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großartiges Projekt

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  1. großartiges Projekt

    Autor: mxcd 24.10.18 - 10:45

    Im Gegensatz zum JWST, wo man das noch nicht sagen kann, ist bei Hubble doch bereits sicher, dass sich der Einsatz und jede Reparatur gelohnt hat.

    Hubble hat unseren Blick auf das Universum entscheidend geändert. Viele neue erkenntnisse geliefert und nicht zuletzt die Weltraumforschung auch für viele menschen sinnlich erfahrbar gemacht durch seine phantastischen Fotoaufnahmen.

    Das Ding hat seine ursprünglich geplante Einsatzdauer ja schon deutlich überschritten.
    Wir können froh sein, dass es noch Bilder liefert von seinem Auskuck in der Einsamkeit des Weltalls.

  2. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 24.10.18 - 11:33

    Jede Reparatur kostete, allein wegen des Shuttle Flugs, 1,5 Milliarden US-Dollar. Entwicklung der neu verbauten Instrumente und Astronautentraining für die Montage noch nicht inbegriffen.

    jede dieser Missionen hat mehr gekostet, als Bau und Start eines neuen Teleskops der gleichen Größenordung ...

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  3. Re: großartiges Projekt

    Autor: Anonymer Nutzer 24.10.18 - 12:45

    Es wurden aber auch Technikupgrades durchgeführt, desweiteren steigen jährlich die Entwicklungs- und Startkosten, sodass der Preis eines Hubble 2 so oder so teurer als der von Hubble 1 gewesen wäre. So einfach ist die Rechnung am Ende also nicht. Und die Zeit die der Bau gekostet hätte steckt da auch noch nicht drin.

  4. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 24.10.18 - 13:08

    Wäre das Konzept des Space Shuttles tatsächlich so gewesen, wie es geplant war - nämlich billig - wäre das korrekt.

    Aber Bau und Entwicklung des 2,4m Hubble Teleskop kosteten 1,5 Milliarden Dollar - genauso viel wie die 1,5 Milliarden Dollar reiner Flugkosten des Shuttle. Jede Wartungsmission hätte auch den Start eines völlig neuen Teleskops, inklusive Rakete, erlaubt. Und so geht die Rechnung nicht auf.

    Die Startkosten sind durch den Verzicht auf das Shuttle dramatisch gesunken. Selbst die teuersten Raketen wie Titan IV oder Delta IV Heavy kosten nur knapp eine halbe Milliarde pro Start. Tatsächlich könnte Hubble auch von einer Falcon 9 gestartet werden. Für ungefähr 4% von dessen Kosten.

    Auch die Entwicklung von Satelliten und Raumsonden ist mit mehr Erfahrung und besserer Technik immer billiger geworden. Die gleiche Leistung bekommt man für immer weniger Geld. Das 3,5m Herschel Weltraumteleskop, mit flüssigem Helium gekühlt, kostete 1,1 Milliarden Euro. Inklusive Start.

    Dass man beim JWST unbedingt die Entwicklung eines überambitionierten Teleskops mit völlig unerprobter Technik an eine Firma vergeben musste, die nichtmal die Grundlagen einer vernünftigen Betriebswirtschaft beherrscht, ist eine andere Geschichte. (Was hinlänglich in den diversen Berichten der Untersuchungskomissionen belegt ist.)

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  5. Re: großartiges Projekt

    Autor: captaincoke 24.10.18 - 13:08

    Naja, offentsichtlich ist es nicht günstiger ein neues Teleskop zu entwickeln und zu bauen. Das James Webb Teleskop sollte ursprünglich 2014 starten und etwa 3,5 Mrd. USD kosten. Im Moment ist der Starttermin auf März 2021 verschoben und die Entwicklungs- und Baukosten werden schlussendlich auf 9,66 Mrd. USD geschätzt. Hubble hat bis heute (inklusive aller Servicemissionen/Wartungsarbeiten) etwa 6,4 Mrd USD Dollar gekostet.

  6. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 24.10.18 - 13:12

    captaincoke schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Naja, offentsichtlich ist es nicht günstiger ein neues Teleskop zu
    > entwickeln und zu bauen. Das James Webb Teleskop sollte ursprünglich 2014
    > starten und etwa 3,5 Mrd. USD kosten. Im Moment ist der Starttermin auf
    > März 2021 verschoben und die Entwicklungs- und Baukosten werden
    > schlussendlich auf 9,66 Mrd. USD geschätzt. Hubble hat bis heute (inklusive
    > aller Servicemissionen/Wartungsarbeiten) etwa 6,4 Mrd USD Dollar gekostet.

    Es sollte ursprünglich 500 Millionen kosten und 2007 starten. https://www.golem.de/news/nasa-ueberambitioniert-ueberteuert-und-in-dieser-form-ueberfluessig-1807-135209.html

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  7. Re: großartiges Projekt

    Autor: captaincoke 24.10.18 - 13:19

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > captaincoke schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Naja, offentsichtlich ist es nicht günstiger ein neues Teleskop zu
    > > entwickeln und zu bauen. Das James Webb Teleskop sollte ursprünglich
    > 2014
    > > starten und etwa 3,5 Mrd. USD kosten. Im Moment ist der Starttermin auf
    > > März 2021 verschoben und die Entwicklungs- und Baukosten werden
    > > schlussendlich auf 9,66 Mrd. USD geschätzt. Hubble hat bis heute
    > (inklusive
    > > aller Servicemissionen/Wartungsarbeiten) etwa 6,4 Mrd USD Dollar
    > gekostet.
    >
    > Es sollte ursprünglich 500 Millionen kosten und 2007 starten. www.golem.de

    Stimmt, hab da nen Absatz überlesen...

  8. Re: großartiges Projekt

    Autor: twothe 24.10.18 - 18:00

    Ein neues Teleskop bauen und dieses betreiben sind zwei unterschiedliche Dinge. Natürlich kann man für einen Geldbetrag X ein neues Teleskop da hoch schießen, aber wenn das dann nicht besser oder gleichwertige Daten zu Hubble liefert, dann wird man unangenehme Fragen stellen. Da ist die Weltraumforschung - vielleicht zurecht - sehr konservativ, und benutzt lieber was funktioniert als Risiken einzugehen.

  9. Re: großartiges Projekt

    Autor: rumme 25.10.18 - 00:30

    Ein neues Teleskop wie Hubble wird es eh nicht (so schnell) noch einmal geben. Erdgebundene sind Dank adaptiver Optik inzwischen mindestens genauso leistungsfähig, wenn es um sichtbares Licht geht. Und die Spiegel werden immer größer, eines mit 30 Meter im Durchmesser ist gerade im Bau. Kosten: weniger als 1 Mrd Euro.
    Hier mal ein Beispiel, was heute schon geht:
    https://www.eso.org/public/germany/images/eso1824c/

    BTW. der Hubble-Nachfolger JWST ist da eigentlich kein echter Nachfolger, weil es im Infrarot-Bereich arbeitet. Also einem Bereich, den die Erdatmosphäre weg filtert. Dafür sind Weltraum-Teleskope im Vorteil.

  10. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 25.10.18 - 11:52

    Ähm. Nein. Ein 2m Teleskop ist in China bereits in Entwicklung. https://www.golem.de/news/weltraumteleskop-2-5-gigapixel-fuer-ein-bild-des-universums-1808-136156.html

    Und adaptive Optik ist auch nur eine sehr begrenzte Form der Magie. Ja, sie können atmosphärische Störungen für einen kleinen Fleck am Himmel ausgleichen, mit etwa 8 Bogensekunden Durchmesser. Das reicht um von etwas kleinem wie Neptun ein besseres Bild als Hubble zu machen - aber schon der Mars wäre zu groß und alles was auch nur näherungsweise nennenswerte Abdeckung des Himmels in guter Auflösung erfordert kann sowas nicht leisten. Und von UV-Licht oder großen Teilen des Infraroten brauchen wir gar nicht erst zu reden. Genaue Photometrie (Helligkeitsmessung) vereitelt das Zappeln der Atmosphäre auch mit adaptiver Optik ab einem bestimmten Punkt.

    Erdgebundene Teleskope können viele Dinge einfach überhaupt nicht oder nur sehr eingeschränkt - egal wieviel adaptive Optik und ähnliches drauf geschmissen wird. Die Atmosphäre stört halt bei allem, außer beim Fliegen oder Atmen (Luxus!). Hubble ist nicht umsonst immernoch mit Beobachtungsanfragen mehr als überbucht.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  11. Re: großartiges Projekt

    Autor: Anonymer Nutzer 25.10.18 - 16:10

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wäre das Konzept des Space Shuttles tatsächlich so gewesen, wie es geplant
    > war - nämlich billig - wäre das korrekt.
    >
    > Aber Bau und Entwicklung des 2,4m Hubble Teleskop kosteten 1,5 Milliarden
    > Dollar - genauso viel wie die 1,5 Milliarden Dollar reiner Flugkosten des
    > Shuttle. Jede Wartungsmission hätte auch den Start eines völlig neuen
    > Teleskops, inklusive Rakete, erlaubt. Und so geht die Rechnung nicht auf.

    Ich mag mich täuschen, aber war nicht selbst für die Inbetriebnahme von Hubble eine Shuttlemission nötig? Dann wärst du nämlich bei initial 3 Mrd...

  12. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 25.10.18 - 19:36

    Bau und Entwicklung. Der Start ist extra.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

  13. Re: großartiges Projekt

    Autor: Anonymer Nutzer 26.10.18 - 12:21

    Frank Wunderlich-Pfeiffer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bau und Entwicklung. Der Start ist extra.

    Ja wie gesagt, dann bist du bei Neubau bei 3 Mrd $, bei Wartungsmissionen bei 1.5 Mrd $. Lohnt(e) sich doch?

    Zumal alle Space Shuttle Missionen unwirtschaftlich waren und das ja am Ende den Ausschlag für das Ende der Missionen war. Nach dem kalten Krieg konnte man solche Prestigeprojekte halt nicht mehr rechtfertigen.

  14. Re: großartiges Projekt

    Autor: Frank Wunderlich-Pfeiffer 26.10.18 - 14:06

    Die Baukosten sind nur ein Bruchteil der Gesamtkosten. Der größte Teil geht immer für die Entwicklung, die Prototypen etc. drauf. Das gleiche nochmal zu tun, auch wenn man Verbesserungen einbaut, ist weniger aufwändig.

    Frank Wunderlich-Pfeiffer (Twitter: @FrankWunderli13) - als freier Journalist bei Golem.de unterwegs - Countdown Podcast zur Raumfahrt @countdown_pod oder https://countdown.podigee.io/

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