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Heliummangel

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  1. Heliummangel

    Autor: michael.maie 03.03.14 - 13:41

    Es wurde in letzter Zeit immerwieder von einer drohenden Heliumknappheit berichtet,
    sind da luftschiffe wirklich eine zukunftsreiche investition?

  2. Re: Heliummangel

    Autor: TC 03.03.14 - 14:01

    frag ich mich auch grad

    wie viele von denen kann man noch bauen... 10, 100?

  3. Re: hinzukommt

    Autor: Kasabian 03.03.14 - 14:20

    Das es schweine Teuer ist.

    Vielleicht nehmen die ja dass was sie immer nehmen wenn sie nicht mehr weiter wissen: heiße Luft ;D

  4. Re: Heliummangel

    Autor: Ralph 03.03.14 - 14:30

    Der Heliummangel wird hauptsächlich deswegen befürchtet, da die bisherige Heliumschwemme, die durch den Verkauf der staatlichen Heliumreserve der USA entsteht, in den nächsten Jahren wohl abebben wird.

    --
    Mein Blog (Achtung! Politik!) http://piratenblog.wordpress.com

  5. Re: Heliummangel

    Autor: NeoCronos 03.03.14 - 23:28

    Dann nimmst halt Wasserstoff... hat doch bei der Hindenburg auch geklappt.

  6. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 04.03.14 - 03:07

    NeoCronos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann nimmst halt Wasserstoff... hat doch bei der Hindenburg auch geklappt.
    und genau deshalb ist die Luftschiff-Aera zu Ende gegangen

  7. Re: Heliummangel

    Autor: M.P. 04.03.14 - 10:32

    Naja,
    die Abkehr von Wasserstoff war aber meiner Meinung nach eher eine emotionale, als eine rationale Entscheidung...

    Ganz ohne brennbare Stoffe wäre gar kein Luftverkehr möglich...

    Und selbst Akkus habe ja die Tendenz bei Versagen ihre gespeicherte Energie in Form von Hitze abzugeben ...

  8. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 04.03.14 - 12:24

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja,
    > die Abkehr von Wasserstoff war aber meiner Meinung nach eher eine
    > emotionale, als eine rationale Entscheidung...
    >
    > Ganz ohne brennbare Stoffe wäre gar kein Luftverkehr möglich...
    >
    > Und selbst Akkus habe ja die Tendenz bei Versagen ihre gespeicherte Energie
    > in Form von Hitze abzugeben ...
    Oh, da widerspreche ich jetzt. Wasserstoff ist hoch explosiv. Und die Projekttreiber (Deutschland, Zeppelin-Werke) hatten aufgrund des Krieges keinen Zugang zu Helium, da die Produktion von Helium in grösseren Mengen für Deutschland nicht möglich war und die Lizenzen dafür bei der USA lag. Dass man auch bei einem Luftschiff noch Treibstoff braucht, das ist schon klar. Aber die Menge ist verhältnismässig klein und andere Brennstoffe zB. Diesel sind lange nicht so explosiv. Denke darüber nach, es ist schon ein Unterschied, ob eine ganze Luftschiff-Hülle mit Explosiv-Stoff gefüllt ist oder nur ein kleiner Dieseltank vorhanden sein muss. Man darf auch nicht vergessen, dass sich die Technik nur für den friedlichen Einsatz eignet. Im Kriegseinsatz ist die Gefährlichkeit von Wasserstoff ein zusätzliches Hindernis. Die Deutschen waren zu jener Zeit aber nach einem Fluggefährt für den Kampfeinsatz interessiert.

  9. Re: Heliummangel

    Autor: Mynotower 04.03.14 - 14:50

    Es lag nicht nur am gefährlichen Wasserstoff, sondern auch an der Lackierung, s. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/hindenburg-unglueck-toedlicher-funke-fuer-tausend-theorien-a-480858.html
    Man sollte also meinen, dass technische Verbesserungen durchaus noch zu mehr Sicherheit führen können. Die Dichte von Wasserstoff ist nur ca. die Hälfte von Helium, damit wäre Wasserstoff als Traggas also viel effizienter. Ich vermute mal, dass Helium-Luftschiffe erst konkurrenzfähig werden, wenn konventioneller Treibstoff drastisch teurer wird - bis dahin bleiben sie ein Nischenprodukt. Eigentlich müsste es Bedarf geben, denn heute wird anscheinend alles außer einigen Tagebau-Maschinen in so kleine Teile zerlegt, dass es mit Schwerlasttransporten auf Schienen und Straße transportiert werden kann.
    Es wird ja wohl schon z.T. ein inertes Wasserstoff-Helium-Gemisch verwendet, was eben nicht explosiv reagiert. Aber der eigentliche Clou wäre nur eine Lösung, bei der Wasserstoff so abgeschottet wird, dass er ungefährlich wird, also z.B. ein zwei- oder dreiwandiges Konstrukt, das innen Wasserstoff und außen Helium enthält, vom Prinzip her ähnlich wie die Doppelwandkonstruktion aktueller Öltanker. Bei Sabotage oder z.B. einem Durchschuss hätte man allerdings immer noch das alte Problem.

  10. Re: Heliummangel

    Autor: M.P. 04.03.14 - 14:56

    Wasserstoff alleine ist *nicht* explosiv...

    Eine eutektische Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoff ist explosiv.
    Austretender Wasserstoff brennt, wenn er sich an Luft direkt entzündet.

    Wasserstoff, der vor Entzündung Zeit hat, sich mit der Luft zu vermischen ist ggfs. explosiv...

  11. Re: Heliummangel

    Autor: Mynotower 04.03.14 - 15:36

    Das dürfte schon allen klar sein. Aber wie kann man ausschließen, dass technische Defekte, Unfälle, Sabotage oder gezielte Angriffe zur Mischung mit Luft führen?

  12. Re: Heliummangel

    Autor: M.P. 04.03.14 - 17:34

    Hmm,
    Eventuell mit einer doppelwandigen Hülle mit einer Pufferfüllung mit Stickstoff.

    Ich denke aber, daß das Thema seit den Bildern der brennenden Hindenburg durch ist...

  13. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 04.03.14 - 21:02

    Mynotower schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es lag nicht nur am gefährlichen Wasserstoff, sondern auch an der
    > Lackierung, s. www.spiegel.de
    Behaupte bitte nicht, was mal eine Theorie gewesen ist. Heute weiss man,
    dass der Anstrich, so gut wie NULL Leitfähigkeit hatte und dass die
    Wetterumstände schon etwas problematisch waren. Aber genau wird
    man die Ursache nie mehr beweisen können. Fakt ist, dass Wasserstoff und Sauerstoff
    als Knallgas extrem gefählich ist und dass man eigentlich dieses Luftschiff mit
    Helium hatte fahren wollen, wenn sich die Amis nicht quer gestellt hätten.
    So gesehen hatte ein Funke oder der Anstrich keine Relevanz, weil mit Helium
    wäre der Unfall nicht passiert.

    > Man sollte also meinen, dass technische Verbesserungen durchaus noch zu
    > mehr Sicherheit führen können. Die Dichte von Wasserstoff ist nur ca. die
    > Hälfte von Helium, damit wäre Wasserstoff als Traggas also viel
    > effizienter.
    Das stimmt zwar, aber deine Aussage stimmt eben doch nicht ganz. Der Auftriebsverlust
    von Helium beträgt nur 8%, warum mag ich jetzt nicht erklären, das kannst du aber nachlesen.

    >Ich vermute mal, dass Helium-Luftschiffe erst konkurrenzfähig
    Wird es nie mehr werden, denke ich. Weil Helium einfach zu wertvoll ist und man
    die heutigen Reserven auch in der Industrie benötigt.

  14. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 04.03.14 - 21:06

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wasserstoff alleine ist *nicht* explosiv...
    Verhindere mal in unserer Atmosphäre eine Vermischung zu verhindern.
    Klar vermischt sich Wasserstoff nicht mit Luft, wenn es kontrolliert aus
    einem Ventil ausströmt und sogleich verbrennt. (siehe Carbidlampe)
    Aber wenn Sauerstoff in Wasserstoff reinkommt oder grössere Wasserstoffmengen in die Atmosphäre entweichen, dann hast du immer Knallgas. ergo gefährlich

  15. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 04.03.14 - 21:10

    M.P. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hmm,
    > Eventuell mit einer doppelwandigen Hülle mit einer Pufferfüllung mit
    > Stickstoff.
    >
    > Ich denke aber, daß das Thema seit den Bildern der brennenden Hindenburg
    > durch ist...
    Es gibt sehr einfache Methodn Wasserstoff so zu binden, das so gut wie nichts
    passieren kann. Siehe Wasserstoff-Tank in Fahrzeugen. Nur für ein Luftschiff
    eignet sich die flüssige Form eben nicht.

  16. Re: Heliummangel

    Autor: M.P. 05.03.14 - 10:20

    Vielleicht wäre das eine Möglichkeit, die Tragkraft-Differenz zu erzeugen:
    Große Helium-Tanks, und darin kleinere Wasserstoff-Tanks.

    Beim Absetzen der Nutzlast werden die Wassserstoff-Tanks einfach geleert.

    Der Wasserstoff sollte in dem ihn umgebenden Helium-Mantel sicher sein...

    Wobei das wohl keine Starr-Luftschiffe sind---

  17. Re: Heliummangel

    Autor: Technikfreak 05.03.14 - 10:43

    Ja so eine Kombination könnte man prüfen. Oder eben Wiederverflüssigen.

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