1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Event Horizon Telescope…

Ist das so?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Ist das so?

    Autor: FactCheck 11.04.19 - 12:09

    "seine Gravitation ist so stark, dass ihr nicht einmal Licht entkommt."

    Ist das ein Fakt?

    Unteres ist NICHT mein Wissen oder Meinung sondern eine hypothetische Darstellung als FRAGE weil ich es eben nicht weiss und hoffe hier online gibt es in Physiker der das erklaeren kann.

    Oder muss Licht sich entlang der Raumzeitkurven ausbreiten und durch die Masse diese quasi unendlich in sich zusammen biegt und somit eigentlich nicht das Licht daran gehindert wird durch die Gravitation, sondern die Raumzeitkurve welche Licht entlang muss ist innerhalb der Singularitaet immer nach innen, bzw. es gibt keinen Weg aus der Singularitaet hinaus?

    Achtung, ein anderer Gedanken: sogar Gravitation kann ja theoretisch nur maximal mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und wuerde dementsprechend immer infinitisimal dem Licht hinterher eilen und koennte somit das Licht nicht am Austreten hindern? Also muesste es die Kruemmung von Raumzeit sein und nicht Gravitation welche Licht am Austreten hindert?

    Ausserdem waere Licht ja Massenlos, also gar nicht von Gravitation betroffen, wohl von der Raumzeitkurve.

    Licht koennte ja theoretisch vom Gravitationsfeld der Erde gar nicht abgelenkt werden. Wir wissen aber wird wohl abgelenkt, weil eben die Raumzeitkurve gebogen ist durch die Masse der Erde.

    Also nicht die Gravitation selber, sondern die Raumzeitkurve hindert licht daran.

    Hmm, so mein Gedanken..

    Physiker online der das erklaeren kann?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.04.19 12:12 durch FactCheck.

  2. Re: Ist das so?

    Autor: Trollversteher 11.04.19 - 12:24

    Afaik entsteht doch Gravitation, laut Einstein, durch die von der Masse gekrümmten Raumzeit?
    Daher ist Deine "Krümmung durch Raumzeitkurve" nichts anderes als Krümmung durch Gravitation.

    Zudem hat Licht zwar keine Ruhemasse, aber es gibt auch so etwas wie "bewegte Masse", die sich aus der Bewegungsenergie ergibt - und Photonen sind verdammt schnell unterwegs ;-) daher haben sie auch eine bewegte Masse und unterliegen damit auch der Gravitation (wie übrigens alle elektromagnetischen Wellen). Und dass Gravitation Licht krümmt, ist schon länger bekannt und bewiesen und lässt sich auch zB. beim "Graviationslinseneffekt" beobachten.

  3. Re: Ist das so?

    Autor: RicoBrassers 11.04.19 - 12:28

    Ich habe das so verstanden, dass nach Einsteins allgemeiner Relativitätstheorie Gravitation nichts anderes als die Krümmung der Raumzeit ist.

    Sollte das zutreffen, hast du natürlich Recht - der Golem-Artikel allerdings auch.
    Aber gut - ich bin ebenfalls kein Astrophysiker. ;)

  4. Re: Ist das so?

    Autor: RicoBrassers 11.04.19 - 12:29

    Trollversteher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Afaik entsteht doch Gravitation, laut Einstein, durch die von der Masse
    > gekrümmten Raumzeit?
    > Daher ist Deine "Krümmung durch Raumzeitkurve" nichts anderes als Krümmung
    > durch Gravitation.
    >
    > Zudem hat Licht zwar keine Ruhemasse, aber es gibt auch so etwas wie
    > "bewegte Masse", die sich aus der Bewegungsenergie ergibt - und Photonen
    > sind verdammt schnell unterwegs ;-) daher haben sie auch eine bewegte Masse
    > und unterliegen damit auch der Gravitation (wie übrigens alle
    > elektromagnetischen Wellen). Und dass Gravitation Licht krümmt, ist schon
    > länger bekannt und bewiesen und lässt sich auch zB. beim
    > "Graviationslinseneffekt" beobachten.

    So habe ich das auch verstanden.

  5. Re: Ist das so?

    Autor: twothe 12.04.19 - 02:02

    Man kann die Geschwindigkeit berechnen die notwendig ist um einen stabilen Orbit um ein Objekt zu erreichen als v = √(G * M / r), wobei G die Gravitationskonstante, M die Masse und r der Orbital-Radius ist.

    Wir wissen, dass man sich nicht schneller als mit Lichtgeschwindigkeit bewegen kann, d.h. es gibt für jedes Objekt einen Orbit den man nicht mehr halten kann, weil man sich dafür schneller als das Licht bewegen muss. Ein schwarzes Loch hat eine immense Masse und ist zeitgleich winzig klein, d.h. dieser letzte Orbit den man gerade noch so halten kann ist weit außerhalb des Objekts.

    Ist man genau auf diesem Orbit hat man ein Problem: man kann diesen nie wieder verlassen, denn dazu müsste man ja beschleunigen, was nicht geht, weil man bereits auf der maximal möglichen Geschwindigkeit ist. Ist man auch nur ein winzigen Bruchteil näher dran, dann müsste man sich sogar allein um den Orbit zu halten mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen, was also nicht mehr möglich ist. Ab diesem Punkt wird es also physikalisch unmöglich irgendetwas anderes zu tun als immer näher zum Objekt zu fliegen.

    Diesen Punkt nennt man den Ereignishorizont. Alles was diesen unterschreitet ist unweigerlich verdammt in das schwarze Loch zu stürzen.

  6. Re: Ist das so?

    Autor: Eheran 12.04.19 - 07:55

    >d.h. es gibt für jedes Objekt einen Orbit den man nicht mehr halten kann, weil man sich dafür schneller als das Licht bewegen muss.
    Das "für jedes" bereitet mir arge Bauchschmerzen. Das trifft doch quasi nur auf einen Orbit um Schwarze Löcher zu und passiert bei keinem anderen Körper, da dessen Masse nicht (wenigstens annähernd) punktförmig ist.

  7. Re: Ist das so?

    Autor: twothe 12.04.19 - 11:31

    Die Formel gilt für alle Objekte gleich, allerdings ist dieser Minimalradius bei den meisten Objekten so klein, dass er sich innerhalb des Objektes befindet und ist damit im Regelfall irrelevant.

    Man kann sich das ja an der Formel sehr leicht klar machen: zum schwarzen Loch wird alles, dessen Masse durch Radius größer ist als c²/G. So ein Objekt bleibt genau dann ein schwarzes Loch, wenn die Gravitationskraft größer ist als die Kraft die Materie in Struktur hält, denn nur dann kann die zusätzlich eintreffende Materie ausreichend verdichtet werden damit sich der Radius nicht auf einen unkritischen Wert erhöht.

    Eine 1-Cent Münze kann also nicht zum schwarzen Loch werden, weil die Gravitationskraft dieser Münze zu gering ist um die Struktur der beinhalteten Atome zu zerbrechen, sie kann also nicht unter den dafür notwendigen Radius fallen. Ein ausbrennender Stern, dessen Struktur vorher zusätzlich durch die innere Fusion verstärkt wurde, kann nach Ausbleiben dieser potentiell kollabieren und sich dann so weit verdichten, dass die eigene Gravitation jegliche Struktur auseinander reißt und damit der Radius klein genug wird, dass ein Ereignishorizont außerhalb des Objekts entsteht. Dann haben wir ein schwarzes Loch.

  8. Re: Ist das so?

    Autor: Eheran 12.04.19 - 12:19

    >allerdings ist dieser Minimalradius bei den meisten Objekten so klein, dass er sich innerhalb des Objektes befindet und ist damit im Regelfall irrelevant.

    Genau wegen solchen Missverständnissen bereitet mir das Bauchschmerzen. Er ist nicht irrelevant, weil er im Objekt ist, sondern weil er da schlicht gar nicht existiert. Wenn ich in dem Objekt rungsum einen Tunnel grabe, wäre ein stabiler Orbit absolut kein Problem.
    Die einzige Ausnahme sind Schwarze Löcher. Alle anderen Körper haben soetwas nicht, weil die Masse schlicht zu sehr verteilt ist, statt an einem Punkt konzentriert. Die räumliche Ausdehnung der Masse verhindert bei allen anderen Objekten im Universum, dass es zu so einem instabilen Orbit kommen könnte.

    Ein Schwarzel Locher mit der Masse eines 1-Cent-Stücks hätte so einen instabilen Orbit ebenso, wie eines mit milliarden Sonnenmassen. Einfach weil die Massedichte so hoch ist. Nur das eine halt in extrem winzigem Abstand, das andere auf viele AE.

  9. Re: Ist das so?

    Autor: twothe 13.04.19 - 08:57

    Das ist eine Frage der Betrachtungsweise. Das dieser minimal-Radius immer existiert steht in der Formel, dass er für die meisten Objekte irrelevant ist hat damit zu tun, dass die Eigengravitation nicht ausreicht um die Strukturfestigkeit der umgebenden Materie zu überwinden. Man kann also jetzt sagen, ein solchen Ereignishorizont gibt es nicht, weil die grundsätzlichen Kräfte des Universums den verhindern, oder man kann sagen es gibt so einen Ereignishorizont, aber die Effekte davon werden von den grundsätzlichen Kräften des Universums verhindert.

    Im Endergebnis das selbe, schlicht eine Frage welche Formel man zu Grunde legt. Da Theorien aber im Endeffekt lediglich alle "Hirngespinste" sind, die immer nur eine beschränkte Betrachtungsweise erklären können, und niemand genau weiß was wirklich in der Realität abgeht, sind beide Sichtweisen durchaus valide.

  10. Re: Ist das so?

    Autor: Eheran 13.04.19 - 09:53

    >Das dieser minimal-Radius immer existiert steht in der Formel
    Also zum einen fände ich es sehr merkwürdig, wenn man etwas, dass es auch mal (oder fast immer) nicht gibt, als existent annimmt, nur weil es in einer Formel steht...

    Viel schlimmer ist aber, wenn man die Formel falsch anwendet, etwa, wenn sie nur ohne reletivistische Effekte funktioniert... wir haben hier v =c ...
    Formeln kann man nicht einfach in den Taschenrechner eintippen und fertig. Es gibt Gültigkeitsbereiche, die beachtet werden müssen, da sonst schlichtweg Unsinn raus kommt.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, Hochheim am Main
  2. Handtmann Service GmbH & Co. KG, Biberach / Riss
  3. Fidor Bank AG, München
  4. ARRI Media GmbH, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-80%) 2,99€
  2. (-62%) 7,50€
  3. (u.a. Battlefield V für 21,49€ und Dying Light - The Following Enhanced Edition für 11,49€)
  4. 4,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Videospiellokalisierung: Lost in Translation
Videospiellokalisierung
Lost in Translation

Damit Videospiele in möglichst viele Länder verkauft werden können, müssen sie übersetzt beziehungsweise lokalisiert werden. Ein kniffliger Job, denn die Textdatei eines Games hat oft auf den ersten Blick keine logische Struktur - dafür aber Hunderte Seiten.
Von Nadine Emmerich

  1. Spielebranche Entwickler können bis 2023 mit Millionenförderung rechnen
  2. Planet Zoo im Test Tierische Tüftelei
  3. Förderung Spielentwickler sollen 2020 nur einen "Ausgaberest" bekommen

Neuer Streamingdienst von Disney: Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien
Neuer Streamingdienst von Disney
Disney+ ist stark bei Filmen und schwach bei Serien

Das Hollywoodstudio Disney ist in den Markt für Videostreamingabos eingestiegen. In den USA hat es beim Start von Disney+ technische Probleme gegeben. Mit Blick auf inhaltliche Vielfalt kann der Dienst weder mit Netflix noch mit Amazon Prime Video mithalten.
Von Ingo Pakalski

  1. Disney+ Disney korrigiert falsches Seitenverhältnis bei den Simpsons
  2. Videostreaming im Abo Disney+ hat 10 Millionen Abonnenten
  3. Disney+ Disney bringt seinen Streaming-Dienst auf Fire-TV-Geräte

Raumfahrt: Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus
Raumfahrt
Mehr Geld für die Raumfahrt reicht nicht aus

Eine mögliche leichte Senkung des deutschen Beitrags zur Esa bringt nicht die Raumfahrt in Gefahr. Deren heutige Probleme sind Resultat von Fehlentscheidungen, die hohe Kosten und Ausgaben nach sich ziehen. Zuerst braucht es Reformen statt noch mehr Geld.
Ein IMHO von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Space Rider Neuer Anlauf für eine eigene europäische Raumfähre
  2. Vega Raketenabsturz lässt Fragen offen