1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Erneuerbare Energien…

In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: gs2 23.04.15 - 12:03

    Davon könnte man auch berichten. Denn so rückentwickelt ist Deutschland gar nicht.
    http://computer-oiger.de/2015/03/17/groesster-batteriespeicher-sachsens-in-dresden-gestartet/68204

  2. Mecklenburg-Vorpommern hatte sowas schon 2014

    Autor: Quantium40 23.04.15 - 12:09

    In Schwerin hat die WEMAG auch einen großen Batteriespeicher in Betrieb genommen

    > http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article132237489/Scheiss-SEO
    und
    > http://www.welt.de/wirtschaft/energie/article126958257/HierKoennteIhrTextStehen

    oder direkt bei der Wemag
    > https://www.wemag.com/ueber_die_wemag/oekostrategie/Energiespeicher/Batteriespeicher/

  3. Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: nille02 23.04.15 - 12:17

    ... gibt es ein Druckluftspeicherkraftwerk.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Huntorf

  4. Re: Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: Ach 23.04.15 - 13:20

    >... gibt es ein Druckluftspeicherkraftwerk.
    >http://de.wikipedia.org/wiki/Kraftwerk_Huntorf

    Ich find die kombinierten Druckluftspeicher/Gasturbinen ja so geil. Alles passt da wie die Faust auf's Auge. Z.B. ist die Luft, wenn sie aus dem Druckluftspeicher strömt, extrem kalt. Diese Kälte passt aber ideal um das Brenngas runter zu kühlen, wodurch es verdichtet wird und so der Wirkungsgrad steigt, und wenn man da nur kurz drüber nachdenkt, dann kann man sich kaum noch retten vor Kombinationsmöglichkeiten.

    Etwa könnte man mit Hilfe der Verlustwärme die beim Verdichten der Luft anfällt, einen Hochtemperatur-Elektrolyseur auf Betriebstemperatur erhitzen(zwischen 700-900°C). Diese Geräte brauchen kein teures Platin sondern verwenden statt dessen einen Katalysator aus Keramik. Der damit gewonnene Wasserstoff kann ebenfalls gleich gespeichert werden. Der gleichzeitig frei werdende Sauerstoff wird nicht mehr einfach an die Umgebungsluft abgegeben, sondern wird der Druckluft zugefügt, wodurch die Energiedichte der gespeicherten Druckluft steigt und das Kraftwerk länger im Druckluftmodus laufen kann. So ein Kombikraftwerk ist einfach ein sehr guter Ausgangspunkt der alle Optionen für die Zukunft offen lässt.

    Ich finde das den idealen Ansatz sich im großen Stil, sprich, der ideale Ansatz für die großen Stromkonzerne bei der Energiewende endlich mal effektiv und sinnvoll mit zu mischen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.04.15 13:23 durch Ach.

  5. Re: Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: Dwalinn 23.04.15 - 13:27

    Ich hätte ja gerne mal einen vergleich von verschiedenen Speichermethoden.
    In Bayern bieten sich ja wasserspeicher an aber auch im flachland kann man sowas bauen (nur das man halt rein künstliche Becken aufbauen muss). Ich kann mir vorstellen das die auf lange Sicht günstiger zu warten sind als große Batteriespeicher.

    Ne Verlustleistung ist sowas zwar immer, aber besser als weiter lustig kohle verbrennen und zu Stoßzeiten den Strom zu verschenken (oder sogar Geld dafür bezahlen) ist es alle mahle.

  6. Re: Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: DDave 23.04.15 - 13:48

    Wirkungsgrad von einem Pumpspeicher-KW: 75-80%
    Druckluftspeicher: > 50%
    Schwungrad: > 95%
    Batterien(Li-Ionen, Na-Schwefel, Blei-Säure, Metall-Luft): BIS 90%
    Wasserstofftechnik: > 50%(Relativ hoch gegriffen, eine Brennstoffzelle erreicht ca. 60 bis 70%, wenn man noch vorher einen Elektrolyseur zur H2-Produktion davor schalten muss, dann sind wir nur noch bei 40% und dann wäre das noch sehr gut, Laborbedingungen usw. Wenn Brennstoffzellen und Elektrolyseur nicht noch massiv verbessert werden, dann wird aus Power-to-Gas nichts werden)
    Wärmespeicher: > 90%
    Redox-Flow-Batterien(chemische Akkumulatoren, z.B. auf Basis von Vanadium): bis zu 80%

    Alles Zahlen von RWE Power, von November 2002.
    Die können sich natürlich auch schon wieder verbessert haben...

  7. Re: Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: Ach 23.04.15 - 13:48

    Über den Daumen:

    Batterie(Lithium): 90 - 95%
    Pumspeicherkraftwerk: 80 - 85%
    Druckluft mit Wärmespeicher: 70 - 75%
    Druckluft ohne Wärmespeicher: 60 - 65%
    Elektrolyse-Wasserstoff mit Brennstoffzellen-Rückverstromung: 60 - 65%
    Methanisierung mit Brennstoffzellen-Rückverstromung: 30 - 40%
    Methanisierung mit Verbrennung: 20%

    :]

    Welcher Faktor aber ganz wesentlich mit hinein spielt und den ich leider nicht abrufbereit habe, ist natürlich der Anschaffungspreis in ¤ pro speicherbarer KWh, und auch die Zyklenfestigkeit spielt eine wichtige Rolle.

  8. Re: In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: 150gZucker 23.04.15 - 14:14

    So rückentwickelt nicht, nein - aber auch nicht Vorreiter, wenn man sich ansieht, dass die Chinesen einen 15-mal so großen Speicher auf die Beine gestellt haben...

    http://green.wiwo.de/stromspeicher-china-nimmt-eine-der-weltgroessten-batterien-in-betrieb/

  9. Re: Seit 1978 in Niedersachen ...

    Autor: Dwalinn 23.04.15 - 14:15

    Ist natürlich klar, so eine Batterie verliert schließlich mit der Zeit ihre Kapazität (wobei das ja mittlerweile nur noch sehr wenig ist) Wartung darf man ja auch nicht unterschätzen und in bestimmten bereichen muss man auch auf den Platzbedarf achten.

    Dennoch sind das schon gute zahlen.

    @DDave
    Wasserstoff hat aber den Vorteil das man immer wieder nachtanken kann wann man will. Meistens fahre ich nicht weit, aber wenn ich dann doch mal länger fahre will ich nicht mit einem 30m Verlängerungskabel fahren. Daher lohnt sich zurzeit ein e-Fahrzeug auch eher als Zweitwagen. Wobei man gespannt sein darf was uns Tesla und co. noch vorstellen. Auf dem weg zur Osstsee mal 30 Minuten Pause machen (von Berlin aus) und dann in Rügen oder Usedom das Auto irgendwo für eine halbe Stunde auf einem Öffentlichen Parkplatz laden würde mir vollkommen reichen (wenn dadurch die Batterie nicht geschädigt wird)

  10. Re: In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: Ach 23.04.15 - 15:40

    Woah, geht das im Moment zur Sache :].

    Zum Vergleich, 40MWh, das sind 10 von diesen 4MW Riesenwindtürmen, welche diesen Akku 10h lang im Volllastdauerbetrieb beschicken könnten, das ist wirklich ganz schön viel Energie.

    Überm Teich wird übrigens am 30.sten Solar City zusammen mit Tesla ihr 10 KWh Heimspeicher System vorstellen, siehe: - Seth Weintraub - :



    Auf die diesjährige Preisentwicklung bei den Batterien bin ich mal gespannt.

  11. Re: In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: Ach 23.04.15 - 16:05

    Ups, böse verrechnet, sry :], 10 Großwindanlagen der 4MW Klasse im Volllastbetrieb könnten diesen Akku nicht 10 und natürlich nur 4 Stunden mit Energie beschicken.

  12. Re: In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: DDave 23.04.15 - 20:43

    "Ups, böse verrechnet, sry :], 10 Großwindanlagen der 4MW Klasse im Volllastbetrieb könnten diesen Akku nicht 10 und natürlich nur 4 Stunden mit Energie beschicken."

    Dürften doch nur 1 Stunde sein, oder? 10 * 1 MW * 1h = 40MWh

    @Dwalinn:
    Ja, ist schon klar, aber dann wird man eher H2 aus Erdgas reformieren, als den guten Strom der Erneuerbaren durch einen Elektrolyseur zu jagen, der H2 produziert, welches dann in einer Brennstoffzelle verbrannt wird. Den Strom der Erneuerbaren wird man besser in einer Redox-Flow-Batterie von Gildemeister oder in einem Pumpspeicher-KW, oder in einem anderen Stromspeichersystem speichern, welche einen hohen Wirkungsgrad haben, als ihn zur H2-Produktion zu verballern.

    @Ach: zu den Kosten(spez. Investitionskosten) in ¤/kW:
    Wirkungsgrad von einem Pumpspeicher-KW: 600
    Druckluftspeicher: 580 (hier in $/kW, aber ohne Speicher)
    Schwungrad: 350
    Batterien: > 1000
    (Li-Ionen(400-700¤/kWh), Na-Schwefel(60-100¤/kWh), Blei-Säure, Metall-Luft)
    Wasserstofftechnik: 2000 (Ziel)
    Wärmespeicher: 100- 400
    Redox-Flow-Batterien(chemische Akkumulatoren, z.B. mit Vanadium): 1000(Ziel)

    Quelle ist wieder RWE Power, von November 2002

  13. Re: In Sachsen seit März 2015 bereits in Betrieb

    Autor: Ach 24.04.15 - 04:22

    Ich war beim Verfassen der Antwort zwar schon recht angeschlagen weil es sozusagen direkt nach der Arbeit war, was aber keine Entschuldigung dafür ist, das eigene Befinden so falsch einzuschätzen, dass man in einer Art Begeisterungszustand in zwei solche Schnitzer hinein rennt. Das gibt mir jetzt wirklich nachhaltig zu denken. Trotzdem danke für den Hinweis!

    Was die Zahlen von dir angeht, die sind deshalb gut, weil man damit überhaupt mal eine Vergleichende Ansicht der Kosten verschiedener Techniken zu Gesicht bekommt. Das ist also schon mal ein Ausgangspunkt. Andererseits muss man aber auch bedenken, dass diese Erhebung und das Heute von mehr als 12,5 Jahre ausgesprochen intensiver Forschung und Entwicklung in jede einzelne dieser Techniken getrennt werden. Mir kommen auch die Kosten für die Wasserkraft ziemlich hoch vor. Bisher war doch die Situation die, dass Batteriespeicher nicht ansatzweise mit der Preisleistung eines Pumpspeicherkraftwerks konkurrieren könnte.

    Bei dem Speichern in H2 geht es eher darum auch die Energie zu nutzen, die über das Fassungsvermögen der vorhandenen Speicher hinaus geht, denn die werden von den vorhandenen EE Anlagen schon jetzt innerhalb kurzer Zeit gefüllt, so dass man die EE Anlagen ständig abschalten muss, und es geht darum, dass sich dieses Problem mit dem ständigen Ausbau auch ständig verstärkt. Wasserstoff oder abschalten, wenn man so will.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Landeshauptstadt München, München
  2. Migratec Netzwerktechnik GmbH, Backnang bei Stuttgart
  3. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf
  4. sunzinet, Köln, Stuttgart, Paderborn

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Videoüberwachung: Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt
Videoüberwachung
Kameras sind überall, aber nicht überall erlaubt

Dass Ãœberwachungskameras nicht legal eingesetzt werden, ist keine Seltenheit. Ob aus Nichtwissen oder mit Absicht: Werden Privatsphäre oder Datenschutz verletzt, gehören die Kameras weg. Doch dazu müssen sie erst mal entdeckt, als legal oder illegal ausgemacht und gemeldet werden.
Von Harald Büring

  1. Nach Attentat Datenschutzbeauftragter kritisiert Hintertüren in Messengern
  2. Australien IT-Sicherheitskonferenz Cybercon lädt Sprecher aus
  3. Spionagesoftware Staatsanwaltschaft ermittelt nach Anzeige gegen Finfisher

Energiewende: Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze
Energiewende
Grüner Wasserstoff aus der Zinnschmelze

Wasserstoff ist wichtig für die Energiewende. Er kann als Treibstoff für Brennstoffzellenautos genutzt werden und gilt als sauber. Seine Herstellung ist es aber bislang nicht. Karlsruher Forscher haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem kein schädliches Kohlendioxid entsteht.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Brennstoffzelle Deutschland bekommt mehr Wasserstofftankstellen
  2. Energiewende Hamburg will große Wasserstoff-Elektrolyseanlage bauen

Macbook Pro 16 Zoll im Test: Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn
Macbook Pro 16 Zoll im Test
Ein Schritt zurück sind zwei Schritte nach vorn

Keine Butterfly-Tastatur mehr, eine physische Escape-Taste, dünnere Displayränder: Es scheint, als habe Apple beim Macbook Pro 16 doch auf das Feedback der Nutzer gehört und ist einen Schritt zurückgegangen. Golem.de hat sich angeschaut, ob sich die Änderungen auch lohnen.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Audioprobleme Knackgeräusche beim neuen Macbook Pro 16 Zoll
  2. iFixit Kleber und Nieten im neuen Macbook Pro 16 Zoll
  3. Macbook Pro Apple gibt fehlerhafte Butterfly-Tastatur auf

  1. Glasfaserausbau in Region Stuttgart: 20.000 Haushalte bekommen FTTH
    Glasfaserausbau in Region Stuttgart
    20.000 Haushalte bekommen FTTH

    Innerhalb von sechs Monaten ist in der Region Stuttgart viel passiert beim FTTH-Ausbau. Am Freitag wurden in Stuttgart erste Ergebnisse präsentiert.

  2. Disney+: Deutsche wollen maximal 23 Euro für Streaming ausgeben
    Disney+
    Deutsche wollen maximal 23 Euro für Streaming ausgeben

    Die Konkurrenz bei den Streaming-Anbietern wird zunehmen und die Kaufkraft der Nutzer ist begrenzt. Laut einer Umfrage gibt es für viele Kunden eine Obergrenze.

  3. Unix-artige Systeme: Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von VPN-Verbindung
    Unix-artige Systeme
    Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von VPN-Verbindung

    Durch eine gezielte Analyse und Manipulation von TCP-Paketen könnten Angreifer eigene Daten in VPN-Verbindungen einschleusen und diese so übernehmen. Betroffen sind fast alle Unix-artigen Systeme sowie auch VPN-Protokolle. Ein Angriff ist in der Praxis wohl aber eher schwierig.


  1. 18:19

  2. 16:34

  3. 15:53

  4. 15:29

  5. 14:38

  6. 14:06

  7. 13:39

  8. 12:14