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CarSharing nicht gleich CarSharing

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  1. CarSharing nicht gleich CarSharing

    Autor: Didatus 22.08.19 - 10:58

    Im Grunde gibt es ja zwei verschiedene Arten von CarSharing. CarSharing mit festen Stationen und ohne. Car2Go und DriveNow gehören zu den Varianten ohne feste Stationen. Dieses Choice oder auch Cambio gehört zu der Variante mit festen Stationen. Zumindest habe ich Choice so verstanden. Wer es flexibler und spontaner braucht ist meistens mit Car2Go, DriveNow und Co besser bedient. Wer mehr Planbarkeit braucht, ist meist bei Cambio und Co besser aufgehoben. Aber das hängt natürlich auch immer sehr von den Anforderungen der Nutzer ab.
    Eine Aussage "Carsharing funktioniert nicht" ist da sehr oberflächlich. Cambio zum Beispiel gibt es ist der aktuellen Firm seit 2000 und sie sind offensichtlich recht erfolgreich damit. Ich nutze Cambio nun seit ca. 10 Jahren hauptsächlich in Köln und Hamburg und bin sehr zufrieden. Fast immer sind die Fahrzeuge in einem gutem Zustand. Wenn mal etwas ist, wird es gemeldet und Cambio kümmert sich darum. Es werden auch regelmässig seit Jahren neue Stationen eröffnet, was einen stetigen Wachstum zeigt.
    Wenn nun Choice also versagt, dann sicher nicht am grundsätzlichen CarSharing Konzept. Denn Cambio hat schon bewiesen, dass es funktionieren kann.
    IMHO

  2. Re: CarSharing nicht gleich CarSharing

    Autor: EifX 22.08.19 - 12:44

    Dem kann ich nur zustimmen. Ich nutze Scouter (Teil des Flinkster-Netzwerks der DB) und kann ähnliches behaupten. Anscheinend lohnt sich das Konzept bei scouter, da auch hier neue Stationen eingerichtet und der Fuhrpark immer mal wieder aktualisiert wird, sogar mit E-Autos.

  3. Re: CarSharing nicht gleich CarSharing

    Autor: mke2fs 22.08.19 - 13:34

    Volle Zustimmung.

    Ich nutze Stadtmobil (und inzwischen auch BarShare (regionaler Anbieter im Barnim), die gibt es seit 1999 und die kann man (wie u.a. auch Cambio) überregional nutzen (u.a. über Partner wie Cambio :)).
    Stadtmobil eröffnet ebenfalls ständig bundesweit neue Stationen und von Problemen kann ich nichts feststellen.
    Bisher bin ich seit über 10 Jahren Mitglied und kann mich nicht beklagen.
    Ja, es kam mal vor, dass leichte Verschmutzung vorhanden waren und eventuell hatte mal jemand ein Bonbon-Papier vergessen - aber alles in einem akzeptablen Rahmen, sowas kommt nun mal vor. Aber wirklich dreckig oder defekt habe ich noch nicht erlebt.

    Bei stationärem Carsharing (bei allen 4 Unternehmen (Stadtmobil-Partner + Stadtmobil) die ich bisher nutzen durfte) läuft das so:

    - Fahrzeug buchen
    - Zur Abholzeit Karte ranhalten
    - dann Boardbuch aus dem Auto holen
    - im Boardbuch sind alle bekannten Schäden eingetragen
    - dann läuft man einmal ums Fahrzeug und schaut ob nicht eingetragene Schäden (in der Regel definiert als Kratzer oder Beulen über eine bestimmte Länge) vorhanden sind
    - sind welche vorhanden, oder das Auto stellt sich als Verschmutzt beim Rundgang raus, ruft man die Hotline an (teilweise geht das auch bereits per App) und meldet das
    - damit ist man erstmal aus dem Schneider hinsichtlich eventueller Forderungen und die Schäden werden baldmöglichst behoben/das Fahrzeug gereinigt
    - ggf. kann man umbuchen

    Hat man das Fahrzeug eine Woche oder länger wird darum gebeten vor Rückgabe das Fahrzeug auszusaugen. Auch so kann man das Fahrzeug reinigen, dafür bekommt man Gutschriften.

    Die Fahrzeuge werden regelmäßig gereinigt und geprüft (früher konnte man das sehen, in der Regel war das 1 mal die Woche).

  4. Re: CarSharing nicht gleich CarSharing

    Autor: mojocaliente 22.08.19 - 16:10

    +1

    Hinzu kommt, dass man für jeden Anlass das passende Auto hat. Vom kleinen e-Flitzer bis zum Transporter ist – zumindest in meinem Radius von 1 km – alles vorhanden.

  5. Car Sharing rockt :)

    Autor: Stepinsky 22.08.19 - 22:21

    Ich habe seit Jahren kein eigenes Auto mehr. Wenn ich eines benötige, leihe ich mir bei unserem örtlichen Car Sharing Verein eines aus - per App oder per Webinterface. Mir steht eine ganze Flotte von Fahrzeugen zur Verfügung, vom kleinen E-Flitzer bis zum 8-Sitzer oder Transporter.
    Ich habe mir meine Wohnort und meine Arbeit entsprechend gesucht: von meinem Dorf aus brauche ich ca. 20-30 min (je nach Stecke) mit dem Rad zur Arbeit und zur Not haben wir eine sehr gute Anbindung an den ÖPNV. Für spezielle Bedürfnisse bin ich Mitglied im Car Sharing.
    Einzelne Fahrten sind im Car Sharing recht teuer, aber in der Summe spare ich jedes Jahr trotzdem sehr, sehr viel Geld ohne eigenes Auto. Das war der entscheidende Schlüssel, um mich und meinen Sohn in härteren Zeiten über die Runden zu bringen, ohne um staatliche Unterstützung zu betteln. Für mich ist der Verzicht auf eine Auto mehr Unabhängigkeit und mehr Freiheit.

    Bei unserem Car Sharing gibt es fast nie Probleme mit den Autos. Weder mit Dreck, noch mit Wartung. Vermutlich hilft dabei die Mitgliedschaft im Verein. Die Nutzer wissen, dass hier nicht jemand das dicke Geld machen will, sondern dass wir im gleichen Boot sitzen. Das scheint die Menschen rücksichtsvoller zu machen. Gleichzeitig ist der Verein als nicht gewinnorientierter Betrieb stark bemüht, mit dem Geld im Sinne der Nutzer zu denken und zu entscheiden. Die Qualität der Betreuung und des Managements sind sehr hoch. Logo: da sind keine fetten Gewinne, keine Shareholder, Sales-Fuzzis oder dicke Chefautos zu finanzieren. Das Geld fließt direkt in Verbesserungen.
    Der Verein wächst seit Jahren stetig, selbst wenn gelegentlich Stationen mangels Rentabilität abgebaut werden mussten. Meist in Ecken, in den von der Bewohnerstruktur das eigene Eigenheim dominiert. Erfahrungsgemäß ist dort der Anteil der Menschen, die mindestens ein Auto besitzen zu hoch.

    Für mich ist die Unabhängigkeit vom eigenen Auto ein Privileg, um das ich mich sehr bemüht habe. Meine Schwester wohnt in der Pampa und kommt ohne Auto nicht aus: Strecken zu weit, ÖPNV zu schlecht. Car Sharing ist leider (bisher) keine allgemein gültige Lösung für alle.

  6. Re: CarSharing nicht gleich CarSharing

    Autor: PerilOS 22.08.19 - 23:40

    Ich seh hier eher nen Demographieproblem. Wenn ich bei Sixt den A6 oder den 7er rausfahre, sind die immer wie geleckt. Hab ich Pech und bekomm den 1er, dann stell ich da schon ein paar Macken fest. Die Liste an Mängel spricht da in der Regel Bände. Und die Kleinwagen sind in der Regel auch weniger Kilometer gefahren als die Boliden.

    Die dicken Autos fahren eher Business Kunden wie ich oder Rentner bzw. Leute die darauf mal Bock haben oder Urlaub machen. Die kleinen Wagen hingegen sind eher Studentenbudget oder "Normalo".

    Wenn ich hier in Berlin aber Carsharing mache, dann sind die Autos immer dreckig. Egal ob Sixt Car Sharing oder DriveNow. Fahrzeug auch egal. Letztens der GLA war echt nicht lecker. Auots in der Regel auf English oder Französisch eingestellt. Manchmal noch mit MPH. Ich schiebs mal auf die Touristen und Studenten... die haben üblicherweise die Nutzen und Wegwerfen Mentalität.
    Über die 5¤ für 10km denk ich auch nicht nach. Aber ich würd mich gerne wohl fühlen dabei.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 22.08.19 23:43 durch PerilOS.

  7. Re: Car Sharing rockt :)

    Autor: 486dx4-160 23.08.19 - 00:59

    Bei deinem Car Sharing seht kein renditegetriebener Konzern dahinter, der ein verkapptes Mietwagenkonzept anbietet, sondern ihr teilt euch quasi genossenschaftich wirklich Autos. Carsharing funktioniert, "Carsharing" mit anonymen Investoren nicht.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 23.08.19 00:59 durch 486dx4-160.

  8. Re: Car Sharing rockt :)

    Autor: Stepinsky 24.08.19 - 08:02

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei deinem Car Sharing seht kein renditegetriebener Konzern dahinter, der
    > ein verkapptes Mietwagenkonzept anbietet, sondern ihr teilt euch quasi
    > genossenschaftich wirklich Autos. Carsharing funktioniert, "Carsharing" mit
    > anonymen Investoren nicht.
    Yep. Das ist genau der Punkt.

    Privatwirtschaftliches Sharing gibt es nicht. Was uns da vorgesetzt wird, hat man früher als "Miete" oder "Verleih" bezeichnet. "Sharing" heißt in diesem Kontext nur, dass die Geier keinen Eigenkapitaleinsatz und kein Eigenrisiko mehr haben, sondern nur noch ihren Obulus kassieren.

    Echtes Sharing funktioniert nach meinen Erfahrungen in der Regel großartig.

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