1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Henn-na Hotel: In Japan eröffnet…
  6. Thema

Weltwirtschaft in 30 Jahren

Für Konsolen-Talk gibt es natürlich auch einen Raum ohne nerviges Gedöns oder Flamewar im Freiraum!
  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Bujin 13.04.15 - 21:37

    Wo soll denn das Geld hingehen? Wenn es keine Arbeit mehr gibt weil Roboter alles machen - also auch Produkte produzieren - dann bekommt jeder Mensch halt ein Grundeinkommen ohne ein Handschlag zu tun. Vom Prinzip her ginge das auch jetzt wenn auch jeder weiter zur Arbeit gehen würde. Geld ist nur eine Motivation, mehr nicht.

  2. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 21:39

    Es geht sogar in einem Wort: Beschäftigungstherapie.

  3. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 21:40

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Schwierigkeit die ich sehe, ist dass irgendwann ein Punkt erreicht
    > wird, an dem ein Job, der nicht von einem Roboter erledigt werden kann, so
    > komplex ist, dass >50% der Menschheit ihn kognitiv nicht ausführen können.
    > Da hilft dann auch kein Umschulen mehr.

    Sei dir da nicht so sicher. Man dachte auch mal, das 80% der Menschheit nicht kognitiv in der Lage wären Lesen zu lernen.

    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
    –George Santayana



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.15 21:44 durch DrWatson.

  4. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 21:41

    Bujin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wo soll denn das Geld hingehen? Wenn es keine Arbeit mehr gibt weil Roboter
    > alles machen - also auch Produkte produzieren - dann bekommt jeder Mensch
    > halt ein Grundeinkommen ohne ein Handschlag zu tun.

    Und wofür soll er das Geld ausgeben? Roboter nehmen ja kein Geld.

  5. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 21:46

    Geld als "Motivation" zu sehen ist eine interessante Sichtweise. Ich sehe mehr Leute da draußen rumlaufen, denen es so geht, dass sie ihre Arbeit ohne Geld nicht weiter machen würden, oder vielleicht nur noch maximal halb so viel arbeiten würden, aber dann ist da der Zwang des Geldes, was man zum Überleben braucht, als ich Leute sehe, denen es umgekehrt geht, dass sie ihre Arbeit auch gerne so weiter machen würden, wenn die Arbeit vom Geld entkoppelt wäre.

    Und Fakt ist halt auch, dass Menschen mit zu viel Zeit (und genug Geld) anfangen, die bestehenden Herrschaftsverhältnisse zu hinterfragen, und zu bemerken, was ihnen alles nicht passt. Da gab es ein schönes Zitat von Schäuble, zwar im Rahmen der Pegida-Demos, aber es ist ziemlich allgemeingültig. Er meinte, die Anti-Islam-Bewegung hätte auch entstehen können, weil es immer mehr Ältere ohne finanzielle Sorgen gebe - und das trifft eben auch auf mögliche Bewegungen zu, die nicht menschenverachtender Natur sind.

  6. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 21:48

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Mit dem Unterschied, dass die Leute sich vor dem "Ende der Kohle" und dem
    > "Ende des Öls" fürchteten. Ich behaupte, ein Großteil wird das "Ende der
    > Arbeit" herbeisehnen. Endlich das Leben leben, und nicht nur
    > funktionieren...

    Wenn man vom Ende der Arbeit liest, klingt das aber oft sehr düster, im Sinne von: Alle Menschen sind arbeitslos und können sich nichts leisten.

  7. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 22:00

    Ja, das wäre die Vision, mit der wir bestätigen würden, dass wir seit 200 Jahren technischen Fortschritt für Zivilisation gehalten haben, ohne zu merken, dass wir von der Zivilisiertheit noch auf der Stufe des (Spät-)Mittelalters, so um die Feudalherrenzeit herum, stehen.

    Ich meine die Version, wo wir uns wirklich zivilisieren und merken, was es für ein Unsinn war, für unser Überleben gegeneinander zu kämpfen.

  8. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Anonymer Nutzer 13.04.15 - 22:04

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > twothe schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn der letzte gering- und mittelqualifizierte Arbeitsplatz von einem
    > > Roboter besetzt ist, was machen wir dann mit den 70% Arbeitslosen?
    >
    > Darüber kann man dann immer noch nachdenken. In den letzten 200 Jahren sind
    > 99,5% der Arbeitsplätze verschwunden, gleichzeitig hat sich die Bevölkerung
    > verdreifacht. Solange es Menschen gibt, die arbeiten wollen, gibt es in
    > einem freien Markt auch Arbeitsplätze.

    Geeeeenau. Der mensch muss halt nur billiger als die Maschine sein, dann läuft das. Super.

  9. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 22:45

    Naja, Rechenleistung wird immer billiger. Und Mechanik ebenfalls. Passt also nicht mehr lange so. Außer, die Menschen würden für Nichts arbeiten, also nicht nur, wie bereits heute sehr oft, weniger verdienen, als sie zum Leben brauchen, sondern gar nichts verdienen. Oder nur einen symbolischen Betrag, wie bei den 1-Euro-Jobs. Dann würden sich aber viel mehr Leute fragen, warum sie das überhaupt machen.
    Und außerdem haben wir hier als nationale Gegebenheit noch das Verbot von Zwangsarbeit in unserer Verfassung stehen. Das heißt, spätestens das Verfassungsgericht würde dem einen Riegel vorschieben.

  10. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 22:56

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, Rechenleistung wird immer billiger. Und Mechanik ebenfalls. Passt
    > also nicht mehr lange so. Außer, die Menschen würden für Nichts arbeiten,
    > also nicht nur, wie bereits heute sehr oft, weniger verdienen, als sie zum
    > Leben brauchen, sondern gar nichts verdienen.

    Wenn Rechenleistung und Mechanik immer billliger werden, dann werden auch Roboter immer billiger und schließlich auch die Produkte, die die Roboter herstellen.
    D.h. dass sich die Menschen immer mehr leisten können und nicht immer weniger.

  11. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 23:01

    Prinzeumel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > twothe schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Wenn der letzte gering- und mittelqualifizierte Arbeitsplatz von einem
    > > > Roboter besetzt ist, was machen wir dann mit den 70% Arbeitslosen?
    > >
    > >
    > > Darüber kann man dann immer noch nachdenken. In den letzten 200 Jahren
    > sind
    > > 99,5% der Arbeitsplätze verschwunden, gleichzeitig hat sich die
    > Bevölkerung
    > > verdreifacht. Solange es Menschen gibt, die arbeiten wollen, gibt es in
    > > einem freien Markt auch Arbeitsplätze.
    >
    > Geeeeenau. Der mensch muss halt nur billiger als die Maschine sein, dann
    > läuft das. Super.


    Das ist sehr eindimensional gedacht. In Wirklichkeit stehen Kosten immer in relation zur Leistung und Leistung hat sowohl eine quantitative als auch eine qualitative Dimension. D.h. wenn ein Mensch zwar quantitativ teurer aber qualitativ zb kreativer ist als eine Maschine, ist er der Maschine überlegen.

    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
    –George Santayana



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 13.04.15 23:06 durch DrWatson.

  12. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 23:24

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn Rechenleistung und Mechanik immer billliger werden, dann werden auch
    > Roboter immer billiger und schließlich auch die Produkte, die die Roboter
    > herstellen.
    > D.h. dass sich die Menschen immer mehr leisten können und nicht immer
    > weniger.
    Aber nur solange die Menschen auf weiterhin Geld haben, und auch solange die restlichen Lebenshaltungskosten (z.B. Energie, Miete, etcpp) nicht hochgehen.

  13. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Zwangsangemeldet 13.04.15 - 23:29

    Aber wie viele % der Arbeiten, die gemacht werden, erfordern überhaupt irgend eine Form von Kreativität? Viele tun dies jedenfalls nicht. Und während ich z.B. nach einem Jahr als Callcenter-Sklave den Tag herbeigesehnt habe, wenn IBMs Watson solche Arbeiten übernimmt, und nicht mehr hunderte von Leuten in Großraumbüros an Telefonen verkümmern müssen, so bleibt halt das Problem, dass diese Leute trotzdem Geld brauchen zum Leben. Das heißt, noch bleibt das so. Es wird sich ändern, wenn alle Callcenter durch Watsons ersetzt wurden, und noch mehr ähnliche Entwicklungen durchgesetzt wurden, weil sie billiger sind, als die Menschen. Dann haben nämlich irgendwann um 40% keinen Arbeitsplatz mehr, und nach der heutigen Logik würde das dann bedeuten, dass sie gefälligst sterben zu gehen haben, aber da das nicht mit unserem Konzept von Zivilisiertheit übereinstimmt, wird sich hoffentlich am System der Lebensgewährung durch Ausbeutung von Arbeitskraft etwas ändern.

  14. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 23:31

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Wenn Rechenleistung und Mechanik immer billliger werden, dann werden
    > auch
    > > Roboter immer billiger und schließlich auch die Produkte, die die
    > Roboter
    > > herstellen.
    > > D.h. dass sich die Menschen immer mehr leisten können und nicht immer
    > > weniger.
    > Aber nur solange die Menschen auf weiterhin Geld haben, und auch solange
    > die restlichen Lebenshaltungskosten (z.B. Energie, Miete, etcpp) nicht
    > hochgehen.

    Energie und Wohnraum würde doch auch durch Roboter bereitgestellt werden oder nicht?

  15. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Icahc 13.04.15 - 23:37

    Grundeinkommen. Vielleicht durch eine Robotersteuer.
    Die Leute werden dann einfach dafür bezahlt zu konsumieren und nicht zur Arbeit zu gehen.

  16. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 23:44

    Zwangsangemeldet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Aber wie viele % der Arbeiten, die gemacht werden, erfordern überhaupt
    > irgend eine Form von Kreativität?

    Du stellst die Frage nach der jetzigen Situation. Das ist aber nicht relevant, sondern wie viele % der menschlichen Arbeiten in der Zukunft Kreativität erfordern.

    Da ist auch meiner Meinung nach der große Denkfehler, dass die Welt zu statisch gesehen wird. Die Realität ist aber unglaublich komplex und dynamisch.

    > Es wird sich ändern, wenn alle
    > Callcenter durch Watsons ersetzt wurden, und noch mehr ähnliche
    > Entwicklungen durchgesetzt wurden, weil sie billiger sind, als die
    > Menschen. Dann haben nämlich irgendwann um 40% keinen Arbeitsplatz mehr,

    Du gehst einfach davon aus, dass die Callcenter-Agents keine neuen Jobs finden würden. Woher kommt diese Annahme? Man muss sich hier noch einmal deutlich machen, was Arbeit bedeutet: Die Erfüllung von Bedürfnissen.

    D.h. wenn ein Bedürfnis durch tehnischen Fortschritt abgedeckt ist, werden sich die Menschen neuen Bedürfnissen zuwenden.

    > und nach der heutigen Logik würde das dann bedeuten, dass sie gefälligst
    > sterben zu gehen haben,

    Nach der heutigen Logik würden sie Arbeitslosengeld bekommen und das auch nur, WENN sie keinen Job bekommen.

  17. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: DrWatson 13.04.15 - 23:47

    Icahc schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Leute werden dann einfach dafür bezahlt zu konsumieren und nicht zur
    > Arbeit zu gehen.

    Was ja bereits der Fall ist.

  18. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: Sander Cohen 14.04.15 - 01:31

    twothe schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn der letzte gering- und mittelqualifizierte Arbeitsplatz von einem
    > Roboter besetzt ist, was machen wir dann mit den 70% Arbeitslosen?

    Hätte nichts dagegen, wenn man die reguläre Arbeitszeit auf 3-4 Stunden verkürzt. So haben alle wieder einen Job und müssen dennoch weniger arbeiten ;)

  19. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: blaub4r 14.04.15 - 01:50

    Gegenfrage wie sol jemand Geld verdienen wenn die Arbeit überall von Robotern gemacht wird ? Ernste Frage erkläre das mal bitte ..

  20. Re: Weltwirtschaft in 30 Jahren

    Autor: El Beaver 14.04.15 - 01:50

    Die Problem würde sich mit UBI (universal basic income) in Luft auflösen. Man bekommt genug um zu Leben, und diejenigen die mehr wollen können sich nach weitere Einnahmequellen umschauen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4. 4

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über duerenhoff GmbH, München, Stuttgart
  2. thinkproject Deutschland GmbH, München
  3. KfW Bankengruppe, Frankfurt
  4. WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz)

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. (u. a. Abzu, The Witness, Subnautica)
  3. 34,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme