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Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

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  1. Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

    Autor: PerilOS 04.07.18 - 14:15

    Wayne Informatik.
    Wichtiger ist Unterricht darin, dass die Schüler mit Medienkompetenz aufwachsen.
    So das nicht jede random Facebook Meldung für voll genommen wird bzw. einfache Kausale Zusammenhänge und Logiklücken bereits Falschmeldungen enttarnen.
    Der Grund das Rechtsradikale, Verschwörungstheoretiker und "Freidenker" heutzutage so einen Aufwind haben, liegt daran dass die meisten Menschen diese einfachen Alltagsanalytikmittel nie gelernt haben.
    Vor 10 Jahren zu meiner Oberschulzeit haben wir das in Deutsch gehabt, wo wir die BILD Zeitung analysiert haben und die Qualität von Artikeln bewerten mussten. Und ob es überhaupt ein journalistischer Artikel ist, weil es in der Regel eigentlich als Kommentar hätte deklariert werden müssen. Ich glaube nicht, dass jeder in den Genuss dieser Bildung im Deutschunterricht kommt.
    Und das war ne Berliner Realschule. Also jetzt keine Edel-Privatschule.

    Siehe Breitbart Deutschland, wo 2016 glaube ich 1000 Flüchtlinge die älteste Kirche Deutschlands in Düsseldorf zerstört haben sollen. Klare Falschmeldung. 1000 mal gelikt.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.18 14:18 durch PerilOS.

  2. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

    Autor: lestard 04.07.18 - 14:29

    Was hat das denn mit dem Thema hier zu tun? Informatik-Unterricht und Medienkompetenz-Training sind doch 2 völlig verschiedene Dinge und man kann auch beides gleichzeitig unterrichten. Das eine schließt das andere doch nicht aus.

  3. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

    Autor: PerilOS 04.07.18 - 14:41

    Ob du es Informatik oder Medienunterricht nennst, ist kein Unterschied.
    Den Primär ist der Unterricht dafür gedacht dich in der Digitalen Welt vernünftig zu bewegen.
    Es ist absolute irrelevantes Allgemeinwissen programmieren zu können.
    Und die Oberschule ist dafür da dich in die Gesellschaft zu integrieren und dir das Allgemeinwissen mitzugeben dafür.

  4. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

    Autor: lestard 04.07.18 - 14:59

    Ich sehe da gravierende Unterschiede.
    Medienkompetenz heißt, einen kompetenten Umgang mit Medien zu lernen. Das schließt auch analoge Medien ein, nicht nur digitale. Die Perspektive ist die eines Nutzers von Medien.

    Bei Informatik geht es um ein Verständnis von Computer-Technik bezüglich Software und Hardware. Man soll lernen wie ein Computer aufgebaut ist, wie er grundlegend funktioniert und wie man ihn programmiert. Alles natürlich nur auf einem eher oberflächlichen Niveau, wie bei allen anderen Schulfächern auch. Die Perspektive hier ist also nicht die eines Nutzers sondern die eines Entwicklers. Natürlich ist dieses Wissen dann auch wieder nützlich beim Aufbau von Medienkompetenz.

    Es sind eben zwei verschiedene Aspekte mit eventuell hier und da Überschneidungen, vergleichbar mit denen zwischen Mathematik und Physik. Die Mathematik stellt eine Grundlage her, auf dessen Basis man dann die Physik besser verstehen und handhabbar machen kann.
    Natürlich kann man über die Sinnhaftigkeit des jeweiligen Fachs diskutieren aber man sollte es meiner Ansicht nach nicht einfach vermischen.

  5. Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: Bouncy 04.07.18 - 16:04

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wayne Informatik.
    > Wichtiger ist Unterricht darin, dass die Schüler mit Medienkompetenz
    > aufwachsen.
    Warum wird mittlerweile so oft Medienkompetenz gefordert? Verstehe ich nicht, wir mittelalte Semester - also 30 bis 40-jährige - sind es heute, die sich erfahrungsgemäß am kompetesten durch die aktuelle Medienlandschaft bewegen.

    Und in den 90ern war medienspezifische Bildung nicht verbreitet - mag der Eine oder Andere in Deutsch gehabt haben, aber wenn überhaupt, dann in ein paar Stunden und sicher nicht so intensiv, wie man es in einem echten Fach lernen würde. War offensichtlich nicht nötig, der logische Schluß ist, dass die restliche Schulbildung dazu geführt hat, dass man sich Medienkompetenz einfach durch Transferleistung selbst angeeignet hat.

    Muß man es denn heute anders machen und den Kindern das Thema mit dem Holzhammer einprügeln? Müssen sie alles, was sie wissen, direkt - quasi auswendig - lernen? Reicht denn nicht das herkömmliche System, ihnen logisches Denken und Verstehen beizubringen, sollte man nicht das weiter optimieren?
    Imho schade, dass so oft die Zaunpfahlmethode gefordert wird...

  6. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: PerilOS 04.07.18 - 16:28

    Früher wurdest du auch nicht mit Informationen zugeballert. Und früher waren Zeitungen und TV Nachrichten auch noch ein Hort des Vertrauens. Durch die systematischen Attacken gegen reputable Medien durch radikale heutzutage und gleichzeitige Gegenverbreiten von Falschinformationen, führt dazu dass die Leute diesen Menschen Glauben schenken ohne überhaupt zu reflektieren.

    Und Medienkompetenz hat nichts mit auswendig lernen zutun.
    Sondern anwenden deiner Grundintelligenz.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.07.18 16:29 durch PerilOS.

  7. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: Bouncy 04.07.18 - 16:32

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Früher wurdest du auch nicht mit Informationen zugeballert. Und früher
    > waren Zeitungen und TV Nachrichten auch noch ein Hort des Vertrauens.
    Ja eben! Haargenau. Und dennoch ist die Generation der aktuell 30-40jährigen, die dieses "früher" tatsächlich kennen, diejenige, die sich hier und heute am kompetesten durch die veränderte Landschaft bewegt. Das ist es ja, das ist doch mein Argument, ich hab es nie gelernt und weiß dennoch damit umzugehen. DAS muß irgendwo herkommen, der alte Unterricht war offenbar nicht so schlecht, irgendwas hat damals offensichtlich gestimmt...

  8. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller

    Autor: TheUnichi 04.07.18 - 18:38

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wayne Informatik.
    > Blablabla

    Wüsste jetzt nicht, warum deine geforderten Punkte nicht in das Fach "Informatik" fallen? Du verstehst den Begriff Informatik aber schon, oder?

    Wir haben ja auch "Mathematik" als Fach und nicht "Kurvendiskussion" oder "Multiplizieren"

  9. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: plutoniumsulfat 04.07.18 - 22:05

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Muß man es denn heute anders machen und den Kindern das Thema mit dem
    > Holzhammer einprügeln? Müssen sie alles, was sie wissen, direkt - quasi
    > auswendig - lernen? Reicht denn nicht das herkömmliche System, ihnen
    > logisches Denken und Verstehen beizubringen, sollte man nicht das weiter
    > optimieren?

    Schön wärs, guck mal, was an Schulen unterrichtet wird...

  10. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller - bidde nicht. Das ist der falsche Ansatz.

    Autor: Niveauacreme 04.07.18 - 22:33

    lestard schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich sehe da gravierende Unterschiede.
    > Medienkompetenz heißt, einen kompetenten Umgang mit Medien zu lernen. Das
    > schließt auch analoge Medien ein, nicht nur digitale. Die Perspektive ist
    > die eines Nutzers von Medien.

    In der Praxis bedeutet dass, dass der gutmeinende Sozialpädagoge die Kinder auf eine theoretische Art vor Päderasten warnt, die nie tatsächlich stattfindet, ebenso vor bösen Nazis und "Fake News Menschen" im Internetz. Statt dessen sollte man lieber die TAZ auf Papier lesen und sich MP3s von Arbeiterliedern anhören, wie der Lehrer das in seiner Jugend noch live erlebt hat...

    Ah, danke nein danke, der Mist driftet zu hart am Wind von "guter" Gesinnungslehre und gut gemeint ist immer der böse Bruder von gut gemacht.

    Medienkompetenz ist nichts als eine Unterspielart des kritischen Denkens. Das muss nicht medienbezogen, gar "Internetbezogen" gelernt werden, sondern das muss ganz allgemein gelehrt und gelernt werden an der Schule, das ist ein Querschnittsthema. Das würde aber voraussetzen, dass die Lehrer dann auch die praktische Anwendung des Ergebnisses des kritischen Denkens akzeptieren - und da hört der Spass dann auf und gerade die kritischen Schüler treffen auf eine Mauer. Denn richtig ist nur wenn als Ergebnis des "kritischen" das rauskommt was der Lehrer auch hören will. In der Schule ist der aufgeweckte, "kritische" Schüler in Wirklichkeit nur der *noch* konformere Schüler, der genau das wiederkaut was der Lehrer als "kritisch" (meist sozi-liberal) hören will.

    Kurzum: JEDES Fach in der Schule muss kritisches Denken lehren, dann kann man sich die Zeit für "Medienerziehung", oder wie immer man das nennen will, sparen. Viel wichtiger wäre eine allgemeine Erziehung zur Wissenschaftlichkeit, also der korrekten Beobachtung ohne Bias, und dem korrekten vorurteilsfreien und ergebnisoffenem Ziehen von Schlussfolgerungen. Denn nur mit einer korrekten Erkenntnis der Realität lassen sich richtige Schlussfolgerungen ziehen, wirksame korrektive Massnahmen treffen welche die Situation nachhaltig verbessern.
    Insofern ist Wissenschaftlichkeit und korrektes methodisches Rüstzeug automatisch Werkzeuge gegen Vorurteile und ein "reinfallen" auf "fake news" und populistischen Stuss. Nur - das macht einen ebenfalls nicht automatisch zum Linksliberalen...

    Dass die Schüler in der Adaption aktueller social tools im netz ohnehin kompetenter sind als die Lehrer ist ja nicht mal die Frage, das als Unterricht anzubieten kann nur so amüsant und kleinkarriert enden wie seinerzeit "Drogenaufklärung" in einer Nachmittags-Sonderstunde...

    Ich bin gegen "Medienkompetenz" als Fach, das hat das Potenzial zu schnell zu einem Gesinnungsunterricht zu verkommen, in dem die Schüler die aktuell gültige Doktrin konform runterkauen sollen. Und Lehrer zu finden die Medienkompetent sind - das dürfte die Perle unter den Borstenträgern sein - und ebenso selten.

    "Medienkompetenz" vermitteln - nette Idee, aber die Praxis wäre alsbald Fubar.

    Wenn überhaupt, dann sollten das Eltern vermitteln - im ganz normalen Wertekanon eine Erziehung. Warum die Schule damit belasten? Es gab ja auch keinen Unterricht zum richtigen Fernsehgucken, Leserbriefe schreiben oder Schallplatten anhören...

    Gruss
    N.

  11. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: Niveauacreme 04.07.18 - 22:40

    Genau. So. Isses.

    Medienkompetenz ist nicht ein Skill, sondern das Ergebnis und die Folge der Fähigkeit generell kritisch denken zu können, und nicht nur möglichst widerstandsarm zu konsumieren. Und genau das wird zu wenig gelehrt heute an den Schulen. G12 hilft auch nicht gerade dabei, neben Wissenseintrichterung einen unabhängigen klaren Gedanken zu fassen.

    Gruss
    N.

  12. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: Niveauacreme 04.07.18 - 22:45

    PerilOS schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Früher wurdest du auch nicht mit Informationen zugeballert. Und früher
    > waren Zeitungen und TV Nachrichten auch noch ein Hort des Vertrauens. Durch
    > die systematischen Attacken gegen reputable Medien durch radikale
    > heutzutage und gleichzeitige Gegenverbreiten von Falschinformationen, führt
    > dazu dass die Leute diesen Menschen Glauben schenken ohne überhaupt zu
    > reflektieren.

    Quatsch. Du referierst eine gute alte Zeit die es nie gab. Quellenstudie nicht auf EIN Sample zu beschränken war zu jeder Zeit notwendig, und "ein Hort des Vertrauens" waren die Medien nie.

    > Und Medienkompetenz hat nichts mit auswendig lernen zutun.
    > Sondern anwenden deiner Grundintelligenz.

    Das anwenden einer "Grundintelligenz" wird ganz sicher nicht in einem Fach "Medienkompetenz" vermittelt. Die "Grundintelligenz" ist die Summe der kritischen Reflektion alles gelernten. Wichtig ist hier, dass die Schule als System der Ausbildung von Menschen funktioniert, und nicht nur als Wissenstrichter der grundformatierte Robotniks für den Arbeitsmarkt auswirft - und zwar lieber in 12 als 13 Jahren bis zum Abitur, sonst geht der Industrie noch wertvolle Verwertungszeit verloren...

    Das Problem verdummter milleniums-facebooknutzer geht viel tiefer als das Fehlen eines Fachs "Medienkompompetenz"...

    Gruss
    N.

  13. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: Smalsus 05.07.18 - 08:34

    Niveauacreme schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau. So. Isses.
    >
    > Medienkompetenz ist nicht ein Skill, sondern das Ergebnis und die Folge der
    > Fähigkeit generell kritisch denken zu können, und nicht nur möglichst
    > widerstandsarm zu konsumieren. Und genau das wird zu wenig gelehrt heute an
    > den Schulen. G12 hilft auch nicht gerade dabei, neben Wissenseintrichterung
    > einen unabhängigen klaren Gedanken zu fassen.
    >
    > Gruss
    > N.


    Klingt ein wenig so, als soll die Schule noch mehr Bereiche der Erziehung der Eltern übernehmen.
    Kritisches Denken sollte vorgelebt werden - nur "die Schule soll es machen" reicht da nicht aus; zu einem größeren Ansatz könnte es aber gehören.

    Grüße

  14. Re: Medienkompetenzunterricht wäre nicht sinnvoll

    Autor: lenox 05.07.18 - 09:55

    Bouncy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > PerilOS schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Früher wurdest du auch nicht mit Informationen zugeballert. Und früher
    > > waren Zeitungen und TV Nachrichten auch noch ein Hort des Vertrauens.
    > Ja eben! Haargenau. Und dennoch ist die Generation der aktuell
    > 30-40jährigen, die dieses "früher" tatsächlich kennen, diejenige, die sich
    > hier und heute am kompetesten durch die veränderte Landschaft bewegt. Das
    > ist es ja, das ist doch mein Argument, ich hab es nie gelernt und weiß
    > dennoch damit umzugehen. DAS muß irgendwo herkommen, der alte Unterricht
    > war offenbar nicht so schlecht, irgendwas hat damals offensichtlich
    > gestimmt...


    das liegt vermutlich daran, dass zu unserer Zeit (aktuell 30-40jährigen), Lehrer die Zeit hatten normalen Unterricht zu machen, weil Eltern ihren Job (die Erziehung) richtig gemacht haben, während heute, 80 % damit verbracht wird Erziehung zu betreiben und den Unterrichtsstoff muss man auch noch durch kriegen. Das Schulsystem hat sich extrem gewandelt, Eltern erwarten von Schulen dass ihre Kinder erzogen werden, schätze da wird das übel seinen Ursprung haben.

    Daher sind viele heute, krass gesagt, Dumm wie Brot und glauben jeden Müll.

    Aus dem Problem kommen wir nur raus wenn wir jetzt sofort Kinder zeugen, vernünftig erziehen und den Lehrern wieder die Möglichkeit geben richtigen Unterricht zu führen. ;-)



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 05.07.18 09:57 durch lenox.

  15. Re: Medienkompetenzunterricht wäre sinnvoller - bidde nicht. Das ist der falsche Ansatz.

    Autor: lestard 05.07.18 - 11:08

    Dem Beitrag kann ich weitgehend zustimmen. Ich würde nicht auf Medienkompetenz-Unterricht beharren. Mein Anliegen bei meinem Beitrag war, diesen Themenkomplex vom Thema "Informatik-Unterricht" abzugrenzen. Dein Beitrag untermauert dies.
    Ich bin dafür, Informatik-Unterricht zu stärken. Medienkompetenz würde ich da raushalten.

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