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  5. › H2Bike Alpha: Wasserstoff-Fahrrad…

Elektrolyse

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  1. Elektrolyse

    Autor: Anonymer Nutzer 11.01.19 - 23:09

    ...strom zu Wasserstoff ist doch so ziemlich der teuerste weg, oder?

  2. Re: Elektrolyse

    Autor: subjord 12.01.19 - 01:29

    Es ist der einzige der im großen Maßstab machbar ist.
    Sinnvoller wäre es Wasserstoff aus Überschüssigen Windstrom zu gewinnen, sodass man keine Windkraftanlagen mehr abschalten muss. Allerdings muss man dann den Wasserstoff transportieren.

  3. Re: Elektrolyse

    Autor: User_x 12.01.19 - 01:47

    Wie verhält sich denn der Unterschied zur Elektrolyse vs. Einspeisung von Strom in ein Akku?

  4. Re: Elektrolyse

    Autor: DeathMD 12.01.19 - 08:42

    Ich finde den Link zwar nicht mehr, aber Siemens hat eine Versuchsanlage neben einem Windkraftwerk und die kommen bei Rückverstromung auf einen Wirkungsgrad von max. 45%. Ob das bei kleineren Anlagen dann noch schlechter wird kann ich nicht sagen. Beim Laden in einen Akku kommst du auf 80 - 90%.

    Was für Betreiber aber abschreckender sein wird ist der Preis. 7500 ¤ pro Bike und 30k ¤ für eine Tanke, ist nicht gerade attraktiv.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  5. Re: Elektrolyse

    Autor: User_x 12.01.19 - 23:15

    Naja die Preise bei Strom und Akku waren doch auch teurer als jetzt?

  6. Re: Elektrolyse

    Autor: Bradolan 13.01.19 - 08:53

    DeathMD schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde den Link zwar nicht mehr, aber Siemens hat eine Versuchsanlage
    > neben einem Windkraftwerk und die kommen bei Rückverstromung auf einen
    > Wirkungsgrad von max. 45%. Ob das bei kleineren Anlagen dann noch
    > schlechter wird kann ich nicht sagen. Beim Laden in einen Akku kommst du
    > auf 80 - 90%.

    Die Zahlen habe ich schon häufiger gelesen. Da würde mich aber mal konkret interessieren wo der Rest hin geht. Alles abwärme oder ...? Und wurde dabei Materialverschleiß der Elektrolyseapparatur berücksichtigt?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.01.19 08:55 durch Bradolan.

  7. Re: Elektrolyse

    Autor: lear 13.01.19 - 10:43

    Elektrolyse an sich liegt bei > 70% und für größere Anlangen > 80% Wirkungsgrad, das ist nie das Problem (insbes. wenn man die Selbstentladung von Akkus bedenkt, die sie als Langzeitspeicher ungeeignet machen)
    45% ist derzeit maximaler praktischer W'Grad für Stromgewinnung durch Windkraft (thermisch deutlich besser) und stationäre Brennstoffzellen kommen auf knapp 50% (im Bereich eines Dieselmotors), der Rekord liegt sogar bei 62% - mobile Brennstoffzellen dürften aber immer noch bei max. 40% liegen.

    Das teure an der Elektrolyse ist die Stromgewinnung. Allerdings kommt es zu Spitzenproduktionen, in denen der Strom einen negativen Marktpreis hat, ie. wenn es das Zeug im Überfluß gibt, ist es zwar immer noch ineffizient, aber nicht monetär teuer. Der Vorteil gegenüber der H2 Gewinnung aus Erdgas dürfte auf der Hand liegen…

    Als Speicher für Windkraft sind Brennstoffzellen wg. der vielen Konvertierungen (Wind -> Strom -> H2 -> Strom) allerdings nicht so doll, thermische oder kinetische Speicher dürften insbes. für Schwankungsglättung *sehr* viel effizienter bleiben.

  8. Re: Elektrolyse

    Autor: DeathMD 13.01.19 - 14:09

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Speicher für Windkraft sind Brennstoffzellen wg. der vielen
    > Konvertierungen (Wind -> Strom -> H2 -> Strom) allerdings nicht so doll,
    > thermische oder kinetische Speicher dürften insbes. für Schwankungsglättung
    > *sehr* viel effizienter bleiben.

    Naja, dann sind sie allerdings nie wirklich toll, denn diese Konvertierungen hast du dann immer, sobald du aus H2 wieder Strom machen willst. Ob du davor jetzt ein Wind- oder Wasserkraftwerk hängst oder eine Photovoltaikanlage ist dann schon egal, denn das eigentliche Problem ist der Part:

    Strom -> H2 -> Strom.

    Solange die Elektrolyse nicht effizienter läuft und die Brennstoffzellen besser werden, sind sie eine ziemlich bescheidene Lösung, die man vl. dort einsetzen kann, wo man sonst absolut keine Möglichkeiten hat. Überall sonst, wird man sich wohl andere Lösungen suchen.

    BRAWNDO: The Thirst Mutilator

    It's got Electrolytes

  9. Re: Elektrolyse

    Autor: lear 13.01.19 - 16:56

    Die Elektrolyse ist effizienter als jeder Akku (der ja auch produziert und relativ schnell entsorgt werden muß…) - das ist nicht das Problem.
    Der Grund warum es sich nicht als Brückenspeicher für Windräder eignet, ist, daß es da wesentlich besseres gibt. Nur wirst Du kaum alle Nase lang an ein Windrad fahren um die Schwungmasse in Deinem KFZ "aufzuladen".

    Es gibt nicht "die" ideale Technologie (bzw. Kohlenwasserstoffe wären es weitestgehend, wenn da nicht der Umweltaspekt wäre) - LiPos kranken an Ladedruck, Energiedichte und Selbstentladung, H2 krankt Brisanz (was zum Umweg über die Brennstoffzelle führt) und (in geringerem Maße) an Energiedichte, thermische, potentielle und kinetische Speicher kranken allesamt an der Mobilität bzw. im Fall von zB. Flüssigsalzen der Aggressivität…

    Wenn man von Kohlenwasserstoffen weg will, braucht man einen guten Ersatz. Das ist ganz sicher kein LiPo-Akku. Ganz sicher kein Brennstoffzelle. Ganz sicher kein Schwungrad. Ganz sicher kein Pumpspeicher. Ganz sicher keine Flüssigsalze… es ist die für den Anwendungszweck geeignetste Alternative.

  10. Re: Elektrolyse

    Autor: Limit 13.01.19 - 17:16

    User_x schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie verhält sich denn der Unterschied zur Elektrolyse vs. Einspeisung von
    > Strom in ein Akku?

    Das kommt auf die Menge an Strom an, die du speichern willst. Bei Batterien steigen die Kosten in erster Linie mit der Kapazität, bei Brennstoffzellen mit der Leistung.

  11. Re: Elektrolyse

    Autor: LinuxMcBook 13.01.19 - 20:47

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das teure an der Elektrolyse ist die Stromgewinnung. Allerdings kommt es zu
    > Spitzenproduktionen, in denen der Strom einen negativen Marktpreis hat, ie.
    > wenn es das Zeug im Überfluß gibt, ist es zwar immer noch ineffizient, aber
    > nicht monetär teuer.

    Gibt es denn Möglichkeiten, dass dieser negative Marktpreis für "überflüssigen" Strom mal an Unternehmen oder gar Endverbraucher weiter gegeben wird? Oder können davon nur Energieversorger profitieren?

    Dank Smartmetern ist doch die Sekundengenaue Abrechnung von Strom möglich. Und wenn der Strompreis dann wirklich gegen 0 Cent pro kWh geht, dann lohnen sich solche Speichermöglichkeiten auch mal für den Endverbraucher und könnten dann in der Masse wirklich eines Tages mal eine relevante Menge an CO2 einsparen.

    Ich habe aber eher das Gefühl, dass sowas politisch gar nicht gewollt ist.
    Das EEG ist in meinen Augen ohnehin eine Vollkatastrophe und sorgt im Endeffekt für eine Umverteilung von "Arm" zu "Reich".

  12. Re: Elektrolyse

    Autor: Rodion67 14.01.19 - 03:19

    >Elektrolyse an sich liegt bei > 70% und für größere Anlangen > 80% Wirkungsgrad, das ist nie das >Problem (insbes. wenn man die Selbstentladung von Akkus bedenkt, die sie als Langzeitspeicher >ungeeignet machen)

    Wie sieht es denn mit der Langzeitspeicherung von H2 bei 700 Bar aus?
    Wie sieht der Wirkusngsgrad nach Kompression auf 700 Bar und Transport zu einer Tankstelle aus?

  13. Re: Elektrolyse

    Autor: DeathMD 14.01.19 - 07:39

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Elektrolyse ist effizienter als jeder Akku (der ja auch produziert und
    > relativ schnell entsorgt werden muß…) - das ist nicht das Problem.

    Nur gut, dass die Brennstoffzelle nie gebaut und entsorgt werden muss... Die Betriebsstunden, die sie durchhalten, sind auch nicht gerade der Hit.

    Ich gebe dir aber insofern recht, dass der Li-Ion nicht der Weisheit letzter Schluss ist, aber die Brennstoffzelle muss selbst zu ihm noch aufholen.

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