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  5. › Energieversorgung: Wasserstoff…

Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

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  1. Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: rainer_d 22.05.20 - 16:46

    Also, wenn man dann ein E-Auto damit lädt und 100km fährt?

  2. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: Netzweltler 22.05.20 - 17:02

    rainer_d schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Also, wenn man dann ein E-Auto damit lädt und 100km fährt?
    In etwa gleich.
    Die Verluste beim Strom vom Kraftwerk bis zum Akku sind nicht zu vernachlässigen.
    - Stromerzeugung im (Kohle-)Kraftwerk: ca. 50% el. Wirkungsgrad
    - Stromtransport über Kupferleitung und Hoch-/Runtertransformieren ca. 70% Wirkungsgrad
    - Stromspeicherung und -nutzung im Li-Ionen-Akku: 95%
    - Nutzung im Elektromotor: ca. 90%
    Macht also ca. 30% Gesamtwirkungsgrad.

  3. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: Mixermachine 22.05.20 - 18:00

    Es geht hier doch um ein Windrad.
    Windrad - Wasserstoff - Auto
    Oder
    Windrad - Stromleitung - Auto

    Wenn da keine größeren Neuerungen beim Wasserstoff dazugekommen sind, liegt man wahrscheinlich immer noch bei ca dem dreifachen Energiebedarf.

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

  4. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: tzarchen 22.05.20 - 18:50

    Sollte man damit Wasserstoff als primären Energieträger gewinnen wollen ist der Wirkungsgrad viel schlechter als die direkte Nutzung des Stroms.
    Interessant wird es wenn man den Wasserstoff aus Überkapazität bei Windenergie erzeugt. Das Windrad erzeugt dann Wasserstoff anstatt das man es abschalten muss. Da diese Energie in dem Fall der Abschaltung komplett wegfallen würde kann man halt auch irgendwas mit geringem Wirkungsgrad damit machen. Allemal grüner als den Wasserstoff aus Erdgas zu gewinnen.

  5. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: thinksimple 22.05.20 - 19:03

    Mixermachine schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier doch um ein Windrad.
    > Windrad - Wasserstoff - Auto
    > Oder
    > Windrad - Stromleitung - Auto
    >
    > Wenn da keine größeren Neuerungen beim Wasserstoff dazugekommen sind, liegt
    > man wahrscheinlich immer noch bei ca dem dreifachen Energiebedarf.


    Besser jedenfalls als das ein kompletter Windpark ausgeschaltet wird weil den Strom keiner braucht bzw. mit minuspreis verkauft werden muss.
    Auch wenn der WG nur 40% ist so ist er sehr viel besser wie Null. Ja man könnte sich riesige Akkustationen bauen. Hilft nur nicht viel wenn sie voll sind und ich den Strom ganz woanders bräuchte. Leider sind paar wenige im Namen der Umwelt gegen alles.
    Über die Erdgaspipeline kommst du auch in den Süden und woanders hin.

    Alleinfahrende Autos hin oder her,
    aber Backpapierzuschnitte sind schon eine geile Erfindung.

  6. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: Flasher 24.05.20 - 20:15

    Der Wirkungsgrad ist Wumpe, denn selbst geringer Wirkungsgrad ist besser als die Energie einfach verpuffen zu lassen, weil man sie just im Moment nicht braucht.

  7. Re: Und wie ist da am Ende der Wirkungsgrad?

    Autor: Harddrive 25.05.20 - 13:28

    Oh man, wie ich dieses Wirkungsgrad-Gerede im Bezug auf Wasserstoff "liebe". Derzeit gibt es nur 136.000 in Deutschland zugelassene E-Autos. Diese werden dem Alltag entsprechend auch wieder aufgeladen, damit der Besitzer zur Arbeit, Supermarkt, etc. fahren kann. Und trotzdem können bei den Windkraftanlagen ca 5 TWh an Strom nicht produziert werden, da die Anlagen abgeschaltet werden müssen, weil nicht genügend Abnehmer da sind!
    Um das mal rechnerisch klar zu machen:
    - der Deutsche fährt im Schnitt 13.000 km im Jahr
    - ein E-Auto verbraucht im Schnitt ca 15 kWh pro 100 km
    - die Windräder haben im Jahr einen einen Verlust durch Abschaltung in Höhe von 5 TWh oder 5.000.000.000 kWh
    - der Durchschnittsdeutsche braucht mit seinem E-Auto 1.950 kWh Strom im Jahr
    - um diese 5 TWh im Jahr aus der Windkraft verbrauchen zu können, braucht man also 2.564.102 E-Autos

    Wir sind also noch weit davon entfernt diesen Verlust durch E-Autos abfangen zu können. Von daher ist der etwas schlechtere Wirkungsgrad im Vergleich zum Speichern im E-Auto also sche**s egal!
    Zudem könnte man, wenn die Elektrolyseure an Land aufgestellt würden, auch die Abwärme nutzen, um diese ins Fernwärmenetz einzuspeisen. Dieses würde den Wirkungsgrad auf um die 90 % bringen.
    Hört also bitte auf sinnlos über Wirkungsgrade zu sprechen, nur weil das E-Auto theoretisch etwas besser im Wirkungsgrad ist, aber praktisch es noch bei weitem nicht genug E-Autos gibt, um eine realistische Lösung zu sein!
    Ausserdem bedarf es für die Energiewende mehrere Puzzleteile, um ein ganzes Bild zu werden. Das E-Auto ist nur ein Baustein, kann aber derzeit weder in der Energiespeicherung noch im Verkehrssektor als alleinige Lösung für eine grüne Zukunft sein. Daher müssen mehrere Wege genutzt werden, sonst ist die Energiewende nicht rechtzeitig zu schaffen.

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