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Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

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  1. Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: hans12 28.04.19 - 16:41

    Bei der Diskussion um die Brauchbarkeit von Wind und Sonne wird ja immer darauf abgehoben, dass diese beiden Energielieferanten ja nun von Natur aus sehr unregelmäßig und unzuverlässig zur Verfügung stehen.
    In dem Zusammenhang kommt immer der Begriff der "Dunkelflaute" auf. Also der Zeit, in der weder Wind weht, noch die Sonne scheint.

    Nun werden ja schon sehr viele Jahre großflächig Wetterdaten gesammelt.
    Da müsste sich doch relativ einfach herausfinden lassen, wann und wie lange es in den vergangenen 50 Jahren so eine Dunkelflaute gab!

    Auf die Schnelle Suche habe ich dazu aber keine Quelle gefunden.
    Hat da jemand was?

  2. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: Kretikus 28.04.19 - 18:00

    Energy-Charts.de

  3. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: chefin 29.04.19 - 11:07

    Über den Daumen gepeilt würde ich mal einen 6 Wochen Puffer anvisieren.

    Setzen wir ausschliesslich auf Wind, kann er kleiner werden. Kommt Solar dazu ist der Winter mit 3-4 Monaten anzusetzen in denen wenig bis kein Ertrag rauskommt. 4 Monate überbrücken mit Speicherenergie unter der Vorgabe, das Wind auch im Winter ab und an ganz schön kräftig bläst bringt mich also zu oben genannten 6 Wochen.

    Aber wir sind im europäischen Stromverbund, heist wir haben auch Regionen in denen viel Sonne scheint auch im Winter. Und Regionen die starke Winterstürme haben. Das zusammen zu kalkulieren ist eine Aufgabe die man nicht mal eben in 1 Tag stemmt. Der ganze Norden Europas sollte stark auf Wind setzen, das bringt dort deutlich höhere Erträge, während der Süden auf Solar und Wind im fast gleichen Maße bauen. Deutschland sollte Südlich ab Hessen ebenfalls Solar + Wind halbe halbe aufbauen, nördlich jedoch mehr Windenergie.

    Und vieleicht muss man das ganze sogar noch Regional unterteilen. Und dann müssen wir Puffer bauen und das Leitungsnetz so stärken das im Zweifel mehrere Länder komplett aus dem Verbund versorgt werden, ohne das Eigenproduktion bereit steht. Aktuell sind allenfalls 10-20% Ausgleichsbeträge möglich. Also Netzkapazität verfünffachen.

    Bei den momentanen Ablehnungen und Widersprüchen gegen Leitungsbauten dürften wir damit so in 30-50 Jahren langsam auf einen grünen Zweig kommen.

  4. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: MeinungsfreiheitIstNichtVerhandelbar 29.04.19 - 18:37

    Die Sicherheit der Energieversorgung unseren Landes würde ich nicht "über den Daumen" anpeilen. Ich habe extra einen Thread aufgemacht und dort die detaillierteste Berechnung der Speicherfrage, die mir bekannt ist, verlinkt. Auf dieser Grundlage kann man diskutieren. Quintessenz ist: Die Energieversorgung eines Landes wie Deutschland überwiegend aus Volatilen Quellen und Speichern zu beziehen ist hahenbüchener Unsinn. So viele Speicher kann man realistisch gesehen überhaupt nicht bauen.

  5. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: b.mey 30.04.19 - 09:28

    Die gesamte (Primär-)Energieversorgung lässt sich so kaum darstellen, das stimmt. Die notwendigen Maßnahmen um das zu schaffen sind viel zu krass und dürften faktisch nicht zu stemmen und nicht zu vermitteln sein. Es gibt hierbei primär um die Stromversorgung, also nur einen Teil der Primärenergieversorgung. Und der lässt sich sehr gut europaweit und deutschlandweit komplett über Erneuerbare Quellen und Speicher realisieren.

    Um aber langfristig die gesamte Primärenergieversorgung in Europa (und Afrika) auf Basis erneuerbarer Energien sicher zu stellen, kommen wir eben nicht ohne Import-Energie aus. Also genauso wie heute, wo wir von (Stein-)Kohle, Öl und Erdgas Importen abhängig sind. Wir sollten aufhöhren zu glauben, man könne die Zeit zurück drehen und irgendein Land könnte dauerhaft vernünftig ohne den Handel mit lokal verfügbaren Ressourcen und/oder KnowHow mit anderen Ländern klar kommen. Es geht nur über globalen Handel. Nur ist es für uns alle schlecht, wenn wir fossil gelagerte Kohlenstoffe durch die Welt bewegen um es dann an einem anderen Ort in CO2 zurückzuverwandeln und in der Umwelt und Atmosphäre zu deponieren.

    Nordafrika und Teile der Sahara eigenen sich perfekt zur effektiven Energieerzeugung auf regenerativer Basis. Ganz Afrika und Europa würde davon profitieren. Wir haben sowohl die Techhnologie für die Langstrecken Hochspannungs Gleichstrom-Leitungen als auch für Solarthermie Hochleistungskraftwerke die rund um die Uhr Solarenergie in den Wüstenregionen Nord-Afrikas produzieren könnten. Wir haben technologisch alles was wir dafür brauchen. Allein die internationale und die europäische Poltitik behindern uns. Und wenn wir zusätzlich zu den sinnvoll nutzbaren Speicher und Erzeugungsquellen für erneuerbare Energien in Europa und Deutschland auch noch das Potential von Afrika für Energieimport erschließen würden, wäre sogar die gesamte Primärenergieversorgung in Europa erneuerbar möglich.

    Und als positiven Nebeneffekt würde man eine Menge lokale Wertschöpfung in Nord-Afrikanischen Staaten ermöglichen und somit ohne Zugriff auf Fossile Kohlenstoffe dort potentiell für mehr Wohlstand und Wirtschaftswachstum sorgen können. Was wiederum viele Probleme lösen kann.

    Klingt alles evtl. idealistisch. Aber Fakt ist: Wir haben kein technologisches unlösbares Problem: Wir haben bereits die Technologien entdeckt und können sie bauen. Das heißt der Fokus sollte wirklich langsam bei der Politik liegen, bis 2050 auch für eine entsprechende Realisierung zu sorgen. Und weil das Themen von globalen interantionalen Ausmaßen sind, werden wir die Lösung dieser Probleme weder national lösen können noch können wir es dem Markt überlassen. Hier braucht es klassische altmodische internationale muliliterale Politik, beginnend mit Europa. Daher ist es nur nachvollziehbar, dass die großen Leugner eines von uns Menschen extrem beschleunigten Klimawandels häufig bei den stark oder stärker nationalistisch orientierten Parteien zu Hause sind. Denn eine reine Primärenergieversorgung rein national ist ausschließlich auf Braunkohle-Basis zu lösen. Aber solange wir hier nicht 100% des entstehenden CO2s abscheiden und wieder in fester Form in der Erde einlagern können, ist das eben keine Zielführende Lösung. Die großen Probleme der Zeit lösen wir eben nicht mehr national.

    Achso, Dunkelflauten sind ein nationales Problem. Schon eine europäisch noch enger vernetztes Strom- und Speichernetz lösen diese Probleme. Natürlich braucht es dafür Stromleitungen. Die Kosten für die wichtigste nationale Nord-Süd Trasse sind in etwa die eines modernen (neuen) Kernkraftwerks. Also bezogen auf die jeweilige Relevanz zur Stromversorgungssicherheit im Verhältnis zu den Kosten absolut vertretbar.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.04.19 09:30 durch b.mey.

  6. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: MeinungsfreiheitIstNichtVerhandelbar 30.04.19 - 21:33

    1. Nein auch "nur" die Stromversorgung lässt sich mitnichten allein über volatile Energiequellen und Speicher realisieren. Dazu verweise ich nochmal auf die von mir im anderen Thread verlinkte ausführliche Berechnung des Prof. Dr. Hans-Werner Sinn. Wenns so einfach ist, warum macht man es dann nicht, hier stehen inzwischen bereits 28.000 Windräder im Land, wo sind die Speicher dafür?

    2. Das Klima ist ein chaotisches System, inwiefern kann man Prognosen wie es sich entwickelt und wer dafür in welchem Maße "verantwortlich" sein soll "leugnen"? Im Gegenteil, wer behauptet dies zu wissen der hat die Seriösität eines Glaskugel- oder Kaffeesatzlesers. Wir sollten ja bereits jetzt in der "neuen Eiszeit" befinden, wurde vor einigen Jahrzehnte von "Wissenschaftlern" prognostiziert, naja das war ganz offensichtlich falsch. Überhaupt stelle ich einen Beweislastumkehr fest, es wird eine These aufgestellt, wer sie anzweifelt "leugnet", anstatt das man sie überhaupt erstmal bewiesen wird. Nüchtern betrachtet hat es schon immer Schwankungen im Klima gegenben in den letzten tausend Jahren einige hundert Jahre die mittelalterliche Warmzeit ("zufälligerweise" von Al-Gore in seiner gefälschten Hockeystickurve ignoriert), dann einige hundert Jahre die kleine Eiszeit. Das es nun wieder wärmer wird, scheint mir da eher ein normaler zyklischer Verlauf zu sein. Also bitte vom Skeptiker oder Zweifler sprechen, "Leugner" ist ein politischer Kampfbegriff.

    3. Die Idee den Strom für Europa in Nordafrika zu erzeugen geistert ja schon seit Jahren umher, ist doch aber völlig illusorisch. Hast du dich mal mit den politischen Geschehnissen in den Ländern beschäftigt? Das ist mit die instabilste Region der Welt. Da musst du mal konkret werden, welchen Warlords und Wüstenkriegern willst du unsere komplette Energieversorgung anvertrauen? Oder willst du in die Länder einmarschieren und mit eigenen Truppen die Solarfelder bewachen?

    4. Beim Thema "Nationalismus" sehe ich es genau andersrum, die Globalisten, die sowieso die souveränen Nationalstaaten auflösen wollen nehmen den "Klimaschutz" als Vehikel um dieses Ziel zu verwirklichen. Sie malen die Katastrophe schlechthin an die Wand die nur "gemeinsam" gelöst werden kann, ja und weil mitnichten bzw. eigentlich nie wirklich alle Länder weltweit an einem Strang ziehen bieten sie als "Lösung" eben die Schaffung eines zentral verwalteten Suprastaates an etwa die "Vereinigten Staaten von Europa".

  7. Re: Wieviele Dunkelflauten gab es eigentlich schon?

    Autor: Ach 30.04.19 - 22:49

    Auch wenn mir nicht jeder Vorschlag der hier gefallen ist zusagt, jeder einzelne von denen ist besser als, und gewinnt gegen deinen niemals existiert habenden Energieversorgungsplan. Motzen und Schimpfen ist eben kein Plan, und bis zu diesem Moment kam von dir noch nicht eine konkrete Erläuterung deiner Energieversorgungsutopie.

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