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Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

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  1. Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: Charles Marlow 29.11.12 - 20:11

    Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.

    Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine Alternative zum Auto sorgen.

  2. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: spezi 29.11.12 - 20:35

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
    > optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
    >
    > Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer
    > autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas
    > in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine
    > Alternative zum Auto sorgen.

    Was verstehst Du unter "halbprivatisiert"?

    Ich finde es auch schade, dass Deutschland bisher nur einen Flickenteppich an Hochgeschwindigkeitstrassen zustande gebracht hat. Aber hierzulande wird so etwas eben schnell als "teures Prestigeprojekt" verschrien.

    Die Transrapidlinie zwischen Hamburg und Berlin war übrigens nicht als kostspielige Konkurrenz zur Bahn geplant, sondern als Alternative. Nach dem Ende dieses Projekts hat die Bahn dann beschlossen, die Bahnstrecke Hamburg-Berlin auszubauen (wenn auch "nur" auf 230km/h). Eine bestehende Hochgeschwindigkeitsstrecke (wie in Japan) gab es damals noch nicht. Insofern sehe ich auch nicht ganz, wie der Transrapid in Deutschland in Konkurrenz zur Bahn gestanden hätte, in Japan jedoch nicht.

  3. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: Rogolix 29.11.12 - 22:17

    Charles Marlow schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
    > optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.
    >
    > Aber unser halbprivatisierter Verein muss auch um jeden Preis einer
    > autogeilen Politik hinterherlaufen und lieber den teuersten Bahnhof Europas
    > in Stuttgart bauen, als für bessere Nahverkehrsanbindungen und eine
    > Alternative zum Auto sorgen.

    In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste Verbindung von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)

  4. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: martinalex 30.11.12 - 00:10

    Rogolix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
    > Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders
    > ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein
    > zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste Verbindung
    > von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)

    Und warum ist es jetzt von vorn herein ausgeschlossen, dass die Bahn eine Alternative zum Auto wäre? Nur weil sie es derzeit nicht wirklich ist? (Nur auf einigen ausgewählten Strecken...)

    Wer sagt, dass man nicht quer durch ganz Deutschland Direktverbindungen aufbauen könnte? Und wieso genau sollte es unmöglich sein im Regionalverkehr die Taktzeiten zu erhöhen? Auch niedrige Preise muss man nicht von vorn herein ausschliessen.

  5. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: Sebbi 30.11.12 - 10:23

    martinalex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Rogolix schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
    > > Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental
    > anders
    > > ist: Es ist eine langgezogene Insel. Und wir sind zum Glück auch kein
    > > zentralistisches Land wie Frankreich. Sonst wäre die schnellste
    > Verbindung
    > > von Hannover nach Hamburg vermutlich über Berlin ;)
    >
    > Und warum ist es jetzt von vorn herein ausgeschlossen, dass die Bahn eine
    > Alternative zum Auto wäre? Nur weil sie es derzeit nicht wirklich ist? (Nur
    > auf einigen ausgewählten Strecken...)
    >
    > Wer sagt, dass man nicht quer durch ganz Deutschland Direktverbindungen
    > aufbauen könnte? Und wieso genau sollte es unmöglich sein im
    > Regionalverkehr die Taktzeiten zu erhöhen? Auch niedrige Preise muss man
    > nicht von vorn herein ausschliessen.

    Ich schätze den Bequemlichkeitsfaktor von Bahnfahrten, aber auf Langstrecken ist es immer günstiger mit dem Auto zu fahren, wenn man mindestens eine Person mitnimmt. Die Mitfahrgelegenheit kriege ich mein Auto immer voll und lerne auch noch interessante Leute kennen ... für Kurzstrecken lohnt es sich nur, wenn man in der Nähe von Bahnhöfen zu tun hat bzw. wohnt.

    Parken bzw. Benzin müsste noch deutlich teurer werden bzw. Bahnfahren deutlich günstiger damit es eine Alternative sein kann.

    P.S.: das gilt natürlich nur für vereinzelte Fahrten. Ist man ein Vielfahrer hat die Bahn genügend Programme, die Bahnfahren im Vergleich zum Auto spotbillig werden lassen. Warum geht das nicht für "Gelegenheitsfahrer"?

  6. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: Paritz 30.11.12 - 16:29

    > Und nicht wie jetzt in Japan, wo man das Bahnnetz schon seit Jahrzehnten
    > optimal ausgebaut hat, als dessen konsequente Fortsetzung.

    Warst Du mal da?
    Nichts gegen das japanische Bahnnetz, aber auch dort kocht man nur mit Wasser. Abseits der Rennstrecken sogar mit ziemlich lauwarmen Wasser. Gerade was den aus Deutschland gewohnten Komfort betrifft, würdest Du Dich arg umschauen.

    Die berühmte Pünktlichkeit ist auch ganz wesentlich auf die extreme Disziplin der Kunden zurückzuführen.

  7. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: Paritz 30.11.12 - 16:33

    > In Deutschland kann die Bahn nie eine Alternative zum Auto werden. Ein
    > Blick auf den Globus genügt, um zu sehen, was in Japan fundamental anders
    > ist: Es ist eine langgezogene Insel.

    Eben. Einmal quer sieht die Sache ganz anders aus. Der schnellste Express von Okayama nach Matsue braucht für die 190 km auch 2,5 Stunden. Nur mal als Beispiel.

  8. Re: Bei uns sollte der Transrapid auch als kostspielige Konkurrenz zur Bahn aufgezogen werden.

    Autor: specialsymbol 24.10.14 - 01:37

    Was oft vergessen wird:

    Fahren mit der Bahn ist nicht nur eine Sache der Zeit oder des Geldes.

    Mindestens genauso wichtig ist die Sauberkeit - und hier stinkt die Bahn wortwörtlich ab. Das fängt bei den zugeschifften Bahnhöfen an (beziehungsweise liegt in Frankfurt am Hauptbahnhof gerne mal Kot in den Aufzügen und dem Übergang zwischen U-Bahn und Zügen) und hört bei den völlig versifften ICEs auf. Ich bin in letzter Zeit einige Male ICE gefahren und habe unter anderem einen ICE erwischt, dessen Abteil nach einem ganzen Wochenende noch genau den gleichen Dreck unter den Sitzen aufwies. Von den verschmierten Scheiben gar nicht zu sprechen.
    Die Regionalbahnen sind um keinen Deut besser. Umso lächerlicher wirkt die Durchsage "Wir freuen uns sie als Passagier bei der Deutschen Bahn Aktiengesellschaft begrüßen zu dürfen". Wer will diese Aktien kaufen? Nur jemand der weiß wie man das Unternehmen ungestraft noch weiter melken kann. Um genau zu sein: die Werte, die Steuerzahler in gut Hundert Jahren angehäuft haben zu liquidieren und einzusacken.

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