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  5. › Flippy: Burgerbratender Roboter…

Ganz ehrlich

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  1. Ganz ehrlich

    Autor: melog89 10.03.17 - 09:14

    Jemand der Brötchen röstet und Burger wendet ist in meinen Augen auch kein Koch. Da soll er sich doch lieber mit der Brot- und Fleischzubereitung beschäftigen und den Robo die Drecksarbeit machen lassen..

  2. Re: Ganz ehrlich

    Autor: TrollNo1 10.03.17 - 09:15

    Also Brötchenhälften und Patties auspacken und dem Robo hinlegen?

  3. Re: Ganz ehrlich

    Autor: melog89 10.03.17 - 09:28

    Ich sagte ja Zubereitung, frisch, sonst brauche ich auch keinen Koch.

  4. Re: Ganz ehrlich

    Autor: Trockenobst 10.03.17 - 12:35

    melog89 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jemand der Brötchen röstet und Burger wendet ist in meinen Augen auch kein
    > Koch. Da soll er sich doch lieber mit der Brot- und Fleischzubereitung
    > beschäftigen und den Robo die Drecksarbeit machen lassen..

    Eigentlich sind das - im philosophischen Sinne - auch keine echten Jobs. Man backt und frittiert Tiefkühl Produkte auf, da ist kein Können notwendig, nur Anwesenheit. Das einzige was benötigt wird, ist eine rudimentäre Bewegungsfähigkeit der Arme und einfachen Regeln zu folgen.

    Somit sehe ich, genauso wie beim Taxifahrer, Fensterputzer, Paketauslieferer und Müllmann keinerlei Grund, warum so ein Job von einem Menschen zu machen ist.
    Der Mensch muss bis zu 30 Jahre lernen, um dann wirklich tiefen-komplexe Jobs zu machen. Da ist die Zukunft, nicht den Arzt die Hälfte der Zeit 30 Dokumente manuell ausfüllen zu lassen damit sich das Krankenhaus finanziert. Er soll Menschen behandeln, dass ist sein Job. Wenn ein Bot seine Formulare ausfüllt, ist das absolut wünschenswert.

    Echte Köche, die erst mal nur frische Waren auf dem Tisch haben und dann erst entscheiden was sie daraus entstehen lassen. Natürlich wird man auch irgendwann mal im Ofen einen Arm drin haben, der in der Lage ist mit bereitgestellten Waren hunderte Gerichte frisch zuzubereiten. Die werden zwar immer relativ gleich schmecken, aber das wird für viele die keinen besonderen Anspruch an Essen haben, auch schon ausreichen. In diesen Falle ist die Abgabe der langweiligen Arbeit an einen Bot auch vollkommen korrekt.

    Der Mensch hat sich zu lange damit zu Frieden gegeben, am Fließband immer die selben vier Reifen an das Auto zu drehen, Jahre hin oder her. Das ist Verschwendung von menschlicher Kreativität und Leistungskraft. Es gibt so viel anderes zu tun, für das es nicht genug Arbeiter gibt.

  5. Re: Ganz ehrlich

    Autor: igor37 10.03.17 - 14:19

    Wozu teuer frisch zubereiten wenn die Leute es auch so essen?

  6. Re: Ganz ehrlich

    Autor: maverick1977 10.03.17 - 15:08

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt so
    > viel anderes zu tun, für das es nicht genug Arbeiter gibt.

    Beispiele bitte... Faktor 1) Wirtschaftliche Leistung.
    Ein Unternehmen wird immer am Reingewinn bemessen und nicht an der Anzahl fair bezahlter Arbeitnehmer. Und solange dieser Fakt akut ist, sind Jobs für Menschen mit schlechter Bildung absolut notwendig. Man schaue nur mal über den Atlantik. Die USA sind die Zukunft von Deutschland und Europa, wenn wir es nicht stoppen.

    Soziale Marktwirtschaft wird hier stückchenweise abgeschafft. Und die totale Marktwirtschaft ist dann das Ziel. Wer Geld hat, dem gehts gut, kann sich Bildung leisten, ist körperlich gesund. Wer kein Geld hat, dem gehts mies, kann sich keine Bildung leisten und ist körperlich krank, weil er sich keine Behandlung leisten kann.

  7. Re: Ganz ehrlich

    Autor: Trockenobst 12.03.17 - 21:46

    maverick1977 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein Unternehmen wird immer am Reingewinn bemessen und nicht an der Anzahl
    > fair bezahlter Arbeitnehmer. Und solange dieser Fakt akut ist, sind Jobs
    > für Menschen mit schlechter Bildung absolut notwendig.

    Nein sind sie nicht. Früher musste die Sekretärin am Kopierer stehen und zwanzig Kopien selbst machen, bis es dann irgendwann den Kopierer mit Sorter gab. Dann hat sie andere Jobs gemacht. Bei der Firma des Kumpels mit FH-Werksstudenten wurden die immer für Shitjobs verheizt. Hol mal die Platinen, schalte den 3d Drucker auf Aktiv, für so was. Seit dem sie mehr Automatismen und mehr Roboter haben, machen die wirklich sinnvolle Sachen, wie z.B. eine bessere Bedienungsanleitung schreiben oder die GUI besser machen ( in dem Fall hatten sie über 200 Feature-Requests die immer liegen geblieben sind).

    Das sind aber alles Jobs wo man mindestens FH haben muss. Bill Gates sagt ja selbst, dass es eine Robot Tax geben muss. Ab einem gewissen Punkt wird es nichts mehr geben was man mit Hauptschule und später mit Realschule machen kann. Ab dem Zeitpunkt wird sich die Wirtschaft und die Gesellschaft anpassen müssen. Amerika könnte nicht mit 30% Arbeitslosigkeit überleben, und das wissen die dort.

    > totale Marktwirtschaft ist dann das Ziel. Wer Geld hat, dem gehts gut, kann
    > sich Bildung leisten, ist körperlich gesund. Wer kein Geld hat, dem gehts
    > mies, kann sich keine Bildung leisten und ist körperlich krank, weil er
    > sich keine Behandlung leisten kann.

    Das ist im Amerika schon immer so gewesen und 50% der "Survival of the Fittest" Freunde finden das auch ok so, auch wenn sie nicht die Eier haben es so zu sagen. Obama hat den Leuten einen Floh ins Ohr gesetzt dass es auch anders geht, und wenn erst mal wieder 100.000 Leute pro Jahr sterben müssen damit die das Lernen, ist das eben so.

    Mittelfristig wird an einem Bürgergeld nichts mehr vorbei gehen, außer man nimmt einen Bürgerkrieg an. Bereits jetzt sehen viele Intellektuelle dass der beste Weg einer Änderung des Systems nicht demonstrieren ist, sondern den Eliten dein Geld zu verweigern. Als 1.000 Leute bei einer Citi-Bank Filiale ihr Konto kündigen wollten, hat die einfach die Filiale gesperrt und zig "Außendienstmitarbeiter" losgeschickt, die versuchen sollten dies zu verhindern. Mit gewissen Erfolg. Trotzdem: es gibt wohl auch drüben Mechanismen, die absolut schädlich für diese Eliten sind. Diese kommen auch immer mehr zum tragen.

    Und bilden wir uns nichts ein: Apple fand die Berichten von shittigen Fabriken nicht lustig. Die haben was dagegen getan, damit der Rubel weiter rollt. Das wird mit allen anderen auch so sein. Das System ist zu opportunistisch eingestellt, als das man bereit ist einfach aufzugeben.

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