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Betriebsrat sagt immer zu...

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  1. Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: budweiser 02.04.21 - 15:07

    Dürfte wohl keinen Betriebsrat auf der Welt geben der dem Arbeitnehmer das Homeoffice verweigert. Nur leider bringt seine Zustimmung auch nix wenn der Chef Nö sagt.

  2. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 15:16

    > Dürfte wohl keinen Betriebsrat auf der Welt geben der dem Arbeitnehmer das
    > Homeoffice verweigert.

    Ähh, doch, hab ich durchaus schon mitbekommen. Das Thema wird dann spannend, wenn der Anteil der Mitarbeiter, die HO machen können, eher kleiner ist, beispielsweise weil ein Großteil der Mitarbeiter in der Produktion arbeitet oder im Service vor Ort beim Kunden.

    Hier ist natürlich auch der Betriebsrat geprägt von Mitarbeitern aus der Produktion. Die Bürohengste, Schreibtischtäter, der Wasserkopf, die Verwalter usw. sind eh oft nicht so gut gelitten. Und jetzt sollen die noch mehr Vorteile bekommen. Die in der Produktion rackern jeden Tag an den Maschinen, setzen sich der Ansteckungsgefahr aus, holen das Geld rein, und die Verwalter sitzen gemütlich in der Jogginghose zuhause, lassen es sich bei einer Tasse Kaffee gehen, sparen sich den Weg zur Arbeit und nennen das dann Homeoffice.

    Ja, ich weiß, das ist sehr einseitig, aber das ist eine gar nicht so selten vorherrschende Stimmung in produzierenden Unternehmen. Und jetzt soll der Betriebsrat, der zu großen Teilen aus eben der Produktion bestimmt wird, hier solche Verbesserungen für einen kleinen Teil der Belegschaft unterstützen? Das lässt man sich teuer erkaufen mit Forderungen für den Rest. Und daran kann das dann schnell scheitern.

  3. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: bplhkp 02.04.21 - 17:18

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ja, ich weiß, das ist sehr einseitig, aber das ist eine gar nicht so selten
    > vorherrschende Stimmung in produzierenden Unternehmen.

    Leider kann ich das von meinem Arbeitgeber bestätigen.
    Die Aussage „Fairness gegenüber der Produktion“ ist sogar mal explizit unternehmensöffentlich gefallen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.21 17:18 durch bplhkp.

  4. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 18:11

    > Leider kann ich das von meinem Arbeitgeber bestätigen.
    > Die Aussage „Fairness gegenüber der Produktion“ ist sogar mal
    > explizit unternehmensöffentlich gefallen.

    Und ich kann das sogar verstehen. Man sieht das hier im Forum der ITler ja auch immer schön, die Grundeinstellung, "bei uns hier wird die Arbeit gemacht, das Geld verdient, der Rest ist Wasserkopf". Als ob die Entwicklung Geld verdienen würde ohne Vertrieb, Marketing, Geschäftsführung, usw.

    Nehmen wir doch mal ein ziemlich klassisches, produzierende Unternehmen, vielleicht die Bayer Werke. Der Großteil der Mitarbeiter arbeitet an Anlagen, in Laboren, in Werkstätten. Für die ist Homeoffice keine Option. Die machen sich jeden Tag die Hände dreckig. Und dann gibt es die Verwaltung, die eh schon recht entspannt in den Büros sitzt. Die tragen doch nichts zum Gewinn bei, die kosten nur. Und jetzt wollen die nicht mal mehr ins Büro kommen? Der Betriebsrat, der da zustimmt, kann sich warm anziehen bei der nächsten Betriebsversammlung. Und die nächste Wahl wird lustig.

  5. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: dummzeuch 02.04.21 - 18:13

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dürfte wohl keinen Betriebsrat auf der Welt geben der dem Arbeitnehmer das
    > Homeoffice verweigert.

    Und ob es das geben wird. Es gibt auch unter den Betriebsratsmitgliedern solche, die Mitarbeiter im Homeoffice für Minderleister halten, die sich auf Kosten der Kollegen ausruhen. Und es gibt unter ihnen auch die ewig gestrigen, die verhindern wollen, dass die Kollegen statt im Büro auch am Strand arbeiten könnten. Darauf sind sie nämlich neidisch, insbesondere dann, wenn nur einige Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können, die Mehrheit aber aufgrund der Art ihrer Arbeit vor Ort präsent sein muss. Also schreiben sie in die Vereinbarung, dass Homeoffice (bzw. "mobiles Arbeiten", denn Homeoffice im Sinne des Gesetzes findet in Deutschland eigentlich nicht statt) nur zuhause stattfinden darf.

    Es ist auch ein Gerücht, dass der Betriebsrat sich immer nur zum Vorteil der Arbeitnehmer einsetzt. Sie haben durchaus ihre eigene Agenda. Und sie sind auch den Arbeitnehmern keine Rechnschaft schuldig. Die eizige Möglichkeit zu verhindern, dass ein Betriebsrat vor allem um seine eigenen Vorteile im Blick hat, ist jemand anderen zu wählen. Ihn abwählen geht nicht, denn seine eigene Stimme reicht, um ihn wiederzuwählen, es muss ein anderer an seine Stelle treten. Das wird noch schwieriger, wenn es sich dabei um die Quotenfrau oder den Quotenmann im BR handelt (ja, das gibt es).

  6. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 18:33

    > Und ob es das geben wird. Es gibt auch unter den Betriebsratsmitgliedern
    > solche, die Mitarbeiter im Homeoffice für Minderleister halten,

    Betriebsräte halten andere für Minderleister, das ist lustig. Das ist so also würde man sagen, Mafiapaten halten andere für Kriminelle. BR-Mitglieder sind in aller Regel die Könige der Minderleister, deshalb wurden sie gewählt.

    > Es ist auch ein Gerücht, dass der Betriebsrat sich immer nur zum Vorteil
    > der Arbeitnehmer einsetzt.

    Das Gerücht hab ich noch nie gehört. Zumindest nicht ohne ironischen Unterton.

    > Die eizige
    > Möglichkeit zu verhindern, dass ein Betriebsrat vor allem um seine eigenen
    > Vorteile im Blick hat, ist jemand anderen zu wählen.

    Ich finde es immer noch traurig, dass es für Mitarbeiter keine Option gibt dafür zu stimmen, dass kein BR eingesetzt wird. Wenn sich ein Wahlausschuss formiert, wird es einen BR geben, das ist durch die Belegschaft nicht mehr zu verhindern. Ich wäre dafür, dass eine BR-Wahl mit einer Wahlbeteiligung unter 50% automatisch für gescheitert erklärt wird, es wird kein BR eingesetzt, und ein neuer Versuch kann frühestens nach 4 Jahren gestartet werden.

    > Ihn abwählen geht
    > nicht, denn seine eigene Stimme reicht, um ihn wiederzuwählen, es muss ein
    > anderer an seine Stelle treten. Das wird noch schwieriger, wenn es sich
    > dabei um die Quotenfrau oder den Quotenmann im BR handelt (ja, das gibt
    > es).

    Schlimmer ist noch (und das ist die Regel), dass Listenwahl angesetzt ist. Wenn dann der Ar... vom Dienst aber in der Gewerkschaft ein gut vernetztes Tier ist, landet er auf Platz 1 oder 2 der Liste. Damit ist kaum zu verhindern, dass er gewählt wird, denn allen Gewerkschaftsmitgliedern wird ja immer eingetrichtert, sie müssen ihre Liste wählen.

    Ich habe es in einem Unternehmen mal gesehen, da wurde es der IT mal zuviel mit den politischen Spielchen des BR. Sie haben eine eigene Liste gegründet, und sind auch mit einem ganz simplen Wahlprogramm angetreten. Keine großen Forderungen, keine Luftschlösser. Sie wollten ganz bescheiden ein paar Kleinigkeiten durchsetzen und sonst einfach solide, unauffällige BR-Arbeit machen. Die Kollegen meinte, bevor es die gleichen Idioten wie immer machen, machen wir es halt selbst. Ergebnis, ihre Liste hatte über 60% der Stimmen, Wahlbeteiligung war hoch wie nie. Ach ja, und der Anzahl der Tage, die auf "BR" gebucht wurden, ist dramatisch eingebrochen, weil sie primär weiter ihre Arbeit gemacht haben, und BR nur soweit, wie es sinnvoll war. Und sie sind auch schon ein paar mal wiedergewählt worden seitdem.

  7. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Faksimile 02.04.21 - 18:59

    Lass doch die Buchhaltung einfach mal weg. Oder die Personalabteilung. Oder das Controlling. Oder ...

    Mal sehen, wie lange der Betrieb ohne diesen "Wasserkopf" funktioniert. Und Homeoffice klingt toll, ist aber auch eine gewisse Belastung. Man kann eben nicht mal eben aufstehen und mit den Kollegen am Platz etwas besprechen. Die sind nämlich nicht erreichbar ... Es macht die Prozesse schon ein wenig langatmiger. Der "kurze Dienstweg" existiert nämlich nicht mehr.

  8. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 19:07

    > Lass doch die Buchhaltung einfach mal weg. Oder die Personalabteilung. Oder
    > das Controlling. Oder ...

    Ich seh das ganz genauso. Ein arbeitsteiliges Unternehmen besteht aus ziemlich vielen kleinen Rädchen. Keins davon ist überflüssig, sonst hätte man es schon lange wegoptimiert. Aber viele dieser kleinen Rädchen meinen, sie wäre das einzig wesentliche. Hier im Forum ist es oft die Entwicklung oder die IT im allgemeinen, und bei BASF ist es bestimmt die Produktion, in der es solche Nasen gibt.

    > Mal sehen, wie lange der Betrieb ohne diesen "Wasserkopf" funktioniert. Und
    > Homeoffice klingt toll, ist aber auch eine gewisse Belastung. Man kann eben
    > nicht mal eben aufstehen und mit den Kollegen am Platz etwas besprechen.
    > Die sind nämlich nicht erreichbar ... Es macht die Prozesse schon ein wenig
    > langatmiger. Der "kurze Dienstweg" existiert nämlich nicht mehr.

    So sehr ich den Wegfall der Wege genieße, das nervt. Hat man früher mal kurz was übern Schreibtisch gerufen, macht man jetzt einen Termin für einen Call. Es ist deutlich langsamer geworden. Okay, vielleicht müssen sich für den neuen Arbeitsmodus noch Regeln und Methoden finden, vielleicht muss man sich auch einfach dran gewöhnen. Ich kann mir schon vorstellen, dass es langfristig zu so einer Art Wechselmodell kommt, mal HO, mal Niederlassung. Aber das Problem bleibt, dass dann die Kollegen, die gerade benötigt werden, nicht da sind.

    Außerdem ergeben sich schnell neue Probleme bei solchen Wechselmodellen. Der eine ist Dienstags immer zuhause und leitet daraus ein Recht ab, dass das in Zukunft auch so bleibt. Der andere kann aus Projektgründen den Termin aber nur am Dienstag wahrnehmen, und schon haben wir ein Problem. Bei meinem früheren Kunden hatten wir das mit den Telearbeitern, der eine ist Montag und Freitag nicht da, der andere Dienstag und Mittwoch. Und jetzt versuch mal mit beiden Donnerstags einen Termin zu finden, darauf wartet man oft Wochen. Das wird sich eher verstärken.

  9. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Faksimile 02.04.21 - 19:12

    Die Probleme sehe ich auch. Sind aber auch vielfach technischer Natur. Mit Videokonferencing bekomme ich eine Info, ob der Kollege (in => männliche Form für alle Geschlechter verwendet!) "verfügbar" ist. Telefoniert er aber über seine "Firmennummer" und es besteht keine Kopplung der Systeme, dann nimmt er meinen Kontaktwunsch nicht an. Ergo eine Verzögerung durch diese Irritation.

  10. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 02.04.21 - 19:27

    > Die Probleme sehe ich auch. Sind aber auch vielfach technischer Natur. Mit
    > Videokonferencing bekomme ich eine Info, ob der Kollege (in => männliche
    > Form für alle Geschlechter verwendet!) "verfügbar" ist. Telefoniert er aber
    > über seine "Firmennummer" und es besteht keine Kopplung der Systeme, dann
    > nimmt er meinen Kontaktwunsch nicht an. Ergo eine Verzögerung durch diese
    > Irritation.

    Wie gesagt, vielleicht muss sich das alles noch einschleifen, kann ja sein. An der Technik hapert es auch manchmal, wobei das bei uns schon ziemlich gut funktioniert.

    Ich sehe zur Zeit bei meinen Kunden im Homeoffice eher das Problem, dass die Kernarbeitszeiten nicht mehr gehalten werden. Eigentlich erwarte ich von einem AN, dass er von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr durchgehend erreichbar ist. Er kann in nem Meeting sein, er kann telefonieren, klar. Aber wenn jemand zwei Stunden nicht erreichbar ist in der Kernzeit und mir später sagt, er war länger mit dem Hund raus, es war so schönes Wetter, dann bekomm ich nen Fön. Dann fängt man nämlich wirklich an, für jedes 5-Minuten-Telefonat einen Termin zu machen, um überhaupt die Chance zu haben, die Leute mal zu erreichen.

  11. Betriebsvereinbarung

    Autor: 486dx4-160 02.04.21 - 20:52

    budweiser schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dürfte wohl keinen Betriebsrat auf der Welt geben der dem Arbeitnehmer das
    > Homeoffice verweigert. Nur leider bringt seine Zustimmung auch nix wenn der
    > Chef Nö sagt.

    Klassischerweise einigen sich die Betriebsparteien (also Arbeitgeber und Betriebsrat) auf eine Betriebsvereinbarung, die dann für alle gilt und deren Einhaltung vom Angestellten und vor allem vom Betriebsrat einklagbar ist.
    Neben Klassikern wie Zeiterfassung, Erreichbarkeit und vom AG zu stellende Ausstattung für den Angestellten steht da normalerweise auch drin, aus welchen Gründen Homeoffice abgelehnt werden kann - und wie Konflikte gelöst werden.
    Ein einfaches "Nö" vom Chef reicht dann nicht mehr.

  12. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: 486dx4-160 02.04.21 - 21:03

    dummzeuch schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > budweiser schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Dürfte wohl keinen Betriebsrat auf der Welt geben der dem Arbeitnehmer
    > das
    > > Homeoffice verweigert.
    >
    > Und ob es das geben wird. Es gibt auch unter den Betriebsratsmitgliedern
    > solche, die Mitarbeiter im Homeoffice für Minderleister halten, die sich
    > auf Kosten der Kollegen ausruhen. Und es gibt unter ihnen auch die ewig
    > gestrigen, die verhindern wollen, dass die Kollegen statt im Büro auch am
    > Strand arbeiten könnten. Darauf sind sie nämlich neidisch, insbesondere
    > dann, wenn nur einige Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten können, die
    > Mehrheit aber aufgrund der Art ihrer Arbeit vor Ort präsent sein muss. Also
    > schreiben sie in die Vereinbarung, dass Homeoffice (bzw. "mobiles
    > Arbeiten", denn Homeoffice im Sinne des Gesetzes findet in Deutschland
    > eigentlich nicht statt) nur zuhause stattfinden darf.
    >
    > Es ist auch ein Gerücht, dass der Betriebsrat sich immer nur zum Vorteil
    > der Arbeitnehmer einsetzt. Sie haben durchaus ihre eigene Agenda. Und sie
    > sind auch den Arbeitnehmern keine Rechnschaft schuldig. Die eizige
    > Möglichkeit zu verhindern, dass ein Betriebsrat vor allem um seine eigenen
    > Vorteile im Blick hat, ist jemand anderen zu wählen. Ihn abwählen geht
    > nicht, denn seine eigene Stimme reicht, um ihn wiederzuwählen, es muss ein
    > anderer an seine Stelle treten. Das wird noch schwieriger, wenn es sich
    > dabei um die Quotenfrau oder den Quotenmann im BR handelt (ja, das gibt
    > es).

    Aber Listenwahl ist wirklich das Letzte. Bei der letzten Wahlperiode kamen so in einigen Betrieben über kurzfristig gegründete Listen und dem "Minderheitenschutz" AfDler in den Betriebsrat, die i.d.R. kaum an die Schwächeren der Belegschaft denken sondern eher an die Belange des Arbeitgebers. Da fallen dann so Begriffe wie "Minderleister" oder "Kanakenschutz". Echt gruselig. Und vor allem extrem Kräftezehrend.

  13. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: smonkey 02.04.21 - 21:12

    486dx4-160 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > AfDler in den Betriebsrat, die i.d.R. kaum an die
    > Schwächeren der Belegschaft denken sondern eher an die Belange des
    > Arbeitgebers. Da fallen dann so Begriffe wie "Minderleister"

    Den Begriff habe ich hier doch auch bereits gelesen. Danke, da weiß ich nun in welchem Kontext ich diese Begrifflichkeit einordnen kann.

  14. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: demon driver 03.04.21 - 11:02

    Oktavian schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Die Probleme sehe ich auch. Sind aber auch vielfach technischer Natur. Mit
    > > Videokonferencing bekomme ich eine Info, ob der Kollege (in => männliche
    > > Form für alle Geschlechter verwendet!) "verfügbar" ist. Telefoniert er aber
    > > über seine "Firmennummer" und es besteht keine Kopplung der Systeme, dann
    > > nimmt er meinen Kontaktwunsch nicht an. Ergo eine Verzögerung durch diese
    > > Irritation.
    >
    > Wie gesagt, vielleicht muss sich das alles noch einschleifen, kann ja sein.
    > An der Technik hapert es auch manchmal, wobei das bei uns schon ziemlich
    > gut funktioniert.
    >
    > Ich sehe zur Zeit bei meinen Kunden im Homeoffice eher das Problem, dass
    > die Kernarbeitszeiten nicht mehr gehalten werden. Eigentlich erwarte ich
    > von einem AN, dass er von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr durchgehend erreichbar
    > ist. Er kann in nem Meeting sein, er kann telefonieren, klar. Aber wenn
    > jemand zwei Stunden nicht erreichbar ist in der Kernzeit und mir später
    > sagt, er war länger mit dem Hund raus, es war so schönes Wetter, dann
    > bekomm ich nen Fön. Dann fängt man nämlich wirklich an, für jedes
    > 5-Minuten-Telefonat einen Termin zu machen, um überhaupt die Chance zu
    > haben, die Leute mal zu erreichen.

    Flexible Arbeitszeit ohne Kernzeiten, die gibt es vielerorts schon lange, auch in den Büros und nicht erst seitdem jetzt überall auch Homeoffice aufkam. Vielleicht müssen sich manche immer noch daran gewöhnen, dass es asynchrone Kommunikation gibt, und dass nicht jeder Bürojob die Pflichten eines/einer Telefonisten/Telefonistin beinhaltet.

  15. Re: Betriebsrat sagt immer zu...

    Autor: Oktavian 03.04.21 - 15:39

    > Flexible Arbeitszeit ohne Kernzeiten, die gibt es vielerorts schon lange,

    Richtig, aber nicht bei dem Kunden, von dem ich rede. Da haben die AN in der Zeit erreichbar zu sein. Klappt nur bei HO immer seltener.

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