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  5. › Intel: Aus Larrabee wird Xeon Phi…

Jetzt noch einen Videoausgang dran

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  1. Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: Casandro 19.06.12 - 09:46

    Und nVidia und ATI hätten mal Konkurrenz. Der große Vorteil von Intel wäre dann, dass die freie Treiber hätten.

  2. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: nie (Golem.de) 19.06.12 - 11:29

    Nur gibt es eben keine Grafiktreiber dafür ;)

    Nico Ernst
    Redaktion Golem.de

  3. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: Photonics 19.06.12 - 11:38

    Preislich wäre das aber nur für Uber-Hardcore Gamer was (die können sich dann auch nen Grafiktreiber selber stricken) :)

  4. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: Bujin 19.06.12 - 15:12

    Erreicht die 7970 nicht schon 3,8 TFLOPS? Mitbewerber ja, aber Konkurrenz?

  5. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: mag 19.06.12 - 15:36

    Bujin schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Erreicht die 7970 nicht schon 3,8 TFLOPS?

    Bei einfacher Genauigkeit. Bei doppelter Genauigkeit, und um die geht es hier, sind es "nur" noch 947 GFLOPS laut AMD, also ist die Intelkarte da sehr wohl ein Konkurrent. Ansonsten ist Tempo nicht alles, vielleicht hat Intel ja noch ein paar architektonische Vorteile aufzuweisen, NVidias and AMDs GPGPUs erkaufen die hohe Performance ja durch einige Einschränkungen beim möglichen Kontrollfluss.

  6. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: Breakstuff 19.06.12 - 16:16

    Hi mag,
    was meinst du mit deinem letzten satzt?
    Wodurch erreichen Nvidea und A´MD mehr Performance.
    Interessiert mcih....

  7. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: mag 19.06.12 - 17:24

    Klassisch liegt die Stärke einer GPU darin, dass sie ein- und dieselbe Funktion gleichzeitig mit vielen Kernen auf vielen Daten ausführen kann, dabei aber keine Schleifen oder Sprünge ausführen kann, vor allem keine bedingten (If-Then). Diese spezialisierte Tätigkeit führt sie dafür rasend schnell aus.

    Eine CPU auf der anderen Seite kann auf jedem Kern völlig unabhängige Aufgaben durchführen und verfügt natürlich über das ganze Spektrum von Schleifen, Sprüngen und Unterfunktionen.

    Aktuelle GPUs haben einiges dazugelernt, so dass es mit diversen Wenn und Abers auch dort Sprünge, sowas ähnliches wie Schleifen und mittlerweile wohl sogar Unterfunktionen gibt, im Kern bleibt aber die Einschränkung bestehen, dass eine GPU nur dann ihre immense Performance entfalten kann, wenn es darum geht, kleine, möglichst identische Rechnungen auf einer Vielzahl von Eingabewerten gleichzeitig zu tätigen. Damit bleiben genug Aufgaben übrig, wo eine GPU kaum oder gar nicht zur Beschleunigung beitragen kann.

    Im Spielebereich gut geeignet zur Beschleunigung durch GPUs sind Grafik (wenig überraschend ;)) und diverse Physikberechnungen, weniger geeignet hingegen künstliche Intelligenz für NPCs (außer vielleicht bei ganzen sich gleichartig verhaltenden Schwärmen).

  8. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: Breakstuff 19.06.12 - 18:18

    Vielen Dank!

  9. Re: Jetzt noch KEINEN einen Videoausgang dran

    Autor: wrt 20.06.12 - 15:16

    Casandro schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und nVidia und ATI hätten mal Konkurrenz. Der große Vorteil von Intel wäre
    > dann, dass die freie Treiber hätten.


    denn dann hat zumindest nvidia ernste konkurrenz. Ihr glaubt doch nicht ernsthaft, dass nvidia den niedergang im kinder-endkundensegment nicht schon auf absehbare zeit schon als verloren abgeschrieben hat? Nvidia weiss, dass intels integrierte grafik sich auf lange sicht durchsetzen wird, und in den nächsten 5-10 jahren wird sie auch für spielkinder genug leistung haben.

    NVidia macht bereits jetzt gute gewinne mit den Tesla-Baureihen, und die sind ihr geld auch wert. Was NVidia im Supercomputing/GPGPU-Bereich gar nicht brauchen kann, ist eine konkurrenz wie eine dedizierte Xeon-Phi recheneinheit.

    Was AMD in diesem Segment angeht - die haben zwar für einige aufgaben weitaus effizientere GPUs(bis zum faktor 8 gegenüber eine Fermi-basierten Tesla), allerdings sind AMDs versuche, ihre Desktop GPUs in der industrie unterzubringen eher lächerlich. Ein Kunde der viel rechenleistung braucht, kann mit dem müll den AMD liefert recht wenig anfangen. So sind die 5x70-Serien fast nicht mehr zu bekommen, die 6x70/6x90 serien zu ineffizient, und die 7970 ist zu schlecht zu bekommen. Ausserdem wird ein professioneller kunde wohl kaum lust haben, X11 auf seinem Supercomputer für jedes grid zu installieren, das limit auf 8 gpus je endsystem ist lächerlich, die treiber sind instabil, und die karten fallen aus wie nichts(zum vergleich: von 4 7970 die ich mir im Januar zugelegt habe, die seitdem 24/7 auf vollast laufen sind bei zweien innerhalb einer woche die fans gestorben. Eine ist auf dem Display-Ausgang tot, was ja nun für gpgpu nicht tragisch ist, und eine läuft noch wie geplant)

    Alles in allem, NVidia muss sich hüten, um gegen Intel im high-end segment bestehen zu können, und was AMD angeht, nunja wir werden sehen wie es in 5-10 jahren bei denen mal wieder crashed.

  10. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: JRhahne 19.07.12 - 17:50

    mag schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Klassisch liegt die Stärke einer GPU darin, dass sie ein- und dieselbe
    > Funktion gleichzeitig mit vielen Kernen auf vielen Daten ausführen kann,
    > dabei aber keine Schleifen oder Sprünge ausführen kann, vor allem keine
    > bedingten (If-Then). Diese spezialisierte Tätigkeit führt sie dafür rasend
    > schnell aus.
    >
    > Eine CPU auf der anderen Seite kann auf jedem Kern völlig unabhängige
    > Aufgaben durchführen und verfügt natürlich über das ganze Spektrum von
    > Schleifen, Sprüngen und Unterfunktionen.
    >
    > Aktuelle GPUs haben einiges dazugelernt, so dass es mit diversen Wenn und
    > Abers auch dort Sprünge, sowas ähnliches wie Schleifen und mittlerweile
    > wohl sogar Unterfunktionen gibt, im Kern bleibt aber die Einschränkung
    > bestehen, dass eine GPU nur dann ihre immense Performance entfalten kann,
    > wenn es darum geht, kleine, möglichst identische Rechnungen auf einer
    > Vielzahl von Eingabewerten gleichzeitig zu tätigen. Damit bleiben genug
    > Aufgaben übrig, wo eine GPU kaum oder gar nicht zur Beschleunigung
    > beitragen kann.
    >
    > Im Spielebereich gut geeignet zur Beschleunigung durch GPUs sind Grafik
    > (wenig überraschend ;)) und diverse Physikberechnungen, weniger geeignet
    > hingegen künstliche Intelligenz für NPCs (außer vielleicht bei ganzen sich
    > gleichartig verhaltenden Schwärmen).

    SIMD (http://de.wikipedia.org/wiki/SIMD) ist hier das Zauberwort. Schleifen und Bedingungen sind grundsätzlich kein Problem, nur wenn diese divergieren müssen die "schnellen" Kerne auf die "langsamen" warten.
    Ein weiterer Vorteil von CPUs ist das Caching. Ein Prozessor einer GPU hat viel weniger on-board memory, sprich bei speicherlastigen Aufgaben muss viel häufiger aus/in den Arbeitsspeicher gelesen/geschrieben werden und ein Lesevorgang benötigt mehrere hundert Taktzyklen.

  11. Re: Jetzt noch einen Videoausgang dran

    Autor: mag 19.07.12 - 20:14

    Hmm, schon nicht mehr ganz aktuell, der Thread, aber egal. ;) Mittlerweile weiß ich auch deutlich mehr über das gute Stück. Im Prinzip bastelt Intel hier ca. 50 Pentium IIIs auf einen Chip, wobei jeder von ihnen zusätzlich noch eine sehr kräftige SIMD-Einheit spendiert bekommt. Die einzelnen Kerne können bei Bedarf unabhängig voneinander arbeiten, jeder von ihnen betreibt ein kleines embedded Linux, die Programmierung entspricht im großen Teilen denen einer stinknormalen x86-CPU. Damit dürften sich dieses System für viele Anwendungsgebiete deutlich einfacher nutzen lassen als GPUs. Im Prinzip ein kleiner Rechencluster auf einer Karte.

    Intel spricht eindeutig HPC-Nutzer im industriellen und wissenschaftlichen Umfeld an, dafür spricht die Veröffentlichung der Double-Precision-Performance. Bei Single Precision düften, wenn ich die Datenblätter richtig interpretiere, doppelt so viele FLOPS drin sein, womit die Karte in die Performancebereiche aktueller High-End-GPUs reicht. Das allerdings wie schon geschrieben bei deutlich breiterer Abdeckung von Anwendungsfällen und einfacherer Nutzbarkeit. Neben aufwändigen numerischen Berechnungen dürfte sich die Karte auch für Server, die viel rechnen müssen, anbieten, denkbar sind z. B. Onlinespielewelten mit komplexer Simulation der Umgebung.

    Insgesamt scheint Intel hier ein ziemlich heißes Eisen im Feuer zu haben, von dem ich erwarten würde, dass es in naher Zukunft noch für einige Golem-News sorgt. ;) Ich bin jedenfalls sehr gespannt.

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