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Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 16.06.23 - 17:17
> Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der Materie aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal das Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: der_wahre_hannes 16.06.23 - 17:53
Möglicherweise mache ich mir das zu einfach und der folgende Text ist komplette Grütze, aber ich stelle mir das so vor:
Durch die "schief stehende" Erdachse bedeutet eine langsamere Rotation insgesamt aber mehr Licht in den Sommermonaten auf den jeweiligen Halbkugeln.
Total aus den Fingern gesogenes Beispiel: 60% Tag, 40% Nacht.
Bei 19 Stunden bedeutet das also:
19*0,6 = 11,4 Stunden Licht, bei 7,6 Stunden kein Licht.
Bei 24 Stunden (ja ja, eigentlich 23 Stunden und 56 Minuten...):
24*0,6 = 14,4 Stunden Licht, 9,6 Stunden kein Licht.
Also 3 Stunden mehr Licht bei nur 2 Stunden mehr Nacht. Heißt also, 3 Stunden mehr, in denen O2 produziert wird, bei nur 2 Stunden mehr, wo es nicht produziert wird.
Anti-Auto-Hetzender Egomane und einer der Gründe, warum Autohasser und Klimakleber kein Verständnis in der Bevölkerung finden. Nur dass ihr Bescheid wisst. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: shifu 16.06.23 - 18:32
.. mehr Arbeiten. Nicht gut.
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Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: superdachs 16.06.23 - 19:15
mnementh schrieb:
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> > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
> Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt
> ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
>
> Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der Materie
> aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem
> Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal das
> Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts.
Es geht, vermutlich, nicht darum wie viel Licht insgesamt zur Verfügung steht, sondern wie lang die einzelnen Beleuchtungsperioden sind um den Photosythetisierenden Organismen genügend Zeit zu geben sich hinreichend zu vermehren und damit genügend Sauerstoff produzieren zu können. Wenn die zur Fortpflanzung 20h brauchen, aber nur 19h lang Energie zur Verfügung steht dann klappt das eben nicht. Bei 24h funktioniert es. Einfach gesagt. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 16.06.23 - 19:18
der_wahre_hannes schrieb:
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> Möglicherweise mache ich mir das zu einfach und der folgende Text ist
> komplette Grütze, aber ich stelle mir das so vor:
>
> Durch die "schief stehende" Erdachse bedeutet eine langsamere Rotation
> insgesamt aber mehr Licht in den Sommermonaten auf den jeweiligen
> Halbkugeln.
>
> Total aus den Fingern gesogenes Beispiel: 60% Tag, 40% Nacht.
> Bei 19 Stunden bedeutet das also:
> 19*0,6 = 11,4 Stunden Licht, bei 7,6 Stunden kein Licht.
> Bei 24 Stunden (ja ja, eigentlich 23 Stunden und 56 Minuten...):
> 24*0,6 = 14,4 Stunden Licht, 9,6 Stunden kein Licht.
>
> Also 3 Stunden mehr Licht bei nur 2 Stunden mehr Nacht. Heißt also, 3
> Stunden mehr, in denen O2 produziert wird, bei nur 2 Stunden mehr, wo es
> nicht produziert wird.
Global hast Du aber die gleiche Menge Sonne und in der Atmosphäre verteilt sich das O₂ ja irgendwann. Lokal und temporär könnte das in der Tat einen Unterschied machen. Aber die Frage wie sich komplexes Leben aus den einfachen Bakterien entwickelte ist - komplex. Es dauerte ziemlich lange. Leben selbst entwickelte sich schnell und es gab auch schnell photosynthetisierende Cyanobakterien. Aber dann blieb das lange so, die Erde war an Stellen wo es nass genug war von einem bakteriellen Biofilm bedeckt und steinig (Sand und Erde sind in größerem Maße durch späteren biologischen Einfluss entstanden, die Erde war damals ziemlich steinig). Das dauerte. Irgendwie entwickelten sich aber Eukaryoten während der totalen Vereisung der Erde, Snowball Earth. Also wieso sich nach der Entwicklung des Lebens die Evolution dann eine lange Auszeit nahm, bevor komplexes und mehrzelliges Leben entwickelt wurde, dafür gibt es wahrscheinlich eine Anzahl von Gründen. Ich kaufe das mit der Tageslänge als Grund für O₂ nur nicht. Das Paper selbst bringt die Verbindung zur Evolution auch nur als Nebensatz am Ende, das Paper selbst dreht sich nur um Stagnation bei der Tageslänge, die während der Zeit gleich blieb und die geophysikalischen Prozesse die dazu führten. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: der_wahre_hannes 16.06.23 - 19:44
mnementh schrieb:
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> und in der Atmosphäre verteilt
> sich das O₂ ja irgendwann.
Ja, eben. Es wird mehr O2 "photosynthiert", das verteilt sich und kommt somit auch den Organismen zugute, die auf der Winterhälfte sind.
Anti-Auto-Hetzender Egomane und einer der Gründe, warum Autohasser und Klimakleber kein Verständnis in der Bevölkerung finden. Nur dass ihr Bescheid wisst. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 16.06.23 - 19:54
superdachs schrieb:
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> mnementh schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> > ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> > anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
> > Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> > wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt
> > ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
> >
> > Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der
> Materie
> > aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem
> > Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal das
> > Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts.
>
> Es geht, vermutlich, nicht darum wie viel Licht insgesamt zur Verfügung
> steht, sondern wie lang die einzelnen Beleuchtungsperioden sind um den
> Photosythetisierenden Organismen genügend Zeit zu geben sich hinreichend zu
> vermehren und damit genügend Sauerstoff produzieren zu können. Wenn die zur
> Fortpflanzung 20h brauchen, aber nur 19h lang Energie zur Verfügung steht
> dann klappt das eben nicht. Bei 24h funktioniert es. Einfach gesagt.
Die Sonnenscheinperiode war sowieso nicht 19h sondern eben 10 oder so, zu den 19h gehört auch die Nacht. Tag- und Nachtlänge variiert durch Jahreszeiten und geographische Breite.
Abgesehen davon teilen sich einfache Lebensformen wie Cyanobakterien recht häufig, wenn die Bedingungen gut genug sind. Ich finde keine konkreten Angaben, aber andere Bakterien können sich alle 30 Minuten teilen. Also da ist ein 19h-Tag durchaus hinreichend, selbst in höheren Breitengraden im Winter.
Anscheinend ist die Frage wieso sich das Leben eine Pause genommen hat sowieso kompliziert. Hier wird die Theorie genommen, dass nicht ausreichen Phosphor im Wasser gelöst war, was die Biomasse begrenzte und die totale Vereisung der Erde (Snowball Earth) durch die Gletscher mehr Phosphor aus der Kruste kratzte:
https://www.youtube.com/watch?v=RgGWoxRBvsg
Und es gabe ein Experiment, dass zeigte dass eukaryotische Einzeller sich gerade unter Bedingungen von Sauerstoffarmut zu Zellverbünden zusammenschließen. Möglicherweise der Grund für mehrzelligen und damit interessantes Leben? Sauerstoffarmut gab es während der Snowball Earth Episode, unter dem Eis (darüber gab es noch kein Leben da es noch kein Leben an Land gab) dürfte nur wenig Licht zur Photosynthese und damit Sauerstoffproduktion durchgekommen sein.
https://www.youtube.com/watch?v=5_MkchWsfao
Snowball Earth war übrigens schon nach den Boring Billion. Die endeten vor etwa 800 Millionen Jahren, Snowball Earth war vor etwa 750 bis 580 Millionen Jahren. Die ersten nachweisbaren multizellularen Lebensformen der Ediacara-Fauna findet man als Abdrücke mit dem Alter von etwa 580-540 Millionen Jahren. Ich nehme mal an man setzt das Ende der Boring Billion da an, weil die Komplettvereisung der Erde schon etwas spannender ist. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 16.06.23 - 20:00
der_wahre_hannes schrieb:
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> mnementh schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > und in der Atmosphäre verteilt
> > sich das O₂ ja irgendwann.
>
> Ja, eben. Es wird mehr O2 "photosynthiert", das verteilt sich und kommt
> somit auch den Organismen zugute, die auf der Winterhälfte sind.
Global wird ja eben nicht mehr synthetisiert. Es fällt genauso viel Sonnenlicht auf die Erde, die Erde bleibt ja gleich groß. Nur die Verteilung wo ändert sich eventuell.
Eine Theorie sieht das Problem eher in Mangel an Phosphor:
https://www.youtube.com/watch?v=RgGWoxRBvsg
Und ein Experiment zeigt dass es eher Sauerstoffarmut ist, die Eukaryoten zur Bildung von Zellklumpen anregt:
https://www.youtube.com/watch?v=5_MkchWsfao
Aber grundsätzlich: die Rotationsgeschwindigkeit der Erde ändert nichts an der Menge von Sonnenlicht die auf die Erde fällt und damit an der Möglichkeit zu photosynthetisieren. Und dieses Paper setzt für die konstante Tageslänge die Bildung einer Ozonschicht voraus, also die Anreicherung von Sauerstoff, was ja auch vor der Boring Billion geschah, das Great Oxygenation Event ist vor 2,4 Milliarden Jahren, die Boring Billion von 1,8-0,8 Milliarden Jahren. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: lestard 16.06.23 - 23:29
superdachs schrieb:
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> mnementh schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
> > > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> > ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> > anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
> > Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> > wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt
> > ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
> >
> > Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der
> Materie
> > aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem
> > Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal das
> > Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts.
>
> Es geht, vermutlich, nicht darum wie viel Licht insgesamt zur Verfügung
> steht, sondern wie lang die einzelnen Beleuchtungsperioden sind um den
> Photosythetisierenden Organismen genügend Zeit zu geben sich hinreichend zu
> vermehren und damit genügend Sauerstoff produzieren zu können. Wenn die zur
> Fortpflanzung 20h brauchen, aber nur 19h lang Energie zur Verfügung steht
> dann klappt das eben nicht. Bei 24h funktioniert es. Einfach gesagt.
Das scheint mir aber aus evolutionärer Sicht nicht sehr plausibel. Wenn solche Organismen nicht in der Lage sind, die 19h zu nutzen um sich fortzupflanzen, dann können diese eben nicht überleben. Die sind dann eben nicht gut genug an die aktuellen Umstände angepasst. Dafür kommen dann andere Organismen zum Zuge, die besser angepasst sind, die also auch mit 19h auskommen.
Ich bin kein Experte aber mir scheint diese Annahme, dass die Tageszeit eine besondere Rolle für die Entstehung des Lebens gespielt haben soll, irgendwie unintuitiv. Sicherlich gibt es bestimmte Grenzen aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die im Bereich von ein paar Stunden Unterschied liegen. Angenommen ein Tag würde 48 Stunden oder nur 12 Stunden dauern. Wäre dann kein Leben entstanden? Das Leben sähe sicherlich anders aus und die Evolution wäre anders verlaufen aber dass es überhaupt nicht laufen würde, scheint mir nicht plausibel. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: landfuerst 17.06.23 - 00:18
lestard schrieb:
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> superdachs schrieb:
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> > mnementh schrieb:
> >
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> > -----
> > > > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> > > ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> > > anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu
> erlauben.
> > > Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> > > wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde
> kommt
> > > ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
> > >
> > > Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der
> > Materie
> > > aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem
> > > Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal
> das
> > > Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts.
> >
> > Es geht, vermutlich, nicht darum wie viel Licht insgesamt zur Verfügung
> > steht, sondern wie lang die einzelnen Beleuchtungsperioden sind um den
> > Photosythetisierenden Organismen genügend Zeit zu geben sich hinreichend
> zu
> > vermehren und damit genügend Sauerstoff produzieren zu können. Wenn die
> zur
> > Fortpflanzung 20h brauchen, aber nur 19h lang Energie zur Verfügung
> steht
> > dann klappt das eben nicht. Bei 24h funktioniert es. Einfach gesagt.
>
> Das scheint mir aber aus evolutionärer Sicht nicht sehr plausibel. Wenn
> solche Organismen nicht in der Lage sind, die 19h zu nutzen um sich
> fortzupflanzen, dann können diese eben nicht überleben. Die sind dann eben
> nicht gut genug an die aktuellen Umstände angepasst. Dafür kommen dann
> andere Organismen zum Zuge, die besser angepasst sind, die also auch mit
> 19h auskommen.
> Ich bin kein Experte aber mir scheint diese Annahme, dass die Tageszeit
> eine besondere Rolle für die Entstehung des Lebens gespielt haben soll,
> irgendwie unintuitiv. Sicherlich gibt es bestimmte Grenzen aber ich kann
> mir nicht vorstellen, dass die im Bereich von ein paar Stunden Unterschied
> liegen. Angenommen ein Tag würde 48 Stunden oder nur 12 Stunden dauern.
> Wäre dann kein Leben entstanden? Das Leben sähe sicherlich anders aus und
> die Evolution wäre anders verlaufen aber dass es überhaupt nicht laufen
> würde, scheint mir nicht plausibel.
Ich finde es völlig intuitiv. Licht erzeugt Energie, je länger die Energie auf einen Organismus trifft, desto mehr Potenzial.
Deine 50% Annahme ist richtig, die Schlussfolgerung aber falsch.
Zerlege die Licht/Schatten ratio mal in kleiner Teile, zB 5 Minuten. Dann würdest du 5 min erhitzten und 5 min abkühlen. In diesem Zeitraum schaffst kein Potenzial, trotz 50/50 Ratio. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 17.06.23 - 01:31
landfuerst schrieb:
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> lestard schrieb:
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> > superdachs schrieb:
> >
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> > > mnementh schrieb:
> > >
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> > > > > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> > > > ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch
> genug
> > > > anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu
> > erlauben.
> > > > Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht
> photosynthetisiert
> > > > wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde
> > kommt
> > > > ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
> > > >
> > > > Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der
> > > Materie
> > > > aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in
> einem
> > > > Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal
> > das
> > > > Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts.
> > >
> > > Es geht, vermutlich, nicht darum wie viel Licht insgesamt zur
> Verfügung
> > > steht, sondern wie lang die einzelnen Beleuchtungsperioden sind um den
> > > Photosythetisierenden Organismen genügend Zeit zu geben sich
> hinreichend
> > zu
> > > vermehren und damit genügend Sauerstoff produzieren zu können. Wenn
> die
> > zur
> > > Fortpflanzung 20h brauchen, aber nur 19h lang Energie zur Verfügung
> > steht
> > > dann klappt das eben nicht. Bei 24h funktioniert es. Einfach gesagt.
> >
> > Das scheint mir aber aus evolutionärer Sicht nicht sehr plausibel. Wenn
> > solche Organismen nicht in der Lage sind, die 19h zu nutzen um sich
> > fortzupflanzen, dann können diese eben nicht überleben. Die sind dann
> eben
> > nicht gut genug an die aktuellen Umstände angepasst. Dafür kommen dann
> > andere Organismen zum Zuge, die besser angepasst sind, die also auch mit
> > 19h auskommen.
> > Ich bin kein Experte aber mir scheint diese Annahme, dass die Tageszeit
> > eine besondere Rolle für die Entstehung des Lebens gespielt haben soll,
> > irgendwie unintuitiv. Sicherlich gibt es bestimmte Grenzen aber ich kann
> > mir nicht vorstellen, dass die im Bereich von ein paar Stunden
> Unterschied
> > liegen. Angenommen ein Tag würde 48 Stunden oder nur 12 Stunden dauern.
> > Wäre dann kein Leben entstanden? Das Leben sähe sicherlich anders aus
> und
> > die Evolution wäre anders verlaufen aber dass es überhaupt nicht laufen
> > würde, scheint mir nicht plausibel.
>
> Ich finde es völlig intuitiv. Licht erzeugt Energie, je länger die Energie
> auf einen Organismus trifft, desto mehr Potenzial.
>
> Deine 50% Annahme ist richtig, die Schlussfolgerung aber falsch.
>
> Zerlege die Licht/Schatten ratio mal in kleiner Teile, zB 5 Minuten. Dann
> würdest du 5 min erhitzten und 5 min abkühlen. In diesem Zeitraum schaffst
> kein Potenzial, trotz 50/50 Ratio.
All diese Theorie zerbricht daran, dass das Great Oxygenation Event, also wo sich die Atmosphäre der Erde mit Sauerstoff anreicherte aufgrund von photosynthetisierenden Lebewesen, dass das ein paar Hundert Millionen Jahre vor den Boring Billion stattfand. Damals waren die Tage noch kürzer. Die stetige Zunahme der Tageslänge durch die Gezeiten hat ja nach Aussage des Papers während der Boring Billion nur eine Pause eingelegt, sie passierte davor und danach. Wenn man sich die Grafik im Paper anschaut, dann war die Tageslänge während des GOE sogar nur 17 Stunden. Warum sollte das genug für die Photosynthetisierer sein, während 19 Stunden dann plötzlich nicht mehr reichen? -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: Bliblabl8 17.06.23 - 03:54
Geil! Lauter nichtswissende, dafür aber sehr viel vermutende Experten hier. Warum es da noch Wissenschaftler braucht, wo golem.de solche ausgewiesenen Fachkräfte hat. Ihr seid die besten Beweise, warum man intelligentes Leben außerhalb dieses Planeten sucht.
1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.06.23 03:54 durch Bliblabl8. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: brainslayer 17.06.23 - 08:26
der_wahre_hannes schrieb:
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> Möglicherweise mache ich mir das zu einfach und der folgende Text ist
> komplette Grütze, aber ich stelle mir das so vor:
>
> Durch die "schief stehende" Erdachse bedeutet eine langsamere Rotation
> insgesamt aber mehr Licht in den Sommermonaten auf den jeweiligen
> Halbkugeln.
>
> Total aus den Fingern gesogenes Beispiel: 60% Tag, 40% Nacht.
> Bei 19 Stunden bedeutet das also:
> 19*0,6 = 11,4 Stunden Licht, bei 7,6 Stunden kein Licht.
> Bei 24 Stunden (ja ja, eigentlich 23 Stunden und 56 Minuten...):
> 24*0,6 = 14,4 Stunden Licht, 9,6 Stunden kein Licht.
>
> Also 3 Stunden mehr Licht bei nur 2 Stunden mehr Nacht. Heißt also, 3
> Stunden mehr, in denen O2 produziert wird, bei nur 2 Stunden mehr, wo es
> nicht produziert wird.
die erdachse ist nicht pauschal schief. sie taumelt in einem 40000 jahres zyklus. der mond stabilisiert das ganze damit der zyklus so lang ist -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: cuthbert34 17.06.23 - 10:42
Wenn der Tagesrhythmus länger wird, dann müsste sich doch auch die Erdmasse und die Wassermasse stärker erwärmen . Ob der längere Nachtzyklus dann reicht, um das zu kompensieren, wäre interessant zu wissen. Langfristig könnte sich doch also die Atmosphäre dadurch erwärmen. Also sowohl in der Vergangenheit als auch in der Zukunft .
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Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: PeterTasse 17.06.23 - 11:26
mnementh schrieb:
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> > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
> Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt
> ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
Du machst es Dir etwas zu einfach.
Die Tag-Nacht-Rythmen sind anders. Die Perioden der Dämmerung sind kürzer. Die Gesamtsolarenergie, die ankommt, mag die Gleiche sein. Die Nutzung jedoch eingeschränkt. Schließlich sind Dämmerungsperioden sowie bestimmte Temperatur- und Feuchtigkeitswerte zu verschiedenen Tageszeiten überlebenswichtig. Genau wie Jahreszeitenwechsel essentiell sind für unser Überleben. Ohne diese komplexen Strukturen gehen wir ein. Das runterbrechen auf die kumulierte Energie über 365 Tage ist keine Vereinfachung, sonder ein absolutes außer acht lassen grundsätzlich benötigter Systeme.
>
> Dieser ganze Artikel wirkt wirr als ob jemand ohne Ahnung von der Materie
> aus einem Paper wild Stichpunkte abgeschrieben hat und diese in einem
> Artikel verwürfelt hat. Was eventuell der Fall war. Ich versuche mal das
> Paper zu lesen, weil dem Artikel entnehme ich nichts. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 17.06.23 - 11:45
PeterTasse schrieb:
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> mnementh schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > > Längere Tage konnten laut dem Duo "fotosynthetische Bakterien mit
> > ausreichend Sonnenlicht versorgen, um den Sauerstoffgehalt hoch genug
> > anzuheben", um die Entstehung vielzelliger Tiere (Metazoen) zu erlauben.
> > Längere Tage bedeuten auch längere Nächte, wo nicht photosynthetisiert
> > wird. Oder anders gesagt: die Gesamt-Solarenergie die auf die Erde kommt
> > ist unabhängig von der Rotationsgewschwindigkeit.
>
> Du machst es Dir etwas zu einfach.
> Die Tag-Nacht-Rythmen sind anders. Die Perioden der Dämmerung sind kürzer.
> Die Gesamtsolarenergie, die ankommt, mag die Gleiche sein. Die Nutzung
> jedoch eingeschränkt. Schließlich sind Dämmerungsperioden sowie bestimmte
> Temperatur- und Feuchtigkeitswerte zu verschiedenen Tageszeiten
> überlebenswichtig. Genau wie Jahreszeitenwechsel essentiell sind für unser
> Überleben. Ohne diese komplexen Strukturen gehen wir ein. Das runterbrechen
> auf die kumulierte Energie über 365 Tage ist keine Vereinfachung, sonder
> ein absolutes außer acht lassen grundsätzlich benötigter Systeme.
>
Sorry, aber das Great Oxygenation Event war *vor* den Boring Billion als die Tage noch kürzer waren, in der Grafik im Paper rund 17 Stunden. Das heißt, die photosynthetisierenden Bakterien hatten damit kein Problem, aber dann plötzlich mit 19 Stunden?
Das Paper erwähnt auch den Oxit (ebenfalls vor der Boring Billion), wenn ich zu dem Paper zum Oxit folge dann vermuten dessen Autoren dass das Leben durch eine begrenzte Menge von gelöstem Phosphor eingeschränkt wurde. Nach den Boring Billion kamen mehrere Eiszeiten die viel Material aus der Kruste kratzten. Das klingt nach einer erheblich plausibleren Theorie, als die Tageslängen, die gar nichts erklären. Es ist auch so, dass die Autoren des Papers die Geophysiker keine Biologen sind den Satz nebenbei am Ende fallenlassen, wahrscheinlich um ihrer Erforschung der konstanten Tageslängen mehr Bedeutung zu verschaffen. Aber sie geben Null Erklärung wie das die Photosynthetisierer beeinflusst haben soll und die 17-Stunden-Tage während des GOE OK waren. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: lestard 17.06.23 - 12:57
landfuerst schrieb:
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> Ich finde es völlig intuitiv. Licht erzeugt Energie, je länger die Energie
> auf einen Organismus trifft, desto mehr Potenzial.
Das mag ja sein, aber daraus folgt ja nicht, dass es ohne diess mehr an Energie nicht auch funktioniert hätte. Es wäre halt anders verlaufen.
>
> Deine 50% Annahme ist richtig, die Schlussfolgerung aber falsch.
Ich weiß nicht, was du mit "50% Annahme" meinst. Ich hab nix von 50/50 geschrieben.
>
> Zerlege die Licht/Schatten ratio mal in kleiner Teile, zB 5 Minuten. Dann
> würdest du 5 min erhitzten und 5 min abkühlen. In diesem Zeitraum schaffst
> kein Potenzial, trotz 50/50 Ratio.
Ich hab ja "in gewissen Grenzen" geschrieben. Vielleicht gibt es eine Untergrenze für die Tageslänge, unterhalb der kein Leben entsteht und vermutlich gibt es auch eine Obergrenze. Wenn ein Planet sehr lange nur von einer Seite von der Sonne bestrahlt wird, ist das sicherlich abträglich für die Entstehung von Leben.
Aber der Spielraum, das verträgliche Zeitfenster dürfte doch deutlich größer sein, als ein paar wenige Stunden. Der Artikel suggeriert, dass die Tageslänge auf 19h gehalten wurde und deshalb das Leben sich so entwickeln konnte. Wäre die Länge nicht auf 19h, sondern direkt bei 24h gewesen, hätte sich also das Leben nicht entwickelt? Das scheint mir nicht plausibel.
"Das Leben findet einen Weg" - Auch wenn der Tag kürzer oder länger ist. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: demon driver 17.06.23 - 13:04
lestard schrieb:
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> "Das Leben findet einen Weg" - Auch wenn der Tag kürzer oder länger ist.
Genau. Der Beweis dafür ist, dass auf jedem bekannten Felsbrocken im Universum das Leben nur so wimmelt. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: mnementh 17.06.23 - 13:31
demon driver schrieb:
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> lestard schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
> -----
>
> > "Das Leben findet einen Weg" - Auch wenn der Tag kürzer oder länger ist.
>
> Genau. Der Beweis dafür ist, dass auf jedem bekannten Felsbrocken im
> Universum das Leben nur so wimmelt.
Actually... könnte das der Fall sein. Wir können das noch nicht einmal wirklich für Mars und Venus ausschließen, die in unserer direkten Nachbarschaft liegen. Und auf der Erde wurde nach Funden die Entstehung des Lebens immer weiter vordatiert, in Bereiche wo die Wissenschaftler glaubten dass es unmöglich ist dass da Leben entstand. Es scheint so dass praktisch in dem Moment wo flüssiges Wasser die Erdoberfläche traf das Leben entstand.
Die Frage nach "komplexen" Leben ist eine ganz andere, was ich mal als mehrzellig mit differenzierten Zellen sehe, die größere Lebensformen bilden. Das hat tatsächlich sehr lange gedauert. Aber wenn einzellige Lebewesen funktionieren und sich verbreiten, dann würde ich sagen dass das Leben einen Weg gefunden hat - nur einen den wir langweilig finden. -
Re: Längere Tage bedeuten...
Autor: plutoniumsulfat 17.06.23 - 15:37
brainslayer schrieb:
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> der_wahre_hannes schrieb:
> ---------------------------------------------------------------------------
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> > Möglicherweise mache ich mir das zu einfach und der folgende Text ist
> > komplette Grütze, aber ich stelle mir das so vor:
> >
> > Durch die "schief stehende" Erdachse bedeutet eine langsamere Rotation
> > insgesamt aber mehr Licht in den Sommermonaten auf den jeweiligen
> > Halbkugeln.
> >
> > Total aus den Fingern gesogenes Beispiel: 60% Tag, 40% Nacht.
> > Bei 19 Stunden bedeutet das also:
> > 19*0,6 = 11,4 Stunden Licht, bei 7,6 Stunden kein Licht.
> > Bei 24 Stunden (ja ja, eigentlich 23 Stunden und 56 Minuten...):
> > 24*0,6 = 14,4 Stunden Licht, 9,6 Stunden kein Licht.
> >
> > Also 3 Stunden mehr Licht bei nur 2 Stunden mehr Nacht. Heißt also, 3
> > Stunden mehr, in denen O2 produziert wird, bei nur 2 Stunden mehr, wo es
> > nicht produziert wird.
>
> die erdachse ist nicht pauschal schief. sie taumelt in einem 40000 jahres
> zyklus. der mond stabilisiert das ganze damit der zyklus so lang ist
Sie taumelt in sehr engem Rahmen - für die Rechnung irrelevant. Und der Mond stabilisiert das nicht, damit das so lang ist, sondern das ist so lang, weil es der Mond stabilisiert.



