Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Flykly: Elektrofahrrad…

EN 15194 und "Wegfahrsperre"

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: zuschauer 18.10.13 - 14:04

    In Europa müssen Pedelecs die o.g. Norm erfüllen. Ohne Nachweis würde ich ein solches - zugegebenermaßen attraktives - Rad nicht kaufen.
    Das Smartphone kann herunterfallen und während der Fahrt sollte man es nicht bedienen. Die Steuerung scheint zweifelhaft, und wie wird das Rad abgeriegelt auf 25 kmh?
    Es scheint sich um eine WLAN- oder Blutooth-Verbindung zu handeln - ist die "ausfallsicher"?
    Ohne einen ordentlichen Rücktritt besteige ich persönlich kein Fahrrad. Der scheint hier nicht möglich zu sein.
    Eine Wegfahrsperre kann wohl kaum das profane Abmontieren verhindern. Man müßte also dieses Hinterrad mit einem sehr stabilen Schloß sichern. Damit erhöht sich das Gewicht des Fahhrads signifikant.

    Fazit: Nette Idee - für Amerikaner

  2. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: caso 18.10.13 - 14:36

    zuschauer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine Wegfahrsperre kann wohl kaum das profane Abmontieren verhindern. Man
    > müßte also dieses Hinterrad mit einem sehr stabilen Schloß sichern. Damit
    > erhöht sich das Gewicht des Fahhrads signifikant.



    Bevor ich als Fahrraddieb ein Rad abmontiere greife ich lieber zum nächsten ungesicherten Fahrrad.

  3. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: Eheran 18.10.13 - 14:58

    Was ist an einem Rad, das keine Gangschaltung hat, noch attraktiv?

  4. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: donadi 18.10.13 - 15:20

    "Ohne einen ordentlichen Rücktritt besteige ich persönlich kein Fahrrad"

    Sowas gibt es noch? Rücktritt?

    Anbei was aus der FAQ von Rohloff:

    Warum hat die SPEEDHUB 500/14 keine Rücktrittbremse?

    hkImmer wieder kommen Fragen auf, warum die SPEEDHUB 500/14 nicht mit Rücktritt geliefert wird. Ohne Frage wäre eine Rücktrittbremse in unserer Nabe technisch machbar, es entstünden dadurch aber eine Menge Nachteile für den Fahrer:

    Rücktrittbremsen sind unsicherer als andere Bremssysteme, da man nur in waagerechter Pedalstellung wirkungsvoll bremsen kann. Somit kann nicht in jeder Fahrsituation spontan mit gleicher Wirkung gebremst werden.

    Rücktrittbremsen sind technisch überholt. Ihre Bremswirkung ist im Gegensatz zu modernen Bremsen wie z.B. Cantilever-, Hydraulik- oder Scheibenbremsen mangelhaft.

    Die Bremswirkung von Rücktrittbremsen ist schlecht zu dosieren und das Hinterrad kann dadurch schnell blockieren.

    Bei sportlicher Fahrweise ist es wichtig, in jeder Fahrsituation, schnell die Kurbeln durch Rückwärtsdrehen in die gewünschte Antrittsposition zu stellen. Dies ist auch für den Alltagsradler sicherer und komfortabler.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.13 15:23 durch donadi.

  5. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: zuschauer 18.10.13 - 15:49

    Danke, donaldi, für die Kopie aus dem FAQ. "Hilfsmotoren" ware lange verpönt, aber mittlerweiie findet man auch "Bergräder" damit.
    Ich bin 70 und kein Rennradler... Natürlich kenne ich die Bremssysteme von modernen Rädern, aber mein "einstudierter Reflex" ist halt, mit einem Rücktritt bremsen zu wollen.

    Schade, daß bisher kein Forist auf meine anderen Punkte eingegangen ist - kommt vielleicht noch...

  6. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: Ben Stan 18.10.13 - 16:41

    zuschauer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Steuerung scheint zweifelhaft, und wie wird das Rad
    > abgeriegelt auf 25 kmh?

    Einfache elektronische Steuerung denke ich, es lässt sich ja z.B. mit einem Hallsensor feststellen wie schnell sich das Rad dreht, daraus ergibt sich die Geschwindigkeit und ab 25 km/h wird abgeregelt.

    > Es scheint sich um eine WLAN- oder Blutooth-Verbindung zu handeln - ist die
    > "ausfallsicher"?

    Nichts ist ausfallsicher.
    Und wenn, was kann da schon passieren? Bekommt man eben kurzzeitig mal keine Infos wie Geschwindigkeit usw.

    > Ohne einen ordentlichen Rücktritt besteige ich persönlich kein Fahrrad. Der
    > scheint hier nicht möglich zu sein.

    Und vor allem mit einem Gang? Wie stellen die sich das vor?

    Und was ich gar nicht gut finde:

    "Durch Rekuperation lässt sich der Akku, der eine Lebensdauer von 1.000 Ladevorgängen aufweisen soll, auch beim Rollen des Rades füllen."

    Heißt das, er wird immer gefüllt, sobald man nicht mehr tritt oder muss man einen "Hebel" umlegen damit der Akku gefüllt wird?

    Sollte ersteres der Fall sein wäre das ein no go, dann könnte man ja nicht mal mehr rollen und das Fahrrad würde immer "bremsen" durch die Energierückgewinnung.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 18.10.13 16:44 durch Ben Stan.

  7. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: TuX12 18.10.13 - 17:00

    Die Rekuperation könnte programmierbar sein, z.B. am Smartphone auf bestimmte Bedingungen wie Neigungswinkel, Fahrgeschwindigkeit, etc. so dass das Rad z.B. nur bei schneller Fahrt bremst, wenn der Fahrer eine gewisse Wunschgeschwindigkeit überschreitet und selbst nicht mehr tritt, oder bei der Fahrt bergab.
    Fertige Pedelecs haben Sensoren an den Bremshebeln. In der Theorie ließe sich so bei leichtem Anziehen die Rekuperation aktivieren. Man bräuchte so z.B. im dichten Stadtverkehr zum Anpassen an die Fließgeschindigkeit des Verkehrs nicht mehr seine Bremsblöcke unnötig beanspruchen. Zieht man weiter, würden über die Bremszüge/Hydraulik die mechanischen Bremsen weiterhin greifen.
    Wie das dann in der Umsetzung aussieht, steht ja leider nich im Artikel.
    Das mit den Ladezyklen ist eh eine ganz andere Geschichte. Durch "weicheres" Zykeln (nie komplett laden und entladen) lässt sich in der Praxis eine sehr viel höhere Zyklenzahl abrufen. zB. kann man laut Test eines Spezialisten bei den 38120er Zellen von Headway die zu erwartende Zyklenzahl verzehnfachen, wenn man die Lade- und Entladeschlussspannung um jeweils 0,1V ändert. Dadurch verliert man aber effektiv fast 20% nutzbare Kapazität. Man muss als Hersteller also offenbar einen gesunden Mittelweg zwischen Zyklenzahl abrufbarer Leistung gehen. Idealerweise sollte der Endkunde den Betriebsbereich innerhalb gewisser Grenzen an seine Bedürfnisse anpassen können um selbst entscheiden zu können, ob er maximale Reichweite oder maximale Lebensdauer haben will.

  8. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: Luebke 18.10.13 - 18:04

    zuschauer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Danke, donaldi, für die Kopie aus dem FAQ. "Hilfsmotoren" ware lange
    > verpönt, aber mittlerweiie findet man auch "Bergräder" damit.
    > Ich bin 70 und kein Rennradler... Natürlich kenne ich die Bremssysteme von
    > modernen Rädern, aber mein "einstudierter Reflex" ist halt, mit einem
    > Rücktritt bremsen zu wollen.
    >
    > Schade, daß bisher kein Forist auf meine anderen Punkte eingegangen ist -
    > kommt vielleicht noch...

    Tut mir leid das sagen zu müssen, aber mit diesem Reflex gehörst du vermutlich zu einer sehr kleinen Randgruppe, die wohl keinerlei Berücksichtigung beim Produktdesign mehr erfährt. Das ist per se auch nichts schlechtes, da die Dinger wirklich schrott sind. Mit ein bisschen Mühe kann man sich solche Reflexe auch abtrainieren. Alles nur eine Frage der Übung.
    Hab mir aufgrund einer Verletzung den Reflex abtrainiert mich bei Stürzen mit den Händen abzufangen oder Anstalten zu machen durch schnelle Bewegungen stehen zu bleiben. Das hat nach einiger Zeit wunderbar geklappt und nach ca. fünf Jahren hab ich mir dann wieder normales Verhalten antrainiert. Abgesehen davon ist es vermutlich von der Länge des Bremsweges immer noch besser ins Leere zu treten und dann doch die Hände zu nutzen als mit reiner Rücktrittbremse zu bremsen.

  9. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: zuschauer 18.10.13 - 18:32

    Ich nehme zur Kenntnis, daß die heutigen Fahrrad-Bremsscheiben sich kaum noch von denen unterscheiden, die man in Motorrädern vorfindet.
    Mit 11 Jahren bin ich im Geschwindigkeitsrausch einen Berg hinuntergefahren und habe dann die Bügelbremse am Lenker betätigt, die ein Bremsgummi auf das Vorderrad drückte. Dann bin ich kopfüber in den Garten eines Chirurgen geflogen, der freundlicherweise meine Wunde genäht hat. Die Seele hat keinen Schaden davongetragen...
    Natürlich kann ich - mental und physisch - mit modernen Bremsen umgehen, aber...
    Auf der Eurobike habe ich nicht darauf geachtet, ob Rücktritte noch weiterentwickelt werden, aber nächstes Jahr werde ich herausfinden, ob ich wirklich zu dieser "sehr kleinen Randgruppe" gehöre.
    NB: Man hat begonnen, die "Silver Ager" auch als Kunden zu begreifen, die nicht nur Telefone mit großen Tasten verlangen, sondern auch andere "artgerechte" Produkte.

  10. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: SharpCommenter 18.10.13 - 18:45

    Die EN reicht IMHO schon aus, um es als Nicht-Pedelec zu klassifizieren. Die Zulassungsbehörde wird ihr Übriges tun, um es für den ausschliesslichen Betrieb auf Privatgelände abzustempeln. Der Dumme ist dann der engagierte Bastler, der im wahrsten Sinne des Wortes darauf sitzen bleibt.

  11. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: Ovaron 19.10.13 - 10:46

    zuschauer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > In Europa müssen Pedelecs die o.g. Norm erfüllen.

    Diese hier? https://www.astandis.at/shopV5/Preview.action%3Bjsessionid=2E088727C9D5B7935EB327DEFEC763D9?preview=&dokkey=334158

    >Ohne Nachweis würde ich
    > ein solches - zugegebenermaßen attraktives - Rad nicht kaufen.

    Ist das nicht selbstverständlich? Weist Du bei jedem neuen Produkt das auf Golem besprochen wird darauf hin das Du es ohne entsprechende Zulassung nicht kaufen würdest? Dein Eifer ist bewundernswert...

  12. Re: EN 15194 und "Wegfahrsperre"

    Autor: zuschauer 19.10.13 - 11:10

    Ovaron schrieb:
    > Diese hier? www.astandis.at
    s. meine Überschrift
    > Ist das nicht selbstverständlich?
    Nein, vor allem nicht für Freaks - die sind am Produkt interessiert, nicht an Normen.
    > Weist Du bei jedem neuen Produkt...?
    Auf diese Frage kennst Du die Antwort.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. FUNKINFORM Informations- und Datentechnik GmbH, Ettlingen
  2. CYBEROBICS, Berlin
  3. über POLZIN GmbH Personalberatung, verschiedene Einsatzorte
  4. Wacker Neuson SE, München

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Smarte Wecker im Test: Unter den Blinden ist der Einäugige König
Smarte Wecker im Test
Unter den Blinden ist der Einäugige König

Einen guten smarten Wecker zu bauen, ist offenbar gar nicht so einfach. Bei Amazons Echo Show 5 und Lenovos Smart Clock fehlen uns viele Basisfunktionen. Dafür ist einer der beiden ein besonders preisgünstiges und leistungsfähiges smartes Display.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Nest Hub im Test Google vermasselt es 1A

Indiegames-Rundschau: Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten
Indiegames-Rundschau
Epische ASCII-Abenteuer und erlebnishungrige Astronauten

In Stone Story RPG erwacht ASCII-Art zum Leben, die Astronauten in Oxygen Not Included erleben tragikomische Slapstick-Abenteuer, dazu kommen Aufbaustrategie plus Action und Sammelkartenspiele: Golem.de stellt neue Indiegames vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Von Bananen und Astronauten
  2. Indiegames-Rundschau Verloren im Sonnensystem und im Mittelalter
  3. Indiegames-Rundschau Drogen, Schwerter, Roboter-Ritter

Arbeit: Hilfe für frustrierte ITler
Arbeit
Hilfe für frustrierte ITler

Viele ITler sind frustriert, weil ihre Führungskraft nichts vom Fach versteht und sie mit Ideen gegen Wände laufen. Doch nicht immer ist an der Situation nur die Führungskraft schuld. Denn oft verkaufen die ITler ihre Ideen einfach nicht gut genug.
Von Robert Meyer

  1. IT-Forensikerin Beweise sichern im Faradayschen Käfig
  2. Homeoffice Wenn der Arbeitsplatz so anonym ist wie das Internet selbst
  3. Bundesagentur für Arbeit Informatikjobs bleiben 132 Tage unbesetzt

  1. Fyrtur und Kadrilj: Ikeas smarte Rollos zu Anfang mit Homekit inkompatibel
    Fyrtur und Kadrilj
    Ikeas smarte Rollos zu Anfang mit Homekit inkompatibel

    Ikeas smarte Rollos Fyrtur und Kadrilj sind zunächst nicht mit Apples Heimautomatisierunglösung Homekit kompatibel. Das teilte das Ikea-Supportteam mit.

  2. Death Stranding: "Wer aufs Klo muss, geht bitte raus"
    Death Stranding
    "Wer aufs Klo muss, geht bitte raus"

    Gamescom 2019 Stardesigner Hideo Kojima höchstpersönlich hat Death Stranding präsentiert - und dabei einen Eindruck vom Humor, aber auch von der Handlung des fast fertigen Actionspiels vermittelt.

  3. Disintegration angespielt: Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee
    Disintegration angespielt
    Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee

    Gamescom 2019 Ein dick gepanzerter Held auf dem Schwebegleiter plus bis zu vier Fußsoldaten, denen man Befehle erteilen kann: Das ist die Idee hinter Disintegration. Golem.de hat das Actionspiel ausprobiert.


  1. 08:46

  2. 08:35

  3. 08:01

  4. 07:52

  5. 07:41

  6. 07:19

  7. 18:01

  8. 17:40