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Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

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  1. Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: tKahner 22.02.16 - 11:50

    Das Problem ist sicherlich nicht der Laser selbst, sondern die Energiequelle. Meines Wissens funktionieren transportable waffenfähige Laser auf Chemiebasis (Fluor / Jod / Chlor) als Energiequelle. Anders sind die notwendigen Watt-Zahlen nicht zu erreichen. Für stromgestützte werden entsprechende Kraftwerke und Zwischenspeicher-Anlagen gebraucht. Und die müssen groß sein, damit ausreichend Energie gespeichert werden kann.

    Der wesentliche Nachteil einer chemischen Energiegewinnung ist aber, dass die Chemikalien sehr giftig sind. Daher bietet es sich an, Chemie-Laser auf Schiffen zu installieren. Die Reaktionsprodukte werden einfach abgeblasen. Auf modernen Kriegsschiffen "turnt" eh keiner mehr an Deck herum. Aber letztlich wird sich auch hier die Frage nach der Lagerung der "Munition" stellen. Je stärker der Laser, desto mehr Chemie pro Schuss. Wie oft kann so ein Teil dann schießen?

    Und bei schlechtem Wetter (Regen, Nebel) oder künstlichem Rauchvorhang geht da eh gar nichts!

  2. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: foho 22.02.16 - 11:58

    laser auf chemiebasis?
    hab ich was verpasst?
    wie regt man bitte diverse materialien auf chemischem weg dazu an kohärentes licht zu erzeugen?

  3. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: Xennor 22.02.16 - 12:04

    2 Sekunden googeln: https://de.wikipedia.org/wiki/Chemischer_Laser

  4. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: tKahner 22.02.16 - 12:07

    Man kann entweder ein Gas oder einen Festkörper per Licht (photoelektrischer Effekt) anregen, der dann ein Laserlicht ausstrahlt oder man nutzt eine chemische Reaktion, bei der dann die Elektronen von hohen zu niedrigen Energiebanden fallen und dabei die überschüssigen Energie als kohärentes Licht abgeben - und ja, dass war jetzt sehr laienhaft ausgedrückt. Dabei werden extrem reaktionsfreudige Chemikalien verwendet, die praktisch alle aus der Gruppe der Halogene kommen. Die chemischer Version kann wesentlich mehr Erst-Energie erzeugen, aus der dann das Laserlicht kommt
    Sowohl die Lagerung aber auch die nach der (sorry) Laserung entstehenden Ergebnisse sind nicht für den normalen Konsum geeignet.

    Daher werden Waffenlaser eigentlich nur in Gegenden eingesetzt und entwickelt, in denen wenig Menschen leben. Schiffe sind da natürlich besonders geeignet.

  5. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: Quantium40 22.02.16 - 13:49

    tKahner schrieb:
    > Das Problem ist sicherlich nicht der Laser selbst, sondern die
    > Energiequelle. Meines Wissens funktionieren transportable waffenfähige
    > Laser auf Chemiebasis (Fluor / Jod / Chlor) als Energiequelle. Anders sind
    > die notwendigen Watt-Zahlen nicht zu erreichen. Für stromgestützte werden
    > entsprechende Kraftwerke und Zwischenspeicher-Anlagen gebraucht. Und die
    > müssen groß sein, damit ausreichend Energie gespeichert werden kann.

    Auf einem Schiff braucht man keine chemischen Laser.
    Selbst die deutschen Korvetten der Braunschweig-Klasse haben schon eine E-Anlage mit 4x550kW an Bord.
    Aktuelle Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse haben sogar eine elektrische Generatorleistung von 4x2,9MW.
    Das reicht locker, um die erforderliche Energie für ein Lasersystem mit 10kW optischer Leistung zu versorgen, dass je nach Wirkungsgrad und verwendeter Technologie zwischen 40kW und 100kW elektrische Leistung benötigt.

  6. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: tingelchen 22.02.16 - 14:29

    Die Elemente welche Licht abgeben, geben einfach nur Licht in einem bestimmten Spektrum ab. Nicht mehr und nicht weniger. "Laserlicht" gibt es in der Natur nicht. Denn um einen Laser zu erzeugen muss man die Photonen in eine gleichgerichtete Bahn bringen.

    Bei Chemischen Lasern handelt es sich daher lediglich um einen Laser, welcher seine Photonen aus einer Chemischen Reaktion erhält. Diese haben je nach Zusammensetzung unterschiedlich viel Energie und decken ein eigenes Spektrum ab. Diese Photonen werden dann mit einem Linsen und Spiegelsystem gleichgerichtet und fokusiert.

  7. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: TobiVH 22.02.16 - 14:32

    Quantium40 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > tKahner schrieb:
    > > Das Problem ist sicherlich nicht der Laser selbst, sondern die
    > > Energiequelle. Meines Wissens funktionieren transportable waffenfähige
    > > Laser auf Chemiebasis (Fluor / Jod / Chlor) als Energiequelle. Anders
    > sind
    > > die notwendigen Watt-Zahlen nicht zu erreichen. Für stromgestützte
    > werden
    > > entsprechende Kraftwerke und Zwischenspeicher-Anlagen gebraucht. Und die
    > > müssen groß sein, damit ausreichend Energie gespeichert werden kann.
    >
    > Auf einem Schiff braucht man keine chemischen Laser.
    > Selbst die deutschen Korvetten der Braunschweig-Klasse haben schon eine
    > E-Anlage mit 4x550kW an Bord.
    > Aktuelle Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse haben sogar eine
    > elektrische Generatorleistung von 4x2,9MW.
    > Das reicht locker, um die erforderliche Energie für ein Lasersystem mit
    > 10kW optischer Leistung zu versorgen, dass je nach Wirkungsgrad und
    > verwendeter Technologie zwischen 40kW und 100kW elektrische Leistung
    > benötigt.

    Wäre schon lustig, wenn da mehrere Geschütze in Zukunft, zu einem Teilstromausfall führen würden wenn mal losgeschossen wird...

  8. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: tingelchen 22.02.16 - 14:36

    Alles eine Frage der Reaktoren und Kondensatoren ;)

    Der Laser wird nicht direkt an den Energiekern angeschlossen, sondern an einen großen Kondensator. Dieser wird langsam geladen und gibt seine geladene Energie auf einen Schlag ab.

    Alternativ baut man einfach einen eigenen Energiekern ins Schiff :) Macht man bei Autos mittlerweile auch. Viele haben 2 Akkus. Der eine dient nur für den Anlasser. Der zweite füttert die Boardelektronik.

  9. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: thepiman 22.02.16 - 14:57

    So ein ZPM kann mehrere Laser mit Energie versorgen ... Kleingläubige!

  10. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: Anonymer Nutzer 22.02.16 - 15:36

    tingelchen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Laser wird nicht direkt an den Energiekern angeschlossen,

    Energiekern? Da hat wohl jemand zuviel Star Trek geschaut. :D
    Auf heutigen konventionellen Schiffe der deutschen Marine wird der Strom immer noch über Generatoren erzeugt.

  11. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: tingelchen 22.02.16 - 15:58

    Ah ja... sehen wir das nicht so kleinlich *pfeiff*

    Ersetzen wird Energiekern durch Energiereaktor :)

  12. Re: Da ist sicherlich noch Luft bis zur Serienreife

    Autor: TC 22.02.16 - 17:17

    Aber McKay schaffes bestimmt mal wieder, damit den halben Ozean zu sprengen :)

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