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Schade - smart grid

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  1. Schade - smart grid

    Autor: mxcd 10.06.15 - 10:41

    Wenn die Batterien elektrischer Autos nach einem bestimmten Standardformfaktor gebaut würden und automatisch getauscht, könnten die in den "Tankstellen" untergebrachten Akkus gleichzeitig als Ausgleichsspeicher für die Stromnetze genutzt werden und das alles würde uns extrem nach vorne bringen.

  2. Re: Schade - smart grid

    Autor: Bouncy 10.06.15 - 10:56

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Batterien elektrischer Autos nach einem bestimmten
    > Standardformfaktor gebaut würden
    Unrealistisch und imho auch nicht gut zu diesem Zeitpunkt, zu dem es noch an wichtigen Innovationen in der Akkutechnik fehlt. Wenn man sich jetzt schon auf einen Standard einigt, dann bremst man nur die Entwicklung der einzelnen Hersteller aus, die jetzt noch massiv investieren um ein Produkt präsentieren zu können, das besser ist als die anderen (was bei den Tesla-Akkus ja auch stimmt). Wenn der Treibstoffstandard aber mal feststeht, kommt da nichts mehr, siehe Benzin, der Vorstoß neue Benzinsorten zu entwickeln wird nur noch müde belächelt, Entwicklung ist tot. Es muß erstmal jeder für sich herumwuseln, in zig Jahren wird der Gewinner dann standardisiert...

  3. Re: Schade - smart grid

    Autor: mxcd 10.06.15 - 11:34

    Es reicht ja, wenn die Aussenabmessungen standardisiert sind. Genau wie heute die Zapfsäulen.
    Ob man dann sone oder solche Batterie druntergeschraubt bekommt, entscheidet man selber. Genau wie heute zwischen Diesel und Benzin.
    Hat man das erstmal etabliert, kann in dem Kasten alles mögliche drin sein - eine Brennstoffzelle, pedalierende Frösche oder elektrische Seife, Hauptsache die Form stimmt und die Ausgangsspannung passt zu meinem Fahrzeug.

  4. Re: Schade - smart grid

    Autor: AllDayPiano 10.06.15 - 11:44

    mxcd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es reicht ja, wenn die Aussenabmessungen standardisiert sind. Genau wie
    > heute die Zapfsäulen.

    Nö, tut es nicht. Weil der Tausch dann Geld kostet, und jemand, der einen schlechten Akku (da alt) bekommt, sich übervorteilt führt. Und da wir in einer Gesellschaft ständiger Empörtheit leben, MUSS der Akku 100% Fahrzeug- und Reichweitenkonform sein.

    Hilfreich bei der Lösung des Problems wird auf Dauer aber auch ein generelles Tempolimit von 90/130 km/h sein, so wie es ohnehin schon in sehr vielen Ländern üblich ist. Nur so kann man den Energiehunger der Autos drosseln. Und ganz ehrlich: Wer schonmal in Italien Auto gefahren ist, der weiß auch, dass man dort trotzdem genauso schnell/langsam ankommt.

  5. Re: Schade - smart grid

    Autor: Bouncy 10.06.15 - 11:49

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und ganz ehrlich: Wer schonmal in Italien Auto gefahren ist, der
    > weiß auch, dass man dort trotzdem genauso schnell/langsam ankommt.
    In Italien zieht sich jede Strecke ewig, in deren Schleichtempo kann man unmöglich das Land von Nord nach Süd an einem Tag durchfahren. Hervorragendes Beispiel, warum Tempolimits undurchdachter Blödsinn sind...

  6. Re: Schade - smart grid

    Autor: perlmaster 10.06.15 - 12:17

    Bouncy schrieb:

    > In Italien zieht sich jede Strecke ewig, in deren Schleichtempo kann man
    > unmöglich das Land von Nord nach Süd an einem Tag durchfahren.
    > Hervorragendes Beispiel, warum Tempolimits undurchdachter Blödsinn sind...

    Das glaube ich nicht!
    Also ich bin zwar noch nicht in Italien gefahren, aber in Frankreich und Spanien (Limit130 bzw. 120) - und so entspannt bin ich hier noch nie gefahren! Wenn nicht gerade extrem dichter Verkehr ist, Tempomat an, und gut ist. Den kann ich hier nie wirklich benutzen (ist kein Abstandstempomat). Und die Geschwindigkeit reicht völlig aus.

    mfg
    -perlmaster

  7. Re: Schade - smart grid

    Autor: wasabi 10.06.15 - 12:18

    Ich glaube du machst dir das etwas zu einfach. Vor allem wenn du sagt "Egal was drin steckt, Hauptsache der Formfaktor stimmt und hinten kommt standardisierter Strom raus". Damit verschwendest du ja eine Menge Raum und damit Reichweite. Schau mal wie das bei Notebooks ist. Apple füllt beim MacBoo 12 jede freie Stelle mit Akku:
    https://cms-images.idgesg.net/images/article/2015/03/macbook-12-interior-100572319-orig.png
    Sogar gestuft (sieht man auf dem Foto nicht), weil das Gehäuse Keilförmig ist. Wenn du dagegen so eine Standardbox nimmst z.B.
    http://mtx-computer.de/media/images/org/dell-9-l-nkov-97w-hr-prim-rna-bat-ria-pre-dell-latitude-e6540-e6440-e6-451-12135.jpg
    Dann bekommst du niemals soviel Akku in ein so kompaktes Gehäuse.

    Der Tesla S ist ja bekannt für seine große Reichweite (die im Gegensatz zu Verbrennern aber immer noch gering ist). Die Batterie wiegt aber auch alleine 600kg und füllt den kompletten Unterboden zwischen den Achsen aus:
    http://www.torquenews.com/sites/default/files/image-2250/model_s_battery_2.jpg
    https://hackadaycom.files.wordpress.com/2014/09/tesla-batt.jpg%3Fw%3D800
    Andere Autos dagegen sind anders Konstruiert, entsprechend hat der Akku eine andere Form. Einheitliche Akkus würden Design und Konstruktion von Autos einschränken.

    Und "Es können auch Frösche drin sein, Hauptsache die Ausgangsspannung stimmt" ist insofern problematisch, weil alle E-Autos sinnvollerweise auch Energierekupration, die Akkus also auch geladen werden. Der Akku ist sowohl mechanisch/konstruktiv, wie auch elektrisch stärker in das ganze Auto eingebunden, als das man ihn mal eben drunterschraubt.

    Mal abgesehen davon ist es für eine "Tankstelle" auch nicht so einfach, immer genügend geladene Akkus vorrätig zu haben. Und die leeren müssen auch irgendwo lagern. Und geladen werden.

  8. Re: Schade - smart grid

    Autor: AllDayPiano 10.06.15 - 12:33

    wasabi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Akku ist sowohl
    > mechanisch/konstruktiv, wie auch elektrisch stärker in das ganze Auto
    > eingebunden, als das man ihn mal eben drunterschraubt.

    Dann gilt es aber, hier einheitliche Standards zu schaffen. Diese schreiben dann eben vor: Maße bzw. Erscheinungsform, min. notw. Energiedichte, min. notw. Ausgangsstrom, Spannungsbereich, min. tragbarer Eingangsstrom, Ladestrom.

    Normen haben ihren Sinn. Das Ergebnis halbseidiger Normung sind die zölligen Rohre im Keller, die trotz Zollmaßen metrische Lichtweiten haben.

    > Mal abgesehen davon ist es für eine "Tankstelle" auch nicht so einfach,
    > immer genügend geladene Akkus vorrätig zu haben. Und die leeren müssen auch
    > irgendwo lagern. Und geladen werden.

    Es erfordert natürlich eine gewisse Infrastruktur. Der Wechsel wird auch nciht von jetzt auf gleich ablaufen. Aber die Tanks haben ja auch Platz und auch diese müssen befüllt werden (die der Tankstelle, nicht die im Auto).

    Es sollte zuerst das Ziel sein, eine neue Norm zu schaffen, die eben die Akkus genau definiert. Vermutlich wird man mehr als nur einen Typ erzeugen müssen, oder man stattet dicke Karren dann eben mit zwei Akkupacks aus (wie im Modellbau halt auch). Und wenn dann eine Norm besteht, dann müsste man Hauptverkehrsstraßen umrüsten. Hier würden sich Autobahnen anbieten, die oft durch Pendler befahren werden (wie z.B. die A96). Und wenn es entlang einer solchen Pendlerstrecke ein komplettes Netz an Tankstellen gibt (und sei es nur auf dieser Strecke), dann ist das für Pendler schonmal ein sehr großes Argument für ein E-Auto.

    Und mal ehrlich: Wer schonmal im Berufsverkehr durch eine Großstadt gefahren ist - wer würde da noch freiwillig zu einer Ladesäule fahren? Richtig, niemand! Und deswegen macht es auch keiner.

  9. Re: Schade - smart grid

    Autor: Bouncy 10.06.15 - 13:08

    perlmaster schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das glaube ich nicht!
    > Also ich bin zwar noch nicht in Italien gefahren, aber in Frankreich und
    > Spanien (Limit130 bzw. 120) - und so entspannt bin ich hier noch nie
    > gefahren!
    Entspannt in Frankreich? Ich finde es nervenaufreibend, vom monotonen Schleichen abgesehen hat man ständig das Problem, dass einer seinen Tempomat auf 129 stellt und der andere auf 132, so dass man den anderen letztlich überholen muß. Mit 3kmh und dem Hintermann im Auspuff, weil man sich ja nicht traut schneller zu fahren.
    In D dagegen kann man einfach 130 fahren, zum Überholen beliebig Gas geben und wieder zurückfallen auf seine 130, vollkommen stressfrei und ganz "natürlich"...

  10. Re: Schade - smart grid

    Autor: AndyMt 10.06.15 - 14:26

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > perlmaster schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das glaube ich nicht!
    > > Also ich bin zwar noch nicht in Italien gefahren, aber in Frankreich und
    > > Spanien (Limit130 bzw. 120) - und so entspannt bin ich hier noch nie
    > > gefahren!
    > Entspannt in Frankreich? Ich finde es nervenaufreibend, vom monotonen
    > Schleichen abgesehen hat man ständig das Problem, dass einer seinen
    > Tempomat auf 129 stellt und der andere auf 132, so dass man den anderen
    > letztlich überholen muß. Mit 3kmh und dem Hintermann im Auspuff, weil man
    > sich ja nicht traut schneller zu fahren.
    Warum "muss"? Ich folge dann halt mit 129, was solls?
    > In D dagegen kann man einfach 130 fahren, zum Überholen beliebig Gas geben
    > und wieder zurückfallen auf seine 130, vollkommen stressfrei und ganz
    > "natürlich"...
    Ich empfinde inzwischen das Autofahren in Deutschland als Stress. So unterschiedlich sind die Sichtweisen.

  11. Re: Schade - smart grid

    Autor: bernd71 10.06.15 - 14:29

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > wasabi schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Der Akku ist sowohl
    > > mechanisch/konstruktiv, wie auch elektrisch stärker in das ganze Auto
    > > eingebunden, als das man ihn mal eben drunterschraubt.
    >
    > Dann gilt es aber, hier einheitliche Standards zu schaffen. Diese schreiben
    > dann eben vor: Maße bzw. Erscheinungsform, min. notw. Energiedichte, min.
    > notw. Ausgangsstrom, Spannungsbereich, min. tragbarer Eingangsstrom,
    > Ladestrom.
    >

    Wie soll man das Normieren, die Norm müsste ja alle paar Jahre an die Entwicklung angepasst werden? Die Akkuentwicklung schreitet immer weiter voran. Es gibt diverse unterschiedliche Autotypen. Einem Smart kann man schlecht einen Akku unterschieben den ein Tesla Model S benötigt.
    E-Autos müssen geladen wenn sie parken, das muss das Ziel der Infrastruktur sein. Wenn in 5 Jahren 300km oder mehr Reichweite bereitstehen, wie oft muss man einen Akku tauschen?
    Wie soll sich das rechnen, wer soll da mitmachen?

  12. Re: Schade - smart grid

    Autor: AllDayPiano 10.06.15 - 14:48

    bernd71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn in 5 Jahren 300km oder mehr Reichweite bereitstehen, wie oft
    > muss man einen Akku tauschen?
    > Wie soll sich das rechnen, wer soll da mitmachen?

    Dein Argument stimmt zwar, aber Du vergisst, dass Akkus sehr schnell altern. 1000 Ladezyklen und dann ist das Ding schon ziemlich durch. Jetzt laufen solche Akkus idealerweise im 24/7 Betrieb.

    Im Schnitt fährt ein Autofahrer ca. 60km/h. Der Akku, der 300km schafft, ist also nach 5 Stunden leer. Sagen wir mal, er wird am Tag 2 mal getauscht (was da dann schon wenig wäre); dann wäre er nach 500 Tagen = knapp 2 Jahre kaputt. Gemessen an der Lebensdauer von mindestens 7 Jahren eines Autos ist das also knapp 1/4. Ein Auto kann also etwa 4 Akkugenerationen überdauern.

    Und das ist kaum Entwicklungszeit für neue Akkus.

    Ohnehin bleibt dann noch der Punkt, dass man die Akkus auch anhand ihrer Kapazität vergeben könnte. Dann gehen halt alle Akkus für alle Autos, die Limousinen bekommen dann bevorzugt große Akkus. Wenn keine mehr da sind, muss der Fahrer halt einen kleineren nehmen.

  13. Re: Schade - smart grid

    Autor: Bouncy 10.06.15 - 15:01

    AndyMt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich empfinde inzwischen das Autofahren in Deutschland als Stress. So
    > unterschiedlich sind die Sichtweisen.
    Eben, es gibt keine Lösung für Alle. Aber in D hast du die Freiheit der Wahl zwischen verschiedenen Varianten, von stressfreiem Tuckern bis zu schnellem Überholen, anderswo wirst du in ein enges Korsett gezwungen und hast zu tun, was man dir befiehlt. Da nehm ich doch lieber die freie Wahl...

  14. Re: Schade - smart grid

    Autor: wasabi 10.06.15 - 15:03

    > Wie soll man das Normieren, die Norm müsste ja alle paar Jahre an die
    > Entwicklung angepasst werden? Die Akkuentwicklung schreitet immer weiter
    > voran. Es gibt diverse unterschiedliche Autotypen. Einem Smart kann man
    > schlecht einen Akku unterschieben den ein Tesla Model S benötigt.
    Eben. Und sollen diese Normen dann wirklich zur gesetzlichen Pflicht werden? Bei Akkus für Mobile Elektronik (Handys, Kameras, Notebooks...) gibt es auch keine Normen. Naja, doch: In meine Canon A610 mittlerweile 9 Jahre alt, aber auch damals war das unüblich) kommen Mignon-Batterien. Aber das hat schon massive Auswirkungen auf das Gehäusedesign. Und wer sagt denn, dass es immer bei Lithium Akkus bleibt? Da hat man es dann auch mit unterschiedlichen Spannungen zu tun. Und ein Auto ist nun doch noch mal aufwändiger, und teurer als ein Mobil-Gadget. Letztlich führen Standardbatterien zu Kompromissen die das Auto in mehrfacher Hinsicht ineffizienter (dazu zähle ich jetzt mal auch Design und Raumausnutzung, aber eben auch Reichweite, Leistung,...) machen, als es eigentlich möglich wäre.

    > E-Autos müssen geladen wenn sie parken, das muss das Ziel der Infrastruktur
    > sein.
    Sehe ich auch so. Der halbwegs logische Grund für Akku-Wechselstationen sehe ich eigentlich nur, dass sie die gleiche Funktion erfüllen, wie es jetzt die Supercharger. Nämlich dass es mit dem Elektroauto auch möglich ist, lange Strecken zu fahren (und nicht als Ersatz für die normalen Tankstellen, wo man hinfährt). Und dafür lohnt sich der Aufwand nicht, vor allem eben nicht der große Einchnitt, den genormte Akkus mit sich bringen würden.

    Elektroautos haben ja den großen Vorteil, dass man sie prinzipiell überall laden kann, wo Strom ist. Jeder Garagenbesitzer hat bezüglich tanken sogar Vorteile gegenüber Verbrennern - weil er nie zu einer Tankstelle fahren muss. Wenn es also schon darum gehen soll eine Infrastruktur für E-Autos aufzubauen, dann halte ich bessere Lademöglichkeiten für deutlich sinnvoller.

  15. Re: Schade - smart grid

    Autor: tingelchen 10.06.15 - 15:35

    Mal ganz davon abgesehen das überwiegend in D nur 100 gilt und nicht 130 oder mehr. Womit du eigentlich überwiegend eine Straftat nach StVO begehst ;) So bleibt das überholen mit überhöhter Geschwindigkeit hier auch aus.

    Zudem ist es in D unmöglich sich nach den Verkehrsregeln zu halten. Weil wir hier keine Differenzgeschwindigkeiten von 2 bis 5 km/h haben, sondern von irgendwas zwischen 0 und 100km/h. Dazu kommt das hier niemand einen rein lässt. Womit besonders auf 2 spurigen Autobahnen die rechte immer frei ist und die linke verstopft. Weil, sobald man rechts rüber fährt, wie man es eigentlich soll, man dann mit 80 hinter dem LKW her schleichen darf, weil niemand mehr einen rein lässt. Was dann bei einigen dazu führt das sie einfach links rüber ziehen. Was für unnötigen Stress sorgt.

    Auch das ständige Gas und Bremsen, wegen der vielen unterschiedlichen Geschwindigkeiten sorgt für erhöhten Stress und vor allem zu erhöhtem Verbrauch. Denn viele blicken zu wenig in den Rückspielgel um die Geschwindigkeit des rückläufigen Verkehrs besser einschätzen zu können. So kommt es immer wieder zu den Situationen wo dieser bei einem auf einmal im Kofferraum sitzt. Der Vordermann verfällt in Stress weil hinter ihm urplätzlich ein Fahrzeug aufgetaucht ist und der rückwärtige Fahrer verfällt in Stress, weil er scharf bremsen muss.


    Kenne ich alles nicht von Frankreich. Wenn es da keine Mautstellen geben würde, könnte man mit einem Schnitt von knappen 130km/h von oben bis unten durchfahren (~1000km), ohne Stress, mit aktivem Tempomat. In D vollkommen unmöglich. Sobald man die Grenze Richtung D passiert, meinen alle sie wären The King of the Road und alle müssten ihnen Platz machen. Entspanntes fahren -> unmöglich

    Ich würde auch lieber 150 statt 130 nehmen. Aber zum einen wäre dies ein Problem mit LKW's (bzw. Fahrzeugen mit Hänger) die eigentlich nicht schneller als 100 fahren sollten (Aus Sicherheitsgründen, besonders die Wohnwagenfraktion) und zum anderen der steigende Verbrauch. So sind 90/130 eine gut Mischung. Die blöden Punkte fallen raus, rechts überholen erlauben (funktioniert über einwandfrei und stressfrei) und ab der Toleranz (~7km/h) gibt es Ticket. 20¤/ km/h... Baustellen grundsätzlich 80 und doppeltes Busgeld.... das Leben könnte so einfach sein :)

  16. Re: Schade - smart grid

    Autor: bernd71 10.06.15 - 15:50

    AllDayPiano schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > bernd71 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn in 5 Jahren 300km oder mehr Reichweite bereitstehen, wie oft
    > > muss man einen Akku tauschen?
    > > Wie soll sich das rechnen, wer soll da mitmachen?
    >
    > Dein Argument stimmt zwar, aber Du vergisst, dass Akkus sehr schnell
    > altern. 1000 Ladezyklen und dann ist das Ding schon ziemlich durch. Jetzt
    > laufen solche Akkus idealerweise im 24/7 Betrieb.

    Tausend Ladezyklen bei 300Km Reichweite sind 300000km. Die wollen erstmal gefahren werden.

    >
    > Im Schnitt fährt ein Autofahrer ca. 60km/h. Der Akku, der 300km schafft,
    > ist also nach 5 Stunden leer. Sagen wir mal, er wird am Tag 2 mal getauscht
    > (was da dann schon wenig wäre); dann wäre er nach 500 Tagen = knapp 2 Jahre
    > kaputt. Gemessen an der Lebensdauer von mindestens 7 Jahren eines Autos ist
    > das also knapp 1/4. Ein Auto kann also etwa 4 Akkugenerationen überdauern.

    Hast Du mal ausgerechnet wie viele Km das Auto gefahren ist. Ich verstehe gerade nicht was du mir sagen möchtest.

    >
    >
    > Und das ist kaum Entwicklungszeit für neue Akkus.
    >
    > Ohnehin bleibt dann noch der Punkt, dass man die Akkus auch anhand ihrer
    > Kapazität vergeben könnte. Dann gehen halt alle Akkus für alle Autos, die
    > Limousinen bekommen dann bevorzugt große Akkus. Wenn keine mehr da sind,
    > muss der Fahrer halt einen kleineren nehmen.

    Viel zu kompliziert. Das sind ja mehrere hundert KG die da variabel irgendwo geparkt werden. Akkumanagement und Fahrzeugmanagement muss auch alles abdecken, dem Auto steht mit kleinerer Kapazität weniger Leistung bereit, etc.

  17. Re: Schade - smart grid

    Autor: bernd71 10.06.15 - 16:04

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AndyMt schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich empfinde inzwischen das Autofahren in Deutschland als Stress. So
    > > unterschiedlich sind die Sichtweisen.
    > Eben, es gibt keine Lösung für Alle. Aber in D hast du die Freiheit der
    > Wahl zwischen verschiedenen Varianten, von stressfreiem Tuckern bis zu
    > schnellem Überholen, anderswo wirst du in ein enges Korsett gezwungen und
    > hast zu tun, was man dir befiehlt. Da nehm ich doch lieber die freie
    > Wahl...

    Nein mat hat nicht immer die Wahl. Stressfreies tuckern geht nur wenn wenig Verkehr ist. E130km/h sind übrigens Richtgeschwindigkeit. Man darf zwar schneller fahren darf dabei aber keinen anderen gefährden. Mit 200 an der LKW Kolonne verbrettern gehört sicher nicht zur Kategorie "niemanden gefährden". Aber das werden die Hendgste hier natürlich anders sehen.

  18. Re: Schade - smart grid

    Autor: tingelchen 10.06.15 - 16:29

    Das Design von Tesla ist eigentlich schon das Optimum. Da der Akku das schwerste Teil an einem E-Auto ist, muss er zwangsweise in den Boden um den Schwerpunkt soweit wie möglich nach unten zu bekommen. Verbessert nicht nur die Fahrdynamik, sondern auch die Sicherheit :)

    Die meisten E-Autos der renommierten Hersteller nutzen für diese bestehende Basen. Welche allerdings allesamt für Verbrenner ausgelegt sind. Telsa hat ja eine komplett neue Basis entwickelt. Mit dem Ziel ein rein elektrisches Fahrzeug zu konstruieren.


    Aber an sich gebe ich dir recht. Ich möchte nur noch hinzufügen das nicht nur unterschiedliche Ladespannungen und Ströme unterschiedliche sein können, sondern es geht vor allem auch um die Kühlung. Die Akkus werden beim Laden sowie beim Entladen heißt und je größer die Akkus werden, desto problematischer wird es die Kerntemperatur zu stabilisieren, damit der Akku nicht in Flammen aufgeht.

    Derzeit sehe ich hier ebenfalls einfach noch zu viel Entwicklungsaufwand um eine dienliche Norm auf die Beine zu stellen. Normieren kann man später immer noch :)

  19. Re: Schade - smart grid

    Autor: tingelchen 10.06.15 - 16:36

    > Elektroautos haben ja den großen Vorteil, dass man sie prinzipiell überall laden
    > kann, wo Strom ist.
    >
    Richtig. Allerdings hilft einem dies nur bei kurzen Strecken. Möchte man eine lange Strecke zurück legen, will man keine 10h+ an der Tanke verbringen ;) Lies dir mal durch wie lange der Tesla Akku bei einem Standard Drehstrom Anschluss eines Haushaltes benötigt bis er voll ist. Vom Standard 230V Anschluss ganz zu schweigen.

    Womit wir dann beim Kernproblem sind. Die Ladegeschwindigkeit. Selbst wenn der Akku selbst mit 200kWh theoretisch in 1min voll geladen werden kann. Bringt es einem herzlich wenig, wenn keine Stromversorgung vorhanden ist, die auch die nötige Leistung bringt ;)
    Tesla betreibt sehr großen Aufwand für die SuperCharger. Und selbst das reicht nicht um den Akku wirklich effektiv und schnell zu laden, wie bei einem Tankstopp mit einem Verbrenner.

  20. Re: Schade - smart grid

    Autor: AllDayPiano 10.06.15 - 16:39

    bernd71 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AllDayPiano schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > bernd71 schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wenn in 5 Jahren 300km oder mehr Reichweite bereitstehen, wie oft
    > > > muss man einen Akku tauschen?
    > > > Wie soll sich das rechnen, wer soll da mitmachen?
    > >
    > > Dein Argument stimmt zwar, aber Du vergisst, dass Akkus sehr schnell
    > > altern. 1000 Ladezyklen und dann ist das Ding schon ziemlich durch.
    > Jetzt
    > > laufen solche Akkus idealerweise im 24/7 Betrieb.
    >
    > Tausend Ladezyklen bei 300Km Reichweite sind 300000km. Die wollen erstmal
    > gefahren werden.

    Frag mal einen LKW Fahrer, wie schnell er diese zusammen hat. Ein normaler, privat genutzer PKW braucht auch nur deshalb 15-20 Jahre für diese Laufleistung, weil das Auto zu 99% ungenutzt in der Ecke steht. Bei einem Wechselakkusystem ist das natürlich total irrational.

    > > Im Schnitt fährt ein Autofahrer ca. 60km/h. Der Akku, der 300km schafft,
    > > ist also nach 5 Stunden leer. Sagen wir mal, er wird am Tag 2 mal
    > getauscht
    > > (was da dann schon wenig wäre); dann wäre er nach 500 Tagen = knapp 2
    > Jahre
    > > kaputt. Gemessen an der Lebensdauer von mindestens 7 Jahren eines Autos
    > ist
    > > das also knapp 1/4. Ein Auto kann also etwa 4 Akkugenerationen
    > überdauern.
    >
    > Hast Du mal ausgerechnet wie viele Km das Auto gefahren ist. Ich verstehe
    > gerade nicht was du mir sagen möchtest.

    Ich sage damit, dass während der durchschnittlichen Lebensdauer eines Akkus die Fahrzeuge nur 1/4 mal verändern. Es macht also durchaus Sinn, einen Einheitsakku zu verwenden, weil die Fahrzeugentwicklung um den Faktor 4 langsamer abläuft.

    > > Ohnehin bleibt dann noch der Punkt, dass man die Akkus auch anhand ihrer
    > > Kapazität vergeben könnte. Dann gehen halt alle Akkus für alle Autos,
    > die
    > > Limousinen bekommen dann bevorzugt große Akkus. Wenn keine mehr da sind,
    > > muss der Fahrer halt einen kleineren nehmen.
    >
    > Viel zu kompliziert. Das sind ja mehrere hundert KG die da variabel
    > irgendwo geparkt werden.

    Ich rede von Kapazität, nicht von Gewicht. Der Leistungsquotient wird steigen, wenn das Gewicht gleich bleibt. Für die Energiedichte gilt selbiges analog.

    Es steht nur eine feste, genormte Kapazität zur Verfügung. Der Akku wird meinetwegen auf eine Motorleistung von 150kW ausgelegt. Wenn "Premiumfahrer" meinen, mehr Leistung haben zu müssen, dann brauchen sie eben zwei parallel geschaltete Akkus. Es kann nicht Aufgabe der Allgemeinheit sein, den exorbitanten Verbrauch der Hochpreiskarrossen zu subventionieren.

    Außerdem bleibt festzustellen, dass es nach wie vor noch sehr viel Öl gibt, und dass man gar nicht versuchen muss, ALLE Autofahrer unter einen Hut zu bekommen. Zuerst muss ein Kompromiss für die breite Masse gefunden werden, der Rest wird dann schon irgendwann auf den Zug aufspringen - oder laufen.

    > Akkumanagement und Fahrzeugmanagement muss auch
    > alles abdecken, dem Auto steht mit kleinerer Kapazität weniger Leistung
    > bereit, etc.

    Das hat nichts mit dem Akku zu tun. Für das Fahrzeug ist der Akku nichts weiter als ein Benzintank, der halt auch in die andere Richtung funktioniert, und als Rückmeldung einen Füllstand ausgibt. Alles andere hat im Fahrzeug zu geschehen, und ist nicht Aufgabe eines Akkus. Das Powerpack hat seinerseits die Aufgaben wie das Lade- und Lastmanagement zu übernehmen. Und zwar autark.

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  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

  1. Pakete: Neue DHL-Packstationen nur noch mit App nutzbar
    Pakete
    Neue DHL-Packstationen nur noch mit App nutzbar

    Die DHL testet an rund 20 neuen Packstationen den Betrieb nur mit der App. Die Packstationen haben kein Display mehr.

  2. P-CUP: Ultraschnelle Kamera bildet Ausbreitung von Schockwellen ab
    P-CUP
    Ultraschnelle Kamera bildet Ausbreitung von Schockwellen ab

    Sie ist zwar nur ein Zehntel so schnell wie die schnellste Kamera der Welt; aber dafür kann P-CUP schnelle Prozesse in transparenten Objekten erfassen und vielleicht auch die Kommunikation von Nervenzellen untereinander.

  3. Tarife: Noch kein genauer Starttermin für 5G bei Telefónica
    Tarife
    Noch kein genauer Starttermin für 5G bei Telefónica

    Das 5G-Netz der Telefónica wird bereits aufgebaut. Wann es losgehen soll, ist weiterhin unklar. Doch einige Informationen sind bereits verfügbar.


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