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Photovoltaik keine Alternative

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  1. Photovoltaik keine Alternative

    Autor: __guido 06.04.18 - 07:20

    Der Mann hatte also im Februar in einer relativ sonnenreichen Gegend einen Solarertrag von 251 KWh. Das sind durchschnittlich rund 9 KWh pro Tag. Nur liefert seine Anlage an einem sonnigen Sommertag sicher 100 KWh/Tag. Und genau da liegt das Problem: Im Dezember/Januar fällt der durchschnittliche PV-Ertrag in Norddeutschland auf etwa 10% des PV-Ertrages im Sommer. Gleichzeitig ist der Verbrauch im Dezember/Januar am höchsten, weil die Tageslichtphase am kürzesten ist, die Menschen die meisten Zeit drinnen verbringen oder sogar wie in diesem Fall tausende KWh an Strom für den Betrieb von Wärmepumpen benötigen.

    Und da hilft auch keine intelligente Vernetzung mit anderen PV- und Stromspeicherbetreibern, wie sie Sonnen propagiert. Auch deren PV-Anlagen produzieren dann, wenn der Bedarf am größten ist am wenigsten Strom. Und man verliert jahreszeitlich eben nicht nur 10-20% an PV-Leistung sondern 90%. Kurz: Das Jahresverbrauchprofil steht dem PV-Strom-Erzeugungsprofil diametral entgegen.

    Um das zu lösen, gäbe es theoretisch 3 Ansätze:
    1. Überdimensionierte PV-Anlagen. Statt 10 KWp müsste der Mann mit entsprechenden Kosten 50-70 KWp installieren, was die Kosten entsprechend treibt und wofür er wahrscheinlich gar nicht die Dachfläche hat.
    2. Er müsste saisonale Stromspeicher installieren. In seinem Fall mit einer Kapazität von 5.000-10.000 KWh. Heute Unbezahlbar.
    3. Es muss eine Stromvernetzung mit der Südhalbkugel etabliert werden. Dort verlaufen die Jahreszeiten bekanntlich gegensätzlich. Wenn die Sonne bei uns im Januar nur kurz und schwach scheint, ballert sie auf der Südhalbkugel mit ganzer Kraft. Der Energietransfer über so weite Strecken ist aber bislang ein Problem und würde auch ganz neue geopolitische Risiken und Abhängigkeiten schaffen.

    Kurz- und mittelfristig gibt es für dieses Dilemma keine Lösung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.18 07:21 durch __guido.

  2. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: KingTobi 06.04.18 - 07:46

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurz- und mittelfristig gibt es für dieses Dilemma keine Lösung.

    Stimmt, wenn man keinen Strom von z.B. Windrädern kaufen könnte, welche in dieser Jahreszeit ja den meisten Strom produzieren.

  3. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: DerGünni 06.04.18 - 08:09

    Apropos Windräder:
    Bei meinem letzten Urlaub in Groningen sind uns die vielen Miniaturwindräder in den holländischen Gärten aufgefallen.
    Warum hat gefühlt jeder 5. Holländer ein Mini-Windrad im Garten und in Deutschland sieht man sowas garnicht?

  4. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: mimimi123 06.04.18 - 08:24

    Aus Gründen die ich noch nie nachvollziehen konnte hassen die meisten deutschen Windräder, weil diese laut und hässlich sind. Nachvollziehen kann ich das nicht, Windräder finde ich sogar halbwegs ästhetisch. Und wenn ein Windrad richtig krach macht, dann ist es draußen ohnehin schon laut.

    Es könnte auch an baulichen Bestimmungen liegen, das würde erklären wieso hier besonders kleine Räder nicht anzutreffen sind.

  5. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Jolla 06.04.18 - 08:56

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur liefert seine Anlage an einem sonnigen Sommertag sicher 100 KWh/Tag.

    Ganz sicher nicht :-) Optimistische 2/3 davon würde ich vermuten.

  6. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: andycirys 06.04.18 - 09:25

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um das zu lösen, gäbe es theoretisch 3 Ansätze:
    > 1. Überdimensionierte PV-Anlagen.
    > 2. Er müsste saisonale Stromspeicher installieren. In seinem Fall mit
    > einer Kapazität von 5.000-10.000 KWh. Heute Unbezahlbar.
    > 3. Es muss eine Stromvernetzung mit der Südhalbkugel etabliert werden.
    Mehr fällt dir nicht ein? Das nenne ich einen Mangel an Fantasie. Du scheinst beim saisonalen Stromspeicher an einen riesigen Akku zu denken - warum nicht Power-to-Gas? Gas-Tanks haben viele Leute heute schon, fehlt doch nur eine Vorrichtung um überschüssigen Sommer-Strom in ein verwertbares Gas zu verwandeln, dass entweder per Brennstoffzelle oder per Nano-BHKW zurück in Strom (und evtl. Wärme) gewandelt wird.

    Das Laden des Akkus mit im Winter reichlich vorhandenem Windstrom wurde ja auch schon angesprochen - natürlich braucht man dafür eine Anbindung ans Stromnetz... oder man begnügt sich zukünftig mit Stromverteilstationen am Mittelspannungsnetz (beim Stromnetz ist die letzte Meile zu den Kleinverbrauchern mit das Teuerste). Wenn es dann sowieso massenhaft E-Autos und E-LKW gibt, dann kann man mit diesen auch mal schnell ein par dutzend kWh zapfen und in den Heim-Akku laden. So wie man heute auch einen Öl/Gastanker kommen lässt. Jeder bessere Autobahn-Rasthof ist heutzutage am Mittelspannungsnetz angeschlossen, deswegen stehen da auch meist die Tesla Supercharger mit ihren 20x 130kw-Säulen. Es sollte wirklich mal jemand ausrechnen, was man durch die Abschaffung der letzten Meile des Stromnetzes sparen könnte. Die häfte des heutigen Strompreises sind ja Netzkosten.

  7. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 09:36

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kurz: Das Jahresverbrauchprofil steht dem PV-Strom-Erzeugungsprofil
    > diametral entgegen.

    Ja und nein. Wer nicht (direkt oder indirekt) mit Strom heizt, hat im Winter keinen sonderlich höheren Stromverbrauch, als im Sommer. Unwirtschaftlich ist die Solaranlage deswegen noch lange nicht - gerade im Winter werden hohe Eigenverbrauchsquoten realisiert und im Sommer bekommt man für Stromüberschuss immerhin eine Vergütung von aktuell 12 Cent/kWh (bei kleinen Hausdächern).

    > Um das zu lösen, gäbe es theoretisch 3 Ansätze:

    Es gibt noch viel mehr Ansätze, an die du scheinbar aber noch nie gedacht hast. Vor allem aber muss man nicht zwangsläufig von Autarkie bzw. 100% Eigenversorgung ausgehen, es ist vollkommen okay, dass die eigene Photovoltaik nur einen gewissen, kleinen Anteil des Stromverbrauchs deckt.

    > 1. Überdimensionierte PV-Anlagen. Statt 10 KWp müsste der Mann mit
    > entsprechenden Kosten 50-70 KWp installieren, was die Kosten entsprechend
    > treibt und wofür er wahrscheinlich gar nicht die Dachfläche hat.

    Könnte man, ja. Auch wenn der Eigenverbrauch entscheidend für den Gewinn ist, lässt sich eine Photovoltaikanlage auch nur durch die Einspeisevergütung nach etwa 8 bis maximal 10 Jahren amortisieren - und da sprechen wir von weniger als 13 Cent/kWh, bei dieser Anlagegröße. Wer also tatsächlich einen möglichst hohen Autarkiegrad anstrebt, wäre mit dieser Variante (finanziell) deutlich besser bedient, als mit einem großen Batteriespeicher. Vorausgesetzt natürlich, er hat ausreichend (Dach)flächen zur Verfügung.

    > 2. Er müsste saisonale Stromspeicher installieren. In seinem Fall mit
    > einer Kapazität von 5.000-10.000 KWh. Heute Unbezahlbar.

    Wenn schon saisonaler Stromspeicher, dann natürlich Power2Gas, es sei denn man wohnt in den Bergen und nennt ein eigenes Pumpspeicher-Kraftwerk sein eigen - Spaß beiseite ;) Pumpspeicher-Kraftwerke werden schließlich erst bei großen Fassungsvermögen rentabel. Power2Gas im kleinen Maßstab ist zwar aktuell nicht (mehr) erhältlich (Fronius hatte bereits vor Jahren ein System für 40.000 Euro für den eigenen Keller im Angebot, dies aber mangels Nachfrage vorerst wieder eingestellt), das könnte sich aber irgendwann ändern. Wobei ich ohnehin der Meinung bin, dass Power2Gas auf kommunaler Ebene am meisten Sinn macht, betrieben durch lokale Stadtwerke oder Bürgerenergie-Genossenschaften.

    > 3. Es muss eine Stromvernetzung mit der Südhalbkugel etabliert werden. Dort
    > verlaufen die Jahreszeiten bekanntlich gegensätzlich. Wenn die Sonne bei
    > uns im Januar nur kurz und schwach scheint, ballert sie auf der
    > Südhalbkugel mit ganzer Kraft.

    Wieso nicht gleich weiter gedacht und eine Vernetzung (der Hauptadern) entlang des Äquators? Schließlich ist irgendwo immer gerade Tag und es scheint die Sonne ;) So bräuchte man auch für die Nacht keine Energiespeicher.

    > Der Energietransfer über so weite Strecken
    > ist aber bislang ein Problem

    Nicht wirklich.

    > und würde auch ganz neue geopolitische Risiken
    > und Abhängigkeiten schaffen.

    Daran liegt es. Unsere Welt ist dafür nicht bereit, es genügt ein Blick in die Tageszeitung.


    > Kurz- und mittelfristig gibt es für dieses Dilemma keine Lösung.

    Wieder täuscht du dich. Lösungen gibt es sehr wohl - und alle davon sind bereits heute günstiger (und vor allem auch zukunftsfähiger), als weiter Atomkraftwerke zu betrieben. Nur darf man nicht davon ausgehen, dass jeder Haushalt zwangsläufig selbst Schwankungen komplett glätten bzw. ausgleichen muss. Lassen wir Stromtrassen über weite Strecken mal aussen vor (denn nur so wären sie tatsächlich eine gute Alternative zur dezentralen Energieversorgung - wobei mit dezentral durchaus gewisse Strukturen auf Gemeindeebene gemeint sind, nicht jedes Gebäude ist für eine Solaranlage bzw. einen "saisonalen" Speicher geeignet), ist klar, dass man auf möglichst dezentrale Windkraftanlagen statt auf große Windparks nur im Norden, auf Photovoltaik auf möglichst vielen Dank und auf komunale Power2Gas-Anlagen setzen sollte und muss.

    Der Speicher an für sich steht bereits bereit: das deutsche Erdgasnetz kann bereits heute den gesamten innerdeutschen Strombedarf etwa 3 Monate lang überbrücken. Momentan werden weitere unterirdische Speicher gebaut, danach wären sogar etwa 6 Monate drin, wobei nicht davon auszugehen ist, dass Wind & Photovoltaik über einen so langen Zeitraum keinen Strom erzeugen ;)

    Das eigentliche Problem ist, dass jede Firma (insbesondere Netzbetreiber und Energieversorger) nur in die eigene Tasche wirtschaftet und dass dadurch momentan kein sinnvolles Gesamtkonzept erkennbar ist. So werden auf Kosten der Steuerzahler/Stromkunden neue Stromtrassen für MINDESTENS 20 Milliarden Euro errichtet (plus jährliche Instandhaltungskosten) - Geld, das in VERTEILT ERRICHTETEN (da so kein Netzausbau erforderlich) Windkraftanlagen wesentlich besser investiert gewesen wäre, weniger Wind im Süden hin oder her!

    Mit demselben Geld hätte man schließlich bei heutigen Anlagenpreisen die GESAMTE IN DEUTSCHLAND INSTALLIERTE WINDKRAFTLEISTUNG mal eben verdoppeln können - Strom vor Ort erzeugen, statt nur von A nach B transportieren. Wie gesagt, entweder weltweites Stromnetz mit großen Übertragungskapazitäten (politisch undenkbar) ODER möglichst dezentrale Stromversorgung.

    Was dagegen aktuell gemacht wird, ist großer Murks. Zudem wird Power2Gas künstlich verhindert, indem die Stromsteuer gleich doppelt anfällt: Einmal beim Speichern des Wind- oder Solarstroms, einmal beim Entnehmen aus dem Speicher! Politische Lösungen (und sei es nur auf Landesebene!) müssen her (statt weitere Verhinderungstaktiken gegen Photovoltaik, Wind und Power2Gas!), die technischen Lösungen gibt es längst.

  8. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 09:43

    DerGünni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apropos Windräder:
    > Bei meinem letzten Urlaub in Groningen sind uns die vielen
    > Miniaturwindräder in den holländischen Gärten aufgefallen.
    > Warum hat gefühlt jeder 5. Holländer ein Mini-Windrad im Garten und in
    > Deutschland sieht man sowas garnicht?

    Photovoltaik ist bei so kleinen Anlagen grundsätzlich um einiges profitabler als Windkraft, in windarmen Gegenden sowieso (große Windkraftanlagen sind dagegen auch im Süden profitabel, da diese ausreichend hoch gebaut sind). Dazu kommen oft bürokratische Hürden. So gerne man also auch Windkraft zusätzlich zur Photovoltaik hätte, kommt beim Nachrechnen meist die Ernüchterung. Wo wir gerade beim Thema sind: ich habe mir gerade gebraucht zu einem guten Kurs horizontale, für Schwachwind ausgelegte "Strömungsturbinen" von LWS besorgt und werde mir diese zusätzlich zur Photovoltaik am Dachfirst installieren. Die fallen auch im Stadtgebiet kaum auf und werden keinen Nachbarn stören. Nicht mehr als ein Kamin oder eine Sat-Schüssel zumindest.

  9. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 09:51

    mimimi123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aus Gründen die ich noch nie nachvollziehen konnte hassen die meisten
    > deutschen Windräder, weil diese laut und hässlich sind. Nachvollziehen kann
    > ich das nicht, Windräder finde ich sogar halbwegs ästhetisch. Und wenn ein
    > Windrad richtig krach macht, dann ist es draußen ohnehin schon laut.

    Richtig, alles andere ist dämliche Panikmache. Wobei ich persönlich vereinzelte (1-3) Windkraftanlagen an einem Standort optisch sehr schön finde, große Windparks mit mehreren dutzenden oder hunderten jedoch auch nicht (von der Gesamt-Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung der dann notwendigen neuen Stromtrassen einmal abgesehen).

    > Es könnte auch an baulichen Bestimmungen liegen, das würde erklären wieso
    > hier besonders kleine Räder nicht anzutreffen sind.

    In Bayern trifft das durch die 10h-Regelung mittlerweile auch für große Anlagen zu. Davon abgesehen ist das deutsche Baurecht besonders stark reglementiert. Kleine Windkraftanlagen bis 10 m Höhe (über Grund) sind zwar grundsätzlich genehmigungsfrei - ABER: klagt auch nur ein Nachbarn dagegen, insbesondere im Stadtgebiet - dann heißt es leider: wieder abbauen! Leider bereits auch schon bei PV-Anlagen geschehen, Stichwort Erscheinungsbild des Gebäudes oder Blendwirkung.

  10. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 09:56

    andycirys schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es sollte wirklich mal jemand
    > ausrechnen, was man durch die Abschaffung der letzten Meile des Stromnetzes
    > sparen könnte. Die häfte des heutigen Strompreises sind ja Netzkosten.

    +1

    Nur wäre das den Netzbetreibern nicht so recht, die könnten einpacken ;) Stattdessen werden auf Kosten der Allgemeinheit neue Hauptstromtrassen für 20+ Milliarden Euro gebaut, Geld von dem man genauso gut mal eben die gesamte in Deutschland installierte Windkraftleistung verdoppeln könnte. Würde man das möglichst dezentral tun, wären gar keine neuen Stromtrassen erforderlich.

    Edit: du schiesst zwar gegen die letzte Meile (und möchtest, wenn ich das richtig verstehe private Haushalte komplett vom Stromnetz nehmen), ich dagegen halte diese sogar für sinnvoll(er als entsprechend große - saisonale - Stromspeicher in jedem Haushalt) und bin gegen unnötige, neue Stromtrassen, im Prinzip sagen wir jedoch dasselbe: Strom zu transportieren kostet jede Menge Geld, meist mehr als ihn gleich vor Ort zu produzieren.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.18 10:01 durch osolemio84.

  11. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: der_Volker 06.04.18 - 11:52

    Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Offshore Windanlagen eingerichtet wurden weil so viele Menschen keine Windkraftanlage vor dem Wohnzimmerfenster haben wollten. Damals wurde heftigst gegen jede kleine Windkraftanlage geklagt.

    Man hätte sich aber auch damals schon denken können, dass die, die keine Windkraftanlage vor dem ökologischen Resthof wollen auch gegen Hochspannungsmasten sind :D

  12. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: theFiend 06.04.18 - 12:07

    DerGünni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Apropos Windräder:
    > Bei meinem letzten Urlaub in Groningen sind uns die vielen
    > Miniaturwindräder in den holländischen Gärten aufgefallen.
    > Warum hat gefühlt jeder 5. Holländer ein Mini-Windrad im Garten und in
    > Deutschland sieht man sowas garnicht?

    Bei uns stehen dem leider oft relativ hohe bürokratische Hürden entgegen. Meistens speziell im Baurecht, weil Gesamthöhe, abstand zu Gebäuden, und Firstanlagen derart reglementiert sind, das sich kaum einer durch diesen Jungel kämpfen möchte.
    Dazu kommt, das diese kleinen Windräder leider im Verhältnis zu PV Anlagen relativ teuer sind, gemessen an der zu erzielenden Energieerzeugung.

    An meinem Standort z.B. würde sich eine Kombi aus PV + 2kw/p Windrad erzeugungstechnisch absolut lohnen. Die PV Anlage erzeugt aber 9kw/p und das Windrad würde knapp die Hälfte davon kosten... und dann musste dich eben noch durch den ewigen Genehmigungsjungel kämpfen...

    Ergo baut sowas kaum jemand...

  13. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 17:12

    der_Volker schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Offshore Windanlagen
    > eingerichtet wurden weil so viele Menschen keine Windkraftanlage vor dem
    > Wohnzimmerfenster haben wollten. Damals wurde heftigst gegen jede kleine
    > Windkraftanlage geklagt.
    >
    > Man hätte sich aber auch damals schon denken können, dass die, die keine
    > Windkraftanlage vor dem ökologischen Resthof wollen auch gegen
    > Hochspannungsmasten sind :D

    Welcher Depp was gedacht hat, weil anderen Deppen dies und das gedacht haben, ist mir eigentlich ziemlich egal. Mir geht es um die insgesamt beste Lösung, auch damals schon. Aber grundsätzlich hast du Recht, populistischer Zickzack-Kurs auf der einen Seite, es möglichst vielen Lobbys Recht machen auf der anderen... da kann nix Gescheites bei rauskommen ;)

    Oft wurden Lobbyforderungen aber von entsprechend bestechlichen Politikern aber auch nur gut an die jeweiligen Wähler verkauft und so getan, als wolle man es ihnen Recht machen. Schließlich herrscht in Deutschland eine Trennung von Energieversorgern und Netzbetreibern vor, was positive, aber auch negative Effekte hat: E.ON, RWE & Co. verdienen am meisten Geld mit großen Windparks, schließlich müssen sie für den erforderlichen Netzaufbau selbst keinen Cent aufwenden. Die Netzbetreiber dagegen freuen sich über neue Aufträge, die dann allerdings der Steuerzahler bzw. Stromkunde zahlt. Ergo: Energieversorger happy, Netzbetreiber happy, die Allgemeinheit und Deutschland insgesamt (im internationalen Wettbewerb, u.a. eben als Produktionsstandort) sind die Dummen, da eine dezentralere Lösung eben insgesamt wirtschaftlicher gewesen wäre.

  14. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 06.04.18 - 17:19

    theFiend schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei uns stehen dem leider oft relativ hohe bürokratische Hürden entgegen.
    > Meistens speziell im Baurecht, weil Gesamthöhe, abstand zu Gebäuden, und
    > Firstanlagen derart reglementiert sind, das sich kaum einer durch diesen
    > Jungel kämpfen möchte.

    Richtig, daher habe ich jetzt zu speziellen "Strömungsturbinen" von LWS (gebraucht) gegriffen und werde sie in Kürze installieren. Für mich die beste Lösung, gerade im Stadtgebiet. Da sagt kein Nachbar und kein Bauamt etwas. Allerdings wären diese neu leider noch unwirtschaftlicher als andere Kleinwindkraftanlagen.

    > Dazu kommt, das diese kleinen Windräder leider im Verhältnis zu PV Anlagen
    > relativ teuer sind, gemessen an der zu erzielenden Energieerzeugung.

    Leider absolut richtig, besonders an eher windarmen Standorten. Photovoltaik ist im direkten Vergleich ein absoluter No-brainer und um Welten wirtschaftlicher als Klein-Windkraft.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 06.04.18 17:23 durch osolemio84.

  15. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: __guido 07.04.18 - 20:49

    andycirys schrieb:
    > Du
    > scheinst beim saisonalen Stromspeicher an einen riesigen Akku zu denken -
    > warum nicht Power-to-Gas? Gas-Tanks haben viele Leute heute schon, fehlt
    > doch nur eine Vorrichtung um überschüssigen Sommer-Strom in ein
    > verwertbares Gas zu verwandeln, dass entweder per Brennstoffzelle oder per
    > Nano-BHKW zurück in Strom (und evtl. Wärme) gewandelt wird.

    Nette Theorie. Nur liegt der Preis pro KWH dann bei 0,5-1 EUR. PV plus Batterie, um ein bisschen puffern zu können, treibt den Preis schon auf 0,25-0,30 EUR/KWh (Eigenverbrauch unterstellt.) Power2Gas plus Rückverstromung hat bestenfalls um die 35% Wirkungsgrad.

    Jemand anders empfiehlt im Winter die Substituion mit Windstrom. Aber wir haben 43 GW installierte PV-Leistung in Deutschland. Demgegenüber stehen 56 GW Windenergieanlagen (Onshore + Offshore). Das reicht vorne und hinten nicht, um im Winter nebenbei noch den PV-Ausfall zu kompensieren.

    Nur um das klar zu stellen: Ich bin sehr für erneuerbare Energien und habe schon 2002 - damals als eines der ersten Häuser - mein Haus als Passivhaus gebaut, Solarthermie auf das Dach gebaut, Erdwärmepumpe usw. Aber Photovoltaik halte ich für in unseren Breitengraden weitgehend für Nonsens. Es wird gern auf die versteckten Kosten bei Atomkraftwerken verwiesen. Aber bei PV gibt es die auch. Für jedes installierte KW PV muss man zwingend Erzeugungskapazitäten in alternativer Technik vorhalten. Wind, Wasserkraft, Biomasse usw. brechen weder im Tagesverlauf zu 100% weg noch im Jahresverlauf zu 90%. Nur PV hat diese Probleme. Für den Tagesverlauf kann man mittlerweile einigermaßen bezahlbar puffern. Für den Jahresverlauf nicht.

  16. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: bombinho 08.04.18 - 02:10

    http://www.kleinwindanlagen.de/Forum/cf3/topic.php?t=4237&page=1

    Ich waere wirklich neugierig, was aus dem Projekt LWS-Generatoren geworden ist, ich nehme an, die waren guenstig auf Ebay verfuegbar? Ich habe schon Aale winden sehen, aber der LWS-Verkaeufer dort im Forum stellt Alles in den Schatten und ignoriert dabei mal so nebenbei physikalische Gesetze ganz nach Laune.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 08.04.18 02:14 durch bombinho.

  17. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 08.04.18 - 09:40

    __guido schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > andycirys schrieb:
    > > Du
    > > scheinst beim saisonalen Stromspeicher an einen riesigen Akku zu denken
    > -
    > > warum nicht Power-to-Gas? Gas-Tanks haben viele Leute heute schon, fehlt
    > > doch nur eine Vorrichtung um überschüssigen Sommer-Strom in ein
    > > verwertbares Gas zu verwandeln, dass entweder per Brennstoffzelle oder
    > per
    > > Nano-BHKW zurück in Strom (und evtl. Wärme) gewandelt wird.
    >
    > Nette Theorie. Nur liegt der Preis pro KWH dann bei 0,5-1 EUR.

    Woher nimmst du bitte solche Zahlen? Beschäftige dich dich doch mal lieber näher mit der Thematik: https://www.fraunhofer.de/content/dam/zv/de/Forschungsfelder/Energie-Rohstoffe/Potenziale von Power-to-Gas Energiespeichern.pdf

    Richtig ist nur, dass bezahlbare Power2Gas Speicher mit reversiblen Brennstoffzellen für Eigenheime (noch) nicht verfügbar sind, für Stadtwerke jedoch sehr wohl. Da tut sich gerade einiges.

    > PV plus
    > Batterie, um ein bisschen puffern zu können, treibt den Preis schon auf
    > 0,25-0,30 EUR/KWh (Eigenverbrauch unterstellt.)

    Wenn man sich blöd anstellt, zum falschen System greift und den Batteriespeicher vor allem zu groß auslegt, dann schon. Grundsätzlich kann sich ein kleiner Batteriespeicher im Haushalt schon lohnen, er tut es nur nicht zwangsläufig. Das gilt übrigens für Immobilien genauso wie für Photovoltaikankagen und alles andere im Leben.

    > Power2Gas plus
    > Rückverstromung hat bestenfalls um die 35% Wirkungsgrad.

    Wieder falsch. Wenngleich ich dir nicht bösen Willen unterstelle, sondern nur veraltetes Wissen (aber bei Nutzung der Abwärme, beispielsweise in einem BHKW bei Rückverstromung waren schon immer höhere Gesamtwirkungsgrade bis ca. 60% möglich)... hättest du nun zumindest den ersten Absatz des Wikipedia-Artikels zu Power2Gas gelesen, wüsstest du, dass es bereits Power2Gas Speicher mit über 70% Gesamtwirkungsgrad gibt, Stand vor vier Jahren. So oder so: um große Mengen Strom über längere Zeiträume zu speichern ist Power2Gas nunmal wirtschaftlicher als entsprechend große Batteriespeicher, ähnliches würde auch für Anlagen zuhause zutreffen, sofern es sie denn bereits gäbe (Fronius hatte zwar bereits vor Jahren einmal ein System für 40.000 Euro im Programm, dieses jedoch vorerst wieder zurückgestellt). Der Wirkungsgrad bei der Stromspeicherung spielt bei Erzeugungskosten von vielleicht 5 Cent/kWh durch die eigene Solaranlage schließlich nur eine untergeordnete Rolle, die Investitionskosten und damit die Speicherkosten sind entscheidend. Noch ist es jedoch zu früh und der Bezug von Strom aus dem Netz zu bequem, als dass sich plötzlich jeder autark machen würde.

    > Jemand anders empfiehlt im Winter die Substituion mit Windstrom. Aber wir
    > haben 43 GW installierte PV-Leistung in Deutschland. Demgegenüber stehen 56
    > GW Windenergieanlagen (Onshore + Offshore). Das reicht vorne und hinten
    > nicht, um im Winter nebenbei noch den PV-Ausfall zu kompensieren.

    Ja, und? Davon abgesehen hatten man bei heutigen Systempreisen mit 20 Milliarden Euro mal eben die gesamte in Deutschland installierte Windkraftleistung verdoppeln können - statt für dasselbe Geld zwei läppische Stromtrassen zu bauen ;) Würden Windkraftanlagen nämlich dezentraler gebaut, wären neue Stromtrassen (die schließlich auch hohe jährliche Unterhaltskosten verursachen) gar nicht notwendig. Dass im Süden weniger Wind weht, spielt bei der Gegenüberstellung der Gesamtkosten eine absolut untergeordnete Rolle. Nur dass leider niemand auf die Gesamtkosten schaut: Die Anlagenbauer (allen voran Vattenfall, RWE, È.ON & Co.) müssen den Netzausbau schließlich nicht berappen und die Netzbetreiber freuen sich selbstverständlich über neue Aufträge, deren Kosten die nur zu gerne auf die Allgemeinheit abwälzen.

    Davon abgesehen reden wir von verschiedenen (nach Möglichkeit geschickt kombinierten!) Bausteinen, die eine (gelungene!) Energiewende ausmachen. In der Hinsicht läuft leider aktuell vieles falsch, angefangen von der "Sonnensteuer" (EEG-Umlage auf eigenverbrauchten Solarstrom), dem Windkraft-Bankrott in Bayern, der Konzentration auf wenige, große Kraftwerke die eben neue Stromtrassen erforderlich machen, die ungeheure Subvention von Kernkraft (bis zu 35 Cent/kWh, siehe Hinkley Point in England) und natürlich die Doppelbesteuerung von mittels Power2Gas gespeichertem EEG-Strom (einmal bei der Speicherung, einmal bei der Rückumwandlung).

    > Nur um das klar zu stellen: Ich bin sehr für erneuerbare Energien und habe
    > schon 2002 - damals als eines der ersten Häuser - mein Haus als Passivhaus
    > gebaut, Solarthermie auf das Dach gebaut, Erdwärmepumpe usw. Aber
    > Photovoltaik halte ich für in unseren Breitengraden weitgehend für
    > Nonsens.

    Photovoltaik ist aber wirtschaftlicher als Solarthermie, zumindest bei heutigen Systempreisen von unter 1000 Euro/kWp. Der erzeugte Strom lässt sich viel flexibler einsetzen und eben auch zur Warmwasseraufbereitung nutzen.

    "In unseren Breitengraden" - sorry, aber wenn ich das schon höre. Das kommt immer von denjenigen, die am wenigsten informiert sind. In Deutschland sind im Durchschnitt 950 kWh/kWp installierte Leistung drin. Genug, damit sich die Anlage gerade bei Eigenverbrauch nach etwa 5-7 Jahren amortisiert. Obendrein ist (längst nicht mehr) nur der Tagesertrag entscheidend, sondern auch die Sonnenscheindauer und ja - auch der Sonneneinfallwinkel (ideal für Ost-West Anlagen), schließlich geht es darum möglichst viel des selbst erzeugten Stromes auch selbst zu verbrauchen (und dabei möglichst wenig in Batteriespeicher investieren zu müssen). 950 kWh/KWp (oder meinetwegen 1050 in Südbayern) sind also bei einer über den ganzen Tagesverlauf möglichst flachen Ertragskurve faktisch mehr wert als 950 kWh in Süditalien, wovon ein sehr viel größerer Anteil auf die Mittagsspitze entfällt und wo (im direkten Vergleich) mal eben eine ganze Stunde "Sonnenscheindauer" fehlt.

    Man kann das Ganze auch auf die Spitze treiben, polnahe Standorte sind nämlich deutlich besser als ihr Ruf:

    http://www.iwr.de/news.php?id=31679

    Zitat: "Trotz der extremen Kälte sind die für die Photovoltaik entscheidenden Sonneneinstrahlungs-Verhältnisse in der Antarktis teilweise ideal. Daher könnte das Projekt nach Einschätzung von LG tatsächlich Schule machen: Während des antarktischen Sommers sind Tage mit bis zu 24 Stunden konstanter Lichteinstrahlung zu verzeichnen. Im Jahresmittel sei das etwa mit Werten in Norddeutschland vergleichbar."

    > Es wird gern auf die versteckten Kosten bei Atomkraftwerken
    > verwiesen. Aber bei PV gibt es die auch.

    Nur in einer viel kleineren Größenordnung. Sprich, Photovoltaik- (oder Wind-) Strom plus Speicherung mittels Power2Gas ist deutlich günstiger als die tatsächlichen Kosten von Kernkraft.

    > Für jedes installierte KW PV muss
    > man zwingend Erzeugungskapazitäten in alternativer Technik vorhalten. Wind,
    > Wasserkraft, Biomasse usw. brechen weder im Tagesverlauf zu 100% weg noch
    > im Jahresverlauf zu 90%. Nur PV hat diese Probleme.

    Ja und? In der Realität längst nicht das Problem, als das du es darstellst. Solarerträge sind mit ein bisschen Vorlauf sehr gut prognostizierbar und schließlich wird tagsüber auch am meisten Strom verbraucht/produziert. Kostenmäßig sind Wind & Photovoltaik mittlerweile gleichauf, genauso teuer wie Kohlekraft (deutlich günstiger als Kernkraft sowieso) und beide in Kombination wichtig. Wasserkraft natürlich grundsätzlich auch, nur ist deren Potential in Deutschland vergleichsweise gering und längst zu nahezu 100% ausgeschöpft. Und baue ich neue Leitungen, um beispielsweise Norwegen anzuzapfen, dann kosten diese eben auch (Unmengen an) Geld, Geld für das ich den Strom genauso gut in Deutschland erzeugen und (mittels Power2Gas) speichern kann.

    > Für den Tagesverlauf
    > kann man mittlerweile einigermaßen bezahlbar puffern. Für den Jahresverlauf
    > nicht.

    Wieder falsch. Siehe die eingangs erwähnte Studie. Lese sie bis zum Ende und dann reden wir weiter. Mittlerweile bin ich es langsam leid, immer wieder dagegen zu argumentieren. Hast es du einmal verstanden, laufen draussen noch weitere 20 Millionen (wenn es reicht) Unwissende und Atomkraft-Gläubige herum, die ihr Halbwissen immer wieder aufs Neue in die Welt streuen.

    Das (schließlich bereits existierende) deutsche Erdgasnetz kann den gesamten innerdeutschen Strombedarf zu durchaus vertretbaren Kosten gute 3 Monate lang überbrücken, mit den neuen, sich bereits in Bau befindlichen Kavernen-Speichern sogar bis zu etwa 6 Monate lang.

  18. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 08.04.18 - 10:03

    bombinho schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > www.kleinwindanlagen.de
    >
    > Ich waere wirklich neugierig, was aus dem Projekt LWS-Generatoren geworden
    > ist, ich nehme an, die waren guenstig auf Ebay verfuegbar? Ich habe schon
    > Aale winden sehen, aber der LWS-Verkaeufer dort im Forum stellt Alles in
    > den Schatten und ignoriert dabei mal so nebenbei physikalische Gesetze ganz
    > nach Laune.

    Ich habe erst am Mittwoch 6 von 16 Stück gekauft, 10 Stück (jeweils fünf Generatoren und fünf Mitläufer) müssten noch auf eBay zu haben sein, einfach mal schauen... auf eBay Kleinanzeigen habe ich kürzlich auch einen Einzelnen gesehen, sowie weitere inkl. dazugehörigem Wechselrichter in einem dänischen Forum. Natürlich kommen auch bei mir Wechselrichter noch dazu, aber ich habe die Dinger für etwa 1/10 des ursprünglichen Preises erworben und benötige daher auch nur etwa 1/10 des Windes, um wirtschaftlich zu sein ;)

    Natürlich hast du Recht damit, dass die LWS Dinger besonders teuer (im Vergleich mit anderen, ohnehin bereits sehr teuren Kleinwindkraftanlagen) sind und an den allermeisten Standorten normalerweise nicht lohnen. Ohnehin geht bei Kleinwindkraft nichts ohne eine vorherige Windmessung über ein halbes oder besser ein ganzes Jahr (ich hatte bereits damit begonnen, aber jetzt einfach zugeschlagen). Wie sich die Strömungsturbinen von LWS schlagen werden, werden wir sehen, ich bin aber relativ guter Dinge. Sicherlich dient die darunter montierte PV-Anlage als "Zuleiter" für eine möglichst laminare Windströmung. So oder so - etwas anderes kam für mich wegen der Optik und möglichen Problemen mit Nachbarn bei anderen Konzepten ohnehin nicht in Frage.

    Verkäufer, die einem das Blaue vom Himmel versprechen, sind natürlich immer unseriös. Bei Windkraft ist das besonders gravierend, denn da steht man sehr schnell mit einer eher Verlust-, als ertragsreichen Anlage da. Bei Photovoltaik halten sich die Schäden bei schlechter Beratung dagegen (meist) in Grenzen, zumindest sind die Erträge dort sehr einfach und für jeden Laien einfach relativ genau prognostizierbar.

    Es wäre natürlich wünschenswert, dass die Kosten für Kleinwindkraftanlagen generell sinken (so, wie das bei Photovoltaik auch der Fall war) und dass sich die Anlagen damit grundsätzlich zukünftig auch an (etwas) windärmeren Standorten lohnen. Ich wollte eine solche jetzt einfach haben und habe durch den Kauf von gebrauchten Generatoren Fakten geschaffen, aber das ist natürlich nicht für alle eine Option.

  19. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: Anonymer Nutzer 08.04.18 - 10:22

    P.S.: LWS stellt üblicherweise jährlich auf der Intersolar aus, ich war letztes Jahr bei ihnen am Stand. Die alten Generatoren, die ich gebraucht erworben habe, haben sie gar nicht mehr im Sortiment, nur noch etwa doppelt so hohe (Durchmesser) mit 300 oder 500 Watt (Nennleistung). Bei Kosten von ich glaube 3000 Euro plus (oder inklusive?) WR war und bin ich jedoch auch sehr sehr skeptisch.

    500 Watt Photovoltaik kosten keine 500 Euro all incl. mehr, wenn man beispielsweise Microwechselrichter von Envertech oder Hoymiles nimmt und sich die Module günstig beschafft (beispielsweise direkt beim Großhändler, siehe SolarCall Module von erene.de). Aber selbst bei greenakku.de bekommt man als Endkunde Komplettpakete mit 500 Watt Peakleistung und mehr für etwa 300 Euro.

    Es wird Zeit, dass sich bei Kleinwindkraftanlagen endlich preislich etwas tut, denn grundsätzlich wären solche Walzenturbinen wie die von LWS optimal dafür geeignet, möglichst unauffällig in Gebäude (Dachfirst oder evtl. Balkon statt Blumenkästen bei Mieterstrom, dann am besten im Kombination mit Balkonmodulen in einer schönen, optischen Einheit) oder beispielsweise auch (Straßen)laternen weit abseits vom Stromnetz integriert zu werden.

  20. Re: Photovoltaik keine Alternative

    Autor: __guido 08.04.18 - 17:07

    osolemio84 schrieb:

    > > PV plus
    > > Batterie, um ein bisschen puffern zu können, treibt den Preis schon auf
    > > 0,25-0,30 EUR/KWh (Eigenverbrauch unterstellt.)
    >
    > Wenn man sich blöd anstellt, zum falschen System greift und den
    > Batteriespeicher vor allem zu groß auslegt, dann schon. Grundsätzlich kann
    > sich ein kleiner Batteriespeicher im Haushalt schon lohnen, er tut es nur
    > nicht zwangsläufig. Das gilt übrigens für Immobilien genauso wie für
    > Photovoltaikankagen und alles andere im Leben.

    Wenn Du immer den Oberschlauen markierst, dann rechne mir bitte mal vor. Mein Jahresverbrauch in einem 200qm Passivhaus liegt bei ca. 5.400 KWh. Im Sommer 6-7 KWh pro Tag Verbrauch (Lüftung/Wärmepumpe aus). An kalten Wintertagen bis zu 40 KWh Verbrauch.

    Eine PV-Anlage komplett auf autarken Betrieb auszulegen, ist sicher sinnlos. Aber im Sommerhalbjahr würde ich gern weitgehend autark sein, auch wenn die Sonne mal 5 Tage nicht scheint.

    Bitte nenne Kosten/Bezugsqzuelle für PV-Anlage plus Speicher inkl. Installation und Anschluß. Ich komme bei allen Angeboten auf weit über 0,25/KWh. Laut Dir ist man dann blöd und macht alles falsch. Du weiß sicher, wie das für 0,10-0,15 EUR/KWh geht. Dann mal Butter bei die Fische.

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