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Cargolifter
Autor: zonk 03.03.14 - 13:06
Ob es sich beim Cargolifter um Betrug oder eine normale Pleite gehandelt hat, weiss man das eigentlich schon?
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Re: Cargolifter
Autor: Nephtys 03.03.14 - 13:32
Inkompetenz war das magische Wort.
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Re: Cargolifter
Autor: Langholm 03.03.14 - 13:43
Das Problem ist das bei normale Schwertransporten viel zu viele daran Mitverdienen. Da hat niemand Interesse an einer Kostengünstigen Konkurrenz. Ein Luftschiff ist an keine Straße gebunden.
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Re: Cargolifter
Autor: Zwangsangemeldet 03.03.14 - 13:47
Genau aus diesem Grund halte ich es auch nicht für eine "normale" Pleite, sondern für eine von wirtschaftlichen Interessen (Konkurrenz) "gesteuerte". Schade eigentlich. Hoffen wir mal, den Airlander trifft nicht dasselbe Schicksal.
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Re: Cargolifter
Autor: petergriffin 03.03.14 - 13:57
Ich hab gehört das der Cargolifter nicht genug Investoren gefunden hat weil Luftschiffe nur 100 Tage im Jahr effektiv abheben darf/kann. Das kann sich kein logistikunzernehmen leisten.
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Re: Cargolifter
Autor: Volvoracing 03.03.14 - 14:08
Ich habe mich schon damals gefragt, welchen Nutzen ein Luftschiff bringt, wenn es nach dem Abladen der Last viel zu "leicht" wird.
Bei angenommen 100t angehangener Nutzlast, benötigt man am Abladepunkt doch eine eben so große "Dummyload/Konterlast", damit der Ballon nach dem Abladen nicht "abgeht". Gas ablassen kann keine Option sein. Auch ein jedes Mal das verwandte Helium wieder zu verflüssigen ist, aufgrund der Prozesses nicht günstig (Linde-Verfahren)
Cargolifter hatte das selbe Problem, es rechnet sich nicht, 100t per Luftschiff zu transportieren, wenn auf der Strasse ebenfalls 100t Konterlast zum Zielort transportiert werden müssen. Umgehen/Einschränken lässt sich das nur, wenn ein festes Netz mit Anflugpunkten ausgelegt wird und an beiden Punkten ein gleichmässiges Nutzlastaufkommen garantiert werden kann.
Ich verstehs nicht. :D
1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.03.14 14:13 durch Volvoracing. -
Re: Cargolifter
Autor: Kasabian 03.03.14 - 14:18
Betrug!
Es wurde den Leuten etwas vorgegaukelt, wozu es noch keine Anhaltpunkte irdenwelcher Art gab. Das nennt man Betrug und führte auch zu einem solchen Urteil.
Mit Fehlmanagement oder Inkompetenz hatte dies nichts mehr zu tun. Wenn dann höchstens eigene Selbstüberzeug auf Basis von eigener Dummheit, was die Sache für die Anleger - Leichtgläubigkeit - auch nicht besser macht. -
Re: Cargolifter
Autor: ruamzuzler 03.03.14 - 14:29
Welchen Nutzen ein Luftschiff bringt?
Ganz einfach: Um A380-Teile zu transportieren müsste nicht immer die gesamte Infrastruktur zwischen Toulouse und Hamburg abgebaut werden.
Dafür wäre ein Luftschiff ideal. -
Re: Cargolifter
Autor: Hundgeburt 03.03.14 - 14:43
Durch unsere Wasserrohre und Flüsse werden auch viele Tonnen transportiert, ohne dass dazu ein Schwertransport nötig ist. ;)
Der Plan war, am Zielort Wasser aufzunehmen. -
Re: Cargolifter
Autor: Moe479 03.03.14 - 17:09
danke, endlicher einer mit verstand für die sache!
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Re: Cargolifter
Autor: Anonymer Nutzer 03.03.14 - 20:04
zonk schrieb:
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> Ob es sich beim Cargolifter um Betrug oder eine normale Pleite gehandelt
> hat, weiss man das eigentlich schon?
Die Tatsache, dass ein "von und zu" für Vermarktungszwecke geholt wurde, hatte schon etwas halbseidenes. -
Re: Cargolifter
Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 04.03.14 - 00:13
Nephtys schrieb:
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> Inkompetenz war das magische Wort.
Innovationsfeindlichkeit hast du noch vergessen. Siehe dazu auch: “Transrapid” oder jedes beliebige andere Großprojekt mit innovativem Charakter. Es hat schon einen Grund warum Grundig und Loewe vor die Hunde gegangen sind und es quasi keine deutschen Hersteller von Alltags-Consumer-Elektronik mehr gibt.
"Entwickeln Sie ein positives Verhältnis zu Daten und freuen sie sich wenn wir mehr wissen!" ~Angela Merkel (12.06.2015) -
Re: Cargolifter
Autor: Technikfreak 04.03.14 - 03:05
Nephtys schrieb:
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> Inkompetenz war das magische Wort.
aha, kannst du das etwas konkretisieren? -
Re: Cargolifter
Autor: Anonymer Nutzer 04.03.14 - 04:44
Genau, es kann nicht sein, was nicht sein darf, dass ein inkopetenter Unternehmer erstmal Millionen eingesammelt hat, ohne richtiges Konzept und vielen leeren Versprechungen, ist auch wirklich zu weit her geholt.
Schließlich entwickelt sich so eine Technik ja von selbst, dank der vor kurzem erfundenen Magie.
Stattdessen sind die bösen Kapitalisten, Amerikaner, Inverstoren, Illuminati und natürlich die FDP für das Scheitern verantwortlich.
Und überhaupt, immer wenn ein deutsches Unternehmen Insolvenz geht, ist ein anderer Schuld, schließlich kann niemand unseren Top Leuten, ausgebildet an den besten Eliteschulen in Kreuzberg und Neukölln, dass Wasser reichen.
Jetzt mal ernsthaft, wundert sich eigentlich noch irgendwer, warum so viele Kleinanleger gerade mit Prokon unter gehen ? Die Masche -> Hohe Rendite (Gier) + Ideologie (Befriedigung des eigenen Gewissens, weil ist ja "grün") zieht in Deutschland einfach super.
Da werden Gesetze des Marktes ignoriert, der gesunde Menschenverstand über Board geworfen und Frau Müller (ihres Zeichen Sekräterin) erklärt sich mal wieder selbst zur Wirtschaftsexpertin, frei nach dem Motto " 2 x 3 macht 4 - widdewiddewitt und 3 macht 9e"
Ich wünsche dem neuen Projekt auf jeden Fall viel Erfolg, vielleicht ist wirklich eine Idee und genügend Kompetenz da, dann könnte es die Welt ein bisschen besser machen :)
1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.03.14 04:52 durch Born2win. -
Re: Cargolifter
Autor: M.P. 04.03.14 - 10:25
Z. B. das Konzept des Helium-Sparens:
Um nach den Abladen der hohen Nutzlast zu vermeiden, dass das Luftschiff in den Himmel verschwindet sollte beim Absetzen der Last im gleichen Maße Ballast in Form von Wasser gebunkert werden. Ansonsten hätte man das teure Helium ablassen müssen.
Das bedeutet, wenn kein Wasseranschluss am Abladeort vorhanden ist, muss dort eine LKW-Tankwagen-Flotte mit ausreichend Ballast-Wasser bereit stehen...
Da kann man einen Großteil der Lasten wahrscheinlich direkt besser mit LKWs transportieren, und das Absetzen in unwegsamen Gelände wird auch illusorisch... -
Re: Cargolifter
Autor: M.P. 04.03.14 - 10:29
Cargolifter hat aber damit geworben, daß sie eben gerade schwerste Lasten dort absetzen können, wo andere gar nicht hinkommen - und da liegt i. d. R. keine Wasserleitung...
Außerdem ist die Absetzprozedur nicht so ganz ohne. Man hat nicht ohne Grund erstmal einen Testballon gebaut, um das Verfahren der austarierten Ballastwasseraufnahme zu erproben... -
Re: Cargolifter
Autor: Technikfreak 04.03.14 - 12:12
Born2win schrieb:
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> Genau, es kann nicht sein, was nicht sein darf, dass ein inkopetenter
> Unternehmer erstmal Millionen eingesammelt hat, ohne richtiges Konzept und
> vielen leeren Versprechungen, ist auch wirklich zu weit her geholt.
> Schließlich entwickelt sich so eine Technik ja von selbst, dank der vor
> kurzem erfundenen Magie.
>
> Stattdessen sind die bösen Kapitalisten, Amerikaner, Inverstoren,
> Illuminati und natürlich die FDP für das Scheitern verantwortlich.
> Und überhaupt, immer wenn ein deutsches Unternehmen Insolvenz geht, ist ein
> anderer Schuld, schließlich kann niemand unseren Top Leuten, ausgebildet an
> den besten Eliteschulen in Kreuzberg und Neukölln, dass Wasser reichen.
>
> Jetzt mal ernsthaft, wundert sich eigentlich noch irgendwer, warum so viele
> Kleinanleger gerade mit Prokon unter gehen ? Die Masche -> Hohe Rendite
> (Gier) + Ideologie (Befriedigung des eigenen Gewissens, weil ist ja "grün")
> zieht in Deutschland einfach super.
> Da werden Gesetze des Marktes ignoriert, der gesunde Menschenverstand über
> Board geworfen und Frau Müller (ihres Zeichen Sekräterin) erklärt sich mal
> wieder selbst zur Wirtschaftsexpertin, frei nach dem Motto " 2 x 3 macht 4
> - widdewiddewitt und 3 macht 9e"
>
> Ich wünsche dem neuen Projekt auf jeden Fall viel Erfolg, vielleicht ist
> wirklich eine Idee und genügend Kompetenz da, dann könnte es die Welt ein
> bisschen besser machen :)
Also unter konkretisieren hätte ich etwas mehr Details über das Cargolifter Projekt erwartet und weshalb diese Idee schlecht oder die Leute Inkompetent gewesen sind.
Weil das wo du oben beschreibst, ist allgemeines Blabla, womit du alle
Innovationen die seit der Entdeckung des Feuers in Frage stellst. -
Re: Cargolifter
Autor: Technikfreak 04.03.14 - 12:14
M.P. schrieb:
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> Z. B. das Konzept des Helium-Sparens:
>
> Um nach den Abladen der hohen Nutzlast zu vermeiden, dass das Luftschiff in
> den Himmel verschwindet sollte beim Absetzen der Last im gleichen Maße
> Ballast in Form von Wasser gebunkert werden. Ansonsten hätte man das teure
> Helium ablassen müssen.
>
> Das bedeutet, wenn kein Wasseranschluss am Abladeort vorhanden ist, muss
> dort eine LKW-Tankwagen-Flotte mit ausreichend Ballast-Wasser bereit
> stehen...
>
> Da kann man einen Großteil der Lasten wahrscheinlich direkt besser mit LKWs
> transportieren, und das Absetzen in unwegsamen Gelände wird auch
> illusorisch...
Interessnater Aspekt, aber zum Zeitpunkt des Cargolifter-Projektes
war doch Helium noch gar nicht so teuer und auch wesentlich in grösseren
Massen verfügbar. Gab es noch weitere Aspekte? -
Re: Cargolifter
Autor: Technikfreak 04.03.14 - 21:17
M.P. schrieb:
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> Z. B. das Konzept des Helium-Sparens:
>
> Um nach den Abladen der hohen Nutzlast zu vermeiden, dass das Luftschiff in
> den Himmel verschwindet sollte beim Absetzen der Last im gleichen Maße
> Ballast in Form von Wasser gebunkert werden. Ansonsten hätte man das teure
> Helium ablassen müssen.
Was spricht dagegen, einen Teil widerverflüssigen und in einem mitgeführten Tank zu speichern? Das würde so nebenbei auch gleich die Verdrängung langsam verändern und ein austarieren wäre auch kein Problem. Einen Kompressor könnte man gleich mit ins Luftschiff integrieren.



