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Elektroautoschwachsinn

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  1. Elektroautoschwachsinn

    Autor: Flobber 12.07.10 - 23:49

    Wenn man sich mal kurz Gedanken ueber den Energiebedarf macht, wird einem klar, dass Elektroautos als Ersatz fuer regulaere Autos z.Zt. (ausser fuer die E-Werke) ziemlicher Quatsch sind.

    1 Liter Benzin entspricht ~11kWh, eine Tankfuellung von 45l = Monatsverbrauch an Strom eines 5-Personen Haushaltes.

    Eine Stunde an 240V mit 16A laden ergibt die Energiemenge eines drittel Liters Benzin.

    Der Tesla Roadster z.B. brauch an so einem Anschluss 16 Stunden um seine Akkus voll zu bekommen und verblaesst das bei Vollgas in 10 Minuten.

    Ich hab's nicht nachgerechnet, aber wahrscheinlich muss man ganz Deutschland mit Atomkraftwerken vollpflastern um die Energiemenge zu produzieren, die z.Zt. als Benzin und Diesel in Autos verbrannt wird. Wer will das? Genau! Die, die z.Zt. auch die Werbung fuer Elektroautos im Fernsehen schalten ...

  2. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: haha... 12.07.10 - 23:56

    Jo, du hasts nicht nachgerechnet ...
    Google mal "Spitzenlast" und mach dir Gedanken was viele Elektrovehikel nachts in der Garage dafür bedeuten.

  3. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Flobber 13.07.10 - 01:11

    *Täglicher* Kraftstoffverbrauch in Deutschland 2006: 171 Millionen Liter.

    Ergibt ca 85GW = 85 Grosskraftwerke a 1000MW wenn alle schön über den Tag verteilt "tanken".

  4. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Ich bins der Ede 13.07.10 - 02:03

    Flobber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > *Täglicher* Kraftstoffverbrauch in Deutschland 2006: 171 Millionen Liter.
    >
    > Ergibt ca 85GW = 85 Grosskraftwerke a 1000MW wenn alle schön über den Tag
    > verteilt "tanken".

    Der Vergleich hinkt ja total.
    Gehen etwa alle gleichzeitg tanken ?
    Die Kapazität für den Fall, daß alle geichzeitig ans Netz gehen, nachzurüsten dürfte durchaus schwierig werden, aber wie wahrscheinlich ist das schon, daß das passiert?
    Es ist ja relativ Wurscht wieviel kWh am Ende verbraten wurden, spannender wird doch die Frage sein wie hoch die Lastspitze wird. Da aber E-Autos ja noch selber Kapazität bereistellen sollen, wenn sie geladen sind, wird auch dezentral etwas Puffer vorhanden sein.

  5. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Flobber 13.07.10 - 02:37

    Eh, die 85 Kraftwerke muessen die gesamten 24h durchlaufen um die Energie der 171 Millionen Liter Kraftstoff zu erzeugen. Deswegen sagte ich ja extra "wenn alle schön über den Tag verteil tanken".

    Die 85 Kraftwerke sind das Minimum bei Gleichverteilung. Tanken z.B. alle nur zwischen 20:00 und 08:00 brauchst du doppelt so viele, die dann aber den halben Tag stillstehen.

  6. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: asdaklaf 13.07.10 - 07:05

    du weißt aber auch das es an der Strombörse negative Strompreise gibt, also das der Verbrauch von Strom dem Verbraucher Geld bringt?

  7. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: RhabarberRhabarber 13.07.10 - 07:50

    Dein Vergleich hinkt so ziemlich...

    - Wenn Du die Leistung auf einen Liter Benzin runterbrichst, dann solltest Du dabei bedenken, daß ein Elektroauto mit der gleichen eingesetzten Energiemenge wesentlich effektiver umgeht. Wo beim Verbrenner noch so Dinge wie Motorinnenreibung, Getriebe bzw. der komplette Antriebsstrang dranhängen, ist auf dieser Seite beim Elektroantrieb nicht mehr viel was weggeht. Klar, der Strom muss erzeugt werden - i.d.R. im Kraftwerk, aber da ist der Wirkungsgrad ein wesentlich günstiger als bei so einem Autoantrieb wo eine ganze Menge allein schon über die auftretende Wärme flöten geht. Übrigends zum Wirkungsgrad eines Kraftwerks nochmal angemerkt, der ist in der Regel am günstigsten je höher ein Kraftwerk ausgelastet ist - also würde ein Haufen Elektrofahrzeuge die nachts geladen würden, die Effektifität auch noch erhöhen, da verschiedene Kraftwerke nachts mit gebremsten Schaum (also schlechter Wirkungsgrad) fahren, weil die Abnahme im Netz zu niedrig ist.
    Ich habe auch so den Eindruck, du denkst bei Elektroauto immer an die vom Verbrenner- auf Elektro umgebauten Krücken. Das ist halt nicht der richtige Ansatz, ein Elektrofahrzeug müßte halt von Grund auf als Elektrofahrzeug konzipiert werden, dann wäre es noch wesentlich effektiver.
    - Ein Tesla Roadster ist da schon mal ein guter Ansatz, allerdings auch wieder ein hinkender Vergleich, denn wer fährt schon mit dem Ferrari zur Arbeit - ich jedenfalls nicht. "Brauchbare" Elektroautos liegen da in einer anderen Klasse, und mit denen solltest du vergleichen, auch wenn da die richtigen funktionalen Kisten erst noch kommen werden.
    - Denk doch auch mal an so Dinge wie Wartungskosten (Ölwechsel etc.), da liegt ein Elektroantrieb auch schon wieder vorn weils da halt bei weitem nicht so viel zu warten gibt.
    - Und wir werden in sehr absehbarer Zukunft auch unseren Energiebedarf besser aus "unschädlichen" Quellen decken. Wenn wir erst dann mit der Umstellung auf Elektroantrieb im Individualverkehr anfangen, verbraten wir noch weitere 20 Jahre unsere Öl Resourcen bevor wir dann auch Verbrauchsseitig den Energietyp angepasst haben.
    - Klar auch, die Industrie entwickelt nix wo nicht die grosse Kohle rausspringt. Deshalb muss man sie auch entsprechend motivieren :-)

  8. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: grün, aber nicht Grüner 13.07.10 - 07:54

    > Wenn man sich mal kurz Gedanken ueber den Energiebedarf macht, wird einem klar, dass Elektroautos als Ersatz fuer regulaere Autos z.Zt. (ausser fuer die E-Werke) ziemlicher Quatsch sind.

    Hier ist ja auch nicht die Rede davon auf einen Schlag Verbrennungsmotoren abzuschaffen.
    Dafür fehlt uns, mal ganz abgesehen von den Netzkapazität: ein Netz aus Ladestationen, Akkus die uns weiter als 150 Kilometer fahren lassen und, und, und, ...

    Für manche Anwendungen machen Elektroautos aber schon jetzt Sinn. In der Stadt kommen die wenigsten auf 150km am Tag, im Stop-and-Go ist eine Elektromotor weit effizienter als jeder Verbrenner.

    >Der Tesla Roadster z.B. brauch an so einem Anschluss 16 Stunden um seine Akkus voll zu bekommen und verblaesst das bei Vollgas in 10 Minuten.

    Der Tesla ist schließlich ein Sportwagen, entwickelt um dem Käufer genau das gleiche zu liefern, was er beim Verbrenner kriegen würde, wenn es um Beschleunigung und Geschwindigkeit geht.
    Ich weiß nicht wie viele KWh der Elektro Smart für seine 115km Reichweite braucht und auch nicht wie lange er Vollgas fahren kann, für die Stadt wird's gut reichen... und in der Realität wird das durchschnittliche Elektroauto wohl eher dem Smart als dem Tesla ähneln

    Elektroautos sind die Zukunft (vielleicht in 10, vielleicht auch erst in 100 Jahren), und Deutschland als Auto- und Export-Nation täte sich gut daran den Fortschritt auf dem Gebiet zu fördern.

    >Wer will das? Genau! Die, die z.Zt. auch die interessiert fuer Elektroautos im Fernsehen schalten ...

    ... und jeder der an Deutschlands Zukunft interessiert ist.

    Wie diese Förderung dann aussieht, wird sich zeigen. Mir persönlich sagt Künasts Vorschlag auch nicht uneingeschränkt zu.

    Aber hier zu behaupten Elektroautos seien Schwachsinn, ist grober Unfug.

  9. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: grün, aber nicht Grüne 13.07.10 - 07:59

    @RhabarberRhabarber
    da haben wir wohl fast gleichzeitig mit ähnlichen Gedanken getippt :)

  10. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Dr. Seltsam 13.07.10 - 08:12

    Flobber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 1 Liter Benzin entspricht ~11kWh, eine Tankfuellung von 45l =
    > Monatsverbrauch an Strom eines 5-Personen Haushaltes.
    >
    > Eine Stunde an 240V mit 16A laden ergibt die Energiemenge eines drittel
    > Liters Benzin.

    Hier ist auch schon der Denkfehler in der Logik. Du legst die Zahlen von von Verbrennungsmotoren zugrunde und berechnest dann wie viel Strom es bräuchte.

    Die Rechnung müsste aber genau andersherum gehen. Erst schauen, was die Elektroautos tatsächlich verbrauchen und dann ausrechen, welchem Äquivalent an Benzin es entspricht. Die meisten Elektroautos verbrauchen so um die 11-14 kWh, also umgerechnet gerade mal 1-1,2 Liter Sprit. Hier wird klar, wie gewaltig das Einsparungspotential ist.

  11. Re: Hier stehe ich nun mit meiner Meiung.

    Autor: Anonymer Nutzer 13.07.10 - 08:27

    Diese ist statisch in meinem Resthirn fest gebunden und wird sich niemals weiterentwickeln.

    Verstanden?

    Schaue mal wo diese technologie noch vor 10 Jahren war und wie es mit den Leistungen dort ausschaute.

    Wir MÜSSEN uns weiterentwickeln. Sonst hinterlassen wir kommenden Generationen mehr als nur einen Haufen Staatsschulden!

  12. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Replay 13.07.10 - 08:28

    Das mit der Physik (Wirkungsgrad beim Hubkolbenmotor und das Zeug) mußt Du noch a bissi büffeln. Erst dann solltest Du hier Kommentare ablassen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  13. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: e-beetle 13.07.10 - 08:42

    Diese Rechnungen *seufz* immer wieder die gleiche Leier.
    Hier mal ein Bericht aus der Praxis:
    Die meisten mir bekannten E-Fahrzeuge haben einen Energieaufwand von ca.15-20kWh / 100km. So auch unser erstes Fahrzeug.
    Dabei rede ich nur von vierrädrigen, mehrsitzigen Autos, wie sie schon seit über dreißig Jahren existieren.
    Der Golf III Citystromer (Baujahr um 1995) ist mit 20kWh als Schwergewicht und mit 20 Jahre alter Batterie- und Ladetechnik noch immer unterwegs. Vier Sitze, 110km/h, 70km Reichweite (mit Bleibatterien!).
    Rüstet man diesen auf LiFePo4-Zellen um, trage ich bei gleichem Gewicht etwa das vierfache (280km Reichweite) an Energie mit mir rum, bei einem weitaus besserem Fahrverhalten, höherer Lebensdauer und besserem Ladeverhalten.
    Pro Tag produziert meine Solaranlage ~40kWh Energie, reicht also für rund 200km, 100km fahren wir maximal am Tag, was den meisten sicherlich ähnlich geht.
    Die von mir verwendeten Zellen können mit 10C geladen werden, das entspricht dem zehnfachen der Kapazität, in unserem Fall 1200 Ampere(!), was kein Hausanschluss schafft, aber theoretisch machbar ist.
    Lädst Du das Auto an der eigenen 400V/63A Steckdose, kannst Du ~25kWh pro Stunde (120km Reichweite) "nachtanken", denn Dein "Tankverhalten" wird sich rapide ändern.
    Du fährst nicht mehr durch die Gegend, bis der letzte Tropfen raus ist, sondern steckst das Auto an die Steckdose, wo es gerade steht, gehst arbeiten/schlafen was auch immer und fährst dann einfach los.
    Dieser Irrglaube, dass alle Autos gleichzeitig und immer leer ans Netz gestöpselt werden ist einfach am Alltag vorbei.

    Für den Langstreckenfahrer ist das noch nichts, aber der macht auch nur 8% aller Fahrten aus. 78% aller PKW-Fahrten sind im Umkreis von 100km (wer aktuellere Zahlen hat, bitte melden) und die können wunderbar mit einem Golf VII Citystromer ohne Komfort- und Leistungseinbußen auch heute schon realisiert werden.
    Nur möchte das anscheinend keiner so richtig ;-)
    1600 zugelassene Elektroautos in Deutschland ist traurig.

  14. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: titrat 13.07.10 - 09:30

    e-beetle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    ...
    > Dabei rede ich nur von vierrädrigen, mehrsitzigen Autos, wie sie schon seit
    > über dreißig Jahren existieren.
    > Der Golf III Citystromer (Baujahr um 1995) ist mit 20kWh als Schwergewicht
    > und mit 20 Jahre alter Batterie- und Ladetechnik noch immer unterwegs. Vier
    > Sitze, 110km/h, 70km Reichweite (mit Bleibatterien!).

    -Was hat der Golf gekostet?
    -Wie oft wurde die Batterie dort im Laufe der 15 Jahre getauscht und was hat das gekostet?

    > Rüstet man diesen auf LiFePo4-Zellen um, trage ich bei gleichem Gewicht
    > etwa das vierfache (280km Reichweite) an Energie mit mir rum, bei einem
    > weitaus besserem Fahrverhalten, höherer Lebensdauer und besserem
    > Ladeverhalten.

    -Was kostet eine derartige Aufrüstung?
    -Ist genug LiFePo4 für alle da? Was wird es kosten, wenn die Nachfraqe weiter anzieht?

    > Pro Tag produziert meine Solaranlage ~40kWh Energie, reicht also für rund
    > 200km, 100km fahren wir maximal am Tag, was den meisten sicherlich ähnlich geht.

    -Wieviel KwH/Peak und wieviel Dachfläche in welcher Ausrichtung hat diese Anlage?
    -Wieviel hat diese Anlage gekostet?
    -Wieviel kostet uns diese Anlage an Subventionen?


    ...
    > denn Dein "Tankverhalten" wird sich
    > rapide ändern.
    > Du fährst nicht mehr durch die Gegend, bis der letzte Tropfen raus ist,
    > sondern steckst das Auto an die Steckdose, wo es gerade steht, gehst
    > arbeiten/schlafen was auch immer und fährst dann einfach los.

    Erinnert mich an mein erstes Smartphone, das musste auch mehrmals am Tag an eine Steckdose. War aber ätzend.
    Wenn es geht, hätte ich gerne einen 500 Liter-Dieseltank im Auto, und würde nur noch einmal im Jahr tanken.

    > Dieser Irrglaube, dass alle Autos gleichzeitig und immer leer ans Netz
    > gestöpselt werden ist einfach am Alltag vorbei.

    Und der Irrglaube, das alle Autos nur tanken, während gerade die Sonne scheint ...

    ...
    > Nur möchte das anscheinend keiner so richtig ;-)
    > 1600 zugelassene Elektroautos in Deutschland ist traurig.

    Nein, das ist Vernunft. Elektroautos sind bis dato viel zu teuer in der Anschaffung und auch im Unterhalt (Batterie). Und massentauglich ist das Ganze sowieso noch lange nicht.

  15. Re: Elektroautoschwachsinn

    Autor: Replay 13.07.10 - 09:45

    Wir haben uns 2006 für einen Hybrid (Prius) entschieden. Da auch längere Strecken (teilweise mit vollgeladenem Auto und umgelegter Rücksitzbank) gefahren werden, schied ein E-Auto aus (wir stellen unseren Strom selbst her).

    Der durchschnittliche Benzinverbrauch bewegt sich bei normaler Fahrweise ziemlich exakt an der Werksangabe von 4,3 Liter (mal a bissi drunter, Landstraße geht mit 3,5 Liter, mal a bissi drüber, Stadtverkehr ist bei etwa 5,2 Liter, Autobahn irgendwo dazwischen). Mit den 45 Litern im Tank komme ich also 1000 km. Was etwa alle zwei Monate mal einen Besuch der Tankstelle bedeutet.

    Sobald es ein E-Mobil gibt, welches den Prius vollständig ersetzen kann, bin ich dabei.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  16. Wissen hilft !

    Autor: Jim Bob 13.07.10 - 10:25

    Flobber schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man sich mal kurz Gedanken ueber den Energiebedarf macht, wird einem
    > klar, dass Elektroautos als Ersatz fuer regulaere Autos z.Zt. (ausser fuer
    > die E-Werke) ziemlicher Quatsch sind.
    >
    > 1 Liter Benzin entspricht ~11kWh, eine Tankfuellung von 45l =
    > Monatsverbrauch an Strom eines 5-Personen Haushaltes.
    >
    > Eine Stunde an 240V mit 16A laden ergibt die Energiemenge eines drittel
    > Liters Benzin.
    >
    > Der Tesla Roadster z.B. brauch an so einem Anschluss 16 Stunden um seine
    > Akkus voll zu bekommen und verblaesst das bei Vollgas in 10 Minuten.
    >
    > Ich hab's nicht nachgerechnet, aber wahrscheinlich muss man ganz
    > Deutschland mit Atomkraftwerken vollpflastern um die Energiemenge zu
    > produzieren, die z.Zt. als Benzin und Diesel in Autos verbrannt wird. Wer
    > will das? Genau! Die, die z.Zt. auch die Werbung fuer Elektroautos im
    > Fernsehen schalten ...

    Also lieber Flobber, wenn von nichts keine Ahnung hat und dann noch nicht mal nachrechnet, dann sollte man das Kommentieren bleiben lassen !

    Nun zu deinen reinen Vermutungen:

    Elektroautos sind ganz und gar kein Quatsch, aber rechnen wir doch mal korrekt.

    Ein Elektrokleinwagen verbraucht auf 100 km rund 10 bis 15 kWh Strom, die meisten Fahrten der deutschen Autofahrer liegen unter 60km Strecke am Tag. Der Nachladebedarf liegt also gerade mal bei rund 6 bis 9 kWh, an einer regulären 16A Schukosteckdose bedarf es also gerade mal 2 bis 3,5 Stunden für das Vollladen der Akkus. Bei einem 20kWh Akku, der dann eine Reichweite von knapp 200 km bietet, braucht es rund 6 bis 7 Stunden.
    Wie lange ist bei dir die Nacht ?

    Nun zum Jahresbedarf, der durchschnittliche dt. Autofahrer legt im Jahr 12.000 km zurück, das wären bei 10 kWh Verbrauch auf 100 km grade mal 1200 kWh, ein 4 Personenhaushalt hat einen Gesamtjahresverbrauch von 4000 kWh. Ein Elektroauto würde den Verbrauch noch nicht einmal verdoppeln.

    Was hieße das nun für die deutsche Stromversorgung ?

    Gehen wir mal von einem hoch gegriffenen Durchschnittsverbrauch 18 kWh aus, das bedeutet ein Jahresverbrauch von 2160 kWh pro E-Auto. Bei einer Million E-Autos die bis 2020 auf deutschlands Straßen fahren sollen, wäresn das dann ein Gesamtverbrauch von 2,16 TWh. Bereits 2009 hatten wir bei der regenerativen Stromerzeugung eine Strommenge von 98 TWh, 2020 soll die erneuerbare Strommenge schon weit über 200 TWh liegen.
    Es bedufte also gerade mal 2 % der Ökostromerzeugung um eine Mio. E-Autos zu versorgen !

    Also nix mit neue Atomkraftwerken !

    Das Gegenteil ist der Fall, das E-Auto ist eher vorteilhaft für die erneuerbare Stromerzeugung. So lassen sich die E-Autos in Zukunft auch per inteligentem Stromzähler dann aufladen wenn Stromüberschuss herrscht, so kann der Autofahrer billiger aufladen und dem Stromerzeuger kann sein Windrad weiterlaufen lassen, eine klassische Win-win Situation.
    Fahrzeuge mit ausreichend großem Akku könnten dann sogar bei Strommangel wieder Energie ins Netz zurückspeisen. Da dann die Preise weit höher sind, kann der Autofahrer sogar Geld verdienen.

    Und Du kannst sicher sein, ein Tesla fährt bei vollem Akku auch bei Vollgas länger als 10 Minuten !
    Volle Leistung bedarf es nur bei der Beschleunigung einer Masse, ist eine Masse erst mal beschleunigt behält diese die Bewegung aufrecht, gebremst wird dann durch den Luft- und dem Rollwiederstand.
    Um also eine bewegte Masse auf Geschwindigkeit zu halten muss man lediglich den Luft- und den Reibungswiederstand überwinden.

  17. 42 kW bei Drehstrom

    Autor: Jim Bob 13.07.10 - 10:36

    e-beetle schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lädst Du das Auto an der eigenen 400V/63A Steckdose, kannst Du ~25kWh pro
    > Stunde (120km Reichweite) "nachtanken", denn Dein "Tankverhalten" wird sich
    > rapide ändern.

    In der Regel ist eine 400V 63A Steckdose, ein Drehstromanschluß.
    Der hätte dann eine Anschlußleistung von rund 42 kW.

    Solch ein Schnellladeanschluß an einer Autobahnraststätte, könnte bei einer einstündigen Rast das E-Auto für weitere über 300km, entsprechende Akkugröße vorrausgesetzt, Reichweite aufladen. Bei einer viertelstündigen Pinkelpause immerhin für rund 80 bis 100 km !

    Wo ist also das Problem ?

  18. Re: Wissen hilft !

    Autor: Replay 13.07.10 - 10:40

    Endlich mal jemand, der sich auskennt und die Muße hat, den hier massenhaft rumhonkenden Öguls hier alles zu erklären. Aber glaube mir - die Lust wird Dir noch vergehen, wenn Du die gleiche Leier immer wieder und immer wieder runterbeten mußt. Der keulenschwingende Troll, der im besten Falle gefährliches Halbwissen mitbringt, hat hier schon längst die Oberhand gewonnen.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  19. Re: 42 kW bei Drehstrom

    Autor: titrat 13.07.10 - 10:41

    Jim Bob schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > e-beetle schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Lädst Du das Auto an der eigenen 400V/63A Steckdose, kannst Du ~25kWh
    > pro
    > > Stunde (120km Reichweite) "nachtanken", denn Dein "Tankverhalten" wird
    > sich
    > > rapide ändern.
    >
    > In der Regel ist eine 400V 63A Steckdose, ein Drehstromanschluß.
    > Der hätte dann eine Anschlußleistung von rund 42 kW.
    >
    > Solch ein Schnellladeanschluß an einer Autobahnraststätte, könnte bei einer
    > einstündigen Rast das E-Auto für weitere über 300km, entsprechende
    > Akkugröße vorrausgesetzt, Reichweite aufladen. Bei einer viertelstündigen
    > Pinkelpause immerhin für rund 80 bis 100 km !
    >
    > Wo ist also das Problem ?

    Wer will jede Stunde für eine Viertelstunde auf einem verpissten Rastplatz anhalten müssen?
    Für die tägliche Fahrt zu Arbeit mag ein E-Mobil ok sein, für Vertreter oder andere weiter Reisende ist es unglücklich.
    Außerdem zerstört derartiges Ladeverhalten (jede Stunde 15min laden) die Batterien noch schneller.
    "200 Schuss, dann ist Schluß"

  20. Re: 42 kW bei Drehstrom

    Autor: Replay 13.07.10 - 10:45

    Das Problem ist, daß sich die Industrie weigert, eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen, wo man doch mit der Verbrennungstechnik so einen fetten Reibach machen kann. Die Politik hilft da sogar mit, man darf sich Gesetze kaufen und sogar selbst schreiben.

    Wir könnten mit der heutigen Technik schon längst ein Leben führen, ohne Abgase oder giftige Substanzen in die Umwelt zu entlassen, mit deutlich mehr Komfort. Es liegt nicht am Können, es liegt am Wollen. Aber es sitzen die falschen Leute an der falschen Stelle, also werden wir wohl noch lange stinkende Kohlekraftwerke haben und in eine strahlende Zukunft blicken müssen. Umkreist von lärmenden Fahrzeugen.

    Wer aber ein schnell Bieseln kann, bekommt sein Auto während der Toilettenpause nicht aufgeladen. Hier wäre ein System mit der wechselbaren Batterie eine Option. Die Batterien müßten standardisiert sein (eine Energieriegel für kleine Autos, zwei für mittlere PKWs und drei für Luxusschiffe).

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

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