Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Eigenbau: Telepräsenzroboter aus…

Benutzer von Telepräsenzrobotern dehumanisieren und...

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Benutzer von Telepräsenzrobotern dehumanisieren und...

    Autor: GITNE 27.01.11 - 18:12

    beleidigen ihre Mitmenschen.

    Ich werde jedenfalls nicht mit einem Automaten sprechen, nur weil sich die Dame oder der Herr zu fein ist mit mir persönlich zu sprechen, selbst wenn es mein Arbeitgeber sein sollte. Ja, auch dann, wenn möglicherweise tausende Kilometer zwischen uns liegen. Warum? Ganz einfach, wenn der- oder diejenige erwartet, dass man selbst vor Ort ist und mit einem Automaten oder einer Maschiene verkehrt, dann kann ich ebenso erwarten dass die Person vor Ort ist. Schlimm genug, dass wir mit immer mehr Automaten zu tun haben, sei es bei der Bank oder bei der Bahn etc. wo man keine Möglichkeit mehr hat mit einem vernunftbegabten Menschen zu sprechen, wenn etwas nicht nach Plan läuft. Es ist eine Sache Rationalisierung vorantreiben und dadurch Arbeitsplätze, die bisher von Menschen ausgeübt wurden zu ersetzen, aber ist etwas ganz anderes das tägliche menschliche Miteinander zu ersetzen.

    Automaten oder die Automatisierung an sich ist ja erstmal nichts Schlechtes. Die Frage ist nur, wie und wofür setzen wir sie ein. Telepräsenzroboter sind (oder sollen) eben mehr als nur Automaten sein, die eine bestimme Funktion übernehmen/ersetzen oder schlichte Rationalisierung bieten. Sie sind auch nicht ohne weiteres mit Telefon, E-Mail bzw. Internet etc. vergleichbar. Sie sollen auch mehr als nur ein Kommunikationsmittel sein. Sie sollen den Eindruck vermitteln, ihr Nutzer sei "präsent", also als Person anwesend. Personen, d.h. Menschen stehen gewisse Rechte sowie Umgangsformen zu, Maschienen nicht. Deshalb, können Rechte und auch die Erwartung an Umgangsformen von ihren Nutzern nicht im gleichen Maße an Telepräsenzroboter übertragen werden. Warum nicht? Telepräsenzroboter sind und bleiben Maschienen, egal von wem sie gesteuert oder genutzt werden, weshalb ihnen auch nichts mehr als der Umgang mit Maschienen zusteht.

    Ebenso wenig wie wir Menschen dazu zwingen können ausschliesslich mit Automaten und Computern in beliebigen Lebensbereichen zu tun zu haben, darf es auch vor diesem Hintergrund niemand zum Nachteil ausgelegt werden, wenn er oder sie mit Telepräsenzrobotern keinen Umgang haben will.

    Naja, zum Glück sind wir ja /noch/ nicht so weit. :-)

  2. Re: Benutzer von Telepräsenzrobotern dehumanisieren und...

    Autor: Bouncy 28.01.11 - 12:05

    GITNE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > beleidigen ihre Mitmenschen.
    >
    > Ich werde jedenfalls nicht mit einem Automaten sprechen, nur weil sich die
    > Dame oder der Herr zu fein ist mit mir persönlich zu sprechen, selbst wenn
    > es mein Arbeitgeber sein sollte. Ja, auch dann, wenn möglicherweise
    > tausende Kilometer zwischen uns liegen.
    Imho eine blöde Einstellung. Warum muß man für ein simples Gespräch in jedem erdenklichen Fall in ein Flugzeug steigen und Tonnen an Kerosin verbrennen? Dafür gibt es keinen rationalen Grund.
    > Warum? Ganz einfach, wenn der- oder
    > diejenige erwartet, dass man selbst vor Ort ist und mit einem Automaten
    > oder einer Maschiene verkehrt, dann kann ich ebenso erwarten dass die
    > Person vor Ort ist.
    Genau das wird nicht erwartet, dem Gegenüber ist doch vollkommen egal, wo du den Roboter benutzt.
    > aber ist etwas ganz anderes das tägliche menschliche Miteinander zu
    > ersetzen.
    Tut man nicht, ein Telefongespräch oder ein Gespräch über eine Webcam ist auch ein "menschliches Miteinander".
    Abgesehen davon ist Distanz manchmal gar nicht verkehrt, etwa wenn einem so manche Gerüche erspart bleiben oder das Gegenüber meint seine Erkältung geht nur ihn was an und fröhlich Hände schüttelt, während er zwischendurch mal munter in den Raum hustet.
    > Personen, d.h. Menschen stehen gewisse Rechte sowie
    > Umgangsformen zu, Maschienen nicht. Deshalb, können Rechte und auch die
    > Erwartung an Umgangsformen von ihren Nutzern nicht im gleichen Maße an
    > Telepräsenzroboter übertragen werden. Warum nicht? Telepräsenzroboter sind
    > und bleiben Maschienen, egal von wem sie gesteuert oder genutzt werden,
    > weshalb ihnen auch nichts mehr als der Umgang mit Maschienen zusteht.
    Also bitte, grenzenloser Unsinn! Warum soll ein Telefon nicht vergleichbar sein? Es ist auch nur eine Maschine, trotzdem rede ich mit meinem Gesprächspartner nicht als wäre er selbst ein Automat. Weil der TP-Roboter humanoider _wirkt_, soll man seinen Gesprächspartner also respektlos behandeln, während man ihn an einem unhumanoiden Telefon respektvoll behandelt? Was für eine Argumentation...
    > Ebenso wenig wie wir Menschen dazu zwingen können ausschliesslich mit
    > Automaten und Computern in beliebigen Lebensbereichen zu tun zu haben, darf
    > es auch vor diesem Hintergrund niemand zum Nachteil ausgelegt werden, wenn
    > er oder sie mit Telepräsenzrobotern keinen Umgang haben will.
    Natürlich kann man. Wenn dein Chef dir ein Diensthandy gibt und es zum Job gehört, dass du dich darauf anrufen läßt, dann ist es dein Nachteil, wenn du es abgeschaltet in die Ecke wirfst.
    Kannst natürlich den Verweigerer spielen und zu den Amish gehen, wenn's dir nicht passt, dass die Welt sich ändert...

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
  2. ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  3. KARL MAYER, Obertshausen
  4. IP Dynamics GmbH, Hannover, Stuttgart

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 334,00€
  2. 177,90€ + Versand (Bestpreis!)
  3. Rabattcodes PCGH-SOMMER! (Stühle) und PCGH-KEY! (Tastaturen)
  4. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Insiderprogramm Microsoft bietet Vorversionen von Edge für den Mac an
  2. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  3. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge

Katamaran Energy Observer: Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen
Katamaran Energy Observer
Kaffee zu kochen heißt, zwei Minuten später anzukommen

Schiffe müssen keine Dreckschleudern sein: Victorien Erussard und Jérôme Delafosse haben ein Boot konstruiert, das ohne fossilen Treibstoff auskommt. Es kann sogar auf hoher See selbst Treibstoff aus Meerwasser gewinnen. Auf ihrer Tour um die Welt wirbt die Energy Observer für erneuerbare Energien.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Umweltschutz Kanäle in NRW bekommen Ladesäulen für Binnenschiffe
  2. Transport DLR plant Testfeld für autonome Schiffe in Brandenburg
  3. C-Enduro Britische Marine testet autonomes Wasserfahrzeug

Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades erhält mehr Story-Inhalte und besseres Balancing
  2. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  3. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt

  1. Telefónica Deutschland: Größter LTE-Ausbau der Unternehmensgeschichte
    Telefónica Deutschland
    Größter LTE-Ausbau der Unternehmensgeschichte

    Um die Versorgungsauflagen aus dem Jahr 2015 zu erfüllen, hat die Telefónica ihr bisher größtes Ausbauprogramm gestartet. Im April sei es weiter vorangegangen.

  2. Gamification: Amazon verpackt öde Arbeit als Spiel
    Gamification
    Amazon verpackt öde Arbeit als Spiel

    Wettrennen mit Drachen oder Burgen bauen - statt Turnschuhe, Bücher oder Computerkabel in Kisten einzusortieren: Amazon probiert laut einem Medienbericht in einigen seiner Versandzentren aus, ob die Arbeit mit Spielinhalten weniger langweilig gestaltet werden kann.

  3. Handy-Betriebssystem: KaiOS sichert sich 50 Millionen US-Dollar
    Handy-Betriebssystem
    KaiOS sichert sich 50 Millionen US-Dollar

    Das Betriebssystem für Featurephones KaiOS wächst weiter: Das gleichnamige Unternehmen konnte sich weitere 50 Millionen US-Dollar an Finanzierungsgeldern sichern. Mittlerweile sollen weltweit 100 Millionen Handys mit KaiOS laufen.


  1. 18:46

  2. 18:07

  3. 17:50

  4. 17:35

  5. 17:20

  6. 16:56

  7. 16:43

  8. 16:31