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Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

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  1. Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: M.P. 22.06.15 - 17:40

    Es geht ja um die Kompensation von Störungen, die in einem dicken Kabelbündel mit vielen DSL-Teilnehmern entstehen.

    Neben den KVZ wird ein Outdoor DSLAM gestellt, bis zu dem eine/mehrere Glasfaser(n) gelegt wird (werden).
    In der Stadt wird dann dort ein für Vectoring geeignetes Kabelbündel entlang der Straße im Bürgersteig verlegt, und in Kabelmuffen vor jedem Haus gibt es einen Abzweig in die Häuser.

    In könnte mir vorstellen, daß es bei einigen ländlichen Siedlungsformen (verstreute Bauernhöfe z. B.) diese Versorgung der einzelnen Gehöfte direkt aus dem KVZ mit Einzelkabeln erfolgt - da gäbe es dann gar keine Bündel ...

    In Dörfern mit richtigen Straßenzügen sieht die Sache natürlich anders aus....

  2. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: c.machold 22.06.15 - 18:18

    Nein, nicht wirklich.

    Vectoring heißt, man speißt am Kabelverzweiger, an dem die Hausanschlüsse enden, Vectoring VDSL ein und nutzt die bestehenden Verzweigernetze. Das Verzweigernetz ist somit als Kabelbündel zu sehen, in dem die Vectoring Signale parallel verlaufen.

  3. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: M.P. 22.06.15 - 18:23

    Hmm, und wo das Verzweigernetz nicht existiert, weil es keine Straßenzüge gibt, sondern nur ziemlich unsortierte verstreute Gehöfte?

    Aber in der Regel kriegen solche verstreuten Bauernhöfe eher gar kein DSL ...

    Sowas sollte man vielleicht per WLL Richtfunk anbieten - gerade in der Norddeutschen Tiefebene...

  4. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: tingelchen 22.06.15 - 18:33

    Steht ja im Artikel. Vectoring bringt nur dann überhaupt etwas, wenn die Leitungslänge vom Verzweiger nicht länger als ~500m beträgt. Alles was darüber hinaus geht, hat Vectoring keinen nennenswerten Effekt mehr. G.Fast ist an dieser Stelle sogar noch schlimmer.

    Daran erkennt man ja, das die Kupferadern ihren Zenit schon lange überschritten haben.

    D.h. in Gebieten mit geringer Siedlungsdichte bringt die Technik wenig bis gar nichts. In Falle des Artikels führt es sogar zu einer Verschlechterung.

  5. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: M.P. 22.06.15 - 18:42

    Hmm, kann man das so pauschal wirklich sagen?
    Wenn die z.B. 700 m Leitungslänge vom Verteiler sich in 350 m im Bündel und 350 m von der Ausspleißmuffe zum Bauernhof abseits der Straße aufteilen, kann Vectoring auf den letzten 350 m keinen Gewinn mehr bringen...

  6. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: Mett 22.06.15 - 19:22

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sowas sollte man vielleicht per WLL Richtfunk anbieten - gerade in der
    > Norddeutschen Tiefebene...

    Ja. Und mir ist auch nicht klar, warum das dort nicht gemacht wird. Das Equipment dürfte günstiger sein als zig Kilometer Kupferleitung an Masten aufzuhängen. Gerade jetzt, wo man ja auch Telefonie via IP anbietet.

  7. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: Ovaron 22.06.15 - 19:59

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht ja um die Kompensation von Störungen, die in einem dicken
    > Kabelbündel mit vielen DSL-Teilnehmern entstehen.

    Trolle zählen laut Terry Pratchett so: Eins...zwei....viele

    Vectoring wirkt schon bei zwei Signalen die sich gegenseitig stören. Also nein, es braucht nicht "viele" DSL-Teilnehmer im Kabelbündel.

    > In könnte mir vorstellen, daß es bei einigen ländlichen Siedlungsformen
    > (verstreute Bauernhöfe z. B.) diese Versorgung der einzelnen Gehöfte direkt
    > aus dem KVZ mit Einzelkabeln erfolgt - da gäbe es dann gar keine Bündel

    Ich könnte mir vorstellen, daß bei einigen anderen ländlichen Siedlungsformen Gruppen von wenigen Häusern mit jeweils einem Kabelbündel versorgt werden.

    Und nun? Es war wirklich schön das wir mal über unsere Vorstellungen reden konnten.

    Ich kann mich noch erinnern an meine Anfänge in den Mailboxen. Da haben im Starnet die "Altuser" den jüngeren Erzählt was Sache ist und wie lange ein richtiger User dabei zu sein hat. Soll das hier nun auch losgehen, ist man kein richtiger Landbewohner mehr wenn man mehr als drei Nachbarhäuser in Sichtweite hat?

  8. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: chefin 23.06.15 - 08:13

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht ja um die Kompensation von Störungen, die in einem dicken
    > Kabelbündel mit vielen DSL-Teilnehmern entstehen.
    >
    > Neben den KVZ wird ein Outdoor DSLAM gestellt, bis zu dem eine/mehrere
    > Glasfaser(n) gelegt wird (werden).
    > In der Stadt wird dann dort ein für Vectoring geeignetes Kabelbündel
    > entlang der Straße im Bürgersteig verlegt, und in Kabelmuffen vor jedem
    > Haus gibt es einen Abzweig in die Häuser.
    >
    > In könnte mir vorstellen, daß es bei einigen ländlichen Siedlungsformen
    > (verstreute Bauernhöfe z. B.) diese Versorgung der einzelnen Gehöfte direkt
    > aus dem KVZ mit Einzelkabeln erfolgt - da gäbe es dann gar keine Bündel
    > ...
    >
    > In Dörfern mit richtigen Straßenzügen sieht die Sache natürlich anders
    > aus....

    Ich schlage dir vor mal aufs Land zu gehen. Das was du dir da vorstellst betrifft vermutlich keine 100.000 Menschen von 82 Millionen. Das sind 1 Promille, vieleicht auch weniger. Wenn du Orte mit 500 Einwohner meinst so sind diese mit einem DSLAM erreichbar. Weil auch diese kleinen Orte nicht Schwedisch aufgebaut sind sondern Deutsch. Also alles an einem Fleck. Und ein 500 Einwohnerort ist gerade mal 500m im Durchmesser. Wobei hier eher das Problem ist, das nur 50 Menschen dort (das sind keine 25 Haushalte) wohl schnelles Internet wollten, erst jetzt wird das so langsam besser wenn die Alten sterben und die C64 Generation das Ruder übernimmt.

    Diene Argumente gehen also weit an der Realität vorbei. Hier sind eher die kleinen Städte betroffen, die einerseits schon mehr wie 1km Durchmesser haben, andererseits aber noch nicht genug Einwohner und DSL-Bedarf um mehrere DSLAM zu setzen. Orte mit 2000-5.000 Einwohner. Drüber ist man sowieso mit einer Kiste nicht mehr in der Lage das zu managen, dann müssen eh mehrere Einheiten her und die sitzen dann verteilt im Ort.

    Da aber nun ein Laden das ganze managed dürfte sein Gewinn auch passend sein und der Ausbau voranschreiten.

  9. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: Dwalinn 23.06.15 - 08:52

    >Und ein 500 Einwohnerort ist gerade mal 500m im Durchmesser.

    Also mein 300 Einwohner Dorf ist in der länge rund 1,2 km und in der breite rund 900 meter.

    Allerdings ist es auch kein Rudens Dorf, sondern ein Angerdorf mit 2 kreuzenden Hauptstraßen.

    Bei uns wird gerade noch ausgebaut aber ich hoffe mal das der Verteiler in die Mitte des Dorfes kommt, man weiß ja nie

  10. Re: Bringt auf dem Land Vectoring überhaupt etwas?

    Autor: M.P. 23.06.15 - 08:58

    Hmm,
    es gibt in Deutschland regional schon verschiedene ländliche Siedlungsformen.
    Hier im Münsterland gibt es auch die Form, daß die Bauernhöfe/Katen einzeln stehen und gerade noch Sichtverbindung zueinander haben..
    Da sollte man nicht alle Frequenzen in Versteigerungen versilbern, sondern z. B. einige für Richtfunk geeignete Frequenz für privaten Gebrauch auch über Grundstücksgrenzen hinaus freigeben, sodaß die Bauern z. B. bis zum einzigen Bauernhof mit Internet in der Nachbarschaft sich selber vernetzen können...

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