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Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

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  1. Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: dumdideidum 22.08.19 - 10:37

    Man hätte sich vorher denken können, dass ÖPNV, nicht wirtschaftlich ist oder übermäßig hohe Gewinne abwirft. Das kann und wird auch niemals so sein und sollte einfach nicht das Ziel sein. Denn das Ziel von ÖPNV ist es, viele Menschen bestenfalls umweltschonend von A nach B zu kommen und die dafür zur Verfügung stehende Fläche und Mittel optimal zu nutzen.

    Carsharing bedeutet eben, das Auto ist im besten Fall den ganzen Tag unterwegs. Die Abnutzung ist enorm und Sie sind in kurzer Zeit viele Kilometer gefahren. Das ist ebenso und das ist auch der Sinn des Konzeptes.

    Das die Fahrzeuge verschmutzt werden oder man nicht pfleglich damit umgeht, ist leider ein allg. Problem des Menschen, das passiert ja auch immer wieder in Straßenbahnen und U-Bahnen...doch wie kontrollieren? Das geht nur, wenn es konsequent angezeigt wird, sobald man ein Fahrzeug benutzt. Aber dazu bieten die Apps selten die Möglichkeit und oft nimmt sich der jenige der gerade Fährt nicht die Zeit dafür.

    Hundehaare sind widerlich und ich versteh einfach wie asozial man sein kann, in einem Mietfahrzeug Tiere mitzunehmen oder zu rauchen. Das ist nun mal ein NoGo. Dann braucht es dafür Boxen oder eigene Fahrzeuge.

  2. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: Crossfire579 22.08.19 - 11:45

    Natürlich sollte Infrastruktur privatwirtschaftlich organisiert sein, um Anreize für Selbstverbesserung zu bieten. Der Staat hat kein Problem, wenn ein staatliches Vorhaben nicht wie geplant läuft in Bezug auf Kosten/Zeit/Zuverlässigkeit.
    Verstehe nicht, wie man vor den Hintergrund von BER, Stuttgart 21, Elbphilharmonie, Deutsche Bahn etc. ernsthaft nach mehr staatlicher Organisation streben kann.

  3. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: Brainfreeze 22.08.19 - 11:57

    Crossfire579 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich sollte Infrastruktur privatwirtschaftlich organisiert sein, um
    > Anreize für Selbstverbesserung zu bieten. Der Staat hat kein Problem, wenn
    > ein staatliches Vorhaben nicht wie geplant läuft in Bezug auf
    > Kosten/Zeit/Zuverlässigkeit.
    > Verstehe nicht, wie man vor den Hintergrund von BER, Stuttgart 21,
    > Elbphilharmonie, Deutsche Bahn etc. ernsthaft nach mehr staatlicher
    > Organisation streben kann.

    Die Infrastruktur sollte über staatliche Wege zur Verfügung gestellt werden, aber der Betrieb erfolgt dann privatwirtschaftlich, wobei der Staat gegenüber den Betreibern auch entsprechende Pflichten zu Wartung der Infrastruktur hat und dieser auch nachgeht.
    Wenn bereits die Bereitstellung privatwirtschaftlich stattfindet, bleiben unrentable Regionen stets aussen vor (wie z.B. beim Mobilfunk die ländlichen Regionen), während rentable Regionen überversorgt werden. Auch hier wieder das Beispiel Mobilfunk, wo die grossen Anbieter jeweils ihre eigenen Netz aufbauen.

  4. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: redmord 22.08.19 - 12:09

    Crossfire579 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich sollte Infrastruktur privatwirtschaftlich organisiert sein, um
    > Anreize für Selbstverbesserung zu bieten. Der Staat hat kein Problem, wenn
    > ein staatliches Vorhaben nicht wie geplant läuft in Bezug auf
    > Kosten/Zeit/Zuverlässigkeit.
    > Verstehe nicht, wie man vor den Hintergrund von BER, Stuttgart 21,
    > Elbphilharmonie, Deutsche Bahn etc. ernsthaft nach mehr staatlicher
    > Organisation streben kann.

    Ja und nein. Es hat auch große Vorteile, wenn bestimmte Projekte in der Hand des Staates sind; insbesondere beim Thema Infrastruktur.
    Siehe Privatisierung der Wasserversorgung in Frankreich. Veolia hatte einfach auf die Grundwasserversorgung geschissen, die Infrastruktur verkümmern lassen und auf Filter plus Chlor gesetzt. Als Paris die Versorgung wieder verstaatlichte wurden in Wasserschutzgebiete, Infrastruktur und in Brunnenanlagen Investitionen getätigt, die sich wirtschaftlich erst in vielen Jahrzehnten rentieren können, doch schon heute eine deutlich bessere Versorgung ohne chlorhaltiges Leitungswasser gewährleisten.

    Von mittelfristigen finanziellen Gewinnen unabhängig zu sein, bietet die Möglichkeit weise zu handeln. Das muss nicht immer der Fall sein und kann ganz sicher gut nach hinten losgehen.. doch Privatisierung geht auch häufig nach hinten los.
    Und nur weil ein Unternehmen der Öffentlichen Hand gehört, heißt dies nicht, dass Anreize für Selbstverbesserung ausgeschlossen sind.

  5. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: emdotjay 22.08.19 - 13:04

    Ich sehe einen teil der Probleme bei der Gesellschaft selber....

    Schauen sie sich mal die ÖPNVs an, in welchem Zustand die sind. Teilweise ist der Fahrgastraum so abgenutzt und beschädigt weil auch ein teil der Fahrgäste keinen Respekt davor hat.

    Fensterscheiben mit spitzen Gegenständen zerknallt, Sitzbezüge durch Schuhe verdreckt. Kaugummis auf den Sitzbezügen etc...

    Jeder der mit ÖPNVs fährt wird das eine oder andere sogar live mitbekommen haben.

    Das sind die richtigen Schmarotzer in der Gesellschaft.

  6. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: PerilOS 22.08.19 - 23:47

    Wenn der Staat durch Unterbesetzung halt seiner Kontrollpflicht nicht nachkommen kann, dann endet das nicht gut. Privat oder Staatlich geführt macht da keinen Unterschied.
    Privat ist die bessere Option in der Regel. Es liegt am Staat das zu kontrollieren und richtige Vorgaben zu machen. Ansonsten macht jeder nur was er muss. War in der DDR auch nicht anders.

  7. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: lestard 23.08.19 - 09:14

    Gerade die Bahn ist doch ein Beispiel für gescheiterte Privatisierung. Seit der Privatisierung 1994 sind die Leistungen in manchen Bereichen kontinuierlich schlechter geworden (z.B. Versorgung von schwächer besiedelten Gegenden).
    Ich weiß, dass man es nicht ganz so einfach pauschalisieren kann aber meiner Wahrnehmung nach sind die Bahnen in Ländern mit staatlicher Organisation in der Regel besser aufgestellt als privatisierte. Das einzige positive Beispiel welches mir einfällt, wo ein privatwirtschaftlich organisiertes Bahn-System sehr gut funktioniert, ist Japan.

  8. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: Peter Brülls 23.08.19 - 10:35

    Crossfire579 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Verstehe nicht, wie man vor den Hintergrund von BER, Stuttgart 21,
    > Elbphilharmonie, Deutsche Bahn etc. ernsthaft nach mehr staatlicher
    > Organisation streben kann.

    Die Quote gefloppter privatwirtschaftlicher Projekte ist nicht wirklich anders, nur schreit da nicht der Bund der Steuerzahler und auch nicht die Bild. Respektive schreit die dann, wenn es Schlagzeilen bringt, wie „Ärger um Luxus-Anzüge bei der Deutschen Bank - Während Entlassungswelle liessen Chefs den Nobel-Schneide kommen“. Obwohl die Deutsche Bank doch immer Sinne der obigen Logik richtig handelt und weitere Geldverluste meidet.

    Außerdem kommen Staat und Wirtschaft (respektive Großkonzerne) eh selten ohne einander aus.

  9. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: JackIsBack 23.08.19 - 11:02

    Die deutsche Bahn ist öffentlicher Hand, man sieht ja wie „gut“ sie läuft.

    „ Steam ist kein DRM“
    - Gabe

    „ Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“
    - Serdar Somuncu

    „Klimaschutz durch Verzicht, Verbote, Askese, das kann man alles machen. Aber: Auf diesem Weg wird uns global niemand folgen. Viele Menschen können gar nicht auf Wohlstand verzichten, weil sie noch gar keinen haben. Statt Moralweltmeister sollte unser Anspruch sein, durch Innovationen und Fortschritt Technologie-Weltmeister zu werden, um durch neue Ideen das Klima und die Umwelt zu retten!„
    Christian Lindner, FDP

  10. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: Peter Brülls 23.08.19 - 12:10

    JackIsBack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die deutsche Bahn ist öffentlicher Hand, man sieht ja wie „gut“ sie läuft.

    Das hat ja auch gar nichts damit zu tun, dass Deutschland unter den europäischen Ländern recht weit hinten bei den Pro-Kopf-Ausgaben für das Schienennetz steht, bei gleichzeitigen Anspruch auch kleinere Städte (die in der Wahrnehmen des Bürger als Dörfer gelten) direkt an den Fernverkehr anzubinden.

  11. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: Crossfire579 23.08.19 - 14:46

    JackIsBack schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die deutsche Bahn ist öffentlicher Hand, man sieht ja wie „gut“
    > sie läuft.


    Sie gehört zu 100% dem Staat, ist aber privatwirtschaftlich organisiert. Das schlechteste aus beiden Welten.

  12. Re: Infrastruktur sollte halt nicht privatwirtschaftlich organisiert sein

    Autor: JackIsBack 23.08.19 - 14:54

    Crossfire579 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JackIsBack schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die deutsche Bahn ist öffentlicher Hand, man sieht ja wie
    > „gut“
    > > sie läuft.
    >
    > Sie gehört zu 100% dem Staat, ist aber privatwirtschaftlich organisiert.
    > Das schlechteste aus beiden Welten.

    Jup.

    „ Steam ist kein DRM“
    - Gabe

    „ Jede Minderheit hat ein Recht auf Diskriminierung“
    - Serdar Somuncu

    „Klimaschutz durch Verzicht, Verbote, Askese, das kann man alles machen. Aber: Auf diesem Weg wird uns global niemand folgen. Viele Menschen können gar nicht auf Wohlstand verzichten, weil sie noch gar keinen haben. Statt Moralweltmeister sollte unser Anspruch sein, durch Innovationen und Fortschritt Technologie-Weltmeister zu werden, um durch neue Ideen das Klima und die Umwelt zu retten!„
    Christian Lindner, FDP

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