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Sinnvoll..

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  1. Sinnvoll..

    Autor: Michael H. 07.12.20 - 17:08

    Meines Erachtens ist das eine der sinnvollsten Anwendungsmöglichkeiten der Brennstoffzelle.
    Jedoch nur in Verbindung mit einer entsprechenden Photovoltaik und Elektrolyseanlage.

    Ich weiss nicht wie es bei anderen daheim aussieht. Aber wir haben unsere Spikes erst ab 18-19 Uhr bis 00 Uhr im Stromverbrauch, weil 66,6% unseres Haushalts arbeiten sind und damit nicht daheim.
    Aktuell sogar 100%.

    Daher würde es absolut sinn machen, dass die Photovoltaik tagsüber H2 produziert und in Tanks abspeichert, wenn die Sonne am meisten Energie liefert. Abends, wenn es dämmert bzw. dunkel wird, wird der gesammelte Strom dann verbraucht über die Brennstoffzelle generiert bzw. gewandelt und über einen Pufferspeicher direkt verbraucht. Alles was dann über bleibt, wird über den normalen Strom gezogen.

    Alternativ kann man z.B. auch sagen, dass man bis max. 40, 50 oder 60% der eigenen H2 Vorräte aufbrauchen darf, dann soll der reguläre Strom anspringen, womit man dann auch im Falle eines Stromausfalls nicht komplett im dunkeln steht.

    Da stationär, kann man die H2 Tanks auch entsprechend sicher bauen.

    Klar würden dann die Stromanbieter im Dreieck springen, da Sie einem dann nicht günstig den Strom abkaufen und wieder verkaufen können.. Aber es würde imho generell das Stromnetz entlasten und würde tatsächlich erhebliche Einsparungen ermöglichen. Sagen wir ich habe einen täglichen Strombedarf im Schnitt von x. Tagsüber habe ich 1/x tel von dem Verbrauch den ich Abends habe und meine Anlage produziert bei schönem Wetter genug, dass der Verbrauch tagsüber gedeckt ist, sowie 80-90% über meinem Durchschnittsverbrauch Abends in H2 vorrätig sind... dann kann ich die Stromkosten auf einen kleinen Einstelligen Prozentbetrag meines regulären Verbrauchs und den damit verbundenen Stromkosten senken.

    Damit könnte sich durch die erheblichen Einsparungen auch so eine Anlage finanzieren und mir nach relativ kurzer Zeit bares Geld bringen, da man dann fast autark läuft.

    Wie gesagt... die Stromanbieter würden im Dreieck springen, wenn die Kunden kaum noch was zahlen... aber anders seh ich es nicht, dass man die Netze auch für die Elektromobilität nutzen könnte.

    In meinen Augen.. und erschießt mich jetzt nicht für meine Meinung, ist das aktuelle Stromkonzept komplett obsolet.
    Es macht keinen Sinn mehr, dass ein Kraftwerk ganz allein eine ganze Region versorgt.
    Eher wäre es Sinnvoller, wenn jede Immobilie sofern möglich sich selbst versorgt bzw. einspeist und der Rest vom Kraftwerk gespeist wird. Für die Zukunft wird es nämlich immer schwerer irgendwo Zentral Kraftwerke zu bauen oder großflächige Stromproduzenten anzulegen wie Windparks oder Solarparks. Stattdessen könnte man z.B. die eh schon bebaute Fläche mit Wohn- und Industriegebieten für Solar nutzen.
    Ich glaube da muss niemand großartig rechnen... aber es gibt sicherlich eine ordentliche Fläche, wenn man allein nur 30-40% aller Dachflächen in Deutschland von Wohnhäusern und Industriegebäuden zusammenrechnet.

  2. Re: Sinnvoll..

    Autor: tritratrulala 07.12.20 - 17:21

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich weiss nicht wie es bei anderen daheim aussieht. Aber wir haben unsere
    > Spikes erst ab 18-19 Uhr bis 00 Uhr im Stromverbrauch, weil 66,6% unseres
    > Haushalts arbeiten sind und damit nicht daheim.
    > Aktuell sogar 100%.
    >
    > Daher würde es absolut sinn machen, dass die Photovoltaik tagsüber H2
    > produziert und in Tanks abspeichert, wenn die Sonne am meisten Energie
    > liefert. Abends, wenn es dämmert bzw. dunkel wird, wird der gesammelte
    > Strom dann verbraucht über die Brennstoffzelle generiert bzw. gewandelt und
    > über einen Pufferspeicher direkt verbraucht. Alles was dann über bleibt,
    > wird über den normalen Strom gezogen.
    >

    Zentrale Anlagen haben noch viel deutlichere Vorteile:

    - Da die Tanks ruhig groß sein dürfen, braucht man keine 300 bzw. 700 Bar Druck, da reichen auch << 100 Bar. Die Sicherheitsproblematik ist damit stark abgeschwächt.

    - Große Brennstoffzellen (Hochtemperatur-Brennstoffzellen) sind etwas effizienter als PEM-Brennstoffzellen und viel langlebiger. Das gilt aber nur für größere Anlagen, keine Hausanlage.

    - Die reichliche Abwärme (aufgrund der mangelnden Effizienz) kann man tatsächlich sinnvoll verwenden, um Wasser zu erhitzen und zu heizen. Beim PKW/LKW pustet man die meiste Hitze raus, und selbst im tiefsten Winter liefern Brennstoffzellen zu viel Abwärme. Bei Großspeicheranlagen könnte man sogar Fernwärme machen.

  3. Re: Sinnvoll..

    Autor: Spekulant 07.12.20 - 18:24

    "Stromanbieter würden im Dreieck springen"

    Shut up and take my money!!! 111 elf xD

  4. Re: Sinnvoll..

    Autor: errich 07.12.20 - 20:56

    Das Konzept mit PV + Pufferbatterie, Elektrolyseur, H2-Tanks und BZ gibt es schon häufiger im Einsatz, vor allem dort, wo man autark ist / keinen Netzanschluss hat. Das musst du für dich durchrechnen: Der Preis für ein kleines H2-System für ein Einfamilienhaus liegt im oberen fünfstelligen Bereich. Du sparst im Idealfall komplett den Netzstrom und Gas/Öl für Heizung+Warmwasser. Das rentiert sich wahrscheinlich erst nach mind. 10 Jahren.
    Bsp.: https://www.homepowersolutions.de/produkt

  5. Re: Sinnvoll..

    Autor: MrAndersenson 07.12.20 - 21:33

    Strom speichern? Akku ~90% Effizienz.

    Da gibts mittlerweile rollende mit Strom bidirektional (laden/liefern) - und wenn nach 10-20 Jahren Karosserie weggerostet ist tun die "rollAkkus" stationär immernoch min. 10-20Jahre.
    -> kann Mensch schön auf Arbeit laden und Energie mit nach Hause bringen bzw. zu Haus Strom tanken wenn Sonne auf eigene Photovoltaik brennt.

  6. Re: Sinnvoll..

    Autor: subjord 08.12.20 - 02:33

    MrAndersenson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Strom speichern? Akku ~90% Effizienz.
    >
    > Da gibts mittlerweile rollende mit Strom bidirektional (laden/liefern) -
    > und wenn nach 10-20 Jahren Karosserie weggerostet ist tun die "rollAkkus"
    > stationär immernoch min. 10-20Jahre.
    > -> kann Mensch schön auf Arbeit laden und Energie mit nach Hause bringen
    > bzw. zu Haus Strom tanken wenn Sonne auf eigene Photovoltaik brennt.

    Ja aber mit so einem Akku kann man in der Regel auch nur 60-70% des eigenen Stromverbrauchs decken. Für den Rest benötigt man entweder deutlich mehr Akku oder Langzeitspeicher wie Wasserstoff. Für den normalen Tagesbedarf würde ich auch Batterien verwenden. Die sind deutlich effektiver.

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