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Wie war das mit den armen Tankwarten

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  1. Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: John2k 17.01.22 - 08:02

    , die nur einen Bruchteil eines Cents pro Liter verdienen? Zumindest gab es ja so einige Foristen, die das Gerücht immer heftig verteidigt haben.

    Scheint am Ende ja doch noch ein wenig mehr Gewinnspanne drin zu sein.

  2. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: DeVille 17.01.22 - 08:38

    Auch hier nochmal:

    2021 waren es 66% Abgaben für den Kraftstoff. Dazu kommen Betriebskosten, wie Pacht, Löhne, Wartung und so weiter.

    Nichthörensagen-Quelle: https://www.bft.de/daten-und-fakten/benzinpreis-zusammensetzung

  3. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Potrimpo 17.01.22 - 08:50

    ARAL hat 2018 ganze 1 ct pro Liter Provision gezahlt.

    https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/tankstellen-studie-wer-vom-benzinverkauf-am-meisten-profitiert/20960726.html

    Mineralölkonzern <> Tankstellenpächter

    Dann darfst Du davon die Abgaben bestreiten

  4. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Oktavian 17.01.22 - 08:59

    > Scheint am Ende ja doch noch ein wenig mehr Gewinnspanne drin zu sein.

    Auch wenn Du es nicht glauben magst, dem Tankwart gehört die Tankstelle nicht. Er pachtet die. Dafür bezahlt er monatlich.

    Ihm gehört auch nicht der Sprit, der da verkauft wird. Er kauft den nicht bei ARAL ein und verkauft ihn dann zu einem von ihm festgesetzten Preis weiter. Der Sprit wird von ARAL direkt dem Kunden verkauft, der Pächter ist lediglich der Vermittler des Geschäfts und bekommt so etwa 1 Cent pro Liter.

    Wenn der Pächter Glück hat, reicht die Provision für den Sprit so gerade, um die Pacht zu bezahlen. Wirklich Geld verdient wird im Shop. Und da könnte sich die E-Säule auch so halbwegs lohnen, die Kunden stehen ja ne ganze Zeit da, da kann man ja mal Kaffee und was zu essen holen.

  5. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: dummzeuch 17.01.22 - 09:52

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > , die nur einen Bruchteil eines Cents pro Liter verdienen? Zumindest gab es
    > ja so einige Foristen, die das Gerücht immer heftig verteidigt haben.

    Den Gewinn macht größtenteils BP (bei Aral-Tankstellen), der Pächter verdient nicht selten mehr am Verkauf von Waren im Shop als am Sprit. Das dürfte bei den Schnelladesäulen nicht anders oder sogar noch schlimmer sein.

  6. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: ibecf 17.01.22 - 10:37

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Scheint am Ende ja doch noch ein wenig mehr Gewinnspanne drin zu sein.
    >
    > Auch wenn Du es nicht glauben magst, dem Tankwart gehört die Tankstelle
    > nicht. Er pachtet die. Dafür bezahlt er monatlich.
    >
    > Ihm gehört auch nicht der Sprit, der da verkauft wird. Er kauft den nicht
    > bei ARAL ein und verkauft ihn dann zu einem von ihm festgesetzten Preis
    > weiter. Der Sprit wird von ARAL direkt dem Kunden verkauft, der Pächter ist
    > lediglich der Vermittler des Geschäfts und bekommt so etwa 1 Cent pro
    > Liter.
    >
    > Wenn der Pächter Glück hat, reicht die Provision für den Sprit so gerade,
    > um die Pacht zu bezahlen. Wirklich Geld verdient wird im Shop. Und da
    > könnte sich die E-Säule auch so halbwegs lohnen, die Kunden stehen ja ne
    > ganze Zeit da, da kann man ja mal Kaffee und was zu essen holen.

    Unsere alteingesessene Aral Tankstelle, deren Inhaber dort gleichzeitig eine freie Werkstatt, einen Autohandel und einen Abschleppdienst betreibt gehört die Tanke. Sie ist aber schon seit mehreren Generationen in Familienbesitz.

    Er hat auf dem Grundstück auch sein eigenes Wohnhaus und zwei Mietshäuser. Wo auch die Eltern leben, die die Tankstelle bzw. Werkstatt vorher betrieben haben.

    Aber der ober Fall ist eher die Ausnahme, die Regel dürfte eher sein des Tankstellenbetreiber nur Pächter ist.

  7. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Tuxraxer007 17.01.22 - 10:55

    John2k schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > , die nur einen Bruchteil eines Cents pro Liter verdienen? Zumindest gab es
    > ja so einige Foristen, die das Gerücht immer heftig verteidigt haben.
    Das war ja noch nie anders.

    Deswegen haben alle Tankstellen ja mittlerweile einen mehr oder weniger großen Shopbereich oder Werkstatt und Waschanlage dazu - nur vom Benzinverkauf können die schon lange nicht mehr leben.

    Bekannter von mir hat eine Tankstelle, den größten Umsatz und Gewinn macht er mit der Waschstrasse und Werkstatt.

  8. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: .02 Cents 17.01.22 - 11:28

    Die Frage wer im Grundbuch als Eigentümer des Grundstücks eingetragen ist, und in welcher Rechtsform die Tankstelle nun in Bezug zu anderen Betriebsteilen steht, die ggf. den gleichen Eigentümer haben ob sie nun als gemeinsame oder separate Juristische Person auftreten - das hat vielleicht wenig bis gar nichts mit dem Innenverhältnis der Tankstellen Betreiber Firma zum Treibstoff Lieferanten zu tun.

    Ich würde davon ausgehen, dass bei den meisten (allen ?) "Marken Tankstellen" der Betreiber kein echter Händler ist, was den Verkauf des Treibstoff angeht, egal wem das Grundstück gehört. Und selbst wenn in dem Beispiel der Betreiber wirklich Eigentümer des Grundstücks ist, auf dem die Tankanlage steht - das muss nicht heissen, dass ihm die Tankanlage gehört. Möglicherweise ist die von der Mineralöl Gesellschaft oder von irgendeiner Tochterfirma oder sonstiger Partner Konstellation gebaut worden, und wird von denen betrieben. Über Preissetzung und das Kassensystem will die Mineralöl Gesellschaft ziemlich sicher Kontrolle haben - das bedeutet dann sicher auch, dass es im Innenverhältnis alle möglichen Pacht- und Miet-Zahlungen gibt, die unter den Beteiligten verrechnet werden. Ob und in welchem Umfang da der Benzin / Diesel Umsatz eine Rolle spielt, und ob da nicht auch Dinge wie "Mindestmengen" u.ä. eine Rolle spielen, weiss man sicher nur, wenn man im Detail in die Verträge schaut.

    In den meisten Fällen von Tankstellen Shops dürfte es tatsächlich so sein, dass für den Betreiber die Zapfsäulen eher dazu dienen, die Kunden in den Shop zu bekommen. Einer meiner Schüler / Studenten Jobs war Kassenaushilfe an so einer Tankstelle (24/7 Betrieb) in der WE Nachtschicht. Typischerweise lag der Umsatz von insbesondere hochprozentigem Alkohol deutlich über dem Treibstoffumsatz ...

  9. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Harryhh 17.01.22 - 12:25

    .02 Cents schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In den meisten Fällen von Tankstellen Shops dürfte es tatsächlich so sein,
    > dass für den Betreiber die Zapfsäulen eher dazu dienen, die Kunden in den
    > Shop zu bekommen. Einer meiner Schüler / Studenten Jobs war Kassenaushilfe
    > an so einer Tankstelle (24/7 Betrieb) in der WE Nachtschicht.
    > Typischerweise lag der Umsatz von insbesondere hochprozentigem Alkohol
    > deutlich über dem Treibstoffumsatz ...

    Die Zapfsäulen dienen nicht dazu Kunden für den Shop anzulocken, sondern den Shop mit Tankstellenöffnungszeiten betreiben zu können, also 24/7. Sieht man doch in den Großstädten sehr gut, wo es Tankstellen gibt deren Shop praktisch genauso viel Fläche einnimmt, wie die Zapfsäulen draußen. Wie oft schon hab' ich in der Tanke schlange gestanden, obwohl nur wenige Autos auf dem Gelände standen... wenn man den Ladenschluss abschaffen würde, wären hier viele Tankstellen innerhalb kürzester Zeit pleite. Sollte man echt mal überlegen, um die Verkehrswende voran zu treiben: Wenn es aufwändiger wird, Sprit für den Fossil-Saurier zu tanken als mit Strom zu laden, steigen die Leute um.

  10. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: luke93 17.01.22 - 12:33

    "Wirklich Geld verdient wird im Shop. Und da könnte sich die E-Säule auch so halbwegs lohnen, die Kunden stehen ja ne ganze Zeit da, da kann man ja mal Kaffee und was zu essen holen."

    Was hat so eine Ladesäule an Tagesdurchsatz? 10-15 Kunden? Da rechnet sich ein Shop nie und nimmer, selbst mit 10 Ladesäulen.

  11. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: luke93 17.01.22 - 12:39

    Hab mal als Schüler ne zeitlang an der Tanke gejobbt, damals war es fast ausschließlich der Verkauf von Alkohol, Tabak und die genannte Waschstrasse die den Laden am laufen hielt.

  12. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Oktavian 17.01.22 - 12:58

    > Was hat so eine Ladesäule an Tagesdurchsatz? 10-15 Kunden? Da rechnet sich
    > ein Shop nie und nimmer, selbst mit 10 Ladesäulen.

    Aber wenn man hier dem Forum glaubt, das wird doch wahnsinnig zunehmen. Die Ladezeit geht auf 10 Minuten runter, genau richtig für nen Kaffee und ein Brötchen.

  13. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: Tuxraxer007 17.01.22 - 15:16

    luke93 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Wirklich Geld verdient wird im Shop. Und da könnte sich die E-Säule auch
    > so halbwegs lohnen, die Kunden stehen ja ne ganze Zeit da, da kann man ja
    > mal Kaffee und was zu essen holen."
    >
    > Was hat so eine Ladesäule an Tagesdurchsatz? 10-15 Kunden? Da rechnet sich
    > ein Shop nie und nimmer, selbst mit 10 Ladesäulen.
    Mag sein.

    Hier in Raum Düsseldorf wurde ein riesen Ladepark in Betrieb genommen, über 100 Ladesäulen - das war kein Ölkonzern sondern der Lokale Grossbäcker, der das mit Investoren durchgezogen hat.
    Klar das die dort auch einen Backshop haben und dort Umsatz generieren wollen, irgentwoher müssen die 18 Mio EUR Invest auch wieder zurückkommen.

    Audi baut in Süddeutschland für seine (!) Kunden Premium-Ladestationen mit VIP-Lounge usw., warum wohl - um nochmehr Umsatz mit denen zu generieren und die Kunden zu binden.
    Der Nissan-e-Auto Fahrer kann dort zwar auch laden aber nicht die VIP-Lounge nutzen, sondern sein mitgebrachte Brötchen gerne dann draussen essen.

  14. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: berritorre 17.01.22 - 17:43

    Interessant. In dem Fall frage ich mich aber schon, warum viele Tankstellen das "Einkaufen" bei ihnen nicht angenehmer machen.

  15. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: splash42 17.01.22 - 19:35

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > John2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Den Gewinn macht größtenteils BP (bei Aral-Tankstellen), der Pächter
    > verdient nicht selten mehr am Verkauf von Waren im Shop als am Sprit. Das
    > dürfte bei den Schnelladesäulen nicht anders oder sogar noch schlimmer
    > sein.

    WENN die Schnellladesäulen überhaupt bei den Tankstellen abseits der Autobahnen entstehen. An den Autobahnen gibt es wenig Alternativen, ansonsten gibt es Ladesäulen inzwischen sogar oft auf den Aldi-Parkplätzen oder im Einkaufszentrum. Da geht man dann einkaufen und der Wagen läd auf, ohne dass man warten muss. Oder gleich an der heimischen Steckdose mit Strom aus den eigenen Solarzellen.

    Momentan ist eine Tankstelle eine Spezialkonstruktion mit Tanks, Pumpen, Zapfsäulen etc. Ladestationen sind zwar auch nicht ganz ohne, aber trotzdem wesentlich einfacher als eine ganze Pumpstation und entsprechend ist man weniger auf so etwas wie eine Tankstelle angewiesen, auch wenn es die auch noch geben wird.

  16. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: BluePhoenix 18.01.22 - 09:43

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn der Pächter Glück hat, reicht die Provision für den Sprit so gerade,
    > um die Pacht zu bezahlen. Wirklich Geld verdient wird im Shop. Und da
    > könnte sich die E-Säule auch so halbwegs lohnen, die Kunden stehen ja ne
    > ganze Zeit da, da kann man ja mal Kaffee und was zu essen holen.

    Wobei er selbst für das was er im Shop verkauft per Vertrag verpflichtet ist, das Zeug von Aral zu kaufen und nicht etwa aus dem Supermarkt. Unnötig zu erwähnen, dass der Preis den Aral bietet natürlich teurer ist..

  17. Re: Wie war das mit den armen Tankwarten

    Autor: dummzeuch 18.01.22 - 16:14

    Tuxraxer007 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > John2k schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > , die nur einen Bruchteil eines Cents pro Liter verdienen? Zumindest gab
    > es
    > > ja so einige Foristen, die das Gerücht immer heftig verteidigt haben.
    > Das war ja noch nie anders.

    Doch, war es mal. Und selbst heute gibt es noch die sog. "Freien Tankstellen", die keinem Mineralölkonzern gehören.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tankstelle#Freie_Tankstellen

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