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Grace Hopper

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  1. Grace Hopper

    Autor: mnementh 10.02.20 - 12:42

    IMHO ist Grace Hopper eine der drei Begründer der Informationstechnik neben Konrad Zuse und Alan Turing. Ihre Beiträge sind bedeutend, so entwickelte sie mehrere der ersten Computersprachen und hat bedeutende Einflüsse auf die Technologie.

    Insgesamt ist es glaube ich schon bekannt, dass Frauen als Bediener der ersten Computer verbreitet waren. Im zweiten Weltkrieg waren Männer an der Front und Frauen leisteten Dienst in der Heimat, auch bei solchen Projekten die mit Computern zu tun hatten. In Bletchley Park waren drei Viertel der Beschäftigten Frauen.

    Auch nach dem Krieg blieben Frauen oft Bediener der damals noch zimmergroßen Computer. Computer wurden größtenteils noch als Spielerei angesehen. Das änderte sich, als erkannt wurde dass Computer bei der Buchhaltung helfen können und als Studiengänge für die IT entworfen wurden. Das Ansehen stieg und damit der Männeranteil.

    Das alles hat aber auch nur sehr bedingt mit der heutigen Situation zu tun. Wie man an der im Artikel gefeatureten Grafik sieht, stieg der Frauenanteil an allen Studiengängen die zuvor Männern vorbehalten waren während der Emanzipationsbewegung. Aber während der Prozess bei Jura und Medizin weiterging, stagnierte er oder kehrte sich sogar um in der Informatik. Das hat wenig mit frühen Vorbildern zu tun.

  2. Re: Grace Hopper

    Autor: wurstdings 11.02.20 - 11:39

    Ich komme auch nicht so richtig damit klar, dass Frauen wegen fehlender weiblicher Vorbilder nicht in die Informatik gehen. Die Geschichte wiederlegt die Logik dahinter.

    Denn es war ja zwischen 1930 und 50 ein Frauen dominierter Beruf, dementsprechend gab es mehr weibliche Vorbilder als männliche. Von der Erwartungshaltung, dass man bei zu wenig gleichgeschlechtlichen Vorbildern den Beruf/Ausbildung nicht ergreift, hätte es den Wandel zum Männer dominierten Beruf nie geben dürfen.

    Oder sind eventuell nur Frauen auf gleichgeschlechtliche Vorbilder angewiesen? Und wäre das nicht sexisitisch von Denen? Warum haben Männer kein Problem mit weiblichen Vorbildern?

    Zumal es ja eine Liste auf Wikipedia gibt, mit Frauen die großes in der IT geleistet haben. Da kommt dann jedoch das Argument "das sind nicht genug Frauen und es gibt viel mehr männliche Vorbilder". Dann frage ich mich natürlich, wieviele weibliche Vorbilder es genau braucht und warum die initiale Frauendominanz dazu nicht gereicht hat?

    Wenn ich z.B. das unbeliebte Beispiel Müllfahrer nehme, frage ich mich auch, wo da die männlichen Vorbilder sind? Mir fällt zumindest kein berühmter Müllfahrer ein.

    Oder nehmen wir weiblich dominierte Berufe der Krankenpfleger oder Kindergärtner, wo sind da die Vorbilder? Vielleicht kenne ich die nur nicht.

  3. Re: Grace Hopper

    Autor: AremH 11.02.20 - 18:47

    wurstdings schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich komme auch nicht so richtig damit klar, dass Frauen wegen fehlender
    > weiblicher Vorbilder nicht in die Informatik gehen. Die Geschichte
    > wiederlegt die Logik dahinter.
    Monokausalität und Dimensionslosigkeit sind doch was feines, gelle? Schade, dass die Autorin gerade das nicht sagt :)

    > Denn es war ja zwischen 1930 und 50 ein Frauen dominierter Beruf,
    > dementsprechend gab es mehr weibliche Vorbilder als männliche. Von der
    > Erwartungshaltung, dass man bei zu wenig gleichgeschlechtlichen Vorbildern
    > den Beruf/Ausbildung nicht ergreift, hätte es den Wandel zum Männer
    > dominierten Beruf nie geben dürfen.
    Wo? Wie wir im letzten Artikel rausgefunden haben, gibt es deutlich mehr Frauen in der IT in den arabischen Ländern. Die DDR, Frauen und IT wurden auch schon durchgekaut. Problem: Du unterstellst der Autorin, dass sie Monokausalität behauptet. Tut sie nicht. Wie jeder guter Wissenschaftler weiß, ist beinahe nichts monokausal.

    > Oder sind eventuell nur Frauen auf gleichgeschlechtliche Vorbilder
    > angewiesen? Und wäre das nicht sexisitisch von Denen?
    Ich roch schon Stroh in den oberen Sätzen, aber hier wird's eindeutig.

    > Warum haben Männer
    > kein Problem mit weiblichen Vorbildern?
    Strohmann! Aber wenn wir schon dabei sind: Schon die Outrages der echter-1337%-richtigen-Pro-Gamer und jahrelangen-super-duper-Star-Wars-und-Filme-Fans vergessen? Z.B., wenn eine Frau die Hauptrolle übernimmt, ein Schwarzer eine Affäre mit einer Feministin-Droidin hat, ein Schwuler in einem Spiel zu sehen ist oder Arielle, die schwarz wurde? Da kommt dann SEHR schnell das Argument der Zielgruppe und so...

    > Zumal es ja eine Liste auf Wikipedia gibt, mit Frauen die großes in der IT
    > geleistet haben. Da kommt dann jedoch das Argument "das sind nicht genug
    > Frauen und es gibt viel mehr männliche Vorbilder". Dann frage ich mich
    > natürlich, wieviele weibliche Vorbilder es genau braucht und warum die
    > initiale Frauendominanz dazu nicht gereicht hat?
    >
    > Wenn ich z.B. das unbeliebte Beispiel Müllfahrer nehme, frage ich mich
    > auch, wo da die männlichen Vorbilder sind? Mir fällt zumindest kein
    > berühmter Müllfahrer ein.
    >
    > Oder nehmen wir weiblich dominierte Berufe der Krankenpfleger oder
    > Kindergärtner, wo sind da die Vorbilder? Vielleicht kenne ich die nur
    > nicht.
    Gut gebrühlt, aber ich copy-paste Mal, was ich schon oben geschrieben habe:
    "Monokausalität und Dimensionslosigkeit sind doch was feines, gelle? Schade, dass die Autorin gerade das nicht sagt :)"

  4. Re: Grace Hopper

    Autor: wurstdings 11.02.20 - 19:50

    AremH schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Monokausalität und Dimensionslosigkeit ... Strohmänner

    Mit Argumenten ist nicht so deine Stärke?

  5. Re: Grace Hopper

    Autor: Garius 12.02.20 - 07:20

    Nein, er unterstellt der Autorin mit keinem Wort Monokausalität. Und das mangelnde Vorbilder ein Grund sind, sagt die Autorin durchaus.

    Du bist nur so erpicht darauf das von ihm geäußerte Unverständnis als provozierende Handlung abzutun, das du es nicht mal merkst, dass du mit ihm genau das tust, was du ihm vorwirfst.

    Du merkst es ebenso nicht, dass der Strohgeruch mit dem Gamer-und Star Wars-Argument eher aus deiner Richtung zu stammen scheint.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.02.20 07:23 durch Garius.

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