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Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

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  1. Re: Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

    Autor: gstueb 22.01.10 - 20:15

    > Warum nehmen Firmen nicht 1 oder 2 Festplatten mit 2 TB, das
    > geht doch schneller und ist handlicher?

    Viele Firmen machen beides. Wir haben z.B. einen eigenen Sicherungsserver mit 2 TB Platte und einer angeschlossenen Library mit 40 DLT-Bändern zu je 160 GB.

    Wenn wir Files rücksichern, muss im Regelfall nicht auf ein Band zurückgegriffen werden, weil sich wenigstens eine Sicherungsgeneration auch komplett auf den Platten befindet.

    Die Versicherungen und Revisionen fordern aber zu Recht, dass es mehrere Generationen von Sicherungen geben muss, die auf voneinander unabhängigen Medien gesichert sein müssen.

    Bänder sind hier zum einen günstig, zum anderen ist die Gefahr eines Totalverlustes z.B. durch Überspannungen deutlich geringer, als wenn man nur auf Platten sichern würde.

  2. Re: Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

    Autor: na was auch 22.01.10 - 20:41

    Lies doch mal was über WORM LTO Bänder. Das ist SOX compliant.

  3. Re: Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

    Autor: nochjemand 22.01.10 - 21:59

    f schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die IDE Anschlüsse zumindest dürften das An- und Abstecken nicht lange
    > mitmachen. SATA sieht dann etwas haltbarer aus aber ob das reicht ?

    SATA ist auf 50 Steckzyklen spezifiziert. (Die mögen länger halten, sind aber auf 50 auszuhaltende spezifiziert.) eSATA sieht da schon besser aus mit 5000 Steckzyklen.

  4. Re: Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

    Autor: LTO 23.01.10 - 10:51

    also wir nutzen auch noch 2 Storage-Tanks einmal ein 6.4 TB RAID1 um mal schnell was wegzulegen und einmal ein 8TB RAID 5

  5. Re: Wird man wohl sicher neue Laufwerke brauchen?

    Autor: Protheus 23.01.10 - 23:35

    Oha,

    hier steht ja jede Menge Müll sehr stark Komprimiert. Die Tapelaufwerkhersteller wären froh über so einen Komprimierungsalgorhythmus.

    Nun zum Wesentlichen. Die überwiegende Mehrzahl hat keine Vorstellungen davon, was viele Daten sind. 6 TB Storage ... aeh okay.

    Die im Artikel verwendeten Architekturen werden verwendet um Datenbanken mit 18TB in 8 Stunden zu sichern. Das heißt, es ist mal nicht mit einem Bandlaufwerk und auch nicht mit einer Disk getan.
    Nur um Euch eine Vorstellung zu geben:

    18 TB in 8 Stunden bedeutet: 2,25 TB/h oder 625 MB/s ... Dann wünsche ich Euch viel Spaß, das Zeug mal eben durch eine Disk oder ein Tapelaufwerk darzustellen. Selbst wenn ein LTO4 Tape mit Kompression heute 240 MB/s kann, so ist doch mindestens mit 4 Laufwerken zu rechenen um das Zeug realistisch in 8 Stunden zu sichern. Und wenn ich das dann 30 Mal im Monat machen möchte und für einen Monat aufbewahren möchte ... dann sind das mal eben 540 TB im Monat. Wenn Ihr das Auf Platten vorhalten möchtet, dann sind das also äh ... mindesten 270 Platten ... Und die kann man nicht einzeln brauchen, sondern man baucht noch ein Array etc. pp.

    Das kostet richtig Kohle, je nach Verträgen mit den Herstellern sicher 1-2 Mio Euro. Dahingegen kostet eine Tapelibrary mit entsprechender Kapazität und 4 Laufwerken nur ca. 80-100k Euro. Und Strom braucht das Ding auch nur den für die Laufwerke, wenn sie arbeiten.

    Ehrlich, die hier vorgestellte Technik geht von anderen Dimensionen aus. Es gibt Unternehmen, die Sichern pro Monat ein Volumen von 15-20 PetaByte. Das ist mit Platten einfach nicht zu bezahlen.

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