1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Hybridantrieb: BMW setzt beim i5…

Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: SirLeet 15.04.15 - 19:20

    Anstatt das Auto an die Ladestation zu hängen könnte man ein System aufbauen, wo man Den Akku an der Tankstelle tauscht und einen Neuen kriegt. Natürlich voll automatisert.

    Sozusagen ist der Akku dann nur gemietet und so ähnlich wie bei einer Prepaid Karte kann man Guthaben aufladen und verschiedene Optionen buchen Kapazität etc.

    Die Akkus werden dann in der Station geladen,gewartet, geprüft und bei den nächsten Kunden eingesetzt.

    Die Hersteller einigen sich auf Normen für verschiedene Fahrzeug Typen. Zum beispiel Kleinwagen Akku Typ 1,2,3.

    Der Akku ist vom Unterboden aus zugänglich und wird an der Station automatisiert getauscht.

    Was haltet ihr davon?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 15.04.15 19:21 durch SirLeet.

  2. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: Scizzo 15.04.15 - 19:43

    Interessanter Ansatz.
    Von Herstellerübergreifenden Normen sind wir aber noch weit entfernt denke ich.
    In der Verfügbarkeit der Tauschstationen sehe ich auch ein Problem. Es würde sicherlich sehr lange dauern bis dies flächendeckend durchgesetzt ist. Eine Ladesteckdose bereitzustellen ist außerdem vergleichsweise sehr viel günstiger.

  3. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: wasabi 15.04.15 - 20:11

    >Was haltet ihr davon?
    Naja, es ist ja nicht so, dass da bisher noch keine drauf gekommen ist :-) Schon vor einigen Jahren hat das Unternehmen better Place versucht, das im großen Stil umzusetzen. Mittlerweile sind sie insolvent.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Better_Place

    Tesla hat übrigens auch schon vor einiger Zeit eine Batteriewechselstation gezeigt:
    https://www.youtube.com/watch?v=H5V0vL3nnHY

    Das ganze ist aber in der Praxis wohl nicht so einfach umzusetzen. Zum einen müssten die Ladestationenn entsprechend volle Batterien vorrätig haben. Das ist schon aufwändiger als einfach nur einen riesigen Tank für flüssigen Sprit zu haben, denn man auffüllen kann.

    Zu den Standardisierten Akkus: Da werden nun manche wieder sagen, dass die Hersteller das aus Prinzip nicht mitmachen. Aber ich kann das durchaus verstehen, dass das nicht so einfach ist. Die Akkus sind immer noch so groß, dass man sie bei der ganzen Konstruktion und beim Aufbau des Autos berücksichtigen muss. Das würde also schon einschränkend sein. Und wenn man möglichst flexibel unterschiedliche Typen anbieten wilkl (also für unterschiedliche Fahrzeugklassen), wird das Problem "Akkus vorrätig halten" an so einer Wechselstation noch problematischer.

  4. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: stiGGG 15.04.15 - 21:52

    Das mit Abstand größte potential für Innovationen in diesem Bereich liegt doch in der Batterietechnik und wie diese verbaut wird. Wenn du das jetzt standardisieren willst legst du doch den Fortschritt komplett lahm. In 20-30 Jahren vielleicht ein Thema, wenn man es schaffen sollte genug Energie in einer Batterie unterzubringen, welche die Größe einer heutigen Starterbatterie hat.

  5. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: airlinerhwi 16.04.15 - 08:11

    SirLeet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anstatt das Auto an die Ladestation zu hängen könnte man ein System
    > aufbauen, wo man Den Akku an der Tankstelle tauscht und einen Neuen kriegt.
    > Natürlich voll automatisert.
    >
    > Sozusagen ist der Akku dann nur gemietet und so ähnlich wie bei einer
    > Prepaid Karte kann man Guthaben aufladen und verschiedene Optionen buchen
    > Kapazität etc.
    >
    > Die Akkus werden dann in der Station geladen,gewartet, geprüft und bei den
    > nächsten Kunden eingesetzt.
    >
    > Die Hersteller einigen sich auf Normen für verschiedene Fahrzeug Typen. Zum
    > beispiel Kleinwagen Akku Typ 1,2,3.
    >
    > Der Akku ist vom Unterboden aus zugänglich und wird an der Station
    > automatisiert getauscht.
    >
    > Was haltet ihr davon?

    Das hatte schonmal jemand aus Israel (Better Plase hieß die Firma glaube ich) probiert und ist leider sang- und klanglos damit untergegangen.
    Das größte Problem werden die einheitlichen Normen sein. Selbst wenn man sie auf 10 begrenzen könnte, würde das enormen logistischen Aufwand bedeuten.

  6. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: ChMu 16.04.15 - 18:17

    SirLeet schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Akku ist vom Unterboden aus zugänglich und wird an der Station
    > automatisiert getauscht.
    >
    > Was haltet ihr davon?

    Nichts.

    Bitte nicht falsch verstehen, diese Idee wurde bereits versucht, es wurde sehr viel Geld verbrannt und nichts kam raus. Aus mehreren Gruenden. Erst mal, es wird nie eine einheitliche Batterie Norm geben. Renault (Unterstuetzer von better place) haben es ja nicht mal hinbekommen, innerhalb des eigenen Konzern die gleichen Batterien zu nutzen. Die Wagen Typen waren nicht kompatibel.
    Zweites Problem ist die Batterie Technik. Jeder meint, das Ei des Kolumbus zu haben. Nichts ist kompatibel. Nicht mal auf einheitliche Stecker Systeme kann man sich einigen.
    Drittes Problem ist der Kunde. Ich wuerde nie meinen guten Akku gegen einen vieleicht schlechten tauschen wollen. Und das Prinzip Renault, also Akku mieten, geht ja grandios baden. Ich wuerde sofort einen Renault eWagen kaufen, ich wuerde 3 Zwizy morgen abholen, wenn ich die Batterie dazu bekommen wuerde. Einen, gegenueber dem Verbrenner, erheblich hoeheren Preis zu zahlen, OHNE Batterie (wobei doch immer gesagt wird, die Batterie ist das teure) und dann ein paar tausend als Miete oben drauf mit unmenschlichen km Preisen sollte ich die mickrigen Vorlagen ueberschreiten, wobei ich den Strom dann auch noch zahlen soll, ist aber nicht drin.

    Wie gesagt, gute Idee, aber mit realen Marktbeschaffenheiten nicht umsetzbar.

  7. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: Replay 16.04.15 - 18:43

    Umsetzbar wäre das schon, aber gewollt ist das nicht. Warum nicht? Weil das der Durchbruch der E-Autos wäre. Und der ist erst mal nicht gewollt, warum dürfte klar sein.

    Die Batterien müßten halt bei jedem Ladevorgang einer Diagnose unterzogen werden (relativ leicht zu realisieren), um keinen schlappen Energieriegel zu erwischen. Eine standardisierte Batterie wäre keine große Aktion. Kleine Autos haben eine, mittlere Autos zwei und große Autos eben drei dieser Standard-Energieriegel. An der Tanke blecht man für den Austausch einen Obolus, welcher das Laden und den Anteil des Batterieverschleißes enthält, fertig.

    Ich würde die Batterie, wenn es Li-Ion ist, niemals kaufen, sondern nur mieten. Dann habe ich kein Risiko, wenn die Batterie hops geht. Und das wird sie relativ schnell.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  8. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: ChMu 16.04.15 - 21:16

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Umsetzbar wäre das schon, aber gewollt ist das nicht. Warum nicht? Weil das
    > der Durchbruch der E-Autos wäre. Und der ist erst mal nicht gewollt, warum
    > dürfte klar sein.

    Waere keinesfalls der Durchbruch. Warum noch electrisch fahren, wenn ich weiter zur Tanke muss, weiter zahlen muss (und garantiert nicht die Kosten, sondern weit darueber) und mein Auto ohne Batteriemiete (zusaetzlich zu den Stromkosten) unbrauchbar ist?
    >
    > Die Batterien müßten halt bei jedem Ladevorgang einer Diagnose unterzogen
    > werden (relativ leicht zu realisieren), um keinen schlappen Energieriegel
    > zu erwischen. Eine standardisierte Batterie wäre keine große Aktion. Kleine
    > Autos haben eine, mittlere Autos zwei und große Autos eben drei dieser
    > Standard-Energieriegel. An der Tanke blecht man für den Austausch einen
    > Obolus, welcher das Laden und den Anteil des Batterieverschleißes enthält,
    > fertig.

    Das hoert sich in der Theorie auch super an. Es wuerde auch Sinn machen. Es waere logisch. Also wird es nichts. Genau daran sind electrische Autos vor 130-100 Jahren gescheitert, man konnte sich nicht auf einen Standard einigen.
    >
    > Ich würde die Batterie, wenn es Li-Ion ist, niemals kaufen, sondern nur
    > mieten. Dann habe ich kein Risiko, wenn die Batterie hops geht. Und das
    > wird sie relativ schnell.

    Was ist relativ schnell? Meine eigenen Batterien sind ueber 11 Jahre alt und absolut neuwertig nach ueber 110000km. Zugegeben, nicht LiIo.
    Bei unserem Tesla ist die Batterie fuer 8Jahre garantiert und ich bezweifle, das sie zwei Wochen spaeter zerbroeselt. Kein Benziner gibt mir diese Garantie auf Motor und Antriebsstrang (bei Tesla einschl. Batterie) . Eine neue Batterie kostet heute gut 10000Euro, fuer Einbau in 9 Jahren, also eine Versicherung, das ist weniger als ein Austauschmotor beim Verbrenner kosten wuerde wo noch andere Probleme (Automatic Getriebe zB) dazu kommen was nach einer viertel Mio km nirgends mehr taufrisch ist.

  9. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: Replay 16.04.15 - 21:41

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Replay schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Umsetzbar wäre das schon, aber gewollt ist das nicht. Warum nicht? Weil
    > das
    > > der Durchbruch der E-Autos wäre. Und der ist erst mal nicht gewollt,
    > warum
    > > dürfte klar sein.
    >
    > Waere keinesfalls der Durchbruch. Warum noch electrisch fahren, wenn ich
    > weiter zur Tanke muss, weiter zahlen muss (und garantiert nicht die Kosten,
    > sondern weit darueber) und mein Auto ohne Batteriemiete (zusaetzlich zu den
    > Stromkosten) unbrauchbar ist?

    Doch, wäre es. Weil es nicht knattert und stinkt, weil es komfortabler ist. Das Wechseln der Batterien ist nur optional, das Auto kann auch normal geladen werden.

    > > Ich würde die Batterie, wenn es Li-Ion ist, niemals kaufen, sondern nur
    > > mieten. Dann habe ich kein Risiko, wenn die Batterie hops geht. Und das
    > > wird sie relativ schnell.
    >
    > Was ist relativ schnell? Meine eigenen Batterien sind ueber 11 Jahre alt
    > und absolut neuwertig nach ueber 110000km. Zugegeben, nicht LiIo.

    Na also. Kein Li-Ion, damit wäre das nicht möglich. Es ist Ni-MH, oder? Sehr gute Bleibatterien stecken das auch weg. Welche Batteriechemie fährst Du?

    > Bei unserem Tesla ist die Batterie fuer 8Jahre garantiert und ich
    > bezweifle, das sie zwei Wochen spaeter zerbroeselt. Kein Benziner gibt mir
    > diese Garantie auf Motor und Antriebsstrang (bei Tesla einschl. Batterie) .
    > Eine neue Batterie kostet heute gut 10000Euro, fuer Einbau in 9 Jahren,
    > also eine Versicherung, das ist weniger als ein Austauschmotor beim
    > Verbrenner kosten wuerde wo noch andere Probleme (Automatic Getriebe zB)
    > dazu kommen was nach einer viertel Mio km nirgends mehr taufrisch ist.

    Bei meinem Prius II gab es sogar 8 Jahre oder 160.000 km Garantie aufs Hybridsystem. Die Hybridbatterien dieser Karre halten auch 1.000.000 und mehr km, ein Prius II ist bereits bei 1,3 Mio. km (Taxi). Mit der originalen Batterie und auch ansonsten ohne außerplanmäßigen Werkstattaufenthalten. Mit Li-Ion unmöglich.

    Das E-Auto scheiterte schon damals an der geringen Reichweite und dem langen Ladevorgang. Man begann schon damals, zwischen Städten und allgemein längere Strecken zu fahren.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  10. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: ChMu 16.04.15 - 23:13

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Replay schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Umsetzbar wäre das schon, aber gewollt ist das nicht. Warum nicht?
    > Weil
    > > das
    > > > der Durchbruch der E-Autos wäre. Und der ist erst mal nicht gewollt,
    > > warum
    > > > dürfte klar sein.
    > >
    > > Waere keinesfalls der Durchbruch. Warum noch electrisch fahren, wenn ich
    > > weiter zur Tanke muss, weiter zahlen muss (und garantiert nicht die
    > Kosten,
    > > sondern weit darueber) und mein Auto ohne Batteriemiete (zusaetzlich zu
    > den
    > > Stromkosten) unbrauchbar ist?
    >
    > Doch, wäre es. Weil es nicht knattert und stinkt, weil es komfortabler ist.
    > Das Wechseln der Batterien ist nur optional, das Auto kann auch normal
    > geladen werden.

    Wie? Wie soll das gehen? Wenn ich es selber laden kann, wozu dann die Batterie mieten? Doppelt gemoppelt? Wenn ich es selber laden kann, wie ich es mit meinem Wagen tue, wozu sollte ich dann zu einer Wechsel Station fahren? Wozu ueberhaupt eine Wechsel Station? Und mal ganz ehrlich, wagen in der 80000 Euro klasse des Teslas knattern und stinken nicht als Verbrenner. Sie sind sehr viel teurer im Unterhalt, klar, aber wenn ich eine monatliche Batteriemiete zahlen muss (bei den kleinen Renaults ja schon ueber 100Euro/M, relativiert sich das auch.
    >
    > > > Ich würde die Batterie, wenn es Li-Ion ist, niemals kaufen, sondern
    > nur
    > > > mieten. Dann habe ich kein Risiko, wenn die Batterie hops geht. Und
    > das
    > > > wird sie relativ schnell.
    > >
    > > Was ist relativ schnell? Meine eigenen Batterien sind ueber 11 Jahre alt
    > > und absolut neuwertig nach ueber 110000km. Zugegeben, nicht LiIo.
    >
    > Na also. Kein Li-Ion, damit wäre das nicht möglich. Es ist Ni-MH, oder?
    > Sehr gute Bleibatterien stecken das auch weg. Welche Batteriechemie fährst
    > Du?

    NiMh privat und LiIo im Tesla.
    >
    > > Bei unserem Tesla ist die Batterie fuer 8Jahre garantiert und ich
    > > bezweifle, das sie zwei Wochen spaeter zerbroeselt. Kein Benziner gibt
    > mir
    > > diese Garantie auf Motor und Antriebsstrang (bei Tesla einschl. Batterie)
    > .
    > > Eine neue Batterie kostet heute gut 10000Euro, fuer Einbau in 9 Jahren,
    > > also eine Versicherung, das ist weniger als ein Austauschmotor beim
    > > Verbrenner kosten wuerde wo noch andere Probleme (Automatic Getriebe zB)
    > > dazu kommen was nach einer viertel Mio km nirgends mehr taufrisch ist.
    >
    > Bei meinem Prius II gab es sogar 8 Jahre oder 160.000 km Garantie aufs
    > Hybridsystem. Die Hybridbatterien dieser Karre halten auch 1.000.000 und
    > mehr km, ein Prius II ist bereits bei 1,3 Mio. km (Taxi). Mit der
    > originalen Batterie und auch ansonsten ohne außerplanmäßigen
    > Werkstattaufenthalten. Mit Li-Ion unmöglich.

    Wenn das unmoeglich ist, wie kann Tesla dann 8 Jahre unbegrenzte km Garantie auf die Batterie und den Antriebsstrang geben? Die Prius Batterie wird ja nicht annaehernd so belastst wie beim Tesla, sie wirkt ja nur unterstuetzend wenn man mal von den 2800m reinem eBetrieb absieht. Unser Tesla ist nun 6 Monate alt, hat 24000km absolviert und laeuft wie am ersten Tag. Er zeigt morgends seine 472km Reichweite an, wie seit dem ersten Tag und ist taeglich im Einsatz 7/365

  11. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: Replay 17.04.15 - 08:12

    ChMu schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Doch, wäre es. Weil es nicht knattert und stinkt, weil es komfortabler
    > ist.
    > > Das Wechseln der Batterien ist nur optional, das Auto kann auch normal
    > > geladen werden.
    >
    > Wie? Wie soll das gehen? Wenn ich es selber laden kann, wozu dann die
    > Batterie mieten? Doppelt gemoppelt? Wenn ich es selber laden kann, wie ich
    > es mit meinem Wagen tue, wozu sollte ich dann zu einer Wechsel Station
    > fahren? Wozu ueberhaupt eine Wechsel Station? Und mal ganz ehrlich, wagen
    > in der 80000 Euro klasse des Teslas knattern und stinken nicht als
    > Verbrenner. Sie sind sehr viel teurer im Unterhalt, klar, aber wenn ich
    > eine monatliche Batteriemiete zahlen muss (bei den kleinen Renaults ja
    > schon ueber 100Euro/M, relativiert sich das auch.

    Die Batterie mietet man, um das Risiko eines Ausfalls auf den Hersteller abzuwälzen und das Auto somit ein saftiges Stück billiger zu haben ist. Es schafft außerdem Vertrauen.

    Das Wechseln ist auf langen Strecken interessant. Das ist ja gerade die Schwäche der E-Autos. Die begrenzte Reichweite ist mit einem Wechselsystem egal.

    > NiMh privat und LiIo im Tesla.


    Ni-MH, dachte ich mir schon. Neben der Bleibatterie ist keine andere Batteriechemie in der Lage, solche Lebenszeiten zu erreichen.

    > > Bei meinem Prius II gab es sogar 8 Jahre oder 160.000 km Garantie aufs
    > > Hybridsystem. Die Hybridbatterien dieser Karre halten auch 1.000.000 und
    > > mehr km, ein Prius II ist bereits bei 1,3 Mio. km (Taxi). Mit der
    > > originalen Batterie und auch ansonsten ohne außerplanmäßigen
    > > Werkstattaufenthalten. Mit Li-Ion unmöglich.
    >
    > Wenn das unmoeglich ist, wie kann Tesla dann 8 Jahre unbegrenzte km
    > Garantie auf die Batterie und den Antriebsstrang geben? Die Prius Batterie
    > wird ja nicht annaehernd so belastst wie beim Tesla, sie wirkt ja nur
    > unterstuetzend wenn man mal von den 2800m reinem eBetrieb absieht. Unser
    > Tesla ist nun 6 Monate alt, hat 24000km absolviert und laeuft wie am ersten
    > Tag. Er zeigt morgends seine 472km Reichweite an, wie seit dem ersten Tag
    > und ist taeglich im Einsatz 7/365

    Die Prius-Batterie wird genauso belastet. Das Ding ist kleiner, die rein elektrisch fahrbaren Strecken entsprechend kürzer (zwischen 2 und 10 km, wenn das Fahrzeug kalt ist, weniger), das Verhältnis bleibt also gleich. Beim Prius wird die Hauptlast von den E-Maschinen getragen, der Benzinmotor ist nicht in der Lage, die Hauptlast zu übernehmen (Atkinson-Prinzip). Dennoch hält die Batterie 1 Mio km und länger, ohne daß die elektrisch fahrbaren Strecken kürzer werden. Bisher mußte noch keine Prius-Hybridbatterie wegen Altersschwäche ausgetauscht werden, seit 1997 nicht. Und wenn es so wäre, würde nicht die komplette Batterie getauscht, sondern nur einzelne Zellen (ab Prius II). Das ist im Falle des Falles so vorgesehen, das Servicemenü gibt genau Auskunft darüber, welche Zelle welche Leistung hat.

    Schauen wir mal, wie gut es mit der Tesla-Batterie nach 11 Jahren und 110.000 km bestellt ist. Deine Ni-MHs haben das ja mehr oder weniger auf der linken Arschbacke abgesessen. Die Tesla-Batterie ist übrigens sehr aufwendig gepanzert und flüssiggekühlt. Also ein heftiger Aufwand, der das Gewicht des Stromspeichers massiv erhöht.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  12. Re: Anstatt Akku Laden Akku tauschen.

    Autor: ChMu 17.04.15 - 09:37

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ChMu schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > > Doch, wäre es. Weil es nicht knattert und stinkt, weil es komfortabler
    > > ist.
    > > > Das Wechseln der Batterien ist nur optional, das Auto kann auch normal
    > > > geladen werden.
    > >
    > > Wie? Wie soll das gehen? Wenn ich es selber laden kann, wozu dann die
    > > Batterie mieten? Doppelt gemoppelt? Wenn ich es selber laden kann, wie
    > ich
    > > es mit meinem Wagen tue, wozu sollte ich dann zu einer Wechsel Station
    > > fahren? Wozu ueberhaupt eine Wechsel Station? Und mal ganz ehrlich,
    > wagen
    > > in der 80000 Euro klasse des Teslas knattern und stinken nicht als
    > > Verbrenner. Sie sind sehr viel teurer im Unterhalt, klar, aber wenn ich
    > > eine monatliche Batteriemiete zahlen muss (bei den kleinen Renaults ja
    > > schon ueber 100Euro/M, relativiert sich das auch.
    >
    > Die Batterie mietet man, um das Risiko eines Ausfalls auf den Hersteller
    > abzuwälzen und das Auto somit ein saftiges Stück billiger zu haben ist. Es
    > schafft außerdem Vertrauen.

    Ja gut, nur ist das ja nicht der Fall. Die Renault, bei denen man die Batterie mieten muss, sind ja keinesfalls guenstiger. Obwohl einem die Batterie nicht gehoert. Ganz im Gegenteil, da man die Batteriemiete mit in den Kaufpreis rechnen muss, werden die Fahrzeuge eine ganze Ecke teurer. Das schafft ganz und gar kein Vertrauen. Da ist mir eine 8 Jahre Garantie, ohne Begrenzung, sehr viel lieber. Das schafft Vertrauen.

    > Das Wechseln ist auf langen Strecken interessant. Das ist ja gerade die
    > Schwäche der E-Autos. Die begrenzte Reichweite ist mit einem Wechselsystem
    > egal.

    Na ja, ich habe so eine Wechselstation noch nie vermisst. Und ich fahre wie gesagt seit 11 Jahren electrisch. Das Auto, ein Twingo, ist auch gar nicht dafuer gedacht, Langstrecken zu fahren, ich wuerde es nicht tun, auch wenn es ginge. Und eine solche Infrastruktur aufzuziehen, fuer die Moeglichkeit, das vieleicht mal in einer Ausnahmesituation jemand das machen will, duerfte sich nie rechnen. Siehe better place. Der Bedarf ist einfach nicht da. Es fahren zu wenige Leute tatsaechlich permanent durchs eigene oder benachbarte Laender. Und die sind auch nicht die Zielgruppe electrischer Autos.
    >
    > > NiMh privat und LiIo im Tesla.
    >
    > Ni-MH, dachte ich mir schon. Neben der Bleibatterie ist keine andere
    > Batteriechemie in der Lage, solche Lebenszeiten zu erreichen.

    Selbstverstaendlich gibt es andere Technologien. Na Batterien (ZEBRA) sind praktisch unkaputtbar, wir hatten in unserer Zweigstelle in London einen Kleinlaster welcher damit fuhr (und noch faehrt) allerdings nutzen wir ihn durch den Verkauf der Geschaeftssparte nicht mehr. Der kam von Smith Automobiles, einem eWagen Hersteller fuer Nutzfahrzeuge und hat in den 6 Jahren der Nutzung ueber 300000km runtergerissen. Er fahrt heute noch fuer ein Supermarkt Unternehmen und duerfte inzwischen die halbe Mio ueberschritten haben. Auch diese Batterie, wie die NiMh, war nicht schnell ladefaehig, was aber niemand vermisst hat.
    >
    > > > Bei meinem Prius II gab es sogar 8 Jahre oder 160.000 km Garantie aufs
    > > > Hybridsystem. Die Hybridbatterien dieser Karre halten auch 1.000.000

    > > Wenn das unmoeglich ist, wie kann Tesla dann 8 Jahre unbegrenzte km
    > > Garantie auf die Batterie und den Antriebsstrang geben?

    > Die Prius-Batterie wird genauso belastet. Das Ding ist kleiner, die rein
    > elektrisch fahrbaren Strecken entsprechend kürzer (zwischen 2 und 10 km,
    > wenn das Fahrzeug kalt ist, weniger), das Verhältnis bleibt also gleich.
    > Beim Prius wird die Hauptlast von den E-Maschinen getragen, der Benzinmotor
    > ist nicht in der Lage, die Hauptlast zu übernehmen (Atkinson-Prinzip).
    > Dennoch hält die Batterie 1 Mio km und länger, ohne daß die elektrisch
    > fahrbaren Strecken kürzer werden. Bisher mußte noch keine
    > Prius-Hybridbatterie wegen Altersschwäche ausgetauscht werden, seit 1997
    > nicht. Und wenn es so wäre, würde nicht die komplette Batterie getauscht,
    > sondern nur einzelne Zellen (ab Prius II). Das ist im Falle des Falles so
    > vorgesehen, das Servicemenü gibt genau Auskunft darüber, welche Zelle
    > welche Leistung hat.

    Schoen und gut, das steht auch nicht zur Debatte. Aber Du hast nicht die Frage beantwortet, wie Tesla eine bessere Garantie als Toyota geben kann, ebenfalls die Zellen Kontrolle und noetigenfalls Austausch Technik hat, wenn die Batterie das gar nicht mitmacht? Welcher Privatman faehrt eine Mio km? Unser Tesla duerfte im Schnitt 50000-60000km im Jahr absolvieren, also eine gute viertel Mio in 5 Jahren, wenn er, noch unter Garantie, ersetzt wird. Unser RR vorher hing bei 280000km, als er durch den Tesla ersetzt wurde, ganz schoen in den Seilen, alleine die Service und Verschleisteile ueber die 5 Jahre beliefen sich auf ueber 11000 Euro. Der Tesla rauschte durch seine ersten 25000km ohne weitere Vorkomnisse.
    >
    > Schauen wir mal, wie gut es mit der Tesla-Batterie nach 11 Jahren und
    > 110.000 km bestellt ist. Deine Ni-MHs haben das ja mehr oder weniger auf
    > der linken Arschbacke abgesessen. Die Tesla-Batterie ist übrigens sehr
    > aufwendig gepanzert und flüssiggekühlt. Also ein heftiger Aufwand, der das
    > Gewicht des Stromspeichers massiv erhöht.

    Die Tesla Batterie wiegt etwa 600kg und stellt 85kWh bereit. Meine NiMh Batterien im Twingo haben eine Kapazitaet von 19kWh nutzbar und kommen auf gute 200kg. Das Fahrwerk musste verstaerkt werden. Also ich sehe die Tesla Batterie da im Vorteil, zumal sie in einer schweren Limusine steckt und nicht in einem Stadt Floh. Die 110000km wird der Tesla Ende naechten Jahres erreicht haben und wie gesagt, Dank der Garantie sehe ich das mal ganz gelassen. Tesla hat ja ein Batterietausch Prinzip, hat es auch schon gezeigt aber es wird nicht gross zum Einsatz kommen, es besteht schlichtweg kein Bedarf. Man sieht das ja an den (kostenlosen) Superchargern. Die sind nicht ausgelastet. In CA fahren inzwischen 12000 Teslas rum, Tendenz massiv steigend aber die Supercharger warten oft stundenlang oder Tagelang bis mal einer kommt und der kommt dann meisst zum testen obs geht.

    Ich selber habe die Supercharger auch erst 4 mal benutzt, drei mal auf der Jungfernfahrt zur Ueberfuehrung aus der Schweiz hier nach Spanien und einmal hier um den hiesigen Supercharger mal anzuschauen.
    Gebraucht werden die Teile nicht. Es geht um Marketing und den psychologischen Effect das man koennte, wenn man wollte.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Bonn
  2. Schaeffler AG, Nürnberg
  3. ING-DiBa AG, Frankfurt, Nürnberg
  4. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Probefahrt mit E-Vito Tourer: Der Kleintransporter mit der großen Reichweite
Probefahrt mit E-Vito Tourer
Der Kleintransporter mit der großen Reichweite

Der E-Vito Tourer von Mercedes-Benz hat nicht nur einen deutlich größeren Akku bekommen. Auch neue Assistenzsysteme haben wir ausprobiert.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Staatliche Förderung BMW erhält 60 Millionen Euro für Akkuforschung
  2. Geländewagen General Motors zeigt Elektro-Hummer
  3. Rivian Erste E-Pick-ups kommen im Juni 2021

Programmierer als Künstler: Von der Freiheit, Neues in Code zu denken
Programmierer als Künstler
Von der Freiheit, Neues in Code zu denken

Abgabetermine und Effizienzansprüche der Auftraggeber drängen viele dazu, Code nach Schema F abzuliefern. Dabei kann viel Gutes entstehen, wenn man Programmieren als Form von Kunst betrachtet.
Von Maja Hoock

  1. Ubuntu Canonical unterstützt Flutter-Framework unter Linux
  2. Complex Event Processing Informationen fast in Echtzeit auswerten
  3. Musik Software generiert Nirvana-Songtexte

Kontaktlos: Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen
Kontaktlos
Eine deutsche Miniserie unter Pandemie-Bedingungen

Weltweit haben Künstler unter Corona-Bedingungen neue Projekte angestoßen. Nun kommt mit Kontaktlos auch eine interessante sechsteilige Serie aus Deutschland.
Eine Rezension von Peter Osteried

  1. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
  2. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz
  3. Messe nur digital Die Corona-Realität holt die CES ein