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Energieerhaltung

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  1. Energieerhaltung

    Autor: kimhqz 03.03.15 - 13:09

    Wie man ja weiß, kann Energie nicht erzeugt werden. Gezeitenkraftwerke ziehen Energie aus der Erdrotation bzw. dem Mond-Erde-System.
    Die Erde hat zwar eine enorme Rotationsenergie (ich mag's jetzt gerade nicht ausrechnen :-)) , aber jede Energieentnahme reduziert die Umdrehungsgeschwindigkeit. Wenn die Idee mit den Gezeitenkraftwerken weltweit intensiv umgesetzt wird, wird es vermutlich immer öfter Schaltsekunden geben müssen, bis dann irgendwann der Tag 86401 s hat. Schaltsekunden bringen viele technische Systeme aus dem Takt. Fast in der gesamten Software der Welt sind die 86400 s/d als Axiom eingebaut. Man kann natürlich die Dauer einer Sekunde neu definieren, aber das dürfte noch mehr Probleme bringen.
    Tja, ob also diese Form der "Energiegewinnung" wirklich gut ist? Aus meiner Sicht entscheiden hier Politiker und Bauämter durch die Genehmigung von Gezeitenkraftwerken über geophysikalische Eingriffe, von denen sie nichts verstehen.

  2. Re: Energieerhaltung

    Autor: plutoniumsulfat 03.03.15 - 13:15

    Ich denke, dafür ist die Rotationsenergie viel zu groß.

  3. Re: Energieerhaltung

    Autor: ratzeputz113 03.03.15 - 13:17

    NOCH ist die Energie weitaus größer. Außerdem wissen wir nicht, wie fragil dieses System ist.

    https://forum.golem.de/kommentare/wissenschaft/erneuerbare-energie-gigantische-kraftwerke-sollen-ebbe-und-flut-zu-strom-machen/langfristiger-effekt/90519,4070962,4070962,read.html#msg-4070962

  4. Re: Energieerhaltung

    Autor: PiranhA 03.03.15 - 13:22

    Ich glaube eigentlich nicht, dass es wirklich eine Auswirkung auf die Erdrotation haben kann. Letztendlich wird die Energie ja aus der Bewegungsenergie der Wellen entzogen. Diese fließen dann halt etwas langsamer. In Küstennähe wird sich der Einfluss auf die Strömung der Ozeane auch in Grenzen halten.

  5. Re: Energieerhaltung

    Autor: Icestorm 03.03.15 - 13:24

    Ach gottchen ... So ein Schmarrn!
    Windenergie - ist nicht ...
    Sonnenenergie - da kühlt lokal die Erde ab, vor allem in der Sahara ...
    Was bleibt noch? Bienenwachskerzen (man darf ja nix aus Erdöl machen)
    Oder Strom aus Katzenfell von lebenden Katzen - aber dann kommt der Tierschutzbund daher und man landet fürs Quälen einer Katze 10 Jahre im Knast

    Wieviel Zigtausend Kilometer Küstenlinie gibts? Die Gesamtenergie bleibt Konstant. Im Bereich der Küstenlinien wird sie nur verzögert wieder ans Gesamtsystem zurückgegeben. Und für die Peanuts was in den Generatoren hängenbleibt braucht man sich wirklich nicht den Kopf zu zerbrechen.
    Wahrscheinlich ist manchen Leuten aber alles Suspekt, was über Ochsenkarren und Talgkerzen hinausgeht.

  6. Re: Energieerhaltung

    Autor: cdisch 03.03.15 - 13:24

    Und du meinst ein Gezeitenkraftwerk fällt überhaupt ins Gewicht, bei der gigantischen Menge an Energie die täglich für Ebbe und Flut von der Rotationsenergie "verbraucht" wird.
    Nach meinen Verständnis müsste das auch zu einer Beschleunigung des Mondes führen bzw. früher oder später zu dessen Verlust.
    Dann wird die Erde nicht mehr stabilisiert, usw...

    Naja wir werden es nicht mehr erleben ;-)

  7. Re: Energieerhaltung

    Autor: fehlermelder 03.03.15 - 13:34

    und all die sateliten im orbit könnten die rotation ganz aus dem takt bringen, weil sie die erde bremsen und ständig mit ihrer gravitation in verschiedene richtungen zerren.

    sollte man sofort stoppen.

  8. Re: Energieerhaltung

    Autor: Bouncy 03.03.15 - 13:37

    wahahaha, und die ganzen Solarkraftwerke erst, die die Sonnenstrahlung nicht reflektieren oder absorbieren sondern umwandeln und damit massiv in den Temperaturhaushalt des Planeten eingreifen, das wird der ultimative Klimakollaps!

    So ein Käse :DDD

  9. Re: Energieerhaltung

    Autor: Icestorm 03.03.15 - 13:37

    fehlermelder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > und all die sateliten im orbit könnten die rotation ganz aus dem takt
    > bringen, weil sie die erde bremsen und ständig mit ihrer gravitation in
    > verschiedene richtungen zerren.
    >
    > sollte man sofort stoppen.

    Wenn man nurnoch Start- und Landebahnen in Ost-Westrichtung benutzt und alle Flugzeuge so starten und landen lässt, dass sie der Erdumdrehung entgegenwirken, kann man diesen schädlichen Effekt einigermaßen kompensieren ...

  10. Re: Energieerhaltung

    Autor: fehlermelder 03.03.15 - 13:52

    fun fact: im Winter dreht sich die Erde schneller, weil das Laub von den Bäumen fällt

    http://www.welt.de/wissenschaft/article2609536/Fallendes-Laub-laesst-die-Erde-schneller-drehen.html

  11. Re: Energieerhaltung

    Autor: Icestorm 03.03.15 - 13:53

    Man nehme zwei Gezeitenkraftwerke auf gleicher geographischer Breite mit identischer Leistung, eines an der Westküste, eines an der Ostküste. Beide arbeiten im Gleichtakt bzw. mit dem zeitlichen Versatz unterschiedlicher Gezeiten bedingt durch unterschiedliche geographische Länge. Die minimalen Auswirkungen beider Kraftwerke heben sich gegenseitig auf. An der Nord- und Südküste gibts keinen Effekt.
    Somit ist jeder Versuch von verkappten Naturschützern (Greenpeace?) hier dieser Technologie einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen, sinnlos.

  12. Re: Energieerhaltung

    Autor: Eheran 03.03.15 - 13:53

    Flugzeuge sind aber wurscht, da sie durch die Atmosphäre noch an die Erde gebunden sind. Erst im Weltraum ist der Impuls dann aus dem System.

  13. Re: Energieerhaltung

    Autor: Icestorm 03.03.15 - 14:13

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Flugzeuge sind aber wurscht, da sie durch die Atmosphäre noch an die Erde
    > gebunden sind. Erst im Weltraum ist der Impuls dann aus dem System.

    Nicht ganz. Die Radachsen haben einen Reibungswiderstand und die Räder auch. Auch Fahrzeuge haben diesen. Insofern kommt ein, wenngleich nciht messbarer, Effekt auf die Erdumdrehung zustande - falls mann alle Fahr- und Flugzeuge im exakt selben Augenblick in exakt die gleiche Richtung losfahren lässt.

  14. null problemo

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 14:28

    Das wird locker durch die schmelzenden Gletscher über-kompensiert.

    Soviel Gezeiten-Kraftwerke kannst Du gar nicht bauen um dem entgegen zu wirken
    (mag's grad' nicht ausrechnen).

  15. Re: Energieerhaltung

    Autor: plutoniumsulfat 03.03.15 - 14:28

    Und wenn ich gen Westen springe, dreht sich die Erde schneller ;)

  16. Re: Energieerhaltung

    Autor: ichbinsmalwieder 03.03.15 - 14:35

    kimhqz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie man ja weiß, kann Energie nicht erzeugt werden.

    Naja!
    Man kann immerhin Masse in Energie umwandeln (und somit "erzeugen"), und zwar sehr, sehr viel Energie aus sehr, sehr wenig Masse (E=mc²). Das passiert in Kernkraftwerken.

  17. Re: Energieerhaltung

    Autor: _j_b_ 03.03.15 - 14:35

    Mal angenommen die entnommene Energie würde tatsächlich (ausschließlich) aus der Erdrotation kommen, dann wäre für eine homogene Erde nach etwa 8.2e13 Jahren 1% der Rotationsenergie von einem 1GW Kraftwerk abgezapft worden. Selbst wenn man den gesamten Energiebedarf der Erde von momentan etwa 140 PWh/a durch diese Art der Energieerzeugung bereitstellen würde, würde es immer noch 1.8e10 Jahre dauern bis man 1% der Rotationsenergie der Erde 'verbraucht' hätte. Zum Vergleich: unsere Sonne ist etwa 4.57e9 Jahre alt.

    Also, keine Bange;)

  18. Re: Energieerhaltung

    Autor: Trollversteher 03.03.15 - 14:39

    >Naja!
    >Man kann immerhin Masse in Energie umwandeln (und somit "erzeugen"), und zwar sehr, sehr viel Energie aus sehr, sehr wenig Masse (E=mc²). Das passiert in Kernkraftwerken.

    Ein Kernkraftwerk kann keine Masse in Energie umwandeln.
    Bei der Kernspaltung wird die Bindungsenergie im Atomkern in Form von kinetischer Energie und als Gammastrahlung freigesetzt. Also findet auch hier nur eine Umwandlung von einer Energieform in die andere statt.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.15 14:40 durch Trollversteher.

  19. Re: Energieerhaltung

    Autor: gisu 03.03.15 - 14:43

    kimhqz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie man ja weiß, kann Energie nicht erzeugt werden. Gezeitenkraftwerke
    > ziehen Energie aus der Erdrotation bzw. dem Mond-Erde-System.
    > Die Erde hat zwar eine enorme Rotationsenergie (ich mag's jetzt gerade
    > nicht ausrechnen :-)) , aber jede Energieentnahme reduziert die
    > Umdrehungsgeschwindigkeit. Wenn die Idee mit den Gezeitenkraftwerken
    > weltweit intensiv umgesetzt wird, wird es vermutlich immer öfter
    > Schaltsekunden geben müssen, bis dann irgendwann der Tag 86401 s hat.
    > Schaltsekunden bringen viele technische Systeme aus dem Takt. Fast in der
    > gesamten Software der Welt sind die 86400 s/d als Axiom eingebaut. Man kann
    > natürlich die Dauer einer Sekunde neu definieren, aber das dürfte noch mehr
    > Probleme bringen.
    > Tja, ob also diese Form der "Energiegewinnung" wirklich gut ist? Aus meiner
    > Sicht entscheiden hier Politiker und Bauämter durch die Genehmigung von
    > Gezeitenkraftwerken über geophysikalische Eingriffe, von denen sie nichts
    > verstehen.

    Das ist viel schlimmer als du denkst, die Erdrotation wird umgekehrt, wodurch die Erde aus der Umlaufbahn gerissen wird o_O

  20. Richtig ...

    Autor: Edgar_Wibeau 03.03.15 - 14:43

    ... und falsch. Die Erde wird tatsächlich durch ihre Drehung relativ zum Mond, wie auch zur Sonne, gebremst. Die Rotation des Mondes z.B. ist dadurch (relativ zur Erde) irgendwann stehen geblieben.

    Falsch an Deiner These ist nur, dass die Gezeitenkraftwerke daran etwas ändern könnten. Denn die Energie wird nicht entnommen, sondern nur umgewandelt und verbleibt auf der Erde. Letztlich wird sie in Wärme umgewandelt. Ohne Gezeitenkraftwerk etwas direkter, über Reibung an den Küsten und Meeresuntergund, sowie über Verwirbelung des Wassers (in Verbindung mit der genannten Topologie) selbst. Mit Gezeitenkraftwerken wird der dort umgewandelte (relativ zum Gesamtbetrag winzige) Energiebetrag etwas später nach der Umwandlung in Strom beim Verbraucher in Wärme umgewandelt. Verbeleibt aber in beiden Fällen auf der Erde oder nimmt durch Strahlung am Energieaustausch zwischen Erde und Universum teil.

    Wie man am Mond sieht, braucht's dafür nichtmal Wasser. Die elastische Verformung des erkalteten Gesteins, und sei sie noch so gering, reicht dafür aus.

    Edit: Übrigens geht's bei den Tiden und sämtlichen oben beschriebenen Prozessen nicht nur um das Mond-Erde-System, sondern mit den sichtbaren Auswirkungen wie Ebbe und Flut um das Sonne-Erde-Mond-System. Leicht zu erkennen am Phänomen der Springtide, bei der Sonne, Mond und Erde (ungefähr) auf einer Linie liegen und sich somit Mond-Ebbe/Flut mit Sonnen-Ebbe/Flut addiert. Die beiden Mond-Flutberge fnden sich dabei (uner Vernachlässigung verzögernder Topologie) auf der genau zu- und abgewandten Seite zum Mond, dito für die Sonnen-Flutberge. Auch alle andren Massen im Sonnensystem (und außerhalb desselben) haben Einfluss darauf, allerdings in dramatisch schwindendem Ausmaß analog zu ihrer Gravitationswirkung auf die Erde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.15 14:55 durch Edgar_Wibeau.

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