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langfristiger Effekt?

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  1. langfristiger Effekt?

    Autor: ratzeputz113 03.03.15 - 13:07

    Ich bin ein großer Fan von erneuerbaren Energien - aber wann immer eine solche Idee vorgestellt wird, frage ich mich: Und was passiert, wenn wir skalieren? Was machen wir dann wieder auf der Erde kaputt?

    Bitte missversteht mich nicht - das ist kein Plädoyer für Atomstrom, Braunkohle oder sonstiges. Und mir ist sehr wohl bewusst, dass die derzeitigen Ausbaustufen global gesehen nicht nennenswert in die Natur und ihre Prozesse eingreifen. Was ich nur feststelle ist: Der Mensch kennt seine Grenzen nicht und vieles, was im kleinen toll und gut ist, wird irgendwas einfach skaliert, weil die BWLer das so toll finden - und der Kunde natürlich aufgrund der sinkenden Kosten auch.

    Wie finden wir als Gesellschaft da eigentlich langfristig den richtigen Weg zwischen Ultra-Ökos, die hinter jedem Ausatmen eine CO2-Katastrophe sehen und den "Lobbyisten" und Marketing-Experten, die alles bis ultimo gut reden? Also so, dass wir uns genug Energie "erzeugen" und trotzdem nicht diesen Planet mit einer Sch*** nach der anderen kaputt machen?

  2. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: Bouncy 03.03.15 - 13:34

    ratzeputz113 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin ein großer Fan von erneuerbaren Energien - aber wann immer eine
    > solche Idee vorgestellt wird, frage ich mich: Und was passiert, wenn wir
    > skalieren? Was machen wir dann wieder auf der Erde kaputt?
    Immer etwas. Na und? Dafür ist die Erde da *provozier*!
    > Was ich nur feststelle ist: Der Mensch kennt seine Grenzen nicht
    Woher auch, die Grenzen werden ihm von der Natur diktiert, müssen aber erstmal ausgelotet werden...

  3. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: Otto d.O. 03.03.15 - 13:42

    Was für Auswirkungen könnte so ein Kraftwerk langfristig haben, von der Verbauung der näheren Umgebung mal abgesehen? Die Gezeiten entstehen mit oder ohne Kraftwerk, dafür sorgt der Mond, und der wird wegen ein paar Kraftwerken schon nicht auf Kollissionskurs gehen.

  4. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: baz 03.03.15 - 14:12

    Er redet ja davon, wenn es irgendwann sehr viele davon geben sollte. Dann könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es zu negativen Auswirkungen, zum Beispiel maritimer Lebewesen, kommen könnte.

  5. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: ratzeputz113 03.03.15 - 14:17

    Danke, genau darum ging es!

    Es ist doch das gleiche, wie bei der Kohle: Wenn 10.000 Hanseln weltweit sich hin und wieder ein paar Kohlen ausgraben, um ein Feuerchen damit zu machen, interessiert es den CO2-Haushalt weltweit einen feuchten Furz. Wenn aber auf einmal die Energie von 1 Mrd. Menschen damit gedeckt wird und der Energiebedarf pro Kopf auch noch um den Faktor 100 steigt, dann hat das einen Effekt auf die Umwelt, wie wir seit 20-30 Jahren immer stärker feststellen.

  6. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 14:48

    Diese Auswirkungen sind dermaßen gering, das sie niemals messbar sein werden und sich gegenseitig ausgleichen!

    Theoretisch dreht sich die Erde durch jedes Haus langsamer da die Masse vom weiter vom Mittelpunkt weg bewergt wird. Das Gleiche mit jeden Berg-Stollen, mit jedem Tagebau und sogar mit jedem Mensch, der morgens in sein Büro in einem anderen stockwerk fährt.

    Wenn man mal die Masse des bewegten Wassers in Energie umrechnet und dem gegenüber die "aufgefangene" Energie stellt, wird man feststellen, dass das schlciht nicht auffällt. Es werden Milliarden von Tonnen Wasser über hunderte Kilometer verschoben. Die paar abgeschöpften Gigawatt sind nichtmal ne Erwähnung wert.

  7. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: ratzeputz113 03.03.15 - 14:52

    > Diese Auswirkungen sind dermaßen gering, das sie niemals messbar sein werden und sich gegenseitig ausgleichen!

    Soso, niemals, ja? Na, dann bin ich ja beruhigt, Du wissenschaftliche Autorität.

  8. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: Anonymer Nutzer 03.03.15 - 16:29

    Genau das ist der Punkt! Danke für Deinen Beitrag!!
    Ich bin auch grosser Freund alternativer, ökologischer Energie"gewinnungs"anlagen, aber deren Schöpfungsgrenzen sind nun mal weit niedriger, als z.B. die der KKWs und so sind ihre negativen ökologischen Folgen ab einer gewissen Schöpfungsmenge einfach "nur" andersartig, als bei der Kernenergie.

    Das eigentliche Problem ist unser immenser Energiebedarf, den wir mit vermutlich keiner Art der Energie"gewinnung" ökologisch decken können.
    Der einzige Weg ist meines Erachtens eine massive Abnahme des Pro-Kopf-Strombedarfs - ein in unserer modernen Zivilisation utopisches Ziel, da es Luxuseinbussen für jeden von uns zur Folge hat - erst recht, falls die 2.- und 3. Welt-Länder in ihrer industriellen und IT-kulturellen Entwicklung aufholen werden.

    Aber seien wir ehrlich: unsere ach so moderne Zivilisation, auf die wir uns extrem viel einbilden und deretwegen wir uns kulturell so entwickelt dünken, steht auf zwei sehr, sehr wackeligen Stelzchen: Geld und Strom. Bricht eines davon weg, stürzen wir ins Mittelalter zurück. Welchen Wert hat daher unser Entwicklungsstand?! Bei weitem nicht den, den wir ihm beimessen.
    Langfristig können wir ein hohes kulturelles Niveau besser dadurch halten, dass wir uns alle ein wenig einschränken und nicht dadurch, dass wir duch Atom-Strom und Öko-Strom gleichermassen unsere Lebensgrundlage verseuchen und durcheinanderwirbeln. Aber was kümmern solche Gedanken den Menschen von heute, der in x Jahren tot sein wird und nach allgemeiner Glaubenslage anschliessend nichts mehr mit dieser Welt zu tun haben wird...? :-(

  9. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: blubberlutsch 03.03.15 - 17:21

    baz schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Er redet ja davon, wenn es irgendwann sehr viele davon geben sollte. Dann
    > könnte ich mir durchaus vorstellen, dass es zu negativen Auswirkungen, zum
    > Beispiel maritimer Lebewesen, kommen könnte.

    Vielleicht hat's auch positive Auswirkungen, kann ja auch sein...

  10. Re: langfristiger Effekt?

    Autor: mfeldt 09.03.15 - 10:57

    ratzeputz113 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich bin ein großer Fan von erneuerbaren Energien - aber wann immer eine
    > solche Idee vorgestellt wird, frage ich mich: Und was passiert, wenn wir
    > skalieren? Was machen wir dann wieder auf der Erde kaputt?
    >
    > Bitte missversteht mich nicht - das ist kein Plädoyer für Atomstrom,
    > Braunkohle oder sonstiges. Und mir ist sehr wohl bewusst, dass die
    > derzeitigen Ausbaustufen global gesehen nicht nennenswert in die Natur und
    > ihre Prozesse eingreifen. Was ich nur feststelle ist: Der Mensch kennt
    > seine Grenzen nicht und vieles, was im kleinen toll und gut ist, wird
    > irgendwas einfach skaliert, weil die BWLer das so toll finden - und der
    > Kunde natürlich aufgrund der sinkenden Kosten auch.
    >
    > Wie finden wir als Gesellschaft da eigentlich langfristig den richtigen Weg
    > zwischen Ultra-Ökos, die hinter jedem Ausatmen eine CO2-Katastrophe sehen
    > und den "Lobbyisten" und Marketing-Experten, die alles bis ultimo gut
    > reden? Also so, dass wir uns genug Energie "erzeugen" und trotzdem nicht
    > diesen Planet mit einer Sch*** nach der anderen kaputt machen?

    Das ist doch relativ Einfach: Man beschleunigt ein wenig den Effekt, den die Gezeiten sowieso haben: Man bremst die Rotation der Erde! Die Tage werden öänger, der Mond entfernt sich. Irgendwann geht das System in komplett gebundene Rotation über, die Erde wird dann dem Mond immer dieselbe Seite zuwenden (so, wie der Mond jetzt schon uns).

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