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Kostenaufwendige Veralberung!

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  1. Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 14.04.19 - 11:03

    Schon wieder so eine Veralberung, Man hat aus den mit Radio-Teleskopen empfangenen Signalstärken ein Farbbild generiert So wie man es bei einer Thermo-Kamera macht.
    Was ist da Weltbewegendes Neues dran?
    Das man über mehrere Teleskope gemittelt hat?

  2. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 01:22

    Nicht gemittelt. Das ist das Bild das ein zwar sehr lichtschwaches, dafür aber ein Teleskops mit dem tatsächlichen Spiegeldurchmesser der Erde zeigen würde. Dahinter steckt ein komplett andere Mathematik als hinter einer einfachen Mittelung. Gemittelt würde man immer nur einen Lichtpunkt erkennen, aus egal wie vielen Radioteleskopen man mittelt.

  3. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 06:46

    Falsch! Denn der Spiegeldurchmesser würde nur die Stärke des Signals erhöhen und kein anderes Bild erzeugen. Das ist das Gesetz der Optik, das man nicht außer Kraft setzen kann, dem auch Mikrowellen unterliegen.

  4. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 10:01

    Wenn man ein beliebiges Teleskop, so wie es ist, sagen wir mal auf die doppelte Größe skaliert, mit allen Spielgen und allen Abständen zwischen den Spiegeln, dann verdoppelt sich auch der Durchmesser der Fokusebene, sprich: um den dann doppelt breiten Lichtstrahl zu erfassen braucht man einen CCD Chip mit dem doppelten Durchmesser, ergo der vierfachen Fläche, und der liefert dann eine vier mal höhere Auflösung. Soweit Ok?

  5. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 11:16

    Nein! Es vergrößert sich nur die Lichtempfindlichkeit, man kann also lichtschwächere Objekte sehen. Das betrifft aber nur die wirklich reflektierende Fläche. Eine virtuelle, wie hier hat keinen Einfluss, das ist Spinnerei. Man kann nur die Spiegeloberfläche additiv vergrößern. Das hat aber mit einer Auflösung nichts zu tun, sondern nur mit den Entfernung die man beobachten kann.

  6. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 13:13

    Nein, es ist so: wenn man das ganze Teleskop verdoppelt, dann verdoppelt sich der Bildausschnitt. Meint; dass man anstatt einer Bildbreite von beispielsweise einem Grad des 360° Himmels einen Ausschnitt von zwei Grad erfasst. Man erhält also ein breiteres Bild mit der selben Auflösung. Was ich vorher tatsächlich ausgelassen habe, das ist folgendes:

    Um die Auslösung zu erhöhen, muss man den Öffnungswinkel des vergrößerten Teleskops entsprechend anpassen, und zwar so anpassen, dass man mit dem großen Teleskop ebenfalls die ein Grad des 360° Himmels erfasst. Erst dann erhält man die vierfache Auflösung. Das geschieht dadurch, dass man die Wölbung des Primärspiegels und die Entfernung des Sekundärspiegels entsprechend nachjustiert, und das nennt man dann die "Brennweite". Und wenn man die Brennweite bei gleichem Spiegeldurchmesser immer weiter verkleiner, dann stößt man auf gleich zwei Probleme. Zum einen treffen von dem klitze kleinen Bildausschnitt immer weniger Photonen den klitze kleine Spiegel, und zum zweiten wird bei der immer krasseren Vergrößerung dieser wenigen Photonen die erreichbare Fertigungspräzision des klitze kleinen Spiegels zur ausschlaggebenden Größe für die erreichbare Abbildungsgenauigkeit. Denn die kleinsten Unebenheiten werden zu riesen großen Fehlern mit vergrößert. Beiden Problemen kann man entgegen wirken, indem man die Spiegelfläche vergrößert. Genau deshalb werde die Teleskope immer größer. Selbst bei dem jetzt im Bau befindlichen ELT mit einem Spiegledurchmesser von 39,3m, die sich auf über 700 Spiegelsegmente aufteilen, muss im Nanometerbereich gefertigt und im Betrieb mit aktiven Aktuatoren im Nanometerbereich aktiv nachjustiert werden(bei um die 1000Hz), um die anvisierte Bildschärfe zu erzeugen, und um das Schwarze Loch mit dem(r) nötigen ultra kleinen Öffnungswinkel/Brennweite präzise genug abbilden zu können, dass man überhaupt was erkennen kann, braucht man eben einen Spiegeldurchmesser mit den Ausmaßen unserer Erde.

    Dann ist dieser virtuellen Spiegel in Größenordnungen von vielleicht Millimetern im Verhältnis zum Erddurchmesser präziser als das ELT in Größenordnungen von Nanometern im Verhältnis zum Durchmesser des ELTs von 39m. Das funktioniert übrigens nicht mehr im optischen Bereich, weil da die Wellenlängen des Lichts zu kurz werden, aber im Infrarotbereich und der ist ja Ok für das Schwarze Loch, weil es ja genau in diesen Wellenlängen am stärksten strahlt. Die Wellenlänge ist deshalb so ausschlaggebend, weil die Entfernung der Teleskope von einander und der Aufnahmezeitpunkt so genau erfasst werden müssen, dass man die genau Welle kennt, die zum Zeitpunkt der Aufnahme welchen Spiegel trifft. Die Pixel mit den genauen Ort- und Zeitstempeln werden dann in einen Supercomputer(glaub in Bonn steht der) zu einem Bild zusammen gerechnet.

    Empfehlen würde ich, einmal den Zoom einer normalen Kamera von seiner genauen Funktionsweise her detailliert durch zu gehen, weil der ganz ähnlich funktioniert, was etwa bei einer Mittelformat Kamera die große Linsen außer der höheren Lichtmenge noch zum Bild beitragen, dann ist es bis zum Teleskop nur noch ein Katzensprung.

  7. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 13:21

    Nein, das hat nichts mit Bildbreite zu tun, denn alle Teleskope sind auf den gereichen Punkt gerichtet. Da nützen auch Ihre langatmigen Argumente nichts, es bleibt Veralberung der Menschheit!

  8. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 13:24

    Das sind keine politischen Argumente, das ist eine technische Erklärung. Und sry, dir fehlt offensichtlich der Technische Hintergrund um nachvollziehen zu können, was allein schon in einer Zoomkamera geschieht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 19.04.19 13:24 durch Ach.

  9. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 13:36

    Das ist es ja man verschiebt dort die Brennweite auf den gleichen Punkt, weiter nichts. Lerne Sie erst einmal Optik zu verstehen.

  10. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 13:58

    Die Brennweite wird nicht verschoben, sie wird vergrößert oder verkleinert, von wegen mir einem Grad auf nur noch Bruchteile von Bogensekunden. Und was das für Konsequenzen auf die Optik hat mit der man das tut, das hast du nicht im Ansatz verstanden. Lerne doch erst mal den Verlauf des Lichts durch ein Teleskop zu verstehen, die Basics! Du turnst da in Bereichen herum, von denen du den Ursprung nicht verstanden hast. Wie verläuft also überhaupt das Licht durch ein(e) Kamera/Teleskop?

    Und dann lese dir mal den neuen => Golem-Bericht von Frank Wunderlich-Pfeiffer durch und vergleiche mal mit meinen Aussagen...

  11. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 14:36

    Jetzt reicht es, verschoben bedeutet das beides, Und mein Argument hat nichts mit dem Verlaufen des Strahls zu tun, sondern damit, dass die empfangende Lichtstärke nur von den zusammen geschalteten Spiegelflächen abhängt und nicht vom Abstand von einander.

  12. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 19.04.19 - 14:52

    Sry, mit jemandem nicht mal das optische Funktionieren eines Fotoapparates versteht und/oder nachvollziehen will, kann man sich nicht über Teleskope unterhalten, das ist verlorene Zeit, machs gut...

  13. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Dieter Grosch 19.04.19 - 14:55

    Richtig, wenn Sie ihn nicht verstehen, dann hat es keinen Zweck sich mit Ihnen noch weiter zu unterhalten.

  14. Re: Kostenaufwendige Veralberung!

    Autor: Ach 23.04.19 - 21:12

    Schau hier mal rein! Vielleicht hilft dir ja eine Vorzeigeerklärung im Video aus der verstehenstechnische Sackgasse :

    (Unknall Weltall und das Leben) => Erstes Foto eines Schwarzen Lochs • Neues aus dem Weltall

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