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"Denken geht nicht ohne Sprache."

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  1. "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: Neuro-Chef 03.01.19 - 18:24

    Ist das so?

    -> Heul' doch! ¯\_(ツ)_/¯

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  2. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: Libertin 03.01.19 - 18:45

    Da hat vermutlich jemand die Wörter verwechselt.

    Aber der Gedanke ist trotzdem interessant.
    Wenn wir bewusst denken, dann machen wir das in Sätzen.
    Mittlerweile können wir mit unserem Wortschatz alles erklären oder umschreiben. Zumindest denken wir, dass es so ist.
    Wenn wir allerdings einen extrem eingeschränkten Wortschatz hätten (ich denke da an die Anfänge der Menschheit bzw Menschen die abgeschottet von uns leben) sind wir dann überhaupt dazu in der Lage diese Gedanken zu haben?

  3. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: spitfire_ch 03.01.19 - 20:21

    Hm, oft weiss ich schon, was ich denken will, bevor ich den Gedanken "ausformuliert" hab. Daher vermute ich, dass Denken an sich durchaus ohne Sprache funktionieren würde. Nur sind wir derart an Sprache gewöhnt, dass wir auch für uns selbst alles in Sprache ausdrücken. Natürlich ist dies alles nur Spekulation - aber beobachtet Euch mal selbst beim Denken. Steht der Entschluss oder was auch immer nicht schon fest, bevor Ihr den Gedanken innerlich in Sprache übersetzt habt?

  4. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: Steggesepp 03.01.19 - 20:45

    Mal ganz zu schweigen von Denken in Bildern. Wir visualisieren auch und erdenken und so eine mögliche Handlungsabsicht. Aber steht dort der Gedanke dahinter nicht auch schon vorher fest und die Visualisierung ist das Anteilhabe unseres Bewusstseins am schon fertigen Gedanke?

  5. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: honna1612 04.01.19 - 01:00

    Können menschen die taub sind nicht denken? Theorie widerlegt.

  6. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: leo___ 04.01.19 - 03:31

    Sprache sollte hier erstmal vernünftig definiert werden, da die Definition großartige Auswirkungen auf alles weitere hat.
    Definieren wir Sprache als Worte, die vom Kehlkopf erzeugt werden und vom Ohr aufgenommen werden, so bitte. Finde ich aber ziemlich schwach.
    Im Bezug auf Taube Menschen gibt es wissenschaftliche Fakten, dass die Hirnareale, die bei normalhörenden Menschen verwendet werden, für die Gebärdensprache adaptiert werden und somit all die sprachlichen Feinheiten genauso koexistieren wie in einer normalen Sprache auch.
    Es gib zig Menschen, die sich mit diesem Thema bereits befasst haben und zwei Positionen, die traditionell ihren Bestand haben - der sogenannte Lingualismus und die Sprache des Geistes. Letzteres beinhaltet wissenschaftlich nicht haltbare Hypothesen wie jene, die besagte, dass die gesprochene Sprache bestimmte Gedankengänge induzieren würde. Ich stimme daher absolut zu, dass eine solch einfache Behauptung zu diesem Thema, welches keinen Konsens gefunden hat in einem solchen Artikel tatsächlich fehl am Platz ist.

  7. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: NoOriginal 04.01.19 - 10:09

    honna1612 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Können menschen die taub sind nicht denken? Theorie widerlegt.

    Das ist ja nun extrem kurz gedacht. Können gehörlose Menschen lesen und schreiben? Dann können Sie auch Sprache. Abgesehen davon können sie - in vielen Fällen - gebärden. Und Gebärdensprache (sic!) gibt es sogar mit Dialekten etc. Aber jedes weitere Argumentieren würde dem honna 1612-Beitrag zu viel Bedeutung geben.
    Interessanter war da ein Beitrag von spitfire-ch (oder so ähnlich): Gedanken sind schon da, bevor sich eine sprachliche Ausformung gefunden haben. Der Kommentator hatte das bei sich beobachtet und ich kann das von mir bestätigen. Geht mir immer wieder so. Beispiel: auf der Suche nach einer Lösung für ein komplexes Problem gibt es einen manchmal sogar länger andauernden Moment, wo man die Lösung schon hat, aber erst noch nach Worten suchen muss, um sie zu beschreiben. Ich würde außerdem die Vermutung unterstützen, dass Sprache "nur" eines von mehreren Mitteln ist, um Gedanken auszuformulieren. In einer stärker visualisierenden Welt könnten Gedanken vielleicht auch primär durch Bilder ausgedrückt werden. Oder in einer Welt der Bildhauer durch Skulpturen.
    Wie die Beispiele der alternativen Möglichkeiten zeigen: Sprache ist eine relativ einfache und an den menschlichen Körper angepasst Möglichkeit, Gedanken auszudrücken.
    Und wenn man mal den Anthropozentrismus zu Seite schiebt: können nicht auch Tiere denken? In dem Sinn, dass sie Problemlösungsstrategien entwickeln. Benötigen sie dazu eine Sprache? Vielleicht haben sie ja eine?

  8. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: Neuro-Chef 04.01.19 - 13:54

    NoOriginal schrieb:
    > Ich würde außerdem die Vermutung
    > unterstützen, dass Sprache "nur" eines von mehreren Mitteln ist, um
    > Gedanken auszuformulieren. In einer stärker visualisierenden Welt könnten
    > Gedanken vielleicht auch primär durch Bilder ausgedrückt werden.[..]
    > Und wenn man mal den Anthropozentrismus zu Seite schiebt: können nicht auch
    > Tiere denken? In dem Sinn, dass sie Problemlösungsstrategien entwickeln.
    > Benötigen sie dazu eine Sprache? Vielleicht haben sie ja eine?
    In dem Zusammenhang fällt mir die Kommunikation der Delfine ein, bei der sie u.a. per "Sonar-Abtastung" empfangene Bilder von Objekten reproduzieren:
    https://www.welt.de/wissenschaft/article106128481/Delfin-Sprache-ist-fuer-Menschen-eine-harte-Nuss.html

    Letztlich war meine Frage im Ausgangspost aber eher rhetorisch gemeint, schon allein da man ja praktisch ein gewisses Denkvermögen benötigt, um eine Sprache überhaupt zu erlernen ;)

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  9. Re: "Denken geht nicht ohne Sprache."

    Autor: Tom01 05.01.19 - 18:03

    Manche Leute denken mehr in Worten, andere mehr in Bildern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.01.19 18:03 durch Tom01.

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