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Hacker mit Lizenz, aber so?

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  1. Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: ZeldaFreak 14.01.19 - 16:30

    Studieren hört sich immer nach so viel Theorie an und nach einem armen Studenten Leben. Man kann zwar ohne Abitur eine Berechtigung bekommen, wenn man 3 Jahre im Beruf gearbeitet hat und mindestens 2 Jahre Ausbildung hinter sich hat. Als Programmierer bekommt man da schon ein gutes Gehalt, was man ungerne gegen ein armes Studentenleben tauschen würde. Korregiert mich ruhig, wenn ich das Studentenleben zu schlecht sehe.

    Eine Fortbildung zum "Hacker" würde ja auch Sinn machen. Für Programmierer macht dies ja auch durchaus Sinn. Wenn man selber weiß wie man in sein System einbrechen kann, kann man seine Programme auch dagegen schützen.

    Ich sehe eher das Problem dass man Studenten direkt in ihr System formt. Es hat auch diesen Effekt dass man Leute anwirbt, die keine Ahnung haben. Gibt bestimmt genügend die glauben dass man einfach ein schönes Programm mit GUI startet und auf "Hack Starten" drückt oder in der Command Line die exe öffnet. Es gibt definitv solche Hacks, aber man muss auch welche selber schreiben können. Für die Masse reichen diese billigen Hacks aber nicht jedes System ist gleich.
    Ich sehe ja an meinem eigenen Webserver das es genügend Bots versuchen auf Admin Login Seiten von verschiedenen CMS zu zugreifen. Solche Aktionen warnen doch nur den Admin und man kann leicht reagieren.

  2. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: derh0ns 14.01.19 - 16:39

    Dachte Bundeswehr bezahlt den ganzen krams wenn du da Studierst bzw. das läuft alles Dual ab während du bei der BW arbeitest ?

  3. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: HeroFeat 14.01.19 - 18:15

    Es geht hier um einen Master Studiengang. Um den zu studieren brauchst du erstmal einen Bachelor. Für den musst du in der Regel etwa mindestens 3 Jahre studieren. Es geht hier also sicherlich eher um Abiturienten und ganz sicher um Menschen die bereits einen Bachelor haben. Also bereits Informatik oder dergleichen 3+ Jahre studiert haben.

  4. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: Genie 14.01.19 - 18:44

    HeroFeat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht hier um einen Master Studiengang. Um den zu studieren brauchst du
    > erstmal einen Bachelor. Für den musst du in der Regel etwa mindestens 3
    > Jahre studieren. Es geht hier also sicherlich eher um Abiturienten und ganz
    > sicher um Menschen die bereits einen Bachelor haben. Also bereits
    > Informatik oder dergleichen 3+ Jahre studiert haben.

    Daran sieht man doch, dass das Ganze bereits zum Scheitern verurteilt ist. Ein Bachelorabschluss ist völlig wertlos. Gerade bei beim Thema Informatik & Hacking geht es um tagesaktuelle Praxis und nicht um Theorie, die Wissen vermittelt, das bereits zum Start des sogenannten "Studiums" veraltet ist. Auf diesem Wissen dann noch einen Master aufzubauen, ist so typisch deutsch und einfach nur lachhaft.

    Die wichtigste Frage ist doch: Wer soll dort Wissen und Fähigkeiten vermitteln? Ich halte weder das BSI, noch den BND, geschweige denn die Bundeswehr für fähig, entsprechendes Personal zur Verfügung zu stellen, weil sie es schlicht nicht haben. Bleiben also externe Dienstleister als Dozenten? Das ist richtig amüsant.

  5. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: HiddenX 14.01.19 - 18:55

    ZeldaFreak schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Studieren hört sich immer nach so viel Theorie an und nach einem armen
    > Studenten Leben. Man kann zwar ohne Abitur eine Berechtigung bekommen, wenn
    > man 3 Jahre im Beruf gearbeitet hat und mindestens 2 Jahre Ausbildung
    > hinter sich hat. Als Programmierer bekommt man da schon ein gutes Gehalt,
    > was man ungerne gegen ein armes Studentenleben tauschen würde. Korregiert
    > mich ruhig, wenn ich das Studentenleben zu schlecht sehe.

    Was genau willst du jetzt damit sagen? Wenn man schon in der freien Wirtschaft gut am verdienen ist geht man wohl höchstens noch aus Leidenschaft studieren. Ein Studium ist i.d.R. für Leute gedacht die grade ihr Abitur haben (oder in diesem Fall, da es ein Master ist ihren Bachelor), oder sonst keine Aufstiegschancen mehr sehen. Mal davon abgesehen, dass es heutzutage als Einsteiger ungleich schwerer ist als Programmierer ohne Studium einen Arbeitsplatz zu bekommen. Und so arm ist man im Studentenleben jetzt auch nicht dran, mit Bafög + 450¤ Job lässt sich relativ gemütlich leben. Sicherlich kein Vergleich zum Gehalt eines Programmierers, aber die Stelle muss man ja auch erstmal bekommen, was wie gesagt ohne Studium ziemlich schwierig ist (keine Ahnung wie das bei der Bundeswehr und Co. aussieht mit dem Geld beim Studium).



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 14.01.19 18:59 durch HiddenX.

  6. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: Auspuffanlage 14.01.19 - 19:53

    Genie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > HeroFeat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht hier um einen Master Studiengang. Um den zu studieren brauchst
    > du
    > > erstmal einen Bachelor. Für den musst du in der Regel etwa mindestens 3
    > > Jahre studieren. Es geht hier also sicherlich eher um Abiturienten und
    > ganz
    > > sicher um Menschen die bereits einen Bachelor haben. Also bereits
    > > Informatik oder dergleichen 3+ Jahre studiert haben.
    >
    > Daran sieht man doch, dass das Ganze bereits zum Scheitern verurteilt ist.
    > Ein Bachelorabschluss ist völlig wertlos.
    Hallo Genie, also erstmal ist ein Bachelorabschluss nicht wertlos (sonst bräuchte man ihn gar nicht anbieten...)
    Der Bachelor Informatik beinhaltet unter anderem Theorie, Technik, Praxis und Mathematik.
    > Gerade bei beim Thema Informatik
    > & Hacking geht es um tagesaktuelle Praxis und nicht um Theorie, die Wissen
    > vermittelt, das bereits zum Start des sogenannten "Studiums" veraltet ist
    Was soll denn deiner Meinung Nacht bereits veraltet sein und trotzdem gelehrt werden?

    Hacken besteht nicht aus den ganzen Tag "aktiv warten" auf neue hacks in metasploit. (Achtung der vorherige Satz beinhaltet Anspielung für Informatik Studenten^^).

    Wer auf Ebene xy "hackt" der muss wissen wie die Ebene funktioniert. Dafür brauchst du aber die Theorie und die lernst du nunmal im Studium.
    Auch theoretische Informatik kann sehr spannend (und anstrengend) sein. Ich spreche da aus Erfahrung^^

    > Auf diesem Wissen dann noch einen Master aufzubauen, ist so typisch deutsch
    > und einfach nur lachhaft.
    Also meinem Kenntnis-stand nach zu urteilen gab es damals Diplom oder kein Studium. Heute gibt es Bachelor und Master (Bachelor + Master hat ungefähr die gleiche Zeit wie Diplom früher) 5 Jahre.
    Deiner Behauptung darauf aufzubauen ist typisch deutsch und lachhaft kann ich nicht folgen. Es ist vom Umfang her ähnlich wie das damalige Diplom. Und wenn Bachelor + Master lachhaft ist, dann ist auch Diplom lachhaft. Da dann alle Möglichkeiten lachhaft sind bleibt nur die Möglichkeit nicht studieren und Ausbildung/direkt arbeiten.
    Bitte setze dich damit nochmal auseinander.
    > Die wichtigste Frage ist doch: Wer soll dort Wissen und Fähigkeiten
    > vermitteln? Ich halte weder das BSI, noch den BND, geschweige denn die
    > Bundeswehr für fähig, entsprechendes Personal zur Verfügung zu stellen,
    > weil sie es schlicht nicht haben.
    Wieso sollten Sie schlicht kein Personal dafür haben? Begründung
    > Bleiben also externe Dienstleister als
    > Dozenten? Das ist richtig amüsant.
    Warum ist das amüsant sich externe Dozenten zu holen? Bitte erläutern.

  7. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: Frostwind 14.01.19 - 23:05

    Man studiert als gelernter Informatiker gerade, um mehr Geld zu verdienen, da leider nicht auf Projekte, sondern auf Zertifikate wert gelegt wird.

  8. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: ibsi 15.01.19 - 12:14

    >> Die wichtigste Frage ist doch: Wer soll dort Wissen und Fähigkeiten
    >> vermitteln? Ich halte weder das BSI, noch den BND, geschweige denn die
    >> Bundeswehr für fähig, entsprechendes Personal zur Verfügung zu stellen,
    >> weil sie es schlicht nicht haben.
    > Wieso sollten Sie schlicht kein Personal dafür haben? Begründung

    Weil die wenigsten Personen - die wirklich gut sind - für den Staat arbeiten wollen. Weiterhin stimmt ja auch das Gehalt nicht (wenn man WIRKLICH gut ist)

  9. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: Genie 16.01.19 - 02:07

    Auspuffanlage schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer auf Ebene xy "hackt" der muss wissen wie die Ebene funktioniert. Dafür
    > brauchst du aber die Theorie...

    Da bin ich absolut deiner Meinung. Nur bedarf es für dieses Wissen kein sogenanntes "Studium". Ein Bachelor ist nichts anderes als eine Berufsausbildung, die auf Theorie basiert und mit ein wenig Praktika aufgehübscht wird. Wie gesagt, meiner Meinung nach, in genau diesem Fachgebiet, welches da versucht wird, aufzubauen, vollkommen verfehlt. Da braucht es begeisterte und fähige Praktiker, deren Wissen man vertieft und spezifiziert und nicht umgedreht, da die Theoretiker schnell oder auch viel zu langsam merken, dass die Realität ganz anders aussieht und somit wertvolle Zeit verschwendet wird. Halt typisch akademisch deutsch.

    > Deiner Behauptung darauf aufzubauen ist typisch deutsch und lachhaft kann
    > ich nicht folgen. Es ist vom Umfang her ähnlich wie das damalige Diplom.
    > Und wenn Bachelor + Master lachhaft ist, dann ist auch Diplom lachhaft. Da
    > dann alle Möglichkeiten lachhaft sind bleibt nur die Möglichkeit nicht
    > studieren und Ausbildung/direkt arbeiten.
    > Bitte setze dich damit nochmal auseinander.

    Ich merke schon, du bist auch so einer, der wert auf akademische Titel legt und damit irgendwelche Fähigkeiten verbindet. Das mag für viele Bereiche absolut gelten, für die Informatik und Hacking definitiv so nicht. Mit typisch deutsch meinte ich, dass man tatsächlich noch glaubt, dass solche Titel irgendwas über Fähigkeiten in der Informatik aussagen und diese zum Kriterium für eine staatliche Stelle macht. Lachhaft ist, dass man lieber Jahre ins Land gehen lässt, bis entsprechend betiteltes Personal zur Verfügung steht, anstatt auch mal in Betracht zu ziehen, auf Menschen zu setzen, die nachweislich wissen, was sie tun, selbst wenn sie gar keine Ausbildung haben - aber sofort zu Verfügung stehen und loslegen könnten.

    > Wieso sollten Sie schlicht kein Personal dafür haben? Begründung

    Hast du die letzten Jahre den Personalbedarf und die Entwicklung bei staatlichen Stellen, was dieses Thema betrifft, verfolgt? Sei es irgendwelche Cyber-Einheiten, die erstmals (!) gegründet wurden oder irgendwelche Rekrutierungspielchen vom BND, BKA. Und nun auch dieser Master-Studiengang. Fakt ist, dass sie keine entsprechenden Menschen haben, bzw. so wenig, dass sie diese wohl kaum als Dozenten abstellen können.

    > Warum ist das amüsant sich externe Dozenten zu holen? Bitte erläutern.

    Weil niemand, der richtig Ahnung von der Materie hat, um die es hier geht, bereit ist, seine Zeit für Peanuts für eine staatliche Einrichtung zur Verfügung zu stellen. Und was man von den "Experten", die es dann tun, halten darf, sollte klar sein und damit ist das Ergebnis dieses ganzen Projektes höchstens Mittelmaß und somit ineffizient und schlicht amüsant.

  10. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: minnime 16.01.19 - 09:22

    Genie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da bin ich absolut deiner Meinung. Nur bedarf es für dieses Wissen kein
    > sogenanntes "Studium". Ein Bachelor ist nichts anderes als eine
    > Berufsausbildung, die auf Theorie basiert und mit ein wenig Praktika
    > aufgehübscht wird.
    Gilt im Grunde für alle Ingenieursstudiengänge und die BWLer.

    >Wie gesagt, meiner Meinung nach, in genau diesem
    > Fachgebiet, welches da versucht wird, aufzubauen, vollkommen verfehlt. Da
    > braucht es begeisterte und fähige Praktiker, deren Wissen man vertieft und
    > spezifiziert und nicht umgedreht, da die Theoretiker schnell oder auch viel
    > zu langsam merken, dass die Realität ganz anders aussieht und somit
    > wertvolle Zeit verschwendet wird. Halt typisch akademisch deutsch.
    Sehe ich anders. Gerade in diesem Bereich braucht, für zielgerichtetes Vorgehen, man theoretischen Hintergrund.

    > anstatt auch mal in Betracht zu ziehen, auf Menschen zu
    > setzen, die nachweislich wissen, was sie tun, selbst wenn sie gar keine
    > Ausbildung haben - aber sofort zu Verfügung stehen und loslegen könnten.
    Wie sollen sie denn ihre nachweisliche Kompetenz nachweisen wenn sie keine Ausbildung und nichts haben, durch einen erfolgreichen Hack, kann auch ein Glückstreffer gewesen sein. Ich kann mir auch keine Bücher durchlesen und dann als Anwalt oder Lehrer arbeiten auch wenn ich mir das nötige Wissen selbst angeeignet habe. Es reicht auch nicht, mit dem Chemiebaukasten ein paar Experimente zu machen um als Chemiker arbeiten zu können, möglicherweise vorhandenes Wissen hin oder her, da wird mich niemand ernst nehmen, aus gutem Grund.

    > Weil niemand, der richtig Ahnung von der Materie hat, um die es hier geht,
    > bereit ist, seine Zeit für Peanuts für eine staatliche Einrichtung zur
    > Verfügung zu stellen.
    Die ganzen Experten werden auch mal erwachsen und wollen ein sicheres Einkommen und Zeit für Ihre Familie. In so einer Uni als Dozent, vielleicht sogar Professor zu arbeiten ist nicht schlecht. Man hat viele Freiheiten und kann weiter Forschen und experimentieren wie man will, solange Ergebnisse bei rum kommen. In der Industrie muss man konkrete Projekte machen, die man sich nicht aussuchen kann. Abgesehen davon frag ich mich wer überhaupt Interesse an solchen Fähigkeiten hat. Die Industrie braucht meist eher defensive Fähigkeiten, für einen Hacker ist die Offensive viel interessanter, abgesehen von einigen Pentestern, aber selbst die dürfen sich nicht beliebig irgendwo austoben. Da werden nur zwei Wochen lang Standardangriffe probiert und dann muss gut sein. Meltdown bspw. wurde von Forschern an einer Uni entdeckt, weil die die nötige Zeit dafür hatten.

  11. Re: Hacker mit Lizenz, aber so?

    Autor: plutoniumsulfat 16.01.19 - 15:39

    minnime schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > anstatt auch mal in Betracht zu ziehen, auf Menschen zu
    > > setzen, die nachweislich wissen, was sie tun, selbst wenn sie gar keine
    > > Ausbildung haben - aber sofort zu Verfügung stehen und loslegen könnten.
    > Wie sollen sie denn ihre nachweisliche Kompetenz nachweisen wenn sie keine
    > Ausbildung und nichts haben, durch einen erfolgreichen Hack, kann auch ein
    > Glückstreffer gewesen sein. Ich kann mir auch keine Bücher durchlesen und
    > dann als Anwalt oder Lehrer arbeiten auch wenn ich mir das nötige Wissen
    > selbst angeeignet habe. Es reicht auch nicht, mit dem Chemiebaukasten ein
    > paar Experimente zu machen um als Chemiker arbeiten zu können,
    > möglicherweise vorhandenes Wissen hin oder her, da wird mich niemand ernst
    > nehmen, aus gutem Grund.

    1. Ist Chemie sicherheitstechnisch ein ganz anderer Bereich.
    2. Nur weil er die Kompetenz nicht mit einem Stück Papier nachweisen kann, heißt das nicht, dass er keine hat.

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