig
    > und sehen gesprochenes anderer einfach als Fakt an, ohne es zu prüfen und
    > sind zu bequem, sich selbst schlau darüber zu machen...
    Wenn sie sich wirklich vorstellen könnten, was da so läuft, bzw jeder der dabei war, denkt nachher anders darüber...das ist meine Erfahrung.
    Die Vogel Strauß oder "Drei-Affen-Technik"(sehnix-hörnix-sagnix) ist natürlich sehr effektiv um seine kleine Welt heile zu halten...auf dauer aber natürlich ein sinnloses und gefährliches Unterfangen.

    > > (z.B. in der SoC Doku zeigt ein Verweigerer
    > > ein Foto von ein paar Kameraden, die eine Iraker Leiche auf der
    > Ladefläche
    > > ihres Humvees haben und im offenen Schädel der Leiche mit einem
    > > Plastiklöffel rumpulen...da is mir echt schlecht geworden...Realität is
    > > halt doch was anderes als z.B. fiktive Splatterfilme).
    >
    > Leichenschändung... ist einfach nur ekelhaft...
    Vor allem findet sie ohne irgendeine Not statt, so wie es vll beim Erschießen eines Menschen der Fall sein kann.
    > > Viele werden sicherlich denken, dass dort alles geregelt stattfindet und
    > > eben
    > > Soldaten auf Soldaten schießen usw.
    >
    > Selbst sowas finde ich nicht "geregelt" bzw. "normal"...
    Nein, klar ist das immer noch idiotisch. Aber für die, die Gewalt als notwendiges Übel betrachten, macht es es sicherlich leichter, sich vorzustellen, dass dort nur Soldaten, Soldaten töten, weils vermeintlich nich anders geht.
    > Wenn Menschen, die sich eigentlich nicht einmal kennen, gegenseitig
    > totschießen, nur weil eine Obrigkeit dies so befiehlt, die Massen dann aber
    > hirnlos drauflos stürmen, dem Befehl folgen und eben genau dies tun, um
    > dann Leute zu töten, gegen die sie eigentlich gar nichts haben können, da
    > sie sie ja nicht mal kennen, dann kann ich nur den Kopf schütteln...
    >
    > Etwas absurderes gibt es kaum auf dieser Welt...
    >
    > Menschen jedenfalls, die ihr Gehirn einschalten, hätten es nicht nötig, auf
    > andere zu schießen. Immer vorausgesetzt, dass "alle" ihr Hirn einschalten
    > xD
    Total agree:-)
    > Bildung wäre also unser wichtigstes Ziel ;)
    Und noch ein total agree!
    > Leider schimmelt unsere Bildungspolitik, momentan genauso wie unsere
    > Schuleinrichtung nur so vor sich hin und strotzt nur so vor "Zerfall"...
    geht als weiter^^
    > > Die wirklichen Perversionen überschreiten eben das Vorstellungsvermögen
    > der
    > > meisten, so auch meins. Und daher denke ich, dass sowas wie dieses Stück
    > > Software prinzipiell richtig ist, ob die Ausführung speziell dieses
    > > "Spiels" so gelungen ist, weißich natürlich nicht. Kritik ist da
    > natürlich
    > > berechtigt...
    >
    > Siehst. Und genau das gebe ich ^^
    Und über die freuich mich ja auch, auch wennich das manchmal nich ganz rüberbringe^^
    > Dialog und Kommunikation ist immer wichtig. Nur so kommt man im Leben
    > weiter :)
    > Viele Probleme entstehen sogar erst dadurch, dass man zu wenig miteinander
    > kommuniziert.
    Eindeutig!
    > > Das soll es denkich auch bewirken, allerdings hasse ich so ungern. Hass
    > > zerstört nur und das ist genau das was Soldaten tun müssen(hassen) um
    > ihren
    > > Aufgabe überhaupt machen zu können.
    >
    > Menschen aber, die Kriegstreibend sind, sind diejenigen, welche für das
    > töten anderer sind. Somit also in meinen Augen "Unmenschen", welche unsere
    > Menschlichkeit mit Füßen treten und unserer Gesellschaft nichts als Schaden
    > zufügen, indem sie Leid über uns Menschen bringen...
    >
    > Also hat man schon seinen Grund, "solche" eben zu hassen. Sie wollen eben
    > zerstören und kaputt machen. Können nicht friedlich und streben nach
    > Auseinandersetzung. Solche Menschen sind krank...
    Ja, gerechtfertigt ist es sicherlich. Aber du läufst eben gefahr ein bisl genauso zu werden, wie die die du bekämpfst. Und dann hat man nichts gewonnen.
    Gegengewalt erzeugt immer nur neue Gewalt...

    ********************************
    Consumocalypse Now!

  4. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: spanther 15.09.11 - 18:33

    Lokster2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Versteh mich bitte auch nicht falsch, meine Erwiederungen sind auf keinen
    > Fall als Angriff auf deine Meinung gedacht (auch wenn das in generell in
    > diesem Forum sehr oft gemacht wird). Ich begrüße ja den Impuls aus der
    > anderen Richtung :-)

    Das freut mich zu hören :)

    > Ja, stimme ich vollkommen zu. Und ich denke auch, du hast auch Recht, wenn
    > man sich Gedanken machen sollte, wie etwas real ankommt und nicht, wie es
    > gemeint ist, was ich ja eher gemacht habe...

    Jups :)
    Der Wirkungs-Aspekt ist relativ groß von Bedeutung ^^

    > So ein bisl gehört das glaubich auch dazu, ist eine menschliche Seite, die
    > vll vor 100.000 Jahren durch Jagen und ähnlcihes geprägt wurden.

    löl *g*

    > Man soltle diese Seite also auch nicht unterdrücken. Bei katholischen
    > Priestern kann man sehen, was passiert, wenn man seiner Natur keinen Raum
    > gibt.

    Es gibt Sandsäcke und Sportarten ;D
    Druck abbauen muss nicht durch Krieg oder Folter sein xD

    > Allerdings soltle dieser Raum eben dort gegeben werden, wo es weder
    > mich selbst, noch andere schädigt.

    Genau :D

    > Ich spiele auch gerne Metzelspiele. Aber
    > die sind eigentlich nicht mit der Realität verknüpft in meinem Empfinden.

    Ich auch *g*

    > Wennich in einem bunten Level rumhüpfe und in Quake Manier die Gegner mit
    > der Railgun zersplattere hat das keinerlei Bezug dazu, Menschen Gewalt
    > anzutun.

    Mh, Quake war mir zu surreal *fg*

    > Die Flughafenszene ging mir auch eindeutig zu weit.

    Ich fand, die Flughafenszene hatte eine gewisse Form von "Blutrausch" xD
    Also es war halt "wahnsinnig", was man dort tat. Es weckt etwas die kleine böse Seite in einem jeden von uns. Oder aber (wünschenswert) es erschreckt und ekelt ;)

    Aber so einige haben sicher auch ne Art von Blutrausch/Kick erlebt, bei so einer Massenexekution xD

    > Da fandich den
    > ersten MW Teil tausend mal besser, vor allem die Szene wo der eigene
    > Charakter unweigerlich durch die Atomexplosion stirbt.

    Hm o.o
    An die Stelle erinner ich mich noch vage. Das war ziemlich unerwartet für mich xD

    > Ist mMn absolut nicht unberechtigt.

    Eben ^^

    > Klaro und ich dacht eben, dass das auf vieles zutrifft, aber auf dieses
    > Spiel nicht unbedingt.

    Naja, denkbar ist es ja schon. Wenn man sich das Spielvideo so anschaut und wie der mit der Kamera da auf sterbende draufhält, hatte irgendwie auch etwas von "Sensationsgier" o.o

    > Wobei sowas wie SAW zu mögen schon irgendwie soziopathische Züge
    > vorraussetzt.

    Stimmt...

    > Horror, OK, aber Folter von Menschen...das hat bei mir nichts mehr mit
    > klassischem Horror zu tun. Eher etwas mit dem Überschreiten von
    > gedanklichen Grenzen, welche aber aus gutem Grund existieren.

    Es soll halt immer extremer sein usw. aber das die Filmemacher und Co. mit solchen Bildern in Menschen auch etwas zum negativen anstoßen könnten, das ignorieren sie dabei vollkommen, in ihrem Rausch des "Erfolges" und Geldes...

    So mancher Film, ist einfach überflüssig. Er hat einen Plot, welcher kaum Sinn ergibt bzw. als totales Massaker endet. Wofür sowas frage ich mich? Ich hab mir Saw 1 sogar angeschaut und irgendwie fand ichs schon spannend, ein wenig. Aber später dachte ich mir dann im Résumé "was sollte das alles jetzt eigentlich?"

    Für mich war der Film irgendwie ein sinnfreier Gewaltfilm, wo Abgründe aufgezeigt werden und sich fast alles in einem Raum abspielt...

    Der Film hat mir irgendwie keinerlei innere Bereicherung gegeben o.o

    08/15 Psychopathen Quatsch, wo die Brutalität über die Langweiligkeit hinwegtäuschen soll...

    > Ist mir auch gänzlich unverständlich. Dem muss schon eine krasse emotionale
    > (Selbst?)verstümmelung vorrausgegangen sein.

    Scheinbar...

    > Ja, aber wie man derartig den Kontakt zu sich selbst, seinen inneren Werten
    > verlieren kann, verstehe ich nicht.

    Und dann auch noch wie ein Irrer total "sinnfrei" mordet. Wo ist nur deren Verstand hin...

    > Ja, sehe ich eindeutig auch so. Und auch die freie Entscheidung ist bei den
    > meisten ein Trugschluss. Unsere Emotionen und unser Unterbeusstsein
    > bestimmen unser Handeln zig mal mehr, als unsere bewussten Gedanken. Was
    > auch wissenschaftlich belegt ist. Vll sollten wir als Spezies mal daran
    > arbeiten und nicht an immer an höher, schneller, weiter, was unsere
    > Technologie angeht. Die Scheuklappenmentalität vieler zeigt doch, dass sie
    > jetzt schon von der welt überfordert sind. Warum wollen wir sie dann immer
    > noch komplexer machen, ohne dafür Sorge zu tragen, dass wir auch damit
    > umgehen können.

    Naja, die älteren Generationen können halt nicht mehr so flexibel weitergehen, wie die jüngeren, die noch offener sind für neues. Man fährt im alter halt "meist" eher mehr oder weniger fest und fängt an, Dinge nur noch nach seinen eigenen "damaligen" Erfahrungen zu beurteilen, ohne neue Fakten zu berücksichtigen :)

    Darum frage ich mich auch, warum alte Leute ein Land regieren dürfen, denn gerade die sind doch schon sowas von festgefahren, anstatt noch teils unschuldig auf die Welt zu schauen und frische Ideen haben zu können...

    > Ja, sehe das genauso. Viele andere leider nicht. Für sie ist und war Gewalt
    > manchmal einfach notwendig.

    Das liegt daran, dass sie eben dumm sind. Sie "denken" nicht nach, bevor sie so darüber entscheiden. Würden sie sachlich nachdenken, kämen sie zu dem Schluss wie absurd das alles ist.

    Dummheiten und Missverständnisse führen zu Auseinandersetzungen...

    > Wenn sie sich wirklich vorstellen könnten, was da so läuft, bzw jeder der
    > dabei war, denkt nachher anders darüber...das ist meine Erfahrung.

    Leider ist dies bei vielen erst nötig...

    > Die Vogel Strauß oder "Drei-Affen-Technik"(sehnix-hörnix-sagnix) ist
    > natürlich sehr effektiv um seine kleine Welt heile zu halten...auf dauer
    > aber natürlich ein sinnloses und gefährliches Unterfangen.

    Und genau deswegen regt mich das so auf, wenn andere ihre Augen einfach vor etwas verschließen <.<

    > Vor allem findet sie ohne irgendeine Not statt, so wie es vll beim
    > Erschießen eines Menschen der Fall sein kann.

    Die Menschen fallen in seelische Abgründe und denken nicht mehr wirklich anständig darüber nach, was sie dort eigentlich tun...

    Gerade auch weil sie Macht durch die Waffe besitzen und dort so weit weg von Zuhause sind, fühlen sie sich teilweise "allmächtig" und verlieren jegliche Scheu, ihre Moral aufrecht zu erhalten. So als würden sie zuhause nur eine Fassade tragen, aber dann wenn sie ungestört können, ohne das sie jemand dafür belangt (Anarchie), dann gehts rund und so mancher Mensch macht die ekelhaftesten Sachen, weil er einfach keinen Respekt vor dem Leben mehr hat bzw. nie vermittelt bekam, oder aber im Drill ausgetrieben bekam...

    > Nein, klar ist das immer noch idiotisch. Aber für die, die Gewalt als
    > notwendiges Übel betrachten, macht es es sicherlich leichter, sich
    > vorzustellen, dass dort nur Soldaten, Soldaten töten, weils vermeintlich
    > nich anders geht.

    Weil sie sich die einfachsten Wege aussuchen, um ihr Gewissen zu beruhigen...

    > Total agree:-)

    :)

    > Und noch ein total agree!

    *g*

    > Ja, gerechtfertigt ist es sicherlich. Aber du läufst eben gefahr ein bisl
    > genauso zu werden, wie die die du bekämpfst. Und dann hat man nichts
    > gewonnen.
    > Gegengewalt erzeugt immer nur neue Gewalt...

    Stimmt schon. Aber stell dir vor, (okay, jetzt schreien wieder welche Godwins Law xD) der Verrückte von 1945 wäre nie gestorben an dem Punkt. o.o

    Manche Menschen, die einfach unmenschlich waren, verdienen den Tod wirklich. Nur wenn eben diese Leute weg sind, die ständig "Feuer legen wollen" in den Herzen anderer, kehrt endlich wieder Ruhe ein...

    Es ist traurigerweise nötig, weil eben diese Leute nie von alleine aufgeben und damit aufhören werden :/

    Sie fühlen sich noch im Recht und tyrannisieren ihre Mitmenschen. Wenn man sie nicht stoppt, hört das böse nie auf...

    Zumindest glaube ich nicht, das man mit "ohne Gewalt" bei denen weit käme. Die würden das als deine Schwäche auslegen, da sie sowieso nicht weit drüber nachdenken, was sie da eigentlich für einen Bockmist anstellen und deine eigenen "Schwächen" (deine Menschlichkeit) gegen dich einsetzen...

    Auf diesem Wege könntest du nur verlieren, denn Menschlichkeit ist eine Form von Schwäche, wenn auch eine gute. Wenn man aber ein Herz für andere hat, macht man sich angreifbar durch die, die eben böses im Sinn haben und das schamlos ausnutzen werden. Man bereitet ihnen also einen dann noch leichteren Weg.

    Mehr Zivilcourage ist wichtig, man darf nicht mehr einfach nur zusehen, man muss endlich einschreiten und aufhalten. Damit endlich wieder Ruhe einkehrt.

  5. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: Lokster2k 15.09.11 - 19:23

    Ich hab die sachen wo wir uns so schön einige waren mald er Eifnachheit halber rausgelassen...

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Naja, die älteren Generationen können halt nicht mehr so flexibel
    > weitergehen, wie die jüngeren, die noch offener sind für neues. Man fährt
    > im alter halt "meist" eher mehr oder weniger fest und fängt an, Dinge nur
    > noch nach seinen eigenen "damaligen" Erfahrungen zu beurteilen, ohne neue
    > Fakten zu berücksichtigen :)
    >
    > Darum frage ich mich auch, warum alte Leute ein Land regieren dürfen, denn
    > gerade die sind doch schon sowas von festgefahren, anstatt noch teils
    > unschuldig auf die Welt zu schauen und frische Ideen haben zu können...

    Stammt noch aus der Zeit, als die Welt sich noch langsamer drehte, wo innerhalb einer Generation nich viel passiert ist. Da konnte man dann von Weisheit im Alter ausgehen. Heute funktioniert das halt nicht mehr, aber der Mensch überholt sich halt ständig selbst...

    > > Ja, sehe das genauso. Viele andere leider nicht. Für sie ist und war
    > > Gewalt
    > > manchmal einfach notwendig.
    >
    > Das liegt daran, dass sie eben dumm sind. Sie "denken" nicht nach, bevor
    > sie so darüber entscheiden. Würden sie sachlich nachdenken, kämen sie zu
    > dem Schluss wie absurd das alles ist.
    Ja, viele denken nicht gern nach, sodnern sind froh, wenn sie ihren Schlachtplan fürs Leben einmal gefunden haben, bzw. jemand anders ihn "ausgarbeitet" hat und sie entspannt anchplappern können...nützt halt nichts, wenn man voran kommen möchte..aber wenn man nicht vorankommt im Leben(nicht nur materiell) kann man das aj immer noch auf alles mögliche außer sich selbst schieben.


    > Dummheiten und Missverständnisse führen zu Auseinandersetzungen...
    >
    > > Wenn sie sich wirklich vorstellen könnten, was da so läuft, bzw jeder
    > der
    > > dabei war, denkt nachher anders darüber...das ist meine Erfahrung.
    >
    > Leider ist dies bei vielen erst nötig...
    Deswegen befürworte ich eben Medien, die versuchen den gleichen Effekt zu erzielen, ohne jemanden wirklch in den Krieg schicken zu müssen...so wie die reale Kriegsberichterstattung eben, aber da die auch staatlich kontrolliert wird un der Staat derjenige ist, der den Krieg ebtreibt, wir da natürlich auch nur geschönt...mit der Sicherheit der Soldaten als Ausrede...

    > > Die Vogel Strauß oder "Drei-Affen-Technik"(sehnix-hörnix-sagnix) ist
    > > natürlich sehr effektiv um seine kleine Welt heile zu halten...auf dauer
    > > aber natürlich ein sinnloses und gefährliches Unterfangen.
    >
    > Und genau deswegen regt mich das so auf, wenn andere ihre Augen einfach vor
    > etwas verschließen <.<
    Sie machen das meistens ja nicht aus Bösartigkeit, sondern aus Hilflosigkeit und Selbstschutz...klar, ist man selbst dafür verantwortlich, dass man lertn mit der Welt klarzukommen, aber mit dem, was ich über Unterbewusstsein und den Mangel freier Entscheidungen gesagt habe im Hinterkopf. Wie sehr kann man einen Menschen dann noch für sich verantwortlich machen?
    Irgendwann gabs mal mündige Eltern, dies einfach nichmehr gebracht haben, das weiterzugeben, vll weil sie anderes im Kopf hatten...da gings los...der Rest ist nur Ursache und Wirkung...

    > > Vor allem findet sie ohne irgendeine Not statt, so wie es vll beim
    > > Erschießen eines Menschen der Fall sein kann.
    >
    > Die Menschen fallen in seelische Abgründe und denken nicht mehr wirklich
    > anständig darüber nach, was sie dort eigentlich tun...
    >
    > Gerade auch weil sie Macht durch die Waffe besitzen und dort so weit weg
    > von Zuhause sind, fühlen sie sich teilweise "allmächtig" und verlieren
    > jegliche Scheu, ihre Moral aufrecht zu erhalten. So als würden sie zuhause
    > nur eine Fassade tragen, aber dann wenn sie ungestört können, ohne das sie
    > jemand dafür belangt (Anarchie), dann gehts rund und so mancher Mensch
    > macht die ekelhaftesten Sachen, weil er einfach keinen Respekt vor dem
    > Leben mehr hat bzw. nie vermittelt bekam, oder aber im Drill ausgetrieben
    > bekam...
    Apocalypse Now hat das ziemlich gut veranschaulicht findich...oder auch Jar Head...


    > > Nein, klar ist das immer noch idiotisch. Aber für die, die Gewalt als
    > > notwendiges Übel betrachten, macht es es sicherlich leichter, sich
    > > vorzustellen, dass dort nur Soldaten, Soldaten töten, weils vermeintlich
    > > nich anders geht.
    >
    > Weil sie sich die einfachsten Wege aussuchen, um ihr Gewissen zu
    > beruhigen...
    Suchen sie sich die wirklich aus, oder ist es vll doch mehr Automatismus?

    > > Ja, gerechtfertigt ist es sicherlich. Aber du läufst eben gefahr ein
    > bisl
    > > genauso zu werden, wie die die du bekämpfst. Und dann hat man nichts
    > > gewonnen.
    > > Gegengewalt erzeugt immer nur neue Gewalt...
    >
    > Stimmt schon. Aber stell dir vor, (okay, jetzt schreien wieder welche
    > Godwins Law xD) der Verrückte von 1945 wäre nie gestorben an dem Punkt.
    > o.o
    NP...ich finde, man sollte es öfter als Beispiel nehmen, sonst war der Tod dieser Millionen Menschen umsonst, wenn wir nicht durch Vergleiche daraus lernen dürfen...
    Finde also "Godwins Law" ist der größte Schwachsinn und einfach ein Gedankenkiller.
    Keiner der wirklich Betroffen war(von denen die ich kenne, kenne noch ein paar, bald gibts da ja gar keine mehr) sagt, dass man darüber nicht anchdenken sollte, sondern dass man eher eben aufpassen sollte, dass nicht ähnliches wieder passiert, vll im anderen Gewand...nicht gegen bestimmte Ethnien, sondern vll andere Gruppen, Arme z.B.

    > Manche Menschen, die einfach unmenschlich waren, verdienen den Tod
    > wirklich. Nur wenn eben diese Leute weg sind, die ständig "Feuer legen
    > wollen" in den Herzen anderer, kehrt endlich wieder Ruhe ein...
    >
    > Es ist traurigerweise nötig, weil eben diese Leute nie von alleine aufgeben
    > und damit aufhören werden :/
    Verdient sicherlich...
    > Sie fühlen sich noch im Recht und tyrannisieren ihre Mitmenschen. Wenn man
    > sie nicht stoppt, hört das böse nie auf...
    >
    > Zumindest glaube ich nicht, das man mit "ohne Gewalt" bei denen weit käme.
    > Die würden das als deine Schwäche auslegen, da sie sowieso nicht weit
    > drüber nachdenken, was sie da eigentlich für einen Bockmist anstellen und
    > deine eigenen "Schwächen" (deine Menschlichkeit) gegen dich einsetzen...
    >
    > Auf diesem Wege könntest du nur verlieren, denn Menschlichkeit ist eine
    > Form von Schwäche, wenn auch eine gute. Wenn man aber ein Herz für andere
    > hat, macht man sich angreifbar durch die, die eben böses im Sinn haben und
    > das schamlos ausnutzen werden. Man bereitet ihnen also einen dann noch
    > leichteren Weg.

    Nein, Menschlichkeit ist das einzige schützenswerte Gut. Wenn ich das aufgeben muss, um Unmenschlichkeit zu bekämpfen, kommich hinterher aufs gleiche hinaus, als wenn ich nichts getan hätte.
    Es gibt menschliche Methoden sich so jemandem zu entledigen, nur sind die eben weitaus schwieriger zu realisieren...aber wie gesagt, wenn mans nicht macht, ist man hinterher da, wo man vorher war...
    Und ich fahre mit der Taktik auch ganz gut, aber sie erfordert weitaus mehr Aufwand und raubt mir Ressourcen, die ich sonst anderswo verwenden könnte...allerdings ist es auch eine Art des Trainings...man muss sich ständig im Auge haben, wegen des kleinen Teufelchens, das wie du schon sagtest, jeder von uns in sich trägt.
    Aber wenn ich das nicht tun würde und die Ressourcen woanders verwenden würde wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich wäre auf jeden Fall unmenschlicher (gut dass sich dieser Begriff nicht an der Norm orientiert^^)...

    > Mehr Zivilcourage ist wichtig, man darf nicht mehr einfach nur zusehen, man
    > muss endlich einschreiten und aufhalten. Damit endlich wieder Ruhe
    > einkehrt.

    Es wird immer ein Kampf bleiben glaubich^^
    Aber ich hoffe auch, dass ich nochmal eine Gesellschaft erlebe, in der ich richtig gern leben möchte...

    edit:
    Würd dich jetzt echt gern einfach mal drücken...es ist schön und gibt Kraft, zu sehen, dass es Menschen wie dich gibt!

    ********************************
    Consumocalypse Now!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 15.09.11 19:29 durch Lokster2k.

  6. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: spanther 15.09.11 - 22:50

    Lokster2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hab die sachen wo wir uns so schön einige waren mald er Eifnachheit
    > halber rausgelassen...

    Okay xD

    > Stammt noch aus der Zeit, als die Welt sich noch langsamer drehte, wo
    > innerhalb einer Generation nich viel passiert ist. Da konnte man dann von
    > Weisheit im Alter ausgehen. Heute funktioniert das halt nicht mehr, aber
    > der Mensch überholt sich halt ständig selbst...

    Jups ^^
    Heute sind die alten viel zu weit "hinterher" xD

    > Ja, viele denken nicht gern nach, sodnern sind froh, wenn sie ihren
    > Schlachtplan fürs Leben einmal gefunden haben, bzw. jemand anders ihn
    > "ausgarbeitet" hat und sie entspannt anchplappern können...nützt halt
    > nichts, wenn man voran kommen möchte..aber wenn man nicht vorankommt im
    > Leben(nicht nur materiell) kann man das aj immer noch auf alles mögliche
    > außer sich selbst schieben.

    Genau, sind ja die schuld, die sich den ausgedacht haben ;D
    Lebt sich halt bequemer *gg*

    > Deswegen befürworte ich eben Medien, die versuchen den gleichen Effekt zu
    > erzielen, ohne jemanden wirklch in den Krieg schicken zu müssen...so wie
    > die reale Kriegsberichterstattung eben, aber da die auch staatlich
    > kontrolliert wird un der Staat derjenige ist, der den Krieg ebtreibt, wir
    > da natürlich auch nur geschönt...mit der Sicherheit der Soldaten als
    > Ausrede...

    Mh dann sollten diese Aufklärungsfilme aber nicht für Kinder zugänglich sein. Denn eine Kinderseele sollte solch ein Grauen nicht schon sehen und verarbeiten müssen ^^'
    Das würde dem Kind nämlich die unschuldige Seele verletzen. Eher sollten das dann Erwachsene sehen, damit sie ihrem Kind die richtigen Werte beibringen später :)

    > Sie machen das meistens ja nicht aus Bösartigkeit, sondern aus
    > Hilflosigkeit und Selbstschutz...klar, ist man selbst dafür verantwortlich,
    > dass man lertn mit der Welt klarzukommen, aber mit dem, was ich über
    > Unterbewusstsein und den Mangel freier Entscheidungen gesagt habe im
    > Hinterkopf. Wie sehr kann man einen Menschen dann noch für sich
    > verantwortlich machen?

    Mh, bedingt :/
    Aber ich meine, ich kanns ja wohl auch und denke mal drüber nach. Sollten andere echt auch mal machen...

    > Irgendwann gabs mal mündige Eltern, dies einfach nichmehr gebracht haben,
    > das weiterzugeben, vll weil sie anderes im Kopf hatten...da gings los...der
    > Rest ist nur Ursache und Wirkung...

    Traurig aber wahr...

    Der Leistungsdruck hat die Eltern von ihren Kindern weg gehalten und dadurch dann beide Elternteile unter Druck gesetzt (finanzielle Nöte), wodurch sie kaum noch Zeit dafür haben, sich um die Erziehung ihres Kindes zu kümmern...

    Ein Symptom des Turbo Kapitalismus' :(

    > Suchen sie sich die wirklich aus, oder ist es vll doch mehr Automatismus?

    Also wenn es Automatismus wäre, hätte ich das dann nicht auch? Also ich denke mal, jeder kann, wenn er will, darüber nachdenken und etwas verändern! Es ist auch nicht wichtig, alle anderen zu verändern, denn das schafft man sowieso nicht. Jeder muss eben "an sich selbst" arbeiten! "Dann" ist damit allen geholfen x)

    > NP...ich finde, man sollte es öfter als Beispiel nehmen, sonst war der Tod
    > dieser Millionen Menschen umsonst, wenn wir nicht durch Vergleiche daraus
    > lernen dürfen...

    Finde ich ja genauso, aber es gibt halt das Klischee, des "Tabus" ;)

    > Finde also "Godwins Law" ist der größte Schwachsinn und einfach ein
    > Gedankenkiller.

    Jops. Ein "Sprach Tabu" halt :)
    Egal wie ähnlich etwas der Sache ist, man darf niemals eben genau diesen Vergleich ziehen, sonst ist man direkt "indiskutabel". Dabei kann man eigentlich frei nach unbefangener Logik heraus schon hier und dort gewisse Ähnlichkeiten respektive Parallelen ziehen :/

    > Keiner der wirklich Betroffen war(von denen die ich kenne, kenne noch ein
    > paar, bald gibts da ja gar keine mehr) sagt, dass man darüber nicht
    > anchdenken sollte, sondern dass man eher eben aufpassen sollte, dass nicht
    > ähnliches wieder passiert, vll im anderen Gewand...nicht gegen bestimmte
    > Ethnien, sondern vll andere Gruppen, Arme z.B.

    Eben. Dieses "Tabu" ist sogar schädlich finde ich, denn so gerät die "Information" immer mehr in den Hintergrund, wenn sie nirgends mehr mit eingebaut werden darf :)

    > Nein, Menschlichkeit ist das einzige schützenswerte Gut. Wenn ich das
    > aufgeben muss, um Unmenschlichkeit zu bekämpfen, kommich hinterher aufs
    > gleiche hinaus, als wenn ich nichts getan hätte.

    Mh. Ja, da ist schon irgendwie auch was dran. Es ist halt der leichteste Weg. Aber wenn ich das befürworte, dann dürfte ich auch nicht gegen das sprechen, was mit dem Al Quaida Anführer gemacht wurde...

    Im Grunde weiß ich, dass dies falsch ist. Also sollte man doch lieber hier die Grenze ziehen und Ermordung von bösen als falsch ansehen, stimmt.

    > Es gibt menschliche Methoden sich so jemandem zu entledigen, nur sind die
    > eben weitaus schwieriger zu realisieren...aber wie gesagt, wenn mans nicht
    > macht, ist man hinterher da, wo man vorher war...

    Naja, zumindest macht man es sich dann sehr leicht ^^

    > Und ich fahre mit der Taktik auch ganz gut, aber sie erfordert weitaus mehr
    > Aufwand und raubt mir Ressourcen, die ich sonst anderswo verwenden
    > könnte...allerdings ist es auch eine Art des Trainings...man muss sich
    > ständig im Auge haben, wegen des kleinen Teufelchens, das wie du schon
    > sagtest, jeder von uns in sich trägt.

    Jups! :)

    > Aber wenn ich das nicht tun würde und die Ressourcen woanders verwenden
    > würde wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich wäre auf jeden Fall
    > unmenschlicher (gut dass sich dieser Begriff nicht an der Norm
    > orientiert^^)...

    Die Norm, ist nichts, was ich als menschlich bezeichnen will, denn die Norm ist immernoch relativ weit von einem Idealzustand entfernt ;)

    > Es wird immer ein Kampf bleiben glaubich^^
    > Aber ich hoffe auch, dass ich nochmal eine Gesellschaft erlebe, in der ich
    > richtig gern leben möchte...

    Wäre schön :)

    > edit:
    > Würd dich jetzt echt gern einfach mal drücken...es ist schön und gibt
    > Kraft, zu sehen, dass es Menschen wie dich gibt!

    öh :3
    Das hör ich jetzt zum ersten Mal xD

  7. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: Lokster2k 16.09.11 - 00:20

    spanther schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lokster2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > > Deswegen befürworte ich eben Medien, die versuchen den gleichen Effekt
    > zu
    > > erzielen, ohne jemanden wirklch in den Krieg schicken zu müssen...so wie
    > > die reale Kriegsberichterstattung eben, aber da die auch staatlich
    > > kontrolliert wird un der Staat derjenige ist, der den Krieg ebtreibt,
    > wir
    > > da natürlich auch nur geschönt...mit der Sicherheit der Soldaten als
    > > Ausrede...
    >
    > Mh dann sollten diese Aufklärungsfilme aber nicht für Kinder zugänglich
    > sein. Denn eine Kinderseele sollte solch ein Grauen nicht schon sehen und
    > verarbeiten müssen ^^'
    > Das würde dem Kind nämlich die unschuldige Seele verletzen. Eher sollten
    > das dann Erwachsene sehen, damit sie ihrem Kind die richtigen Werte
    > beibringen später :)
    Japp...aber dank des Fernsehens und der anderen Medien schafft man es sowieso nicht lang die Kinderseele unschuldig zu halten. Da sollte man gut am Ball bleiben und wenn man merkt, dass es eh soweit ist, die richtigen emotionalen Verknüpfungen herstellen...

    > > Sie machen das meistens ja nicht aus Bösartigkeit, sondern aus
    > > Hilflosigkeit und Selbstschutz...klar, ist man selbst dafür
    > verantwortlich,
    > > dass man lertn mit der Welt klarzukommen, aber mit dem, was ich über
    > > Unterbewusstsein und den Mangel freier Entscheidungen gesagt habe im
    > > Hinterkopf. Wie sehr kann man einen Menschen dann noch für sich
    > > verantwortlich machen?
    >
    > Mh, bedingt :/
    > Aber ich meine, ich kanns ja wohl auch und denke mal drüber nach. Sollten
    > andere echt auch mal machen...
    Aber nicht jeder verlässt die Kinderstube mit der gleichen emotionalen Ausstattung...da is bei vielen ganz schön viel kaputt gegangen...Ängste entstanden, die sich nicht so leicht überwinden lassen, jedenfalls kann man nicht davon ausgehen, dass es bei jedem so wäre. Ich habs geschafft die allermeisten meiner Ängste zu überwinden und dadurch eine gewisse Handlunsgfreiheit erreicht, die ich früher nicht hatte. Ich habe das gemacht, wozu mich meine Ängste gezwungen haben. Allerdings sehe ich mich jetzt auch viel mehr in der Verantwortung, dieser Freiheit gerecht zu werden und sie zu nutzen...
    Ich denke jedoch, dass jeder gesunde Mensch so ziemlich das gleiche rationale Potenzial hat und es nur auf Training, Umgebung und Bereichsfindung ankommt.

    > > Irgendwann gabs mal mündige Eltern, dies einfach nichmehr gebracht
    > haben,
    > > das weiterzugeben, vll weil sie anderes im Kopf hatten...da gings
    > los...der
    > > Rest ist nur Ursache und Wirkung...
    >
    > Traurig aber wahr...
    >
    > Der Leistungsdruck hat die Eltern von ihren Kindern weg gehalten und
    > dadurch dann beide Elternteile unter Druck gesetzt (finanzielle Nöte),
    > wodurch sie kaum noch Zeit dafür haben, sich um die Erziehung ihres Kindes
    > zu kümmern...
    >
    > Ein Symptom des Turbo Kapitalismus' :(
    Ja, Materialismus nahm irgendwann einen zu hohen Stellenwert ein, das stimmt...

    > > Suchen sie sich die wirklich aus, oder ist es vll doch mehr Automatismus?
    >
    > Also wenn es Automatismus wäre, hätte ich das dann nicht auch? Also ich
    > denke mal, jeder kann, wenn er will, darüber nachdenken und etwas
    > verändern!
    Naja, der Kelch des Leids ist nicht für jeden gleich, sowas hinterlässt teilweise unheilbare Narben...s.o.
    > Es ist auch nicht wichtig, alle anderen zu verändern, denn das
    > schafft man sowieso nicht. Jeder muss eben "an sich selbst" arbeiten!
    > "Dann" ist damit allen geholfen x)
    Selbst andere verändern zu wollen finde ich nicht richtig. Ich kann höchstens selbst so leben, wie ich das für richtig halte und vll findet das jemand anders gut und nimmt sich ein Beispiel daran, also vorleben im Endeffekt, oder Rat geben, wenn jemand von sich aus an mich herantritt und Rat sucht. Ansonsten ist es mMn unmöglich.

    > > NP...ich finde, man sollte es öfter als Beispiel nehmen, sonst war der
    > Tod
    > > dieser Millionen Menschen umsonst, wenn wir nicht durch Vergleiche
    > daraus
    > > lernen dürfen...
    >
    > Finde ich ja genauso, aber es gibt halt das Klischee, des "Tabus" ;)
    Ja, wer die erfunden hat...sicherlich irgendwelche Politiker, die das auch wieder nur geschmackloser Weise für sich benutzt haben. Also entweder den Vergleich, oder den Skandal des Vergleichs, wodurch dann die Tabuisierung wohl entstanden ist.

    Gut, dass mein Opa noch lebt. Mit dem kann ich mich richtig darüber unterhalten und von einem Zeitzeugen erfahren, wie es damals dazu kommen konnte. Und seinen Erzählungen nach, waren die Zeiten bevor es losging damals ähnlich. Bzw die Stimmung in der Bevölkerung. Deutschland war anch dem 1. Weltkrie sowohl finanziell, als auch moralisch am Boden aufgrund der Reparationszahlungen an Frankreich. Die Arbeitslosigkeit war hoch und die Ressourcen für alle bis auf einige wenige knapp. Heute ist die Moral niedrig, nicht weil wir an Frankreich zahlen, sondern an die Industrie und Politikelite unseres eigenen Landes und der ganzen Welt.
    Viele arbeiten verdammt hart und es reicht trotzdem nicht, während andere das Geld gradezu verbrennen.
    Ergibt eine ähnlich explosive Stimmung in der Bevölkerung, wir Deutschen sind da halt schon hart im nehmen...sind ja bis vor 70 Jahren immer straff durchregiert worden. Gehorsam, Disziplin, Fleiß und Pünktlichkeit gehörten zu DEN deutschen Tugenden(allerdings haben wir keinen Rythmus im Blut, als Ausgleich meist nen Riesen Stock im Arsch).
    In Deutschland wird es also länger dauern, bis wir auf die Barrikaden gehen, als in Frankreich oder England oder den USA. Jahrhunderte lange Gewohntheit.

    Wenn dann allerdings jemand wie Herr Sarrazin daherkommt, dann wirds gefährlich.
    Viele fühlen sich durch die Kompetenz die einm Bankchef vom Allgemeinverständnis her innewohnt, bestätigt. Und da geht die Diskriminierung richtig los. Nur heut hat sie nichtmehr so viel mit Religion oder Hautfarbe zu tun, sondern mehr mit finanziellem Status und familiärer und beruflicher Herkunft. Wie man diesen Status jedoch erlangt hat interessiert keine Sau, denn der ganze Club hat ein sprichwörtliches Massengrab im Keller.
    Und so passieren dann Dinge wie die Sklavenkolonie in England, die kürzlich entdeckt wurde. Wo Obdachlose und Drogensüchtige mit Arbeitsangeboten hingelockt und zur Zwangsarbeit wie Skalven gehalten wurden. Unterernährt und in ihrem eigenen Kot lebend, manche schon seit 15 Jahren. Ebenso die Obdachlosen, die in Japan und wie dem Buch "Deutschland umsonst" von Michael Holzach zu entnehmen ist, wohl auch in Deutschland zur Reinigung von Kernreaktoren "verheizt" werden.
    Die wurden/werden da reinegschickt, ohne wirklich zu wissen wo sie sind. Innerhalb von 54 Sekunden ist die Jahresmaximaldosis erreicht und der nächste Trupp wird reingeschickt...in Japan kommt die regierung über mafiöse Vereinigungen an diese "Arbeitskräfte"
    Wir leben also schon seit geraumer Zeit in einer Gesellschaft, in der anscheinend so einigen Leuten ein Menschenleben nicht viel mehr wert ist als damals...wenn mans nicht verstecken müsste, wärs sicherlich noch krasser...aber heute muss ja überall der Anschein der Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden.

    > > Finde also "Godwins Law" ist der größte Schwachsinn und einfach ein
    > > Gedankenkiller.
    >
    > Jops. Ein "Sprach Tabu" halt :)
    > Egal wie ähnlich etwas der Sache ist, man darf niemals eben genau diesen
    > Vergleich ziehen, sonst ist man direkt "indiskutabel". Dabei kann man
    > eigentlich frei nach unbefangener Logik heraus schon hier und dort gewisse
    > Ähnlichkeiten respektive Parallelen ziehen :/
    >
    > > Keiner der wirklich Betroffen war(von denen die ich kenne, kenne noch
    > ein
    > > paar, bald gibts da ja gar keine mehr) sagt, dass man darüber nicht
    > > anchdenken sollte, sondern dass man eher eben aufpassen sollte, dass
    > nicht
    > > ähnliches wieder passiert, vll im anderen Gewand...nicht gegen bestimmte
    > > Ethnien, sondern vll andere Gruppen, Arme z.B.
    >
    > Eben. Dieses "Tabu" ist sogar schädlich finde ich, denn so gerät die
    > "Information" immer mehr in den Hintergrund, wenn sie nirgends mehr mit
    > eingebaut werden darf :)
    >
    > > Nein, Menschlichkeit ist das einzige schützenswerte Gut. Wenn ich das
    > > aufgeben muss, um Unmenschlichkeit zu bekämpfen, kommich hinterher aufs
    > > gleiche hinaus, als wenn ich nichts getan hätte.
    >
    > Mh. Ja, da ist schon irgendwie auch was dran. Es ist halt der leichteste
    > Weg. Aber wenn ich das befürworte, dann dürfte ich auch nicht gegen das
    > sprechen, was mit dem Al Quaida Anführer gemacht wurde...
    >
    > Im Grunde weiß ich, dass dies falsch ist. Also sollte man doch lieber hier
    > die Grenze ziehen und Ermordung von bösen als falsch ansehen, stimmt.
    Ja, genau so seh ich es. Wenn man Mord nie als legitimes Mittel betrachtet, kann nichts schiefgehen...wenn man sagt, bei solchen vielleicht schon....läuft man schon Gefahr. Ich bin dann irgendwo der Mörder, den ich vorher eigentlich angeprangert habe.
    > > Es gibt menschliche Methoden sich so jemandem zu entledigen, nur sind
    > die
    > > eben weitaus schwieriger zu realisieren...aber wie gesagt, wenn mans
    > nicht
    > > macht, ist man hinterher da, wo man vorher war...
    >
    > Naja, zumindest macht man es sich dann sehr leicht ^^
    Is halt wie mit der Macht...The Dark Side und so ;-)
    Wer weiß was sich George Lucas damals dabei gedacht hat^^


    > > Aber wenn ich das nicht tun würde und die Ressourcen woanders verwenden
    > > würde wäre ich nicht der, der ich heute bin. Ich wäre auf jeden Fall
    > > unmenschlicher (gut dass sich dieser Begriff nicht an der Norm
    > > orientiert^^)...
    >
    > Die Norm, ist nichts, was ich als menschlich bezeichnen will, denn die Norm
    > ist immernoch relativ weit von einem Idealzustand entfernt ;)
    "relativ" ist sehr nett ausgedrückt^^
    > > Es wird immer ein Kampf bleiben glaubich^^
    > > Aber ich hoffe auch, dass ich nochmal eine Gesellschaft erlebe, in der
    > ich
    > > richtig gern leben möchte...
    >
    > Wäre schön :)
    >
    > > edit:
    > > Würd dich jetzt echt gern einfach mal drücken...es ist schön und gibt
    > > Kraft, zu sehen, dass es Menschen wie dich gibt!
    >
    > öh :3
    > Das hör ich jetzt zum ersten Mal xD

    Ich hoffe ich bin dir jetzt nicht zu nahe getreten...ich freue mich zumindest sehr, sowas zu hören, auch wennich es in der Welt da draußen mich einfach zu selten traue es einfach mal zu sagen, auch wenns voll angebracht ist.
    Aber im Netz geht das dann doch etwas leichter^^

    ********************************
    Consumocalypse Now!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.09.11 00:26 durch Lokster2k.

  8. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: spanther 16.09.11 - 13:42

    Lokster2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich hoffe ich bin dir jetzt nicht zu nahe getreten...ich freue mich
    > zumindest sehr, sowas zu hören, auch wennich es in der Welt da draußen mich
    > einfach zu selten traue es einfach mal zu sagen, auch wenns voll angebracht
    > ist.
    > Aber im Netz geht das dann doch etwas leichter^^

    Also ich find sowas toll! Leider gibts das nicht überall...

    Aber ich finde es ziemlich krank, was ich von dir da nun erfahren habe, falls das wirklich stimmt, mit "Obdachlose verheizen" o.o'

  9. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: Lokster2k 16.09.11 - 14:11

    Gut, freut mich...manchen is sowas dann irgendwie zu viel^^

    Ja, das is so ziemlich das erschütternste was ich seit langem gehört habe.
    Hab es in einer Doku auf Youtube zur Fukushima Zeit gesehen.
    Der Herr Holzach war in 1980 in Deutschalnd mit dem Rucksack unterwegs(das Buch hat also eigentlich eine andere Absicht, als über Gräuel zu berichten) und hat in der Nähe eines AKW einige Leute auf einer Wiese grillen und kampieren gesehen, die sich als Angestellte des Kraftwerks herausstellten. Er hat sich dazugesellt und die haben ihm diese Praktiken geschildert...
    Da kriegt man echt das Kotzen, wenn man dann im TV irgendwelche hochgradig "psychological engineered" Werbespots von unserer ach so netten Energiewirtschaft sieht. Mit glücklich "strahlenden" Menschen in der Natur oder so nem Kack...

    Mangels investigativem Journalismus in DE, wird man solche Sachen aber wohl kaum in den Massenmedien mitbekommen...und wer weiß, wieviele Leichen da noch in irgendwelchen Kellern vergammeln...

    ********************************
    Consumocalypse Now!

  10. Re: Krieg und Voyeurismus

    Autor: spanther 16.09.11 - 14:20

    Lokster2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gut, freut mich...manchen is sowas dann irgendwie zu viel^^

    Nur weil die sich nicht eingestehen wollen bzw. können, dass es ihrer Seele eigentlich doch eher gut tut :P

    Die wollen lieber "Härte" zeigen und "cool" bleiben und verkrüppeln emotional seelisch dabei Stück für Stück ;D

    Ich guck mir heute noch Findet Nemo an und "herzlich" bleiben ist mein größtes Ziel ;)

    > Ja, das is so ziemlich das erschütternste was ich seit langem gehört habe.

    Sowas ist schon so krass, das kann man fast gar nicht mehr glauben o.o
    Also so richtig surreal, wie aus nem schlechten SciFi Film xD

    > Hab es in einer Doku auf Youtube zur Fukushima Zeit gesehen.

    Mh o.o

    > Der Herr Holzach war in 1980 in Deutschalnd mit dem Rucksack unterwegs(das
    > Buch hat also eigentlich eine andere Absicht, als über Gräuel zu berichten)
    > und hat in der Nähe eines AKW einige Leute auf einer Wiese grillen und
    > kampieren gesehen, die sich als Angestellte des Kraftwerks herausstellten.

    Nett O.o

    > Er hat sich dazugesellt und die haben ihm diese Praktiken geschildert...

    omg...

    Aber vielleicht haben die dem einfach nur Angst machen wollen? Naja, weiß nich :/
    Ich meine am Lagerfeuer erzählt man sich ja auch so manches surreale Horrormärchen ^^'

    > Da kriegt man echt das Kotzen, wenn man dann im TV irgendwelche hochgradig
    > "psychological engineered" Werbespots von unserer ach so netten
    > Energiewirtschaft sieht. Mit glücklich "strahlenden" Menschen in der Natur
    > oder so nem Kack...

    Das ist sowieso nur psychologische Gehirnwäsche -.-
    Es geht eiskalt um den Profit und die "glücklichen Menschen" in der Natur sind im Grunde "nur" deswegen im Werbespot, weil es positive Auswirkungen auf das Image haben soll...

    Alles nur zwecks Manipulation gemacht, nicht wegen einem wirklich sauberem Image oder Überzeugung zu einer Sache...

    Wobei, "strahlende Menschen in der Natur", das kann man auch weiterspinnen. Strahlend grün vielleicht, neben einem Atom Meiler? XD

    > Mangels investigativem Journalismus in DE, wird man solche Sachen aber wohl
    > kaum in den Massenmedien mitbekommen...und wer weiß, wieviele Leichen da
    > noch in irgendwelchen Kellern vergammeln...

    Ich wills gar nich wissen glaub ich ._.

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