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Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

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  1. Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: InsaneNerd 13.04.15 - 20:48

    Dieses Hotel ist ja nur ein erster kleiner Schritt hin zu dem wundervollen Ziel die menschliche Arbeit zu überwinden, sie dauerhaft abzuschaffen und die Menschheit so vom Joch der unfreien Arbeit zu erlösen. Ist erstmal das Bedingungslose Grundeinkommen und die vollständige Automatisierung erreicht dann bekommen wir viel Geld dafür das wir mit unserem Leben jederzeit tun dürfen was auch immer wir gerade wollen. Endlich absolute Freiheit ohne Unterordnung unter Firma, Chefs, Staatliche Sozialbürrokratie und so weiter.

    In etwa so wie das früher bereits in den Star Trek Filmen dargestellt wurde. Die Arbeit auf die grad niemand Lust hat (Essen Kochen z.B) macht der Computer und die Menschen haben unendlich Zeit sich ins Abenteuer des Lebens zu stürzen. Die Zeit der unfreien Kapitalistischen Lohnarbeit wäre dann endgültig vorbei. Mensch wäre dann niemandem mehr zu Gehorsam verpflichtet.

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Die “Arbeit” ist ihrem Wesen nach die unfreie, unmenschliche, ungesellschaftliche, vom Privateigentum bedingte und das Privateigentum schaffende Tätigkeit. Die Aufhebung des Privateigentums wird also erst zu einer Wirklichkeit, wenn sie als Aufhebung der “Arbeit” gefaßt wird."(Karl Marx, Über Friedrich Lists Buch “Das nationale System der politischen Ökonomie”, 1845)

    "Während also die entlaufenen Leibeignen nur ihre vorhandenen Existenzbedingungen frei entwickeln und zur Geltung bringen wollten und daher in letzter Instanz nur bis zur freien Arbeit kamen, müssen die *"Proletarier, um persönlich zur Geltung zu kommen, ihre eigene bisherige Existenzbedingung, die zugleich die der ganzen bisherigen Gesellschaft ist, die Arbeit, aufheben." Karl Marx, Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie. (Geschrieben 1845-1846.)

    "Im Grunde fühlt man jetzt [...], daß eine solche Arbeit die beste Polizei ist, daß sie jeden im Zaume hält und die Entwicklung der Vernunft, der Begehrlichkeit, des Unabhängigkeitsgelüstes kräftig zu hindern versteht. Denn sie verbraucht außerordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen." (Friedrich Nietzsche, Die Lobredner der Arbeit, 1881)

    "Der Traum des Aristoteles ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen Gliedern, mit wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig von selbst ihre heilige Arbeit; und doch bleibt der Geist der großen Philosophen des Kapitalismus beherrscht vom Vorurteil des Lohnsystems, der schlimmsten Sklaverei. Sie begreifen noch nicht, daß die Maschine der Erlöser der Menschheit ist, der Gott, der den Menschen von den sordidae artes, den schmutzigen Künsten und der Lohnarbeit loskaufen, der Gott, der ihnen Muße und Freiheit bringen wird"(Paul Lafargue, Das Recht auf Faulheit, 1883)


    Welch Potential hätte wohl eine Gesellschaft in der die Arbeit abgeschafft ist ? Wie viel mehr Menschen würden Wissenschaft betreiben oder hätten die Zeit die Gesellschaft Kulturell voran zu bringen. Ich vermute die hätte eine weitere Explosion des Fortschritts zur Folge.

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  2. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: Boxer73 13.04.15 - 21:01

    Äh. Nö.

    Du hast die Gier und den Neid vergessen....

    Mit den aktuell auf dieser erde lebenden Menschen wird das nicht gelingen. Ich glaube nicht an das Gute im Menschen.

    Just my 2 Cents....

  3. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 21:05

    InsaneNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie viel mehr Menschen würden Wissenschaft betreiben oder hätten die
    > Zeit die Gesellschaft Kulturell voran zu bringen.

    Wissenschaft betreiben wäre ja wieder Arbeit.

  4. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: InsaneNerd 13.04.15 - 21:19

    Gier und Neid macht ja auch nur in einer Gesellschaft Sinn in welcher viel Mangel herrscht. Wenn alle jederzeit alles im Überfluss haben können macht es wenig Sinn gierig auf das zu sein was man selbst auch jederzeit haben könnte wenn man es denn mal braucht.

    Der ganze Kampf, Konkurrenz, Intrigen, Machtgier sind ja die logische Folge einer Gesellschaft in der Mangel herrscht. Wer viel Geld und Besitz hat, hat für sich und seine Familie Sicherheit was natürlich auch gegen andere vertdeidigt werden muss. Die meiste Zeit der Menschheitsgeschichte hatten wir ja die Situation das es zu wenig von allem gab. Und wenn die Resourcen nicht reichen dann bekommen eben nur die stärksten bzw erfolgreichsten den Zugriff darauf was natürlich wiederum Neid auslöst der in Rebellion, Krieg usw enden kann.

    Nehmen wir mal eine Gesellschaft an die technisch auf so einem hohen Niveau ist das jederzeit alles in ausreichender Menge für alle produziert und zur Verfügung gestellt werden kann. Dann würde doch der Besitz als Statussymbol und Sicherheitsgarantie sowie der harte Kampf um eben jenen Besitz doch im grunde bedeutungslos werden. Es würde keinen Sinn machen sich so agressiv zu verhalten, man könnte nichts gewinnen was man ja nicht ohnehin schon hat könnte aber selbst eins auf die Nüsse bekommen wenn man sich asozial verhällt.

    Die ganze Psychologie des heutigen Menschen basiert ja darauf auf den Kampf um die Knappen Resourcen vorbereitet zu sein. Wer nicht darauf vorbereitet ist, wird wohl keine karriere machen und zum verlierer degradiert sein, Egoismus ist somit eine Folge dessen das Egoismus schlicht notwendig ist um in unserer Gesellschaft überhaupt gut leben zu können. Ist jedoch keine angeborene sondern erlernte Charakter Eigenschaft die sich aus einer Notwendigkeit heraus bildet.
    Die Menschen die nicht in dem Wissen erzogen wurden diesen Kampf führen zu müssen hätten folglich auch eine andere Psychologie, Charakter, Motivation. Das setzt jedoch eine technisch sehr fortschrittliche Gesellschaft vorraus, denn solange noch Mangel herrscht wird es auch weiter einen "krieg aller gegen alle" (Thomas Hobbes) um die knappen Güter geben. Wenn die Menschlichen Bedürfnisse aber auch ohne rücksichtslosigkeit, Kampfeswillen und Egoismus erfüllt werden können dann wird dieses verhalten wohl mit der Zeit verschwinden.

    Dazu gibt es einige interessante Psychologische Studien:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Maslow%27s_hierarchy_of_needs

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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.15 21:33 durch InsaneNerd.

  5. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: InsaneNerd 13.04.15 - 21:22

    Sind tätigkeiten die man freiwillig ohne die Motivation Gewinn damit zu erwirtschaften oder das eigene Überleben zu sichern noch Arbeit ? oder doch Freizeit ? Letztendlich müssten wir ja doch irgendwas tun um uns den Respekt unserer Mitmenschen zu verdienen, Anerkennung durch andere ist ja sehr wichtig für Menschen und ihr Selbstbewustsein. Nix tun wäre also selbst dann wenn es möglich wäre für die meisten wohl keine glücklich machende Option.

    Aber könnte man dann die Tätigkeit noch als Arbeit bezeichnen, die Definition davon wäre ja vermutlich dann doch etwas anders als das was wir heute unter Arbeit verstehen.

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  6. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 21:28

    InsaneNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sind tätigkeiten die man freiwillig ohne die Motivation Gewinn damit zu
    > erwirtschaften oder das eigene Überleben zu sichern noch Arbeit ? oder doch
    > Freizeit ?

    Dafür müsste man erst "Gewinn" definieren.

    > Letztendlich müssten wir ja doch irgendwas tun um uns den
    > Respekt unserer Mitmenschen zu verdienen, Anerkennung durch andere ist ja
    > sehr wichtig für Menschen und ihr Selbstbewustsein. Nix tun wäre also
    > selbst dann wenn es möglich wäre für die meisten wohl keine glücklich
    > machende Option.
    >
    > Aber könnte man dann die Tätigkeit noch als Arbeit bezeichnen, die
    > Definition davon wäre ja vermutlich dann doch etwas anders als das was wir
    > heute unter Arbeit verstehen.

    Die Frage ist, wenn Roboter alles und auch besser können, womit soll man dann noch Anerkennung erlangen?

  7. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: nf1n1ty 13.04.15 - 21:30

    Ich sehe da aber nur ein Problem: die Ressourcen sind dann immer noch knapp. Es kann zum Beispiel eben nicht jeder gleichzeitig mit dem Auto auf die Autobahn, mit der Familie in die Alpen, etc.

    Wie wird das dann geklärt? Unter anderem daran ist auch schon der Sozialismus gescheitert. Oder gibt es dann Wartelisten für alles und jeden?

    Grundsätzlich ja ein hehres Ziel, aber unser Raum und unsere Ressourcen bleiben begrenzt.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  8. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: n3mo 13.04.15 - 21:35

    nf1n1ty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe da aber nur ein Problem: die Ressourcen sind dann immer noch
    > knapp. Es kann zum Beispiel eben nicht jeder gleichzeitig mit dem Auto auf
    > die Autobahn, mit der Familie in die Alpen, etc.
    >
    > Wie wird das dann geklärt? Unter anderem daran ist auch schon der
    > Sozialismus gescheitert. Oder gibt es dann Wartelisten für alles und jeden?
    >
    > Grundsätzlich ja ein hehres Ziel, aber unser Raum und unsere Ressourcen
    > bleiben begrenzt.

    Seh ich auch so, bringt alles nix.

  9. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: InsaneNerd 13.04.15 - 21:47

    Nuaja, mit autonomen Autos liesen sich die Infrastruktur wohl ziemlich effizient nutzen, müssen dann ja noch nichtmal alle nen Fahrzeug besitzen, scharing spart kosten im Gegensatz zur Vollversorgung für alle (Pareto Prinzip und so). Belegung des Raums, klar wird wohl immer Luxusviertel für die Reichen geben und ein Hotel in den Alpen mit Panorama Blick wird sich nicht jeder leisten können.

    Mit steigenden techn. Möglichkeiten wären das aber alles zunehmend Luxusprobleme die vernachlässigt werden können. Probleme die nicht mehr so essentiell sind für ein gutes Leben im vergleich zu so existenziellen Fragen wie man die Wohnung oder das Essen bezahlen soll oder ob man sich die Krankenversicherung leisten kann oder nicht.

    Absolute Gleichheit wird es wohl nie geben, den Zustand wo der Kampf ums Überleben, aller gegen alle jedoch nicht mehr nötig ist weil die Grundlegenden Bedürfnisse auch so Bedingungslos zur verfügung stehen wäre in einer weit entwickelten High Tech Zivilisation jedoch durchaus vorstellbar. Keine Utopie, aber eben konsequenter Fortschritt der alle voran bringt.

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    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.15 21:50 durch InsaneNerd.

  10. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: nf1n1ty 13.04.15 - 21:54

    Ja mit solchen Einschränkungen sehe ich das auch als realistischer an.
    Ganz ohne DifferenzierunDifferenzierungsfaktor wird es nicht gegen, die begrenzten Ressourcen zu teilen. Da stellt sich eben die Frage y wie das ganz ohne Arbeit/Verdienst aussehen soll.

    Die Überwindung der grundsätzlichen Überlebensangst wird es aber hoffentlich irgend wann geben.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  11. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: Anonymer Nutzer 13.04.15 - 22:06

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > InsaneNerd schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie viel mehr Menschen würden Wissenschaft betreiben oder hätten die
    > > Zeit die Gesellschaft Kulturell voran zu bringen.
    >
    > Wissenschaft betreiben wäre ja wieder Arbeit.

    Nein. Das wäre ein Beruf.

  12. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 22:14

    nf1n1ty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ja mit solchen Einschränkungen sehe ich das auch als realistischer an.
    > Ganz ohne DifferenzierunDifferenzierungsfaktor wird es nicht gegen, die
    > begrenzten Ressourcen zu teilen. Da stellt sich eben die Frage y wie das
    > ganz ohne Arbeit/Verdienst aussehen soll.
    >
    > Die Überwindung der grundsätzlichen Überlebensangst wird es aber
    > hoffentlich irgend wann geben.


    Naja:
    Wenn es keine Jobs mehr gibt, dann impliziert das ja, das alle Bedürfnisse erfüllt sind.
    Wenn aber alle Bedürfnisse erfüllt sind, dann hat ja jeder genau das bekommen was er will.

  13. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: InsaneNerd 13.04.15 - 22:16

    "Die Frage ist, wenn Roboter alles und auch besser können, womit soll man dann noch Anerkennung erlangen?"

    Gute Frage, da müsste wohl jeder selbst die beste Antwort darauf finden.

    Im Antiken Griechenland war die Oberschicht ja der Ansicht das Arbeit etwas für Sklaven und Barbaren sei, die Aristokratie hat sich dann Kunst, Philosophie, Sport oder auch Kriegsführung gewidmet. Wenn man mal den Krieg da raus nimmt dann hätte man ja schonmal einige Tätigkeiten die auch in einer Hochzivilisation enerkennungswürdig wären wenn man entsprechende Leistungen erbringt die außergewöhnlich sind. Das könnte zwar dann auch "harte Arbeit" bedeuten, wäre dann aber je nach Thema selbst gewählt also freiheitlicher, je nach interessen und fähigkeiten eben.

    In Mitteleuropa, Klassische Musik, Oper, Theather, Literatur, Philosophie aus der u.a die Aufklärung hervor gegangen ist wurde ja alles nur erfunden damit sich der Hochadel bei seiner "Nicht Arbeit" nicht so langweilen musste. Von daher würde ich vermuten das sich viele Tätigkeiten eher mehr in Kulturellen Bereich verlagern würden, oder eben Wissenschaft und Sport.

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  14. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 22:22

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Wissenschaft betreiben wäre ja wieder Arbeit.
    >
    > Nein. Das wäre ein Beruf.


    Wortklauberei



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.15 22:29 durch DrWatson.

  15. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 22:44

    InsaneNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Die Frage ist, wenn Roboter alles und auch besser können, womit soll man
    > dann noch Anerkennung erlangen?"
    >
    > Gute Frage, da müsste wohl jeder selbst die beste Antwort darauf finden.
    >
    > Im Antiken Griechenland war die Oberschicht ja der Ansicht das Arbeit etwas
    > für Sklaven und Barbaren sei, die Aristokratie hat sich dann Kunst,
    > Philosophie, Sport oder auch Kriegsführung gewidmet. Wenn man mal den Krieg
    > da raus nimmt dann hätte man ja schonmal einige Tätigkeiten die auch in
    > einer Hochzivilisation enerkennungswürdig wären wenn man entsprechende
    > Leistungen erbringt die außergewöhnlich sind. Das könnte zwar dann auch
    > "harte Arbeit" bedeuten, wäre dann aber je nach Thema selbst gewählt also
    > freiheitlicher, je nach interessen und fähigkeiten eben.

    Zunächst einmal stimme ich dir zu, dass es darauf hinauslaufen wird.

    Ich denke nur, wir hätten vorher besser bestimmen sollen, was Arbeit eigentlich ist.

    Denn nach meinem Begriff ist Arbeit jede menschliche Tätigkeit, die Bedürfnisse erfüllt, was auch Kunst und Philosophie einschließt.
    Man könnte Arbeit aber auch enger fassen und auf ein festes Arbeitgeber-Arbeitnehmerverhältnis beschränken.

    Zumindest, was die Bedürfniserfüllung angeht, glaube ich, wird es wohl immer Arbeit geben.

  16. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: Anonymer Nutzer 14.04.15 - 07:49

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prinzeumel schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Wissenschaft betreiben wäre ja wieder Arbeit.
    > >
    > > Nein. Das wäre ein Beruf.
    >
    > Wortklauberei

    Nur für die die den unterschied zwischen arbeit und Beruf nicht kennen.

  17. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: Niantic 14.04.15 - 09:06

    InsaneNerd schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dieses Hotel ist ja nur ein erster kleiner Schritt hin zu dem wundervollen
    > Ziel die menschliche Arbeit zu überwinden, sie dauerhaft abzuschaffen und
    > die Menschheit so vom Joch der unfreien Arbeit zu erlösen. Ist erstmal das
    > Bedingungslose Grundeinkommen und die vollständige Automatisierung erreicht
    > dann bekommen wir viel Geld dafür das wir mit unserem Leben jederzeit tun
    > dürfen was auch immer wir gerade wollen. Endlich absolute Freiheit ohne
    > Unterordnung unter Firma, Chefs, Staatliche Sozialbürrokratie und so
    > weiter.
    >
    > In etwa so wie das früher bereits in den Star Trek Filmen dargestellt
    > wurde. Die Arbeit auf die grad niemand Lust hat (Essen Kochen z.B) macht
    > der Computer und die Menschen haben unendlich Zeit sich ins Abenteuer des
    > Lebens zu stürzen. Die Zeit der unfreien Kapitalistischen Lohnarbeit wäre
    > dann endgültig vorbei. Mensch wäre dann niemandem mehr zu Gehorsam
    > verpflichtet.
    >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > --------------------------------------------
    >
    > "Die “Arbeit” ist ihrem Wesen nach die unfreie, unmenschliche,
    > ungesellschaftliche, vom Privateigentum bedingte und das Privateigentum
    > schaffende Tätigkeit. Die Aufhebung des Privateigentums wird also erst zu
    > einer Wirklichkeit, wenn sie als Aufhebung der “Arbeit” gefaßt
    > wird."(Karl Marx, Über Friedrich Lists Buch “Das nationale System der
    > politischen Ökonomie”, 1845)
    >
    > "Während also die entlaufenen Leibeignen nur ihre vorhandenen
    > Existenzbedingungen frei entwickeln und zur Geltung bringen wollten und
    > daher in letzter Instanz nur bis zur freien Arbeit kamen, müssen die
    > *"Proletarier, um persönlich zur Geltung zu kommen, ihre eigene bisherige
    > Existenzbedingung, die zugleich die der ganzen bisherigen Gesellschaft ist,
    > die Arbeit, aufheben." Karl Marx, Friedrich Engels, Die deutsche Ideologie.
    > (Geschrieben 1845-1846.)
    >
    > "Im Grunde fühlt man jetzt [...], daß eine solche Arbeit die beste Polizei
    > ist, daß sie jeden im Zaume hält und die Entwicklung der Vernunft, der
    > Begehrlichkeit, des Unabhängigkeitsgelüstes kräftig zu hindern versteht.
    > Denn sie verbraucht außerordentlich viel Nervenkraft und entzieht dieselbe
    > dem Nachdenken, Grübeln, Träumen, Sorgen, Lieben, Hassen." (Friedrich
    > Nietzsche, Die Lobredner der Arbeit, 1881)
    >
    > "Der Traum des Aristoteles ist heute Wirklichkeit geworden. Unsere
    > Maschinen verrichten feurigen Atems, mit stählernen, unermüdlichen
    > Gliedern, mit wunderbarer, unerschöpflicher Zeugungskraft, gelehrig von
    > selbst ihre heilige Arbeit; und doch bleibt der Geist der großen
    > Philosophen des Kapitalismus beherrscht vom Vorurteil des Lohnsystems, der
    > schlimmsten Sklaverei. Sie begreifen noch nicht, daß die Maschine der
    > Erlöser der Menschheit ist, der Gott, der den Menschen von den sordidae
    > artes, den schmutzigen Künsten und der Lohnarbeit loskaufen, der Gott, der
    > ihnen Muße und Freiheit bringen wird"(Paul Lafargue, Das Recht auf
    > Faulheit, 1883)
    >
    > Welch Potential hätte wohl eine Gesellschaft in der die Arbeit abgeschafft
    > ist ? Wie viel mehr Menschen würden Wissenschaft betreiben oder hätten die
    > Zeit die Gesellschaft Kulturell voran zu bringen. Ich vermute die hätte
    > eine weitere Explosion des Fortschritts zur Folge.


    ach ja, der wunderbare sozialismus - die frage ist nur was machst du mit deinem wundervollen superdollen faulenzergrundeinkommen wenn keiner für dein geld arbeiten will? Weil Geld ist ja entlohnung für arbeitsleistung, und niemand will ja arbeiten weil alle wertloses geld als grundeinkommen bekommen... oops?

    Und wo du so schön von star trek faselst, ich fände eine dystropische militärdiktatur wäre auch mal längst wieder an der reihe(nur um mal Insurrection als beispiel zu ziehen, oder DS9, das eine absolut undemokratische militärdiktatur mit truppen auf den strassen und einem ausser kontrolle geratenen geheimdienst depiktiert). Oh Wait - ne danke, ich arbeite lieber weiter, habe mehr als faulenzer wie du und habe trotzdem spass an meinem leben...

  18. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: mnementh 14.04.15 - 11:24

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wissenschaft betreiben wäre ja wieder Arbeit.
    Ja, aber die generelle Idee ist es dann sowieso, dass Menschen etwas aus eigenem Antrieb tun, nicht weil sie Brötchen auf dem Frühstückstisch haben wollen.

  19. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: mnementh 14.04.15 - 11:28

    nf1n1ty schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe da aber nur ein Problem: die Ressourcen sind dann immer noch
    > knapp. Es kann zum Beispiel eben nicht jeder gleichzeitig mit dem Auto auf
    > die Autobahn, mit der Familie in die Alpen, etc.
    >
    > Wie wird das dann geklärt? Unter anderem daran ist auch schon der
    > Sozialismus gescheitert. Oder gibt es dann Wartelisten für alles und jeden?
    >
    > Grundsätzlich ja ein hehres Ziel, aber unser Raum und unsere Ressourcen
    > bleiben begrenzt.
    Wir können Geld weiterhin als Mittel benutzen die knappen Ressourcen zu verwalten. Jeder bekommt genug Grundeinkommen um Grundbedürfnisse zu stillen, vielleicht auch mehr, wie es die automatisierte Wirtschaft hergibt. Wer etwas Nützliches üebr Automatisierung hinaus verrichtet (verbesserte Automatisierung, Kunst, Wissenschaft) erwirtschaftet mehr Geld und kann damit mehr knappe Ressourcen nutzen.

  20. Re: Die Arbeit muss Abgeschafft werden - Für das Recht auf Faulheit

    Autor: Anonymer Nutzer 14.04.15 - 14:21

    Du hast leider den kern nicht verstanden.

    Wad machst du oder besser wad machen deine nachkommen irgendwann wenn so gut wie alles von maschinen erledigt wird?

    - fahrer bei bahn, Taxi u.s.w. fallen weg da sich die Fahrzeuge autonom bewegen
    - Verkäufer fallen weg da jeder online bestellt oder im Supermarkt an kassen bezahlt die kein mensch mehr bedient
    - lagerarbeiter fallen weg da die Logistik voll automatisiert wird
    - reinigunskräfte fallen weg da das reinigen von Robotern übernommen wird

    U.s.w.u.s.f.

    Je weiter sich die technik entwickelt um so mehr Arbeitsplätze für Menschen fallen weg.
    Und spätestens wenn es soweit ist das maschinen maschienen warten und reparieren können ist für die masse der menschen einfach keine arbeit da.

    Wir sind nunmal nicht alle wissenschaftler, Künstler oder Forscher und nicht jeder hat einen iq jeseits von 100. Und es werden ja auf dem Planeten auch net weniger menschen...zumindest nicht wenn nicht gerade mal wer auf die idee kommt das humanmaterial selbst zu verwerten.

    Die Gesellschaft wird also früher oder später an dem punkt stehen sich überlegen zu müssen wie die masse an menschen für die es einfach keine arbeit gibt ernährt werden kann.

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