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Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

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  1. Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: derdiedas 17.01.22 - 12:17

    Es ist absehbar das E-Autos irgendwann als Standard 1000km Reichweite haben werden. Die ersten (Mercedes, NIO) sind schon für 2022 angekündigt. Wenn sich die Natrium-Ionen Akkus sich weiter so schnell Entwickeln - vor allem beim Preis wird das evtl. sogar schneller gehen.

    Und dann kommt das dicke Ende für BP, denn dann muss man nur noch dort laden wo man schläft und unterwegs laden wird zu einer absoluten Ausnahme werden.

    Denn die Formel ist für e-Autos relativ einfach. Um so größer die durchschnittliche Reichweite der Elektroautos wird, um so weniger öffentlich zugängliche Ladestellen braucht es.

    Ich denke für BP wird sich das trotzdem lohnen, da der Staat (also wir als Allgemeinheit) das so fördern werden das die Amortisationszeit so liegt das für BP ordentlich was übrig bleibt.

    In 10 Jahren verkaufen die Anbieter dann diese Ladeinfrastuktur überteuert dem Staat (also wieder uns allen) und wir fangen an sie über die nächsten Jahre wieder ab zu bauen.

    Und nein das ist keine Utopie, das hatten wir alles schon einmal. Früher hatte jedes Dorf eine kleine Tankstelle da die Autos auch in den 70ern kaum mehr als 500km* geschafft haben. Als dann aber 800km+ Standard wurde sind diese kleinen Tankstellen überall gestorben und das Tankstellennetz hat sich massivst verkleinert.
    *(VW Käfer 1300 - Reichweite rund 400km, Opel Ascona A rund 380km)

    1968 hatten wir noch mehr als 46000 Tankstellen, 2020 waren es noch 14000. (Quelle ADAC)

    Aber hey mit den eAuto wird das natürlich alles ganz anders werden ;-)

    Gruß DDD

  2. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: Bermuda.06 17.01.22 - 13:12

    Nicht alles was technisch machbar ist, ist technisch sinnvoll. Man könnte auch heute in einen Kleinwagen Verbrenner einen 100 Liter Tank einbauen.

    Nur weil es bei einem absoluten Spitzenmodell möglich sein wird heißt das ja nicht, dass es in die Breite Masse geht.

    Wieso sollte man bspw einen Stadtflitzer mit 1000 km Reichweite ausstatten, wenn man ausreichende 350 km mit X Tausend Kostenersparnis und einer deutlich höheren Effizienz (Einsparung von 200 kg) herstellen kann?

  3. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: OnlyXeno 17.01.22 - 13:31

    derdiedas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist absehbar das E-Autos irgendwann als Standard 1000km Reichweite haben
    > werden. Die ersten (Mercedes, NIO) sind schon für 2022 angekündigt. Wenn
    > sich die Natrium-Ionen Akkus sich weiter so schnell Entwickeln - vor allem
    > beim Preis wird das evtl. sogar schneller gehen.
    >
    > Und dann kommt das dicke Ende für BP, denn dann muss man nur noch dort
    > laden wo man schläft und unterwegs laden wird zu einer absoluten Ausnahme
    > werden.

    Weil auch jeder Bürger in Deutschland die Möglichkeit einer Privaten Ladesäule hat...
    Wie wäre es wenn ihr mal aufhört vom Dorf mit <100 Einwohner auszugehen?
    Es Gibt genug Mietwohnungen ohne Privat Parkplätze!

  4. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: Oktavian 17.01.22 - 14:31

    > Nicht alles was technisch machbar ist, ist technisch sinnvoll. Man könnte
    > auch heute in einen Kleinwagen Verbrenner einen 100 Liter Tank einbauen.

    Ja, könnte man. Ist aber nicht notwendig, da die Tankzeit kurz ist und Tankstellen häufig.

    > Wieso sollte man bspw einen Stadtflitzer mit 1000 km Reichweite ausstatten,

    Weil auch der Stadtflitzer gelegentlich für Langstrecken benutzt werden.

    Weil Stadtflitzer häufig in der Stadt genutzt werden und viele Stadtbewohner keine eigene Lademöglichkeit haben. Was ist dann besser, als zwei mal die Woche ne Stunde an der der Ladesäule stehen? Das nur zwei mal im Monat zu müssen. Sollte die Ladeinfrastruktur in den Innenstädten einmal so ausgebaut sein, dass quasi an jedem Parkplatz die Möglichkeit besteht, einen Wagen (ggf. auch nur langsam) laden zu können, entfällt diese Anforderung.

    > wenn man ausreichende 350 km mit X Tausend Kostenersparnis und einer
    > deutlich höheren Effizienz (Einsparung von 200 kg) herstellen kann?

    Die Ladezeiten sind das Problem. Solange die Ladung nur langsam erfolgt, braucht man hohe Reichweiten, um die Ladezeit auf einen genehmen Zeitpunkt verschieben zu können.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.01.22 14:36 durch Oktavian.

  5. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: derdiedas 17.01.22 - 14:36

    Auch dann freust Du Dich wenn Du nur alle paar tage oder Wochen (je nach Nutzung) laden musst.

    Ein Auto das jeden Tag geladen wird wäre dann noch unbrauchbarer für jemanden der keine eigene Ladesäule hat.

    Gruß DDD

  6. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: Joey5337 17.01.22 - 15:16

    OnlyXeno schrieb:
    > Weil auch jeder Bürger in Deutschland die Möglichkeit einer Privaten
    > Ladesäule hat...
    > Wie wäre es wenn ihr mal aufhört vom Dorf mit <100 Einwohner auszugehen?
    > Es Gibt genug Mietwohnungen ohne Privat Parkplätze!

    Dann gibts immer noch die Ladesäule am Supermarkt, in immer mehr Parkhäusern etc.. Perspektivisch natürlich auch beim Arbeitgeber, da steht das Auto ja auch etliche Stunden (Jaja, Corona, Home Office etc. Aber dann fährt man auch weniger.)

    Die überwiegende Mehrheit der Autos hat einen festen Stellplatz. Oder zumindest einen Ort, wo es regelmäßig steht. In >90% der Fälle sollte das also irgendwie organisierbar sein.

  7. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: Tuxraxer007 17.01.22 - 15:22

    Die meisten Autos werden heute 40-60km am Tag bewegt - in der Regel der tägliche Arbeitsweg, Kinder zur Schule, einkaufen usw.
    Das ist genau die optimale Strecke, wo ein E-Auto sich lohnt und dafür braucht es dann keine öffentliche Ladestation, weil diese Autos nachts zuhause in der Garage an der Steckdose hängen und Zeit genug haben, bis zum Morgen vollzuladen ( zudem auch günstiger ).

    Für Vielfahrer machen öffentliche Ladestation nur dort sind, wo diese Leute fahren - an den Autobahnen, schnell an die Raststätte, Auto an den Lader, kurz aufs WC und auf dem Rückweg nen Kaffee holen, Füße vertreten weiter geht die Fahrt.
    Genau das was Tesla erkannt und richtig gemacht habe - ich fand das immer vollkommen entspannt mit dem Tesla der Firma lange Strecken zu fahren, zwei Ladestops inkl.

    Der Tesla vom Nachbarn hängt nachts auch an der Wallbox zuhause und morgens fährt der wieder zur Arbeit damit.

  8. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: Oktavian 17.01.22 - 15:34

    > Die meisten Autos werden heute 40-60km am Tag bewegt - in der Regel der
    > tägliche Arbeitsweg, Kinder zur Schule, einkaufen usw.

    Ja, das ist richtig. Mit dem Durchschnitt ist es halt so eine Sache. Wenn Du eine Hand in Trockeneis hältst und eine in kochendes Wasser, ist das im Durchschnitt eine recht angenehme Temperatur. Aber glaub mir, du wirst schreien.

    Es gibt sehr viele Autos, die werden fast gar nicht bewegt. Da muss man sich fast schon fragen, braucht man dafür ein teures E-Auto.

    Es gibt viele Autos, die werden viel bewegt. Da reicht die Reichweite von nem Stadtflitzer so gar nicht.

    Und es gibt Autos, der werden oft wenig bewegt, und dann wieder ganz viel. Da ist die Ladezeit maximal nervig.

    Ach ja, und es gibt noch die Pendlerkarren, die tatsächlich wegen definierter Strecken 30 bis 60km am Tag bewegt werden. Und wenn der Pendler dann noch zuhause nen eigenen Stellplatz hat, oder bei der Arbeit definiert Zugriff hat auf einen elektrifizierten Platz, dann ist das super.

    > Das ist genau die optimale Strecke, wo ein E-Auto sich lohnt und dafür
    > braucht es dann keine öffentliche Ladestation, weil diese Autos nachts
    > zuhause in der Garage an der Steckdose hängen

    Du gehst von Besitzern von Einfamilienhäusern aus? Denke bitte auch an die Millionen von Laternenparkern, gerade in den Städten. Und die Millionen, die zwar einen Parkplatz haben, aber keinen festen (Wechselbelegung in Tiefgaragen und auf Parkplätzen).

    Und die Millionen, die zwar irgendwo einen festen Parkplatz haben, der ist aber nicht elektrifiziert, da nicht direkt mit dem Grundstück verbunden oder der Vermieter rührt sich nicht und der Mieter möchte/kann die Kosten nicht vollständig tragen.

    > Der Tesla vom Nachbarn hängt nachts auch an der Wallbox zuhause und morgens
    > fährt der wieder zur Arbeit damit.

    Man merkt, eine privilegierte Wohngegend. Da verliert man natürlich schnell den Fokus für den Großteil der Bevölkerung, wenn man über den Dingen schwebt.

  9. Re: Nur wenn die Amortisationsdauer <5 Jahre beträgt

    Autor: bytewarrior123 18.01.22 - 08:03

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die meisten Autos werden heute 40-60km am Tag bewegt - in der Regel der
    > > tägliche Arbeitsweg, Kinder zur Schule, einkaufen usw.
    >
    > Ja, das ist richtig. Mit dem Durchschnitt ist es halt so eine Sache. Wenn
    > Du eine Hand in Trockeneis hältst und eine in kochendes Wasser, ist das im
    > Durchschnitt eine recht angenehme Temperatur. Aber glaub mir, du wirst
    > schreien.
    >
    > Es gibt sehr viele Autos, die werden fast gar nicht bewegt. Da muss man
    > sich fast schon fragen, braucht man dafür ein teures E-Auto.
    >
    > Es gibt viele Autos, die werden viel bewegt. Da reicht die Reichweite von
    > nem Stadtflitzer so gar nicht.
    >
    > Und es gibt Autos, der werden oft wenig bewegt, und dann wieder ganz viel.
    > Da ist die Ladezeit maximal nervig.
    >
    > Ach ja, und es gibt noch die Pendlerkarren, die tatsächlich wegen
    > definierter Strecken 30 bis 60km am Tag bewegt werden. Und wenn der Pendler
    > dann noch zuhause nen eigenen Stellplatz hat, oder bei der Arbeit definiert
    > Zugriff hat auf einen elektrifizierten Platz, dann ist das super.
    >
    > > Das ist genau die optimale Strecke, wo ein E-Auto sich lohnt und dafür
    > > braucht es dann keine öffentliche Ladestation, weil diese Autos nachts
    > > zuhause in der Garage an der Steckdose hängen
    >
    > Du gehst von Besitzern von Einfamilienhäusern aus? Denke bitte auch an die
    > Millionen von Laternenparkern, gerade in den Städten. Und die Millionen,
    > die zwar einen Parkplatz haben, aber keinen festen (Wechselbelegung in
    > Tiefgaragen und auf Parkplätzen).
    >
    > Und die Millionen, die zwar irgendwo einen festen Parkplatz haben, der ist
    > aber nicht elektrifiziert, da nicht direkt mit dem Grundstück verbunden
    > oder der Vermieter rührt sich nicht und der Mieter möchte/kann die Kosten
    > nicht vollständig tragen.
    >
    > > Der Tesla vom Nachbarn hängt nachts auch an der Wallbox zuhause und
    > morgens
    > > fährt der wieder zur Arbeit damit.
    >
    > Man merkt, eine privilegierte Wohngegend. Da verliert man natürlich schnell
    > den Fokus für den Großteil der Bevölkerung, wenn man über den Dingen
    > schwebt.

    Ich habe in meinem Bekanntenkreis inzwischen 8 E-Auto-Fahrer, die Laternenparker sind.
    Die wohnen in der Stadt und haben keine Wallbox in der Tiefgarage - und fahren dennoch E-Auto.
    Wenn die laden wollen, dann an einer öffentlichen Ladesäule (wobei die derzeit in München von den SWM relativ schlecht gewartet werden; Halbleitermangel?), beim Arbeitgeber oder am SuC.
    Zwei davon fahren je ein Model S bzw. ein Model X, drei fahren ein Model 3 - auch bei denen bis heute kein Einsatz vom ADAC wegen "Akku leer" oder "Akku kaputt, bitte zahlen Sie ca. 20.000¤ ". Und ja, auch die fahren mit Ihren Kids oder Hunden in den Urlaub, und auch da bis heute kein Harakiri oder Seppuku...

    Ich selber bin letztes Jahr vom (Kosten-)Dinosaurier aufs E-Auto (Tesla M3P) umgestiegen, dank einer Solaranlage ist das Auto jetzt nicht mehr die "Sparbüchse" beim tanken oder reparieren....
    Und was an Überschuss vorhanden ist, darf auch gerne meine Nachbarschaft "zapfen", wenn ich nicht da bin oder mein Auto-Akku voll ist - nennt sich "lokale Solidarität" und mache ich gerne, bevor ich meinen Überschuss an einen Netzbetreiber für 7 ct "verschenken" muss.

    Würde es derzeit mit der Lade-Infrastruktur nicht klappen, würde doch als erstes die Zeitung mit den 4 großen Buchstaben (und damit meine ich nicht das ADAC-Monatsmagazin ;-) ) darüber berichten und die E-Autos in der Luft zerreißen - bis heute lese oder höre ich jedoch davon absolut gar nichts.
    Der Output an E-Autos und der Ausbau der Ladestruktur korrelieren derzeit gut, aber es könnte in der Tat besser sein - nur zu welchen Preis?

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