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Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

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  1. Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: itse 10.05.16 - 12:48

    Das verlinkte Videomaterial zur Anschauung der Schwebeeigenschaften ist nur ein Puzzleteil, man hält sich noch bedeckt.
    Aber zumindest für mich nichts neues und bestätigt meine Spekulation:
    Das ganze System basiert auf Windtunneln mit Windgeschwindigkeiten > 1000km/h

    Dabei sind die Permanentmagnete nur für die Schwebe und Initialbeschleunigung bzw Abbremsung der Reise bis hin zum Terminal (~20km/h) zuständig, hauptsächlich erfolgt der Vortrieb durch den Wind, der stets 'im Rücken' in das in sich geschlossene System gedrückt wird.
    Es ergeben sich dadurch die zu erwartenden Vorteile:
    Die enormen Winde im 'Reise-Tunnel' halten die Stahlröhren stets sauber, mit kontrollierter Luftfeuchtigkeit verlangsamt man die Rostbildung.
    Undichtigkeiten werden nebensächlich und haben in einem solchen Windsystem null Auwirkung auf die 'Aerodynamik' des Hyperloop-Torpedos - anders bei Vakuum-Vortrieb, wo eine Lufteintriff für unkontrollierbare Verwirbelungen bei den Geschwindkugkeiten sorgen könnte und das Gefährt gegen die Wand knallt etc.

    Die Permanentmagnete mit lokalem Energiespeicher versorgen dann die Bordelektronik wie Fenstergroße LCD-Displays, Klima, Entertainment etc pp. und die Energie dazu erzeugt allein der Windtunnel-Vortrieb per üblicher Induktion :3

    Die eigentliche große Herausforderung des Projekts werden wohl jeweils die aerodynamischen Designs der Terminals sein, vor allem im Hinblick auf den 'Abflug'; die Anreise wäre relativ simpel realisierbar: In einer Kurve liegt eine Y-Verzweigung des Windkanals und kurz davor separiert ein Schott den Reise-Windkanal für exact den Zeitraum des Eintritts der Hyperloop-Gondel in den 'geraden' Transit-Abschnitt - der Verlust an Windenergie wäre in der Sek. der 'Weichenstellung für den Reise-Tunnel irrelevant. Im Weiteren verlauf des Terminal-Tunnels nutzt der HyperloopPod dann halt den Restschub und wird auch aktiv von den Permanentmagneten abgebremst bis hin zur konstanten Schrittgeschwindigkeit.

    Was die Energieeffizienz der Windanlagen angeht: Solarstrom ist kostenlos nach Bau der Infrastruktur (Solarmodule auf den Röhren zur Abschattung).
    Denkbar wären Starke Turbinen jeweils an den Terminals, denn dort sind die Geschwindigkeiten der Hyperloop-Pods durch die Permanentmagnete gut kontrollierbar.
    Genial an Solar ist, dass die Ökonomie der Energieerzeugung mit der Streckeenlänge skalieren (sofern entlang der Breitengrade) wird.
    Im Endeffekt würde ein interkontinentaler Hyperloop vollständig auf Energiespeicher verzichten können und enorm viel Stromüberhang erzeugen, indem jeweils die Windturbinen des sonnenzugewandten Streckenabschnitts auf Volllast laufen.
    Schön zu sehen, dass das Hyperloop Konzept sich weiter vernünftig entwickelt ^^

    MfG

    Celeron G1610 2x2.6GHz -0.1Vcore, 8GB DDR3, 120GB OCZ Vertex460, 1TB Hitachi, Radeon5850 0,9VCore --- flüssig in MaxDetails: Diablo3, WorldOfTanks



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 10.05.16 12:53 durch itse.

  2. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Martze 10.05.16 - 13:07

    Klingt eigentlich zu toll :)

    Eines noch: Windgeschwindigkeiten um 1000km/h. Kann mir nicht vorstellen, dass das sonderlich leise oder komfortabel zugeht. Mal abgesehen davon, dass die Reibung an den Aussenwänden da sicherlich nicht unerheblich ist. Ich glaube eher, dass man auf der Zielseite Luft absaugt, statt auf der Startseite welche reinzupusten, schon allein um den Luftdruck niedrig zu halten.

  3. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Emulex 10.05.16 - 13:15

    Versteh ich nicht so ganz.
    Du meinst da wird von hinten Luft drauf gepustet damit das fährt?

  4. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: worsel22 10.05.16 - 13:19

    Richtig tolle Ausführen von euch beiden! Richtig interessant wie ich finde! Mehr davon :P

  5. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: itse 10.05.16 - 13:22

    Sollte halt wie eine überdimensionierte Flaschenpost funktionieren.
    Die Rechenleistung heitiger Supercomputer dürfte auch ein aerodynamisch optimales Design des Pods ermöglichen und vllt diese bei entsprechenden Windgeschwindigkeiten gar ohne Permanentmagnete schweben und damit auch Glasröhren möglich würden.

    MfG

  6. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Icke_ 10.05.16 - 14:01

    itse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das verlinkte Videomaterial zur Anschauung der Schwebeeigenschaften ist nur
    > ein Puzzleteil, man hält sich noch bedeckt.
    > Aber zumindest für mich nichts neues und bestätigt meine Spekulation:
    > Das ganze System basiert auf Windtunneln mit Windgeschwindigkeiten >
    > 1000km/h

    Kurze Frage: Wie verträgt sich der Satz "Durch eine Röhre, in der ein weitgehendes Vakuum herrscht, sollen Kapseln mit einer Geschwindigkeit von 1.200 Kilometern pro Stunde flitzen." mit der Theorie mit den Windtunneln?

  7. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Emulex 10.05.16 - 14:09

    itse schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sollte halt wie eine überdimensionierte Flaschenpost funktionieren.
    > Die Rechenleistung heitiger Supercomputer dürfte auch ein aerodynamisch
    > optimales Design des Pods ermöglichen und vllt diese bei entsprechenden
    > Windgeschwindigkeiten gar ohne Permanentmagnete schweben und damit auch
    > Glasröhren möglich würden.
    >
    > MfG

    Du meinst Rohrpost?
    Also diese Idee is ja schon so alt wie die Rohrpostsysteme selbst - 19. Jahrhundert.
    Nur wieso das mit dieser Hyperloop auf einmal in so großem Maßstab mit derartigen Geschwindigkeiten funktionieren soll, ist mir nach wie vor nicht klar.

    Wenn du mich fragst: Rohrkrepierer.

  8. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: tundracomp 10.05.16 - 14:24

    Der Wind (ø Bewegungsgeschwindigkeit der Moleküle) pfeift mit ~1000km/h durch die Röhre, der Luftdruck (ø Abstand zwischen den Molekülen) wird auf ~1 mBar verringert. Dadurch dass der Zug fast den ganzen Platz in der Röhre einnimmt, können die verbleibenden Luftmoleküle nicht einfach dran vorbeiströmen und nehmen ihn mit. Durch den geringen Luftdruck hält man die Reibung zur Röhrenwand (welche ja immer still steht) gering (bei Normaldruck würde sich das ganze System zu stark aufheizen, wenn ich das richtig verstanden habe).

    “We all know, once you connect something to the Internet — magic happens.”

  9. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Sebbi 10.05.16 - 15:15

    tundracomp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Wind (ø Bewegungsgeschwindigkeit der Moleküle) pfeift mit ~1000km/h
    > durch die Röhre, der Luftdruck (ø Abstand zwischen den Molekülen) wird auf
    > ~1 mBar verringert. Dadurch dass der Zug fast den ganzen Platz in der Röhre
    > einnimmt, können die verbleibenden Luftmoleküle nicht einfach dran
    > vorbeiströmen und nehmen ihn mit. Durch den geringen Luftdruck hält man die
    > Reibung zur Röhrenwand (welche ja immer still steht) gering (bei
    > Normaldruck würde sich das ganze System zu stark aufheizen, wenn ich das
    > richtig verstanden habe).

    Glaubt ihr das wirklich?

    Wind entsteht durch Luftdruckunterschiede. Je niedriger die Unterschiede und der absolute Druck, desto weniger Energie ist darin enthalten. Damit wird das Konzept nicht klappen. Stattdessen können Solarzellen Linearmotoren in den Röhren antreiben um die Kapseln zu beschleunigen. Da kein vollständiges Vakuum angestrebt wird, braucht es außerdem noch eine Vorrichtung um die Luft vor der Kapsel nach hinten zu transportieren.

    Mit dem von euch vorgeschlagenen System wäre es auch ziemlich schwer mehrere Kapseln auf einmal in einer Röhre zu haben.

  10. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: FreiGeistler 11.05.16 - 20:46

    Bei all den wilden Theorien klingt Supraleiter noch am günstigsten. Da reicht (theoretisch) eine Metallschiene.
    Der Preis spielt auch bei genialen Milliardären eine Rolle, vorallem wenn sich das Konzept langfristig durchsetzen soll.
    Gut, im Stile einer Pipeline wäre so ein Tunnel über 1000e Km vieleicht noch finanzierbar.

  11. Re: Damit ist bereits das volle Antriebskonzept ersichtlich

    Autor: Mixermachine 12.05.16 - 11:46

    Da wird wohl immer eine Kapsel in die eine und eine Kapsel in die andere Richtung fahren.
    Sonst müsste man die Luft aus dem Vakuum in die Umgebung saugen.

    Zum Solarstrom. Wirds eine Schön-Wetter-Bahn :D?

    Getter, Setter, Hashcode und Equals manuell testen in Java?
    Einfach automatisieren: https://github.com/Mixermachine/base-test

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