Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Ideenzug: Der Nahverkehr soll…

DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: motzerator 10.11.17 - 15:33

    Einige Ideen mögen ja ganz nett sein, sind aber wieder völlig bescheuert umgesetzt.

    Beispielsweise die Sache mit der Bestuhlung. Die Bahn hat also erkannt, das die meisten lieber in Fahrtrichtung sitzen wollen. Das ist eine löbliche Erkenntnis, die man auch einfach umsetzen könnte, indem man einfach Wägen baut, in denen alle Sitze in eine Richtung gucken.

    Das sind nämlich genau die Sitze, die auch außerhalb der Stoßzeiten als erstes besetzt werden. Nicht nur wegen der Fahrtrichtung, sondern auch wegen der Privatsphäre. Als erstes sind immer die Plätze weg, auf denen man auf eine Rücklehne gucken kann. Die Fahrtrichtung ist dabei sekundär. Oft muss man mehrere Wägen abklappern, bis man so einen angenehmen Sitz bekommt.

    Daher wäre es super, wenn die Bahn endlich mal einsehen würde, das Wägen benötigt werden, in denen alle Stühle in eine Richtung schauen und diese sollten auf keinen Fall drehbar sein.

    Umgekehrt sollte es auch Wägen geben, in denen es nur diese gruseligen 4er Sitze für die Gruppendynamiker gibt. Diese sollen nämlich schön alle auf einem Haufen sitzen.

    Diese 4er Sitze ziehen nämlich Lärm und Geräusche magisch an. In modernen Doppelstock-Wägen sind 4er Sitze regelmäßig in die Bestuhlung eingestreut und noch dazu links und rechts vom Gang alternierend. Was wiederum für mich bedeutet, das der Abstand zwischen einem halbwegs isolierten Einzelsitz und potentiellen Lärmquellen maximal drei Reihen beträgt und das sind wieder genau die Plätze, die fast immer als erstes belegt sind. Ich wünsche aber einen Maximalabstand zu redenden Personen. Von zu viel Gelaber bekomme ich auf Dauer Kopfweh, ich will meine Ruhe haben.

    Daher wäre es klasse, wenn man die 4er Sitze in eigenen Wägen oder von mir aus in Doppelstockwägen unten einbauen würde. Schön getrennt, alleine schon wegen der Akustik.

    Die Idee mit den verstellbaren Sitzen hingegen finde ich fürchterlich, weil dadurch das Durcheinander steigt und die Berechenbarkeit sinkt. Dann ist der tolle Sitz, den man eben noch gefunden hat, zwei Stationen weiter unerträglich geworden, weil sich wieder eine laute Kaffefahrt Gesellschaft direkt daneben niedergelassen hat und sich angeregt und in völlig überzogener Lautstärke unterhält und dabei den ganzen Wagen beschallt, während die eine Oma versucht, die andere zu übertönen.

    Idealerweise würde es zudem unterschiedliche Zonen geben. In einer Ruhezone sollte nicht nur Telefonieren verboten sein, sondern auch das Reden untereinander. Zuwiderhandlungen könnte man ja mit Geldbuße belegen, vergleichbar dem Schwarzfahren. Wer reden will, muss sich dann eben in eine Lärmzone setzen.

    Keine Leute, die einen anglotzen und kein lästiges Gelaber in den Ohren, das man weder mit Ohropax, noch mit Schallschutz komplett aussperren kann. Das wäre eine Bahnfahrt, die deutlich angenehmer wäre.

    Natürlich müssen vorher erst Mal Fragen wie Pünktlichkeit geklärt werden, aber hier geht es ja um den Fahrkomfort.

  2. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: PiranhA 10.11.17 - 15:42

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beispielsweise die Sache mit der Bestuhlung. Die Bahn hat also erkannt, das
    > die meisten lieber in Fahrtrichtung sitzen wollen. Das ist eine löbliche
    > Erkenntnis, die man auch einfach umsetzen könnte, indem man einfach Wägen
    > baut, in denen alle Sitze in eine Richtung gucken.

    Und wenn der Zug wendet, zB in einem Kopf-Bahnhof, oder auf dem Rückweg, schauen alle in die falsche Richtung...

  3. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Geistesgegenwart 10.11.17 - 16:22

    PiranhA schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > motzerator schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Beispielsweise die Sache mit der Bestuhlung. Die Bahn hat also erkannt,
    > das
    > > die meisten lieber in Fahrtrichtung sitzen wollen. Das ist eine löbliche
    > > Erkenntnis, die man auch einfach umsetzen könnte, indem man einfach
    > Wägen
    > > baut, in denen alle Sitze in eine Richtung gucken.
    >
    > Und wenn der Zug wendet, zB in einem Kopf-Bahnhof, oder auf dem Rückweg,
    > schauen alle in die falsche Richtung...

    Richtig, und die Menge an Kopfbahnhöfen im Fernverkehr ist riesig, Stuttgart (zumindest bis S21 irgendwann fertig wird), Frankfurt, München, Köln etc. Mit die wichtigsten Knotenpunkte im Fernverkehr die man immer irgendwie passieren muss. Von daher bringt es rein gar nix die Sitze alle in einer Richtung auszurichten.

  4. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Spaghetticode 10.11.17 - 18:20

    Ich würde die klappbaren Sitze sinnvoller finden als fest verbaute Sitze:
    a) Der Zug wechselt auch mal die Richtung, und Wendeschleifen sind bei Vollbahnen unüblich; so können die Fahrgäste immer in Fahrtrichtung sitzen.
    b) Es gibt Zeiten (z. B. werktagmorgens), da fahren fast nur Pendler mit (→ Reihenbestuhlung). Zu anderen Zeiten (z. B. Wochenende) fahren wiederum nur Freizeitgruppen mit (→ Gruppenbestuhlung).

  5. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: ralf.wenzel 10.11.17 - 18:35

    Tolle Idee, Geldbußen weil man sich im Ruhebereich auch mal unterhält LOL

    Ich persönlich bin ein Freund von Abteilen, erstens weil ich frühmorgens im Zug gern schlafe (1. Klasse, Abteil, quer über drei Sitze — morgens um 5 sind die Züge noch leer genug) und zweitens, weil ich gern Besprechungen im Zug mache und ein Abteil privater ist.

    Gestanden hab ich im Zug noch nie (außer S-/U-Bahn), und ich fahre fast nur mit der Bahn.


    Ralf

  6. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: hansjoerg 10.11.17 - 18:51

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Idealerweise würde es zudem unterschiedliche Zonen geben. In einer Ruhezone
    > sollte nicht nur Telefonieren verboten sein, sondern auch das Reden
    > untereinander. Zuwiderhandlungen könnte man ja mit Geldbuße belegen,
    > vergleichbar dem Schwarzfahren. Wer reden will, muss sich dann eben in eine
    > Lärmzone setzen.

    Ich glaube ich habe mich verlesen. Das Reden miteinander soll verboten werden? Kein "Wir müssen jetzt austeigen", gleich kommt Bochum, nur totes schweigen? Und Husten und niesen wird auch verboten. Und wie wollen Sie so etwas durchsetzen? Soll in jedem Wagen ein Schaffner stehen, der sofort einschreitet wenn gesprochen wird? Der müßte dann aber auch sprechen? Das ist schon praktisch nicht durchsetzbar und wünschenswert ist es keinesfalls.

  7. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: hansjoerg 10.11.17 - 18:55

    ralf.wenzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tolle Idee, Geldbußen weil man sich im Ruhebereich auch mal unterhält LOL
    >
    > Ich persönlich bin ein Freund von Abteilen, erstens weil ich frühmorgens im
    > Zug gern schlafe (1. Klasse, Abteil, quer über drei Sitze — morgens
    > um 5 sind die Züge noch leer genug) und zweitens, weil ich gern
    > Besprechungen im Zug mache und ein Abteil privater ist.
    >
    > Gestanden hab ich im Zug noch nie (außer S-/U-Bahn), und ich fahre fast nur
    > mit der Bahn.
    >
    > Ralf
    Dann fahren Sie aber nur erste Klasse zu Randzeiten. Sonst kommen Sie nicht in die Sicherheit einen Sitzplatz zu haben. Im Nahverkehr zweite Klasse zu Berufsverkehrszeiten ist das nämlich Standard!!!

  8. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Geistesgegenwart 10.11.17 - 20:51

    ralf.wenzel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Tolle Idee, Geldbußen weil man sich im Ruhebereich auch mal unterhält LOL
    >
    > Ich persönlich bin ein Freund von Abteilen, erstens weil ich frühmorgens im
    > Zug gern schlafe (1. Klasse, Abteil, quer über drei Sitze — morgens
    > um 5 sind die Züge noch leer genug) und zweitens, weil ich gern
    > Besprechungen im Zug mache und ein Abteil privater ist.
    >
    > Gestanden hab ich im Zug noch nie (außer S-/U-Bahn), und ich fahre fast nur
    > mit der Bahn.

    Ja genau vom Nahverkehr ist aber die Rede (also S-/U-Bahn). Im Fernverkehr kauft man sich einfach eine Sitzplatzreservierung, oder ein erste Klasse ticket (reservierung ist kostenlos dabei, aber braucht man hier eigentlich nie weil dort genug platz ist).

    Das Problem ist eben der Nahverkehr, um den gehts ja auch im Artikel.

  9. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: t 10.11.17 - 21:37

    Lieber sitze ich mit vier Fremden Menschen in einer Vierer-Sitzgruppe als mit einem in einer Zweier Reihe. Letzteres ist deutliche intimer. In einer Vierer Sitzgruppe hat man mehr gefühlten Freiraum um sich herum als wenn man, wie im Bus, gleich die Rückwand vom Vordersitz vor den Nase hat und der Platz nicht mal zum Aufklappen des Laptops reicht. Hab schon Wagen gesehen mit zweier Sitzen, alle in die gleiche Richtung, alle entgegen der Fahrtrichtung.

    Was die RUHE angeht, mich stört da nur, wenn laut feiernde Rentnergruppen (schlimmer als Schulklassen) auf dem Rückweg vom Weihnachtsmarkt, betrunkene Volksfestbesucher, grölende (nüchtern sind auch die meist nicht) Fussballfans, etc.. im Zug sind.

    Ansonsten will ich einfach nur dass die Bahn mich einigermassen Pünktlich ans Ziel bringt.

    Bin seit 25 Jahren Bahn-Pendler, erst Studium, dann Arbeit 60min eine Strecke.

    Ach ja, seit letzter Woche fahren bei uns statt Umgebauter Silberlinge neue Talent-Züge. Sitze Brett-Hart, keine Tische mehr, WLAN das vorhanden ist aber nicht funktionieren kann wenn die Bahnlinie durch ein Funkloch nach dem anderen fährt. Nicht alles neue ist immer besser.

  10. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Komischer_Phreak 13.11.17 - 06:48

    Geistesgegenwart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PiranhA schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > motzerator schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Beispielsweise die Sache mit der Bestuhlung. Die Bahn hat also
    > erkannt,
    > > das
    > > > die meisten lieber in Fahrtrichtung sitzen wollen. Das ist eine
    > löbliche
    > > > Erkenntnis, die man auch einfach umsetzen könnte, indem man einfach
    > > Wägen
    > > > baut, in denen alle Sitze in eine Richtung gucken.
    > >
    > > Und wenn der Zug wendet, zB in einem Kopf-Bahnhof, oder auf dem Rückweg,
    > > schauen alle in die falsche Richtung...
    >
    > Richtig, und die Menge an Kopfbahnhöfen im Fernverkehr ist riesig,
    > Stuttgart (zumindest bis S21 irgendwann fertig wird), Frankfurt, München,
    > Köln etc. Mit die wichtigsten Knotenpunkte im Fernverkehr die man immer
    > irgendwie passieren muss. Von daher bringt es rein gar nix die Sitze alle
    > in einer Richtung auszurichten.

    Köln ist kein Kopfbahnhof.

  11. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: sedremier 13.11.17 - 08:06

    t schrieb:
    > Ach ja, seit letzter Woche fahren bei uns statt Umgebauter Silberlinge neue
    > Talent-Züge. Sitze Brett-Hart, keine Tische mehr, WLAN das vorhanden ist
    > aber nicht funktionieren kann wenn die Bahnlinie durch ein Funkloch nach
    > dem anderen fährt. Nicht alles neue ist immer besser.

    Diese "neuen" Bahnen finde ich auch gruselig. Da fühlt man sich richtig wie im "Humankapital-Vieh-Transport"

    Planungsmeeting "Wie viel cm² pro Fahrgast sind denn laut Gesetz vorgeschrieben? Versuchen wir es mal mit 20% weniger und rechnen den Raum unter dem Vordersitz einfach mal mit ein!" :D

  12. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Cerdo 13.11.17 - 09:02

    hansjoerg schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube ich habe mich verlesen. Das Reden miteinander soll verboten
    > werden? ...
    Man kann miteinander reden oder man kann sich anschreien. Ich muss leider die Erfahrung machen, dass bei jeder Zugfahrt immer mindestens ein Mensch dabei ist, der das ganze Abteil unterhält. Entweder telefonieren sie (in der Regel nur um zu telefonieren, kein Informationsaustausch) oder unterhalten sich, als säßen sie an verschiedenen Enden des Zuges.

    Im ICE gibt es auch Ruheabteile (Lounge hinter Fahrer) und das funktioniert meist. Die Leute da gehen zum Telefonieren auf den Gang und reden höchstens leise miteinander.

  13. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: elcravo 13.11.17 - 09:26

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Idealerweise würde es zudem unterschiedliche Zonen geben. In einer Ruhezone
    > sollte nicht nur Telefonieren verboten sein, sondern auch das Reden
    > untereinander. Zuwiderhandlungen könnte man ja mit Geldbuße belegen,
    > vergleichbar dem Schwarzfahren. Wer reden will, muss sich dann eben in eine
    > Lärmzone setzen.
    >
    > Keine Leute, die einen anglotzen und kein lästiges Gelaber in den Ohren,
    > das man weder mit Ohropax, noch mit Schallschutz komplett aussperren kann.
    > Das wäre eine Bahnfahrt, die deutlich angenehmer wäre.

    Hör mal, das sind _öffentliche_ Verkehrsmittel. Ein gewisser Lärmpegel wird sich da nicht vermeiden lassen. Fahr Auto oder bleib Zuhause wenn du absolute Ruhe haben willst.

  14. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Andrej553 13.11.17 - 09:59

    Dann geh doch zu demjenigen hin und sag er soll bitte leiser sein.

    Ich verstehe es eh nicht, gefühlt bin ich immer der einzige der jemanden darauf anspricht, dass er mit seiner Musikvergewaltigung auch noch das nächste Abteil terrorisiert.

    Vielleicht stört es die meisten Leute nicht, wenn du aber jemand wie ich bist dem sowas auf den Geist geht dann sag es den Personen.

  15. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: motzerator 13.11.17 - 13:18

    PiranhA schrieb:
    ----------------------------
    > Und wenn der Zug wendet, zB in einem Kopf-Bahnhof,
    > oder auf dem Rückweg, schauen alle in die falsche Richtung...

    Eine Wendeschleife oder ein T-förmig abzweigendes Gleis zum Wenden ist nun wirklich kein Hexenwerk. Letzteres funktioniert auch an einem Kopfbahnhof. Der Zug fährt rückwärts raus, biegt in das T-Stück ab, hält an und fährt in der richtigen Richtung wieder heraus. Damit wäre das Problem gelöst.

    Alternativ kann man auch die Sitze so anordnen, das sie genau ab der Wagenmitte zu den Wagenenden sitzen und in der Mitte ist halt eine Gepäckablage zwischen den Rückenlehnen der letzten Reihe.

    Auffällig ist ja, das die Sitze ohne gegenüber sitzende Person immer zuerst belegt sind, egal ob sie in Fahrtrichtung oder dagegen stehen. Die Leute wollen wohl einfach kein Gegenüber haben. Wer will schon wildfremden Leuten direkt in die Fresse glotzen.

  16. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: Geistesgegenwart 13.11.17 - 13:26

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PiranhA schrieb:
    > ----------------------------
    > > Und wenn der Zug wendet, zB in einem Kopf-Bahnhof,
    > > oder auf dem Rückweg, schauen alle in die falsche Richtung...
    >
    > Eine Wendeschleife oder ein T-förmig abzweigendes Gleis zum Wenden ist nun
    > wirklich kein Hexenwerk. Letzteres funktioniert auch an einem Kopfbahnhof.
    > Der Zug fährt rückwärts raus, biegt in das T-Stück ab, hält an und fährt in
    > der richtigen Richtung wieder heraus. Damit wäre das Problem gelöst.

    Ähm schon mal daran gedacht wieviel Züge an einem Bahnhof wie Frankfurt, Köln oder München pro Stunde abfahren und "wenden" müssten? Da wird was du Wendeschleife nennst ganz schnell zum Flaschenhals. Abgesehen davon ist es auch nicht praktikabel, die Kurvenradien die ein ICE oder IC fahren kann sind so gering, dass die Wendeschleife größer ausfallen würde als der Bahnhof selbst...

  17. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: motzerator 13.11.17 - 13:29

    hansjoerg schrieb:
    -------------------------------
    > Ich glaube ich habe mich verlesen. Das Reden miteinander soll
    > verboten werden?

    In einer Ruhezone ist das nun mal so. Man kann den Zug ja innen
    und außen auffällig lackieren, damit jeder sofort weis, in was für
    einen Wagen er da einsteigt.

    > Kein "Wir müssen jetzt austeigen", gleich kommt Bochum, nur
    > totes schweigen?

    Die Ansagen erfolgen über Displays. Da kann man drauf deuten
    und ein kurzes Flüstern ist zudem sicher kein Problem.

    > Und Husten und niesen wird auch verboten.

    Davon habe ich nichts geschrieben, das kann man manchmal ja nicht verhindern. Es geht darum, das sich da keine Gruppen hinpflanzen und in angeregter Lautstärke Unterhalten und den ganzen Wagen mit ihrem bescheuerten Gewieher beschallen.

    > Und wie wollen Sie so etwas durchsetzen? Soll in jedem Wagen ein
    > Schaffner stehen, der sofort einschreitet wenn gesprochen wird?

    Bei aktuellem Stand der Technik empfehle ich Knöpfe, mit denen
    sich Fahrgäste still und leise beschweren können.

    Später fände ich Roboter angenehm, die für Ruhe sorgen. Beispiels-
    weise den Silencer S100 von Cyberdyne Systems oder auch das
    Modell aus flüssigem metall S1000.

    > Der müßte dann aber auch sprechen? Das ist schon praktisch
    > nicht durchsetzbar und wünschenswert ist es keinesfalls.

    Glaube mir, es ist praktisch durchsetzbar und höchst wünschens-
    wert.

    In den Lärmwägen gäbe es dann ja auch Gruppensitze und die
    Erlaubnis zum Labern ohne Ende.

    Da hast Du dann deine Lizenz zum talken!

  18. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: motzerator 13.11.17 - 13:34

    Geistesgegenwart schrieb:
    ------------------------------------------
    > Ja genau vom Nahverkehr ist aber die Rede (also S-/U-Bahn). Im
    > Fernverkehr kauft man sich einfach eine Sitzplatzreservierung,

    Eine Sitzplatzreservierung im Fernverkehr bringt einen vom Regen
    in die Traufe. Sprich: Es wird alles nur noch schlimmer. Weil die
    Systeme die Sitze zumindest bis zu meiner letzten Fernfahrt vor
    ein paar Jahren immer schön Wagen für Wagen reserviert haben.

    Dann hat man zwar einen Sitzplatz sicher, aber im Sardinen Stil.

    > oder ein erste Klasse ticket (reservierung ist kostenlos dabei,
    > aber braucht man hier eigentlich nie weil dort genug platz ist).

    Das kann bei lokalen Events auch in die Hose gehen, wenn die
    erste Klasse für alle freigegeben wird oder wenn genug Leute
    so schlau waren, ausnahmsweise ein Upgrade zu erwerben.

    > Das Problem ist eben der Nahverkehr, um den gehts ja auch
    > im Artikel.

    Wo genau ist der Unterschied? Die Probleme sind die gleichen.
    Der Nahverkehr hat nur den Vorteil, das man die Leute in der
    Regel nicht so lange am Hals hat wie im Fernverkehr.

  19. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: krakos 13.11.17 - 16:48

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Einige Ideen mögen ja ganz nett sein, sind aber wieder völlig bescheuert
    > umgesetzt.
    Sie meinen "nicht nach meinen persönlichen Bedürfnissen, die natürlich wichtiger als die von rund 81 Millionen sind".

    > Beispielsweise die Sache mit der Bestuhlung. Die Bahn hat also erkannt, das
    > die meisten lieber in Fahrtrichtung sitzen wollen. Das ist eine löbliche
    > Erkenntnis, die man auch einfach umsetzen könnte, indem man einfach Wägen
    > baut, in denen alle Sitze in eine Richtung gucken.
    Wird absurdum geführt, sobald ein Zug die Richtung ändert (was nicht nur an Kopfbahnhöfen passiert, (z.B. München -> Augsburg -> Nürnberg -> und weiter, oder im Nahverkehr z.B. in München bei der Sbahn wie die S3 oder S7, oder die BOB)

    > Das sind nämlich genau die Sitze, die auch außerhalb der Stoßzeiten als
    > erstes besetzt werden. Nicht nur wegen der Fahrtrichtung, sondern auch
    > wegen der Privatsphäre.
    Privatsphäre im ÖPNV suchen ist wie wenn man auf nem Konzert seine Ruhe will.

    > Als erstes sind immer die Plätze weg, auf denen man
    > auf eine Rücklehne gucken kann.
    Ich hab andere Erfahrung, meist sind die 4er Gruppen zu erst belegt, wegen mehr Beinfreiheit + Tisch.

    > Die Fahrtrichtung ist dabei sekundär.
    Ja was denn nun. Sinds die mit Rückenlehne oder doch die in Fahrtrichtung?

    > Oft
    > muss man mehrere Wägen abklappern, bis man so einen angenehmen Sitz
    > bekommt.
    Sie könnten einem fast leid tun.

    > Daher wäre es super, wenn die Bahn endlich mal einsehen würde, das Wägen
    > benötigt werden, in denen alle Stühle in eine Richtung schauen und diese
    > sollten auf keinen Fall drehbar sein.
    Dann viel Spass beim Richtungswechsel. Sie sind dann sicher der erste, der jammert.


    > Umgekehrt sollte es auch Wägen geben, in denen es nur diese gruseligen 4er
    > Sitze für die Gruppendynamiker gibt. Diese sollen nämlich schön alle auf
    > einem Haufen sitzen.
    >
    > Diese 4er Sitze ziehen nämlich Lärm und Geräusche magisch an.
    Wenn Leute laut sind/sein wollen, ist es völlig wurst, ob sie sich ansehen können oder nicht. Aber dafür müsste man seinen Blick öffnen und weniger verbissen meckern.

    > In modernen
    > Doppelstock-Wägen sind 4er Sitze regelmäßig in die Bestuhlung eingestreut
    > und noch dazu links und rechts vom Gang alternierend. Was wiederum für mich
    > bedeutet, das der Abstand zwischen einem halbwegs isolierten Einzelsitz und
    > potentiellen Lärmquellen maximal drei Reihen beträgt und das sind wieder
    > genau die Plätze, die fast immer als erstes belegt sind. Ich wünsche aber
    > einen Maximalabstand zu redenden Personen. Von zu viel Gelaber bekomme ich
    > auf Dauer Kopfweh, ich will meine Ruhe haben.
    Pro tipp: daheim bleiben. Zweiter Tipp: Gehör entfernen lassen.
    Dritter Tipp: Kopfhörer. Vierter Tipp: auf der Toilette einsperren.

    > Daher wäre es klasse, wenn man die 4er Sitze in eigenen Wägen oder von mir
    > aus in Doppelstockwägen unten einbauen würde.
    Und wenn ne Gruppe zu 5. unterwegs ist, muss sie einen Sitz aus ner 4er Gruppe nehmen, oder wie?

    > Schön getrennt, alleine schon
    > wegen der Akustik.
    Wenn sie Akustik wollen, gehen Sie in ein Konzerthaus.

    > Die Idee mit den verstellbaren Sitzen hingegen finde ich fürchterlich, weil
    > dadurch das Durcheinander steigt und die Berechenbarkeit sinkt. Dann ist
    > der tolle Sitz, den man eben noch gefunden hat, zwei Stationen weiter
    > unerträglich geworden, weil sich wieder eine laute Kaffefahrt Gesellschaft
    > direkt daneben niedergelassen hat und sich angeregt und in völlig
    > überzogener Lautstärke unterhält und dabei den ganzen Wagen beschallt,
    > während die eine Oma versucht, die andere zu übertönen.
    Ein normaler Mensch würde nun aufstehen und mit den Leuten darüber reden.
    Sie meckern nur im Internet.

    >
    > Idealerweise würde es zudem unterschiedliche Zonen geben. In einer Ruhezone
    > sollte nicht nur Telefonieren verboten sein, sondern auch das Reden
    > untereinander.
    Ich bin für eine Meckern-Verboten-Zone im Internet. Aber dann schreien Sie vermutlich wegen Zensur.
    Wenn Sie nichts hören wollen, verweise ich auf meine 4 Tipps.

    > Zuwiderhandlungen könnte man ja mit Geldbuße belegen,
    > vergleichbar dem Schwarzfahren.
    Natürlich kommt das Geld Ihnen als armes kleines Würstchenopfer zu gute.

    > Wer reden will, muss sich dann eben in eine
    > Lärmzone setzen.
    Wer ruhe will, keinen Menschen sehen möchte und überhaupt nur Meckern kann, kann auch einfach daheim bleiben.


    > Keine Leute, die einen anglotzen und kein lästiges Gelaber in den Ohren,
    > das man weder mit Ohropax, noch mit Schallschutz komplett aussperren kann.
    > Das wäre eine Bahnfahrt, die deutlich angenehmer wäre.
    Daheim bleiben ist für Sie die beste Option, wie schon erwähnt.

    >
    > Natürlich müssen vorher erst Mal Fragen wie Pünktlichkeit geklärt werden,
    > aber hier geht es ja um den Fahrkomfort.
    Warum eigentlich kein Auto? Oder Homeoffice?

  20. Re: DB: Denkt mal an die Leute, die beim Fahren ihre RUHE haben wollen.

    Autor: krakos 13.11.17 - 16:50

    motzerator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geistesgegenwart schrieb:
    > ------------------------------------------
    > > Ja genau vom Nahverkehr ist aber die Rede (also S-/U-Bahn). Im
    > > Fernverkehr kauft man sich einfach eine Sitzplatzreservierung,
    >
    > Eine Sitzplatzreservierung im Fernverkehr bringt einen vom Regen
    > in die Traufe. Sprich: Es wird alles nur noch schlimmer. Weil die
    > Systeme die Sitze zumindest bis zu meiner letzten Fernfahrt vor
    > ein paar Jahren immer schön Wagen für Wagen reserviert haben.
    >
    > Dann hat man zwar einen Sitzplatz sicher, aber im Sardinen Stil.
    Mir wäre es neu, dass durch die Reservierungen die Sitze enger werden.
    Oder sind Sie so einer, der anderen das Sitzen verwährt, in dem er Seine kleinen Taschen auf dem Sitz neben sich parkt?

    >
    > > oder ein erste Klasse ticket (reservierung ist kostenlos dabei,
    > > aber braucht man hier eigentlich nie weil dort genug platz ist).
    >
    > Das kann bei lokalen Events auch in die Hose gehen, wenn die
    > erste Klasse für alle freigegeben wird oder wenn genug Leute
    > so schlau waren, ausnahmsweise ein Upgrade zu erwerben.
    Shit happens. Am besten daheim bleiben. Nicht dass Sie noch irgendeinem Menschen begegnen.

    >
    > > Das Problem ist eben der Nahverkehr, um den gehts ja auch
    > > im Artikel.
    >
    > Wo genau ist der Unterschied? Die Probleme sind die gleichen.
    > Der Nahverkehr hat nur den Vorteil, das man die Leute in der
    > Regel nicht so lange am Hals hat wie im Fernverkehr.
    Sie sollten echt mal zum Psychologen.. ach ne, das ist ja auch ein Mensch, dem Sie dann begegnen müssten.

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. über experteer GmbH, Hamburg (Home-Office)
  2. GfM Gesellschaft für Maschinendiagnose mbH, Berlin
  3. über duerenhoff GmbH, Würzburg
  4. DEUTZ AG, Köln

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 915€ + Versand
  2. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten
  3. ab 399€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Zahlen mit Smartphones im Alltagstest: Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein
Zahlen mit Smartphones im Alltagstest
Sparkassenkunden müssen nicht auf Google Pay neidisch sein

In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere Möglichkeiten, drahtlos mit dem Smartphone zu bezahlen. Wir haben Google Pay mit der Sparkassen-App Mobiles Bezahlen verglichen und festgestellt: In der Handhabung gleichen sich die Apps zwar, doch in den Details gibt es einige Unterschiede.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Auch Volksbanken führen mobiles Bezahlen ein
  2. Bezahldienst ausprobiert Google Pay startet in Deutschland mit vier Finanzdiensten

SpaceX: Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen
SpaceX
Milliardär will Künstler mit zum Mond nehmen

Ein japanischer Milliardär ist der mysteriöse erste Kunde von SpaceX, der um den Mond fliegen will. Er will eine Gruppe von Künstlern zu dem Flug einladen. Die Pläne für das Raumschiff stehen kurz vor der Fertigstellung.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Mondwettbewerb Niemand gewinnt den Google Lunar X-Prize

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

  1. Kanzleramtschef: Flächendeckender 5G-Ausbau "unfassbar teuer"
    Kanzleramtschef
    Flächendeckender 5G-Ausbau "unfassbar teuer"

    Nun meint auch der Kanzleramtschef Helge Braun zu wissen, dass ein ordentliches 5G-Netz nicht gebaut werden kann. Telefónica-Chef Haas fordert eine Digitale Dividende III.

  2. Laufzeitumgebung: Cryengine 5.5 unterstützt Raytracing-Schatten
    Laufzeitumgebung
    Cryengine 5.5 unterstützt Raytracing-Schatten

    Das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek hat Version 5.5 seiner Cryengine veröffentlicht. Neben Fehlerkorrekturen und vielen kleineren Optimierungen gibt es Unterstützung für Raytracing-Schatten sowie einen als Spiel aufbereiteten Tutorialmodus.

  3. Handschriftenerkennung: Schattendatei in Windows speichert Texte und Passwörter
    Handschriftenerkennung
    Schattendatei in Windows speichert Texte und Passwörter

    Mit aktivierter Handschriftenerkennung liest Windows Texte aus Dateien auf der Festplatte aus und speichert sie unter WaitList.dat ab. Auch gelöschte Dateien sind so wieder herstellbar.


  1. 18:50

  2. 18:06

  3. 17:40

  4. 17:18

  5. 16:47

  6. 16:00

  7. 15:41

  8. 15:26