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Woher kommt der Strom dafür?

Das Wochenende ist fast schon da. Zeit für Quatsch!
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  1. Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: utopist 03.01.10 - 14:37

    Schon mal jemand darüber nachgedacht?

    Eben deshalb sind Elektroautos (für die Masse) eine komplett unpraktikable Lösung.

  2. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: berufsnerd 03.01.10 - 15:08

    Wenn man ein gesamtes Land auf Elektroautos umstellt, macht das 6-10% im Gesamtverbrauch aus. 10% mehr Stromverbrauch und dafür weitesgehende Unabhängigkeit vom Öl im Transportbereich, ich finde das ist ein fairer Deal.
    Selbst wenn der Strom in dreckigen Kohlekraftwerken oder im AKW erzeugt wird, ist es noch deutlich Umweltschonender als Million Benzinmotore auf den Straßen zu haben. Der Vorteil bei Elektromobilität ist, dass man den Energieträger auf 1000 unterschiedliche Arten produzieren und sehr günstig transportieren kann. Bei Benzin/Diesel ist man auf einen Energieträger (Öl) angewiesen, den man auch noch um die halbe Welt verschiffen und aufwändig veredeln muss.
    Elektromobilität wird nicht die 100% perfekte Lösung sein, aber 90% sind schonmal ein guter Weg.

  3. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: bisserlvielgeschrieben 03.01.10 - 15:57

    bitte aber das ganze nicht nur auf die Verbrauchsenergie beziehen, man muss unbedingt auch den Energieverbrauch bei der Herstellung der Produkte, also normaler Pkw und Elektrofahrzeug mit einbeziehen. Hier bleibt die Frage offen (ich kann sie nicht beantworten), wieviel Energie und seltene, teure oder Energie-/umwältschädigente Rohstoffe werden verwenden.

    Also, welche Akkutechnik wird verwendet, wie hoch ist der Energieverbrauch für diese Akkus, wie viele KM halten diese (also auf einen "üblichen" Nenner bringen - durchschnittliche Lebensdauer eines Pkws), ganz wichtig ist hier auf alle Fälle, genau wie bei der Stromerzeugung selbst, was bringt es an Umwältzerstörung mit sich, wenn man mehr und mehr Litium benötigt?

    Für die nächsten Jahre ist es meiner Meinung nach nicht sinnvoll auf reine E-Fahrzeuge zu setzen, zumindest nicht, wenn diese mehr als Zweitfahrzeuge werden sollen, für Städter und Pendler. Und hier ist die Infrastruktur und das "Wesen" der Akkus wirklich ein Problem, einzig ein BetterPlace-Modell könnte hier helfen, wirft aber auch selbst wieder Problem auf.

    Standards müssen unbedingt gesetzt werden, zumindest für innerhalb Europas, aus der Sicht eines Deutschen, oder Franzosen, oder Italiener usw.

    Und ja, der Strom wird in modernen/moderneren Kraftwerken effizienter hergestellt, und im Fall von Kohlekraftwerken sicherlich besser gereinigt (also nicht CO2, aber anderen Stoffen ;) ). Aber es wird auch einen Verlust gegeben, den man evtl. nicht unterschätzen darf.

    Wie hoch ist der Verlust bei der Ladung des Akkus?

    Wieviel Energie verliert der Akku, wenn die Energie dort nicht abgerufen wurde?

    Eine verschenkte Akkuladung wird sicherlich sehr ärgerlich sein (ist ja das gleiche mit Wasserstoff, das kann man auch nicht gut speichern)

    Ich denke für die nächsten Jahre sollte die Entwicklung in Hypridsyteme gehen, E-Motor mit Akku-/Reichweite um die 100KM, danach kann ein optimierter Benzin- oder Dieselmotor einspringen, den E-Motor mit Energie zu versorgen.

    Gibt sicher noch einige andere Szenarien, die besser, oder schlechter sind.

    Im Idealfall hätte man einfach SuperSuper-Kondensatoren, und ist in 10 Miunten fertig, dann hätte man zumindest dieses Problem nicht ;-)

    Wer weiß, vielleicht schaffen sie ja hier noch den einen oder anderen Meilenstein, 60wh pro Kilo soll ja angeblich mal möglich werden, gegenüber aktuell 180+ mit Litium.(superkondensatoren haben aktuell glaube ich nur um die 5wh/kg, was aber schon ordentlich ist, nicht?)

    Interessant wäre auch eine Lösung, das Elektrolyd der Akkus auszutauschen, gibt hier den einen oder anderen Wiki-Artikel drüber.

    So ein Vorgang könnte dann wieder ähnlich dem Tanken von Benzin/Diesel sein ;)

    Und ein Punkt: es geht doch nicht um CO2-Reduzierung, das ist doch alles nur ein Marketing-Gag

    Wenn, dann muss man alles mit einbeziehen, aus der CO2-Betrachtung wären AKWs ja relativ günstig ("nur" geringer CO2-Ausstoß während des Betriebes, und "bisserl" bei der Gewinnung und Transport des Urans, der Aufbereitung usw. - also doch net wirklich wenig!)

    Jedenfalls, aus einer Gesamtbetrachtung ist Atomstrom wirtschaftlich und ökologisch die unverantwortlichste Form der Energiegewinnung.

    Wir alle zahlen die Entsorgung, und tragen das Risko bei einem Unfall - die Betreiber müssen nur wenige Miliarden Euro versichern. Ein Schaden im Ernstfall kann aber fast gar nicht berechnet werden, geht ein Teil hoch, steht der Wind ungünstig, haben wir gleich mal ein, zwei, 5 Millionen Menschen verstrahlt, und natürlich die ganze Region auf Jahrhunderte. Das sind einmal unmöglich abzuschätzende menschliche Verluste, und wirtschaflich ebenso wenig möglich, aber sicher in einem Bereich von Billionen Euro.

    Wir zahlen auch noch die bisher immer noch nicht gelöste Entsorgung, was von der Politik und den Konzernen zu erwarten ist sieht man, AsseII, nicht wahr?

    Wenn man mal von der unbedingt zu änderenden Photovoltaik-Subventionierung* absieht, müssen wir hier, oder aber auch mit Solarkraftwerken zur Strom und oder zur Wärmegewinnung arbeiten, Wasserkraft und Wind. Biokraftwerke im sinnvollen Rahmen, ohne Probleme nur zu verschieben. (Extra Anbauflächen für Energiepflanzen ist nicht unbedingt ideal...)

    Aber, Photopholtaik wäre jetzt schon wirtschaflicher als Atomstrom, wären auf beiden keien Subventionen vom Staat/unseren Geldbeuteln...

    *
    Das Konzept ist veraltet, bei der Ausarbeitung wurde in wesentlich kleinen Dimensionen gerechnet, es gibt keien Deckelung an Subventionen. Da auf 20 Jahre hinaus fest subventioniert wird, entstehen hier gewaltige Summen, die besser in die Forschung für bessere Wirkungsgrade/günstigere Module gehörten. Statt in den Verkauf von aktuellen Modulen, hier hat das der Entwicklung sicher geschadet, da sich auch grade die deutschen Hersteller auf dem extrem hohen/künstlichen Nachfrage ausgeruht haben. Hersteller aus Japan, China und auch den USA sind mit günstigeren Modellen auf dem Deutschen Markt stark vertreten. Mindestens Japan ist technologisch den deutchen Firmen voraus.

  4. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: blubbber 03.01.10 - 16:09

    Woher? Schau doch mal in den Himmel, da siehst du dann so einen hellen und sehr warmen Stern (nicht direkt hin sehen!). Das Teil produziert so viel Energie, dass bereits eine kleine Fläche ausreicht um die ganze Welt mit Energie zu versorgen - wenn man denn das machen wollen würde. Aber da gibt es halt Industrien und Gruppen, die kein Interesse daran haben.

  5. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: T-Elektro 03.01.10 - 16:17

    Stimmt... demnächst kommt der Strom aus Solar-Kraftwerken aus der Wüste (keine Solarzellen, sondern Rohre mit Spiegeln).

    Mit ein einem kleinen Stück Wüste, kann man die ganze Welt ohne Probleme mit Strom versorgen. Die Pläne dafür laufen bereits.

  6. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: xstream 03.01.10 - 16:34

    die pläne dauern aber mindestens bis 2050 und der finanzielle aufwand ist enorm im vergleich zu konventioneller energiegewinnung, dazu kommt dass es durchaus gebiete gibt die einfach zu weit weg von der nächsten wüste liegen um den strom da sinnvoll hin zu transportieren

  7. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: Oil Imperium 03.01.10 - 17:40

    Aus den Einsparungen von Bohrinseln, Öltankern und Raffinerien, die nichtmehr für dein tolles Benzin gebraucht werden.

  8. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: 3r1 03.01.10 - 17:52

    > Schon mal jemand darüber nachgedacht?

    Ne, du bist der Erste.

  9. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: GurkenGlas 04.01.10 - 00:00

    Die Produktion muss man nicht unbedingt einbeziehen, denn auch das Benzinauto hält nicht ewig und muss im Lauf der Zeit ersetzt werden von daher ob man wenn man seine alte Kiste ersetzt nun auf ein E-Auto oder auf einen Benziner umsteigt dürfte kaum einen Unterschied machen ... der Vorteil bei E-Autos ist dass das Kernstück die Akkus zu 99.xxx% recyclebar sind, damit also recht wenig Energie in der Gesamtbetrachtung der Herstellung brauchen.

  10. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: bisserlvielgesc... 04.01.10 - 19:16

    also in der Theorie ist das Konsortium um die 400 Mrd. Euro, ja, über einige Jahrzehnte und die Stromversorgung für 15% für Europa, + soweit ich weiß, nicht definiert: für Afrika in Ordnung.

    Strom würde wohl per Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) gelöst, was die Verluste relativ im Rahmen halten würde.

    Bin aber gespannt, wird sicherlich nicht so einfach, den Wüstensand in den Griff zu bekommen.

    Ein solches Projekt wäre aber mit Sicherheit nicht schlecht, es würde viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.

    Einmal würden ganze Regionen eine wirtschaftliche Grundlage bekommen, das befriedet die Region, nimmt den Fanatikern den Nährboden.

    Soweit ich weiß sollen die Kraftwerke dezentral gebaut werden, so wäre auch ein Anschlag keine Gefahr für die Stromversorgung.

    Noch eine kleine Anmerkung von mir ;)

    Warum wurde sich nur auf diesen kleinen Teil meines Posts eingeschossen?

    Hab ja nur aufzeigen wollen, dass es eben nicht ganz so einfach ist, und ich befürchte fast, dass E-Autos eher kommen, als dass wir unser Energieproblem gelöst haben.

    Von daher, befürchte ich, dauert es noch eine ganze weile, bis der Strom wirklich von diesem gelben Stern verwendet wird ;(

  11. Re: Woher kommt der Strom dafür?

    Autor: eiapopeia 05.01.10 - 08:46

    Nochmal eine Anmerkung zum Thema Verluste:

    Wenn man Sonnenenergie aus Solarthermiekraftwerken "verliert" zum Beispiel die etwa 10% bei der Übertragung mittels Hochstrom aus der Sahara und nochmal ebensoviel aus Verlusten der Akkus), dann verliert man sie halt. Die 60% die die derzeitigen Benzinmotoren (und etwas weniger bei modernen Dieseln) verliert, sind unwiederbringlich verlorene Rohstoffe. Bei Sonnenenergie haben wir immerhin die Möglichkeit, noch ein paar mehr Kraftwerke zu bauen und dann stört das auch nicht so wesentlich. Zumal Solarthermiekraftwerke, die im Prinzip nur aus Verspiegelten Rinnen und Rohren mit Wasser oder einem anderen Wärmespeicher bestehen einfach zu bauen, wartungsarm und recht günstig sind...
    Also ist das Verlustargument kein wesentliches Problem.

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