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  5. › Energiespeicherung: Wasserstoff…

Brennstoffzellen zu komplex

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  1. Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: FreierLukas 04.09.17 - 20:16

    Ein Auto das mit Brennstoffzelle braucht prinzipiell alles was ein "normales" Elektrofahrzeug auch braucht plus Brennstoffzelle. Das einzige "Problem" (was keines ist) ist doch die Reichweite und wie lange es dauert sein Auto aufzuladen.

    Wie groß ist aber der Anteil an Leuten die täglich mehr als 300 km zurücklegen? Ich schätze der Anteil ist viel zu klein um komplexe Systeme wie die Brennstoffzelle zu rechtfertigen. Das einzige was fehlt ist die Lade-Infrastruktur damit jeder morgens mit vollem Akku losfahren kann. Ist das aber wirklich so ein riesen Problem? Oder macht man es nur zu einem?

    Potenzielle elektrische Energie speichert man am besten physikalisch als Elektronen in einem Behältnis. Die Forschung sollte sich deshalb meiner Meinung nach darauf konzentrieren möglichst masse-effziente Behältnisse zu erforschen und nicht mit Chemie rumzutricksen. Chemie stinkt (oft) :)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.17 20:20 durch FreierLukas.

  2. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: Reitgeist 04.09.17 - 21:33

    Schau mal, wie viele verschiedene Fahrzeugvarianten es gibt. Vom Kleinwagen über den Kombi bis zum SUV, vom Stadtauto bis zum Supersportwagen. Es gibt so viele verschiedene Kategorien weil es Menschen mit ganz unterschiedlichen Anforderungen an ihr Auto gibt.

    Genauso ist es mit der Antriebsart. Brennstoffzelle und BEV sind keine Konkurrenten, sondern Technologien die in unterschiedlichen Kategorien die Bedürfnisse der Nutzer erfüllen.

  3. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: s3bmai 04.09.17 - 23:24

    Brennstoffzellen sind eine gute Lösung für Fahrzeuge deren Routen immer gleich oder planbar sind z.b. Trucks oder meine lieblings Hassobjekte: Dieselloks und wie man hier sieht ist das wohl sogar in der Testphase und noch ein Wunder, sogar bei uns!
    http://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Erster-Brennstoffzellenzug-rollt-aufs-Gleis,brennstoffzellenzug106.html

    Die Energiedichte von Wasserstoff ist nicht hoch, selbst bei 600 bar wie der Artikel sagt. Rein theoretisch macht es sinn für Anwendungen wo Platz keine große Rolle spielt, aka Bahn, Schiff etc. flüssiger Wasserstoff wäre auch eine Option, jedoch definitiv mit zusätzlichem Wartungsaufwandt verbunden, fragt mal die Leute in der Raumfahrt wo flüssiger Wasserstoff überall hin kommt wenn man nicht hin schaut (Stichwort tunneln..) und was der so verspröded was eig. als super stabil gilt :/

    und das sage ich als Batterieforscher.. also durchaus übermäßig kritische Meinung ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.09.17 23:25 durch s3bmai.

  4. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: unholy79 05.09.17 - 08:52

    s3bmai schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    >
    > Die Energiedichte von Wasserstoff ist nicht hoch, selbst bei 600 bar wie
    > der Artikel sagt. Rein theoretisch macht es sinn für Anwendungen wo Platz
    > keine große Rolle spielt, aka Bahn, Schiff etc. flüssiger Wasserstoff wäre

    Auch auf Schiffen spielt Platz eine große rolle.

  5. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: Voutare 05.09.17 - 08:54

    FreierLukas schrieb:
    > Ein Auto das mit Brennstoffzelle braucht prinzipiell alles was ein
    > "normales" Elektrofahrzeug auch braucht plus Brennstoffzelle.

    Dass ist nicht ganz korrekt, der Auto kann mit erheblich weniger Batterien auskommen.

  6. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: Anonymer Nutzer 05.09.17 - 09:09

    unholy79 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > s3bmai schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > >
    > > Die Energiedichte von Wasserstoff ist nicht hoch, selbst bei 600 bar wie
    > > der Artikel sagt. Rein theoretisch macht es sinn für Anwendungen wo
    > Platz
    > > keine große Rolle spielt, aka Bahn, Schiff etc. flüssiger Wasserstoff
    > wäre
    >
    > Auch auf Schiffen spielt Platz eine große rolle.

    Wenn man mit einem Wasserstoff oder anderen Antrieben Geld beim Transport sparen kann, kann man dadurch auch einige Container durch Wasserstofftanks (oder Akkupaks oder sonstwas) ersetzen. Bei Autos aber einfach den Kofferraum für einen Tank zu opfern ist zwar bei einigen Leuten möglich, aber ein Großteil würde soein Auto niemals kaufen.

  7. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: Klawifiantix 05.09.17 - 12:12

    Wenn man keine Autos mehr brauchen würde, wären die Straßen freier.
    Ich behaupte, dass solange sich nichts an den Gewohnheiten der Menschen was ändert, sich nichts ändert. Hier wird so viel mit Zahlen gedreht, hin und her gerechnet... Dabei ist die Lösung sehr einfach: Nicht Auto fahren.
    Nicht einfach ist es für 98% der Menschen das zu verstehen. Diese Exemplare glauben ein Anrecht auf Rücksichtslosigkeit inne zu haben.
    In der Nähe des Arbeitsplatzes und einer Einkaufsmöglichkeit zu leben und alle Strecken zu Fuß bewältigen. Entfernte Orte mit der Bahn erreichen... Sehr alte, simple Konzepte die bei Autoliebhabern nie Anklang finden würden.
    Ich finde es immer Amüsant, wenn Menschen davon ausgehen immer mehr haben zu können, ohne Abstriche zu machen.

  8. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: domino-bs 05.09.17 - 13:52

    Ok, habe verstanden es würde Dein Problem lösen, wenn keiner mehr Auto fährt...

    Dann motivier doch mal einen Autofahrer wie mich:
    Nenn mir mal Gründe, warum ich nicht mit meinem Diesel zur Arbeit und zum Einkaufen fahren sollte.

    Zu meiner Motivation:
    - Auto und Diesel kann ich mir leisten und gibt es problemlos zu kaufen.
    - Ich selbst habe noch keine gesundheitliche Beeinträchtigung, die auf Abgase etc. zurückzuführen sind.
    - Wenn ich den Wagen nutze spare ich massiv Zeit im Vergleich die strecken zu Fuß zu gehen.

    Tipp:
    Wenn Du möchtest, dass jemand seine Gewohnheiten ändert, dann musst Du ihm Anreize (also direkten, messbaren Nutzen) anbieten. Alternativ musst Du ihn mit Gewallt zwingen...

    Abgesehen davon solltest Du Dich mal dringend mit einem Orthopäden oder Chiropraktiker unterhalten, was mit Deinen Fingergelenken, Knien, etc. passiert, wenn Du Dich ein leben lang als Lastenträger betätigst. Abnutzung gibt es leider auch massiv bei uns Menschen. Und spätestens da bedanke ich mich bei meinem Auto, dem ich viel lieber ein paar neue Stoßdämpfer kaufe, als mir ein neues Kniegelenk ;-)

    DoM

  9. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: 0xDEADC0DE 06.09.17 - 15:15

    FreierLukas schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das einzige was fehlt ist die
    > Lade-Infrastruktur damit jeder morgens mit vollem Akku losfahren kann. Ist
    > das aber wirklich so ein riesen Problem? Oder macht man es nur zu einem?

    Stelle dir ein Haus mit 18 Parteien vor. 6 davon haben eine Garage. 3 einen Stellplatz, der Rest Carports. Somit könnten 6 Fahrzeugbesitzer ihre Fahrzeuge ohne Probleme laden, die anderen nicht. Der komplette Parkplatz müsste an allen 12 Parkplätzen mit Strom versorgt werden und was ist mit den Zweitfahrzeugen, die man auf einem öffentlichen Parkplatz weiter entfernt abstellen muss?

    Ein Fahrzeug jeden Tag zu laden ist absolut unpraktisch und infrastrukturtechnisch gar nicht machbar. Selbst jeder 2. Tag wäre eine Qual.

  10. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: Keepo 07.09.17 - 20:03

    Klawifiantix schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn man keine Autos mehr brauchen würde, wären die Straßen freier.
    > Ich behaupte, dass solange sich nichts an den Gewohnheiten der Menschen was
    > ändert, sich nichts ändert. Hier wird so viel mit Zahlen gedreht, hin und
    > her gerechnet... Dabei ist die Lösung sehr einfach: Nicht Auto fahren.
    > Nicht einfach ist es für 98% der Menschen das zu verstehen. Diese Exemplare
    > glauben ein Anrecht auf Rücksichtslosigkeit inne zu haben.
    > In der Nähe des Arbeitsplatzes und einer Einkaufsmöglichkeit zu leben und
    > alle Strecken zu Fuß bewältigen. Entfernte Orte mit der Bahn erreichen...
    > Sehr alte, simple Konzepte die bei Autoliebhabern nie Anklang finden
    > würden.
    > Ich finde es immer Amüsant, wenn Menschen davon ausgehen immer mehr haben
    > zu können, ohne Abstriche zu machen.

    oh gott, so ein schwachsinn. als ob sich die leute aussuchen mit dem auto zur arbeit fahren zu müssen. das spritgeld würde nämlich jeder lieber sparen. deswegen fahren die meisten auch in fahrgemeinschaften wenn es möglich ist. ich fahre grade mal 15mins zur arbeit mit dem auto, sind im jahr dennoch ca 4000km, trotz fahrgemeinschaft! aber sehe schon wir haben einen experten sitzen.

  11. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: matbhm 09.09.17 - 17:20

    Also gut, dass ist nun dann eher ein schlechtes Argument. Wer nur 15 Minuten mit dem Auto zur Arbeit fährt, der kann das dann nun wirklich auch mit dem Fahrrad. Nur: Die große Masse der Leute fährt viel weiter. Und der Ansatz, nutzt stattdessen alle den ÖPNV, ist schon deswegen falsch, weil der das nicht Mal ansatzweise bewältigen würde. Der ist doch zu den Spitzenlastenzeiten schon heute überfordert! Und: Das ganze Land ist doch auf's Auto eingestellt. Da, wo man früher fußläufig den nächsten kleinen Lebensmittelladen usw. erreichen konnte, haben die doch längst geschlossen und sind durch große und weit auseinanderliegende Supermärkte ersetzt worden. Alles liegt inzwischen so weit entfernt, dass man - jedenfalls, wenn man älteren Datums ist - das nur noch zumutbar mit dem Auto schaffen kann. Und wer sollte schon in unmittelbarer Nähe zu seinem Arbeitsplatz wohnen können - zumal für viele sich der Arbeitsplatz häufiger ändert! Jedesmal umziehen - in Großstädten schon deswegen ausgeschlossen, weil man inzwischen froh sein kann, wenn man überhaupt noch eine - bezahlbare - Wohnung findet!

  12. Re: Brennstoffzellen zu komplex

    Autor: quineloe 15.09.17 - 00:28

    0xDEADC0DE schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > FreierLukas schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das einzige was fehlt ist die
    > > Lade-Infrastruktur damit jeder morgens mit vollem Akku losfahren kann.
    > Ist
    > > das aber wirklich so ein riesen Problem? Oder macht man es nur zu einem?
    >
    > Stelle dir ein Haus mit 18 Parteien vor.

    Wäre mal interessant zu wissen, welcher Anteil der Bevölkerung tatsächlich in derart großen Häusern wohnt.

    Das Viertel, das aufm Land lebt, dürfte da schon mal komplett raus sein.

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